Kaufberatung 50er Roller

Hallo,

ich bin aktuell auf der Suche nach einem 50er Roller, da ich in den nächsten Tagen/Wochen mit dem AM-Führerschein anfangen möchte. Ich würde mit dem Roller ca. 200-250km im Monat fahren, eigentlich ausschließlich in der Großstadt. Der Roller sollte möglichst verbrauchsarm sein. Preislich liegen sollte er bei 2000 € (+/- 200). Den Neukauf würde ich bevorzugen. Gibt es da bestimmte Marken/Modelle, die für mich infrage kommen? Falls die Körpergröße wichtig sein sollte; ich bin um die 170cm groß.

Ich danke im Voraus

LG
Manu

57 Antworten

Auch ich kann mir nicht jede Art von Mobilität leisten, zum Beispiel werde ich wahrscheinlich nie in einem Privatjet sitzen. Bin ich deshalb unterprivilegiert?
Vielleicht, aber ich suche mir dann Fortbewegungsmittel, die zu meinem Geldbeutel passen.
Meinen Arbeitsweg und auch andere Strecken erledige ich im Übrigen trotz vorhandenem Auto per Fahrrad.
Ich bleibe bei meiner Meinung wer das erste Fortbewegungsmittel schon finanziert, finanziert auch häufig alle folgenden weil die Ansprüche ja nicht sinken. Ein Kredit ist immer vorgezogener Konsum, wenn das Geld nicht woanders mehr erwirtschaftet. Vor Jahren hatte ich zu diesem Thema auch mal eine Studie gelesen, dich jetzt aber nicht so schnell gefunden habe.
Mir hier jetzt zu unterstellen ich würde dem TE die Teilnahme am Straßenverkehr verwehren wollen, finde ich einfach dreist.
Ich wollte lediglich zu bedenken geben, dass Roller, der nur 45kmh läuft die Nachteile eines Fahrrades (bspw. den Elementen ausgesetzt zu sein und nicht mehr als 50km/h zu schaffen) mit denen eines Autos (höhere Unterhaltskosten, an der Ampel trotzdem ganz hinten) verbindet. Sich dann dafür auch noch zu verschulden ist aus meiner Sicht einfach unglücklich, zumal durchaus der Plan zu bestehen scheint den B und A Führerschein auch noch zu machen.
Da steht dann wahrscheinlich die nächste Finanzierung an, weil auf dem 50ccm Roller ist man dann nicht mehr standesgemäß unterwegs, dann muss es schon ein Motorrad sein.
Ich bin jetzt raus hier, der TE kann die Entscheidung treffen wie er möchte.

Zitat:

@Fett_Esser_Boy schrieb am 24. August 2021 um 13:59:55 Uhr:


. . . . Sich dann dafür auch noch zu verschulden ist aus meiner Sicht einfach unglücklich, zumal durchaus der Plan zu bestehen scheint den B und A Führerschein auch noch zu machen.
. . .

-

Daher mein Rat zu warten und dann den richtigen FS zu machen. 😉

Bei gutem Wetter das Fahrrad - und bei schlechtem Wetter bis dahin noch die Öffis nutzen.

Ich danke allen für ihre Antworten. Ich kann nach aktuellem Stand den BF17-Führerschein machen, da ich scheinbar von Verwandten etwas Geld für den Führerschein geschenkt bekomme. Ob ich dann bis zum ersten Auto einen Roller kaufe (BF17 schließt ja AM mit ein), weiß ich noch nicht, kann dann ja aber wieder diesen Thread durchlesen. Von mir aus kann der Thread geschlossen werden, da dieser sich eher zu einem Diskussionsthread entwickelt hat. Stört mich persönlich nicht, aber ich weiß ja nicht wie das hier im Forum gehandhabt wird.

LG
Manu

War hier eine Lebensberatung gewünscht oder die Kaufberatung für einen 50er Roller?
Was soll die TE in der Stadt mit einem 125er Roller? Auch kurze Strecken Überland gehen damit.
Ich hatte auch mal einen 50er Roller (auch wenn es schon 26 Jahre her ist), just for fun, zusätzlich zum Auto. Bei schönem Wetter auch mal zur Arbeit, von einem Ort bei Bruchsal nach Karlsruhe Husarenlager (Ortsrand Richtung Neureut). In der Stadt war ich keinesfalls ein Verkehrshindernis - und an der Ampel hab ich regelmäßig die Autos versägt... 😎
Der Roller war von Piaggio, das Modell weiß ich nicht mehr - aber das "wilde" Schwestermodell hieß NRG. War schon ein geiles Teil!
Er durfte aber nicht mit in die neue Heimat - hier kann ich keinen gebrauchen...

Und die Aussage, daß sie alten Simson Mopeds am Berg verhungern, stimmt auch nicht. Hier (Nordthüringen, Harzvorland) fahren noch einige umher... Allerdings sind die zum einen sehr beliebt und gesucht - und werden deswegen zum anderen auch gerne geklaut...

Beim Helm würde ich nicht sparen! Aber da gibt es sicher entweder bei der Stiftung Warentest oder in einschlägigen Magazinen Testberichte.

Ähnliche Themen

Mein Roller braucht von 0 auf 45 kmh ungefähr 16 sekunden, und fährt stolze 48 kmh auf gerader Ebene.
Ja da ist ein 125er schon entspannter, auch in der Stadt 😁

Das Tolle an den neuen Rollern: sie fahren ziemlich zuverlässig 45 km/h. Wenn ich Roller überhole, aber erst "warten" muss, schaue ich auf die GPS-Geschwindigkeit, um deren Geschwindigkeit zu prüfen. Japp! Strich 45. Glasklar elektronisch geregelt.

Die alten Roller (bis. BJ. 2000) sind mechanisch kastriert. Ihr Auspuff ist halb verstopft, der Lufteinlass ist eingeengt, eine Distanzscheibe ist eingebaut, die Variorollen sind zu leicht und als Sprit wird Normalbenzin angegeben. Dadurch würde der Roller gerne, kann aber nicht.

So genau trifft man aber mit Mechanik die 50 km/h auch nicht. Deswegen sind Viele schneller, vor allem die Piaggio Zweitakter bleiben stürmisch und kraftvoll, gehen in der Ebene mit Normalbenzin 53 km/h, mit Super 55 km/h, mit Super Plus 58 km/h und leicht bergab sogar mit 62 km/h, danach ist der Auspuff "dicht" (mehr Luft lässt er nicht durch, egal wie steil es bergab geht). Der Motor bringt übrigens ohne Veränderungen knapp 90 km/h beim TPH (im Windschatten von LKW, sonst etwas über 70 km/), wenn man alles aufmacht (mit dem Originalschalldämpfer - in der Anfangszeit war er in dieser Art frisiert, aber das wurde mir zu heiß, es ist alles wieder Original). Wegen der guten Kräftehaltung empfehle ich Rollerkäufern völlig problemlose, alte Piaggio Zweitakter, wenn die im gepflegten Zustand erhältlich sind. Man kommt voran. Die neueren Roller wirken dagegen wie Standgeigen, sowohl an der Ampel als auch auf der Geraden, wo der Geschwindigkeitsunterschied locker 10 km/h ist!

Piaggio von Ende der 90er sind ausgereift. Sie erfordern keinerlei Pflege, außer alle 5000 km zur Wartung. Man sollte vollsynthetisches Zweitaktöl von Runge nehmen, wenn man Ablagerungen vermieden will. Über nunmehr bald 22 Jahren wurden bei mir nur einige Verschleißteile ausgetauscht (Schalldämpfer, Stoßdämpfer, Bremsen, Zündkerzen, Reifen, Akku, Sitzbezug, rostige Schrauben). Niemals war er kaputt oder ist liegengeblieben - bzw...: die LCD-Uhr im Cockpit war schnell kaputt, und ist sie immer noch. Alles Andere läuft wie neu: Elektronik, Motor, Antrieb. Springt sofort an, und hat auch einen Kickstarter (fehlt vielen neuen Rollern). Akku leer ist kein Problem, man kann den Roller starten.

Wer also einen Roller braucht, und noch einen GUTEN, alten Piaggio findet, sollte zuschlagen. Wie man bei den Forenbeiträgen hier sieht, werden die wenig gewürzschätzt, deswegen kriegt man sie günstig.

Zitat:

@xis schrieb am 25. Aug. 2021 um 08:2:41 Uhr:


Das Tolle an den neuen Rollern: sie fahren ziemlich zuverlässig 45 km/h. Wenn ich Roller überhole, aber erst "warten" muss, schaue ich auf die GPS-Geschwindigkeit, um deren Geschwindigkeit zu prüfen. Japp! Strich 45. Glasklar elektronisch geregelt.

Die alten Roller (bis. BJ. 2000) sind mechanisch kastriert. Ihr Auspuff ist halb verstopft, der Lufteinlass ist eingeengt, eine Distanzscheibe ist eingebaut, die Variorollen sind zu leicht und als Sprit wird Normalbenzin angegeben. Dadurch würde der Roller gerne, kann aber nicht.

Eben das mag ich an meinem China 4t-Roller: er fährt genau seine Geschwindigkeit, die er darf, kein bisschen zu schnell und beschleunigt auf diese Geschwindigkeit ungebremst, im Rahmen seiner Möglichkeiten.

Nie zu schnell, kein schalten, nur Gas und Bremse. Beim fahren schön die Gedanken schweifen lassen können und die Entschleunigung genießen. Angenehm!

Die alten Piaggio und sowas wie Speedfight sind an sich sehr gute und hochwertige Roller mit kräftigen Motoren. ABER man findet kaum gute. Die meisten sind verbastelt, getunt und verblasen. Zudem nerven alternde Zweitakter gerne mit Undichtigkeiten, die beim Zweitakter für Unzuverlässigkeit und heftigen Leistungsverlust sorgen. Ich sag nur Kurbelwellensimmeringe. Wenn man das in der Werkstatt reparieren lässt, ist der gebrauchte Roller schon ein wirtschaftlicher Totalschaden.
4-takter sind robuster, sparsamer, leiser, haben allerdings deutlich weniger Leistung auf den gleichen Hubraum. Irgendwie ja auch logisch, er zündet auch nur halb so oft.

TPH 50 - stimmt, so hieß mein Piaggio-Roller! Danke für die Gedächtnishilfe, @xis !

Zitat:

@Bamako schrieb am 25. August 2021 um 09:20:43 Uhr:



Zitat:

@xis schrieb am 25. Aug. 2021 um 08:2:41 Uhr:


Das Tolle an den neuen Rollern: sie fahren ziemlich zuverlässig 45 km/h. Wenn ich Roller überhole, aber erst "warten" muss, schaue ich auf die GPS-Geschwindigkeit, um deren Geschwindigkeit zu prüfen. Japp! Strich 45. Glasklar elektronisch geregelt.

Die alten Roller (bis. BJ. 2000) sind mechanisch kastriert. Ihr Auspuff ist halb verstopft, der Lufteinlass ist eingeengt, eine Distanzscheibe ist eingebaut, die Variorollen sind zu leicht und als Sprit wird Normalbenzin angegeben. Dadurch würde der Roller gerne, kann aber nicht.

Eben das mag ich an meinem China 4t-Roller: er fährt genau seine Geschwindigkeit, die er darf, kein bisschen zu schnell und beschleunigt auf diese Geschwindigkeit ungebremst, im Rahmen seiner Möglichkeiten.
Nie zu schnell, kein schalten, nur Gas und Bremse. Beim fahren schön die Gedanken schweifen lassen können und die Entschleunigung genießen. Angenehm!

Die alten Piaggio und sowas wie Speedfight sind an sich sehr gute und hochwertige Roller mit kräftigen Motoren. ABER man findet kaum gute. Die meisten sind verbastelt, getunt und verblasen. Zudem nerven alternde Zweitakter gerne mit Undichtigkeiten, die beim Zweitakter für Unzuverlässigkeit und heftigen Leistungsverlust sorgen. Ich sag nur Kurbelwellensimmeringe. Wenn man das in der Werkstatt reparieren lässt, ist der gebrauchte Roller schon ein wirtschaftlicher Totalschaden.
4-takter sind robuster, sparsamer, leiser, haben allerdings deutlich weniger Leistung auf den gleichen Hubraum. Irgendwie ja auch logisch, er zündet auch nur halb so oft.

Alles falsch. :-) In meinem Sinne....

Zum einen kostet ein neuer Roller (Markenware) locker 2000 EUR, eher 3000 EUR. Ein wirtschaftlicher Totalschaden wäre bei einem komplett restaurierten Bastelroller, der aus dem letzten Loch pfeift, bei dieser Summe anzusetzen. Bei Piaggio ist es aber unmöglich, dieses Geld in der Werkstatt zu lassen.

Heißt: für unter 2000 EUR kriegt man einen LEGALEN, neuwertigen Roller. Man braucht eigentlich nur den verbeulten Rahmen.... :-D

Zum anderen: der Wert eines Rollers setzt sich zusammen aus dem Fahrzeugwert und dem individuellen Nutzwert. Den kann man auch in Geld ausdrücken. Ist Dir ein LEGALER Roller mit 55 km/h lieber als einer mit 45 km/h? Ist Dir das 1000 EUR wert? Dann kannst Du den alten Roller auch für 3000-4000 renovieren lassen, und es hat sich gelohnt. Ist Dir das 1 EUR wert? Lohnt sich immer noch...

Sogar Ratenzahlung geht: man kauft einen Fahrbereiten Roller und updatet alle 2-3 Monate ein Bauteil...

Zitat:

@xis schrieb am 25. August 2021 um 10:30:27 Uhr:



Zum anderen: der Wert eines Rollers setzt sich zusammen aus dem Fahrzeugwert und dem individuellen Nutzwert. Den kann man auch in Geld ausdrücken. Ist Dir ein LEGALER Roller mit 55 km/h lieber als einer mit 45 km/h? Ist Dir das 1000 EUR wert?

Mit den 1.000€ kannst du aber auch den Aufpreis zum A1 + 125er Roller decken.

Zitat:

@unkreativ98 schrieb am 25. August 2021 um 11:07:59 Uhr:



Zitat:

@xis schrieb am 25. August 2021 um 10:30:27 Uhr:



Zum anderen: der Wert eines Rollers setzt sich zusammen aus dem Fahrzeugwert und dem individuellen Nutzwert. Den kann man auch in Geld ausdrücken. Ist Dir ein LEGALER Roller mit 55 km/h lieber als einer mit 45 km/h? Ist Dir das 1000 EUR wert?
Mit den 1.000€ kannst du aber auch den Aufpreis zum A1 + 125er Roller decken.

Kannst Du nicht. Der 50-er hat eine eigene Nische: das Problemlosfahrzeug, das 1x im Jahr eine Plakette kriegt und wenn erforderlich, zum Kundendienst fährt. Und wenn ich will, setze ich meine Frau drauf und sage ihr, dass sie damit fahren soll.

125-er sind stärker reglementiert, kosten Steuern, kann man nicht mit PKW-Führerschein fahren usw. Mein 50-er stand z.B. auch schon mal 4 Jahre herum. Neue Batterie, neue Plakette - läuft!

125-er steht 4 Jahre? Wie komme ich zum TÜV...? Anmelden? Usw... Vergiss es.

Ansonsten ja - ich überlege auch, mir den Moped-Schein zu machen. Andererseits überlege ich auch, mir ein schmales Dreirad zu kaufen (Piaggio). Und dann kommen die Gedanken um Steuern, Versicherung, TÜV und Flexibilität - und lasse es sein. 50-er habe ich jetzt erst im Juli wieder versichert. Hat so 40 EUR herum gekostet. Bin zufrieden.

Und wenn ich damit auf dem Radweg fahre, sagt auch Keiner was. Warum Radweg? Weil die Fahrbahn für Autos gesperrt ist :-D Erlaubt? Nein. Aber die Polizei steht daneben, und interessiert sich nicht dafür (ich fahre vor deren Augen da rein). Worst case? Ein "Dududu" und 10 EUR....?

Ich breche die Lanze für den 50-er mit der alten ABE!

Soweit ich das mitbekommen habe, steht eine TÜV Pflicht für 50er aktuell zur Diskussion.
Habe mich mit dem Thema aber nicht näher befasst.

125er sind steuerbefreit.
Der TÜV schlägt so mit 70€ zu Buche, alle 2 Jahre.
Wozu bei langer Standzeit überhaupt abmelden? Die Versicherung kostet pro Jahr keine 50€ und du sammelst Schadensfreiheitsklassen, die du mit dem 50er nicht sammelst.
Der A1 kostet dich wenn du später vor hast größere Mopeds zu fahren weniger als der AM.
Für den B Führerschein gibts inzwischen auch eine Erweiterung die 125er erlaubt.
Alles was der 125er (-Schein) extra kostet, spielt er dir später wieder durch Ersparnisse beim Klassenaufstieg oder der Versicherung ein.

Ob du unerlaubt mit einem 50er, 125er oder 500er am Radweg fährst, macht keinen Unterschied.

Es gibt keinen finanziellen Grund einen 50er einem 125er vorzuziehen, abgesehen vom minimal höheren initialen Investment.
Schlimmstenfalls ist er minimal teurer, bietet aber unverhältnismäßig viel mehr.
Allein der Sicherheitszugewinn ist jeden realistischen Aufpreis wert.

Zitat:

@unkreativ98 schrieb am 25. August 2021 um 13:03:31 Uhr:


125er sind steuerbefreit.
Der TÜV schlägt so mit 70€ zu Buche, alle 2 Jahre.
Wozu bei langer Standzeit überhaupt abmelden? Die Versicherung kostet pro Jahr keine 50€ und du sammelst Schadensfreiheitsklassen, die du mit dem 50er nicht sammelst.
Der A1 kostet dich wenn du später vor hast größere Mopeds zu fahren weniger als der AM.
Für den B Führerschein gibts inzwischen auch eine Erweiterung die 125er erlaubt.
Alles was der 125er (-Schein) extra kostet, spielt er dir später wieder durch Ersparnisse beim Klassenaufstieg oder der Versicherung ein.

Ob du unerlaubt mit einem 50er, 125er oder 500er am Radweg fährst, macht keinen Unterschied.

Es gibt keinen finanziellen Grund einen 50er einem 125er vorzuziehen, abgesehen vom minimal höheren initialen Investment.
Schlimmstenfalls ist er minimal teurer, bietet aber unverhältnismäßig viel mehr.
Allein der Sicherheitszugewinn ist jeden realistischen Aufpreis wert.

Sehe ich auch so!

Und es gibt noch ein weiteres Argument: Ein A1 Führerschein zählt auch für die Probezeit, so das man dann auf dem B Führerschein keine bzw. kaum mehr Probezeit hat.

Deine Antwort
Ähnliche Themen