Kaufberatung Diesel - Benzin und Angebotsabsegnung
Hey!
Eigentlich handelt es sich um eine Kaufberatung, ich poste das aber mal hier, weil ich auf die Erfahrung von euch MK4 Besitzern baue. Ich muss noch einmal fragen, weil ich nicht so recht durchblicke.
Ich habe bisher keine Auto und daher keine verlässlichen Erfahrungswerte (bisher immer irgendwo geliehen); ich habe aber grob errechnet, dass ich ca. 8.000-9.000 km im Jahr Autobahn und Landstr und ca. 3.000-4.000 km im Jahr innerorts fahren werde. Dabei ist einmal 3.000 km Sommerurlaub, der Rest der Überlandstrecke verteilt sich über's Jahr, so dass das Auto durchaus immer mal wieder ausgefahren werden würde.
Ich habe nun folgendes Angebot bei einem Händler gesehen:
Ford Mondeo Turnier 2.0 TDCI
EZ 10/2011
120.000 km
140 PS
3 Jahre Gebrauchtwagengarantie
12.000 EUR
Die Innenausstattung mit Trend + Navi gefällt mir eigentlich auch gut. Navi brauche ich aber eigentlich nicht. Dazu kommt aber noch, dass da keine Winterreifen dabei sind, nur Sommer. Wie teuer würde mich das kommen (Pi*Daume, wenn ich was gebrauchtes kaufe)?
Ich weiß: darüber wurde schon viel geschrieben und ich habe auch versucht das zu verstehen, tue ich aber nicht ^^
Ich habe errechnet, dass sich die höheren Steuern durch den geringeren Verbrauch und die geringeren Preise durchaus wieder reinholen ließen. Trotzdem habe ich beim durchlesen diverser Posts das Gefühl entwickelt, dass ich eigentlich keinen Diesel holen sollte. Sind diese anfälliger für Reparaturen bzw. sind die Reparaturen im Schnitt teurer, so dass es sich bei so wenig Kilometern nicht lohnt, weil ich halt am Sprit nicht genug spare um das wieder auszugleichen?
'Leider' scheint es aber auf dem Gebrauchtwagenmarkt deutlich mehr Diesel als Beniziner zu geben (Ich denke die Firmenflotten setzen halt häufig auf Diesel oder so).
Die zweite Frage ist ob das Angebot sich überhaupt lohnt. Ich habe halt selbst wenig Ahnung von Autos und kenne auch niemanden den ich mitnehmen kann, so dass ich dem Händler vertrauen muss. Hier habe ich durchaus das Gefühl ein gut gewartetes Auto zu bekommen (aber natürlich ist es der Job eines Autohändler Vertrauen zu erwecken ;-) und die drei Jahre Garantie wiegen mich auch in Sicherheit und ich habe einen Werkstattbericht gesehen, der für mich gut aussah, aber das kann ich nicht gut beurteilen.
Die 120.000 km Inspektion wird noch gemacht und Zahnriemen wäre ja erst bei 200.000 km oder in knapp 7 Jahren fällig (soweit ich da durchblicke), so dass ich die Hoffnung habe erstmal stressfrei fahren zu können. (Vielleicht liege ich hier aber auch falsch und eine Gebrauchtwagengarantie ist nur Bauernfängerei. Weil z.B. die Kupplung trotzdem mein Bier ist oder so. Ich habe keine Ahnung und lasse mich gerne belehren.)
Vielen Dank an jeden der das liest und versucht mir zu helfen.
Gruß
27 Antworten
Verwirrt bleibst auch weiterhin bleiben, wenn Du glaubst, eine abschließende Antwort dazu in Foren finden zu können. Eingefleischte Benziner werden das mit erhöhter Wartung und Reparaturen so sehen und überzeugte Dieselfahrer werden das bestreiten. Dann gibt es die Pechvögel oder Wartungsignorierer, die werden nie mehr einen Ford kaufen wollen, egal ob Benzin oder Diesel. Allerdings werden sie dasselbe von der nächsten Marke behaupten. Na ja, Du mußt Dir selbst eine Meinung bilden, denn pauschale Einschätzungen und kurze Blitzaufnahmen helfen Dir nicht weiter. 🙂
Wenn Du Dir doch einen Diesel zulegst, achte drauf, daß er ohne Partikelfilter auf Euro 4 kommt, dann ist ein großer Teil von Störungen einfach nicht vorhanden, was nicht da ist, macht auch keinen Ärger.
Zitat:
@artkos schrieb am 28. Dezember 2014 um 21:14:19 Uhr:
Verwirrt bleibst auch weiterhin bleiben, wenn Du glaubst, eine abschließende Antwort dazu in Foren finden zu können.
Das mit Sicherheit.
Zitat:
Wenn Du Dir doch einen Diesel zulegst, achte drauf, daß er ohne Partikelfilter auf Euro 4 kommt, dann ist ein großer Teil von Störungen einfach nicht vorhanden, was nicht da ist, macht auch keinen Ärger.
Der TE sucht einen MK4. Die haben doch alle einen DPF, oder sehe ich das falsch?
Bei 3- 4000 KM Jährlich Stadt gehe ich von einem Arbeitsweg von 5- 8 KM aus. Ob das ein TDCI mit DPF gut übersteht?
M.M.
Drum rate ich eher zu einem günstiger erhältlichen MK3 oder welches Markenmodell als TDCi auch immer, daß diesen dussiligen DPF für Euro 4 nicht benötigt. Dann darf es selbst bei Kurzstrecken ein Diesel sein und die Bilanz geht zu seinen Gunsten auf, vorausgesetzt, daß er günstig einkauft. Dies zu beherzigen ist aber immer wichtig beim Gebrauchtwagenkauf.
@ Rolli: danke für die Präzisierung.
Die Vergangenheit ist vergangen. Früher waren die Diesel zwar lahmer, aber haltbarer. Solange der Diesel keinen DPF hat, sehe ich den auch als kurzstreckentauglich an. Das Ding ist im Unterschied zu früher DER Knackpunkt. Außerdem waren die Injektoren früher nicht so empfindlich wie heutzutage beim Common Rail. Die alten Regeln gelten nicht mehr. Ich habe zusammen mit meiner Frau in den letzten 14 Jahren über 800 000 km gefahren, alles in älteren Dieseln (A4 TDI BJ 97 und drei Mondeo MK3 TDCI). Ich weiß, was für teure Reparaturen kommen können.
Bei den angepeilten 12-15 t km p.a. rechnet es sich ganz unabhängig von den möglichen Reparaturen in keinster Weise, wegen der höheren Steuer und Versicherung beim Diesel.
Davon abgesehen hört sich ein gebrauchter MK4 Diesel mit 120 000 km in 3 Jahren gut an - das Auto wurde Langstrecke gefahren, was das gesamte Fz weniger beansprucht, als Kurzstrecke. Beim Baujahr 2011 haben die Mk4 TDCI auch schon keine NAcheinspritzung mehr für die Regeneration, sondern eine 5. Einspritzdüse im Abgastrakt, somit kein Problem mehr mit Ölverdünnung.
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Ein Benziner rechnet sich bei Kurzstrecke schon mal gar nicht, da sein Verbrauch in der Aufwärmphase sich weit von Gut und Böse abwendet! Damit stimmen die sonstigen Betrachtungen der Benzinlobby zum Steuersatz und auch zum Differenzbetrag zu Diesel überhaupt nicht.
Interessant ist der Lösungsansatz mit der 5. Düse im Abgastrakt, aus der Not eine Tugend zu machen, damit der DPF halbwegs salonfähig wird. Aber ein Armutszeugnis der Entwickler zugleich.
Hallo ich habe einen 2,2 L Diesel der Verbrauch ist mit durchschnittlich 8,3 Liter ganz ok.
Nur damit solte man echt am tag min. 40 km am Stück auf der Bahn unterwegs sein, wegen den DPF. Ich fahre zu viel Kurzstrecke brauch daher 3 x im Jahr ein ölwechsel wegen Ölverdünnung. Mach ich ich aber mittlerweile selber sonst köntte ich mit den Wagen nicht mehr leisten. Also lieber beim nächsten Mal ein Benziner !!!
Zitat:
@Mondeotitanium200ps schrieb am 11. Januar 2015 um 09:54:48 Uhr:
Also lieber beim nächsten Mal ein Benziner !!!
oder ein neueres Baujahr. Weil Ford verbaut im Mondeo ab 06/2010 die DPF mit Vaporizer, also ohne Nacheinspritzung über die Motor-Einspritzdüsen.
Zitat:
@Mondeotitanium200ps schrieb am 11. Januar 2015 um 09:54:48 Uhr:
Hallo ich habe einen 2,2 L Diesel der Verbrauch ist mit durchschnittlich 8,3 Liter ganz ok.
Der Verbrauch erscheint mir aber sehr hoch. Mit meinem 2.2 MK3 ohne DPF (dennoch Euro 4) habe ich durchschnittlich 6,9 l/100 km/h. Nur wenn ich im Bergischen nur Landstraße fahre, erreiche ich gerade 8 l/100 km/h. Neuere Motoren sollen doch angeblich sparsamer fahren?
Oder bist eher sehr forsch unterwegs?
Angeblich?! Kann am Dpf liegen ich habe auch noch eine Zusatzheizung die auch öfters mal Diesel brauch.... In den ganzen Jahren bin ich glaub ich nur einmal auf 7,9 L gekommen ??
Zitat:
@Mondeotitanium200ps schrieb am 11. Januar 2015 um 11:11:05 Uhr:
Angeblich?! Kann am Dpf liegen ich habe auch noch eine Zusatzheizung die auch öfters mal Diesel brauch.... In den ganzen Jahren bin ich glaub ich nur einmal auf 7,9 L gekommen ??
Und ich wohn im Flachland
Ich fahre ja auch den 2,2, allerdings im FL - Schnitt sind 7,5l, dem geschuldet, dass ich ab und an auf der Bahn mal ordentlich drauftrete. Bei ruhiger Fahrweise sind durchaus 6-6,5 drin.
Kraft kommt halt von Kraftstoff, daran machste nix...
Zitat:
@Rolli74 schrieb am 28. Dezember 2014 um 16:38:10 Uhr:
Hi Spacechild
Was ist da nicht zu verstehen oder schwer zu begreifen ?
Einen Auszug aus dem WWW dazu .
FORD Mondeo Verbrauch
FORD Mondeo Verbrauch
Hier sehen Sie die durchschnittlichen Verbrauchswerte aller Varianten des FORD Mondeo. Um den Kraftstoffverbrauch eines bestimmten Fahrzeugs zu sehen, wählen Sie bitte links das gewünschte Modell.
Kraftstoff Spritverbrauch
Diesel-Verbrauch 6,82 l/100km
Benzin-Verbrauch 9,28 l/100kmUms leicht zu machen nehmen wir mal 10.000 Km pro Jahr .
Diesel , normal 0,20 cent günstiger als Super , kostet dann ? Nimm bitte den Taschenrechner .
Super , bedeutet in diesem Fall 246 Liter weniger Verbrauch auf 10.000 km .Ach ja , hast ja den Taschenrechner zur Hand ;-) !
Ich selbst fuhr seit dreißig Jahren Benziner mit mehr als 100 PS .
Weniger als mein jetziger Omega Kombi , sechs Zylinder 24 V Turbo mit 110 KW , 150 PS brauchte nur
ein Audi 100 mit 100 PS und ein Mazda 626 der 101 PS hatte .
Diese und die anderen Benziner hatten kein Leergewicht von 1,7 Tonnen !
Ein Audi 5E brauchte 12 bis 13,5 im schnitt .
Ein Omega A , 2,4 Liter Motor nahm sich mehr als 16 liter Super in der Stadt . ( bei vorsichtiger Fahrweise ! )
Der vorletzte , Omega B ( zwei Liter mit 115 PS fuhr im Schnitt mit9 Litern Super )
Jeden dieser Wagen hatte ich weit über 100.000 Km in Gebrauch .
Meinen Omega Diesel , mit knapp 230000 Km auf der Uhr , brauch im Sommer ( auch mit Klima ) 8,5 -9 Liter .
Im Winter , mit Standheizung und mehr Stadtverkehr bewege ich ihn mit ca. 9,5 Liter .Alles politisch korrekt und verständlich ? ;-)) !
0,06 l/km x 10.000 km x 1,10 €/l Diesel = 660 €
0,08 l/km x 10.000km x 1,40 €/l Benzin = 1120 €
Wertverlust von Benzin zu Diesel sollte einigermaßen Vernachlässigbar sein. Differenz von Versicherung und Kfz-Steuer der jeweiligen Fahrzeugnummer vergleichen.
Je mehr km desto eher lohnt sich ein Diesel. Das ist mal Fakt.
Meines erachtens ist ein Diesel ab 10.000 km sowieso rentabler, da die Benziner immer mehr verbrauchen ist nur die Frage wie viel das jeweilige Modell verbraucht. Wem es um die Spritkosten geht sollte auf erstens auf seine fahrweise achten und zweitens auf ein Fahrzeug kaufen das einen niedrigen Spritverbrauch aufweist.
Falls die Wartungsintervalle für Benzin- und Dieselfahrzeuge in etwa gleich sind ist dann nur noch entscheiden bei älteren Fahrzeugen wie anfällig Sie für Reparaturen sind, Bzw. wie der Zustand des gebrauchten ist. Deswegen gebrauchte Fahrzeuge vom Kfzler durchchecken lassen, falls du ein Laie bist.