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Kann man diesen verbrannten CLK Restorieren?

Mercedes CLK 208 Cabrio
Themenstarteram 8. Oktober 2020 um 2:54

Hallo Liebe Community,

leider ist unser geliebtes Auto vor ein paar Wochen in Schweden verbrannt.

Wir hatten es seit 17 Jahren und es hat uns viel bedeutet. Jetzt ist die Frage, ob es nicht doch

irgendwie möglich ist das Auto wieder aufzubauen. Auch wenn bis jetzt alle dagegen gesprochen haben.

Ich bitte um fachliche und Erfahrene Meinungen. Danke! :-)

Bild 1
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Bild 3
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Beste Antwort im Thema

Ich denke, der Threadersteller wollte die Frage technisch beantwortet haben, wenier in Bezug auf Geld oder sinnhaftigkeit einer solchen Aktion. (ich verweise dazu mal auf diverse Restaurationen, z.B. die des ersten Porsche 911, glaube Typ 901, dessen rostige Reste einer Karosse in einer Scheune gefunden wurden)

Technisch würde ich sagen: Nicht an zu raten, da zu hohe Risiken bestehen, aus folgendem Grund:

Durch die Hitze des Brandes können strukturelle Schwächen im Blech aufgetreten sein, Gefügeveränderungen, die Bleche/Stähle so verändert haben, das sie brüchiger oder weicher geworden sind. Werksseitig aufgebrachte Korrossionsschutzmaßnahmen dürften verbrannt sein, manche Schraubverbindung vermutlich weich. Wobei ich die mögliche Schwächung der Festigkeit an manchen Stellen als das grössere Problem erachte. Nichts ist schlimmer, als das sich dies bei einem möglicherweise künftigen Unfall dadurch zeigt, das das Material/Karosse sich an manchen Stellen plötzlich verbiegt wie Papier weil die Festigkeit fehlt.

Auch ist es möglich, das sich Teile des Aufbaus/Karosserie wenn auch nur minimal verzogen haben, was optsich nciht unbedingt wahrnehmbar sein muß.

Spätestens, wenn du nach einer Restauration das Verdeck schliessen möchtest, könnte es sein, das das nicht funktioniert oder du hinterher Wassereintritt hast, weil es einfach nicht mehr passt. Es würde z.B. reichen, wenn der Winschutzscheibenrahmen 3-4mm aus der Flucht ist.

Klar, theoretisch könnte man mit vielen vielen neuen Blechteilen eine neue Karosse aufbauen, und da dann evtl. Motor und Getriebe nochmals einbauen. (Leider fehlt hier ein Bild vom Motorraum und Unterboden, wo das Feuer überall wütete) Aber hierzu wären reihenweise Spezialwerkzeuge nötig (Rahmenlehren etc) und es käme fast einer Neuanfertigung des FAhrzeuges gleich, nur das halt die Fahrgestellnummer noch die alte wäre.

Und zu guter letzt: Ich fürchte, es wäre auch nicht mehr jedes Einzelteil verfügbar, denn angefangen beim Teppich über alle Kabelbäume (und damit meine ich ALLE, auch die im Motorraum), jede einzelne Dichtung, Leitung etc. müsste rangeschafft werden, neu oder gebraucht. Da wäre dann auch schnell der Neupreis des Fahrzeugs überschritten, nur für Teile, sofern überhaupt alles zu beschaffen wäre.

Und am Ende wäre immer noch die Ungewißheit über die Sicherheit, es wäre nicht mehr das alte Auto.

Das ist meine Ansicht.

Leichti

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Hallo Sarah, dazu kann ich Dir leider nichts sagen, aber ich möchte Dir mein Bedauern ausdrücken das Euch sowas Übles passiert ist.

Die Antwort ist hier ein klares, in Stein gemeisseltes, NEIN.

Ich kann mir eine emotionale Bindung durchaus vorstellen,

jedoch das Auto auf den Bildern ist nur noch ein Ex-CLK... :(

Ich habe so etwas mal bei einem ausgebrannten w124 cabrio erlebt

(nicht Meiner), der sah nicht annähernd so schlimm aus wie Dieser hier.

Das hätte etwa 20.000,- gekostet... :rolleyes: ...wurde aber nicht gemacht...

Mein wirklich gut gemeinter Rat ist der, sich nach einem anderen CLK umzusehen.

Grüße, mike. :)

Zitat:

@V8CLK430 schrieb am 8. Oktober 2020 um 04:58:53 Uhr:

Die Antwort ist hier ein klares, in Stein gemeisseltes, NEIN.

Mein wirklich gut gemeinter Rat ist der, sich nach einem anderen CLK umzusehen.

Grüße, mike. :)

Diesen Worten von Mike gibt es eigentlich nichts mehr hinzuzufügen. Für diesen CLK ist der letzte Zug abgefahren.

Auch wenn man noch so an dem Fahrzeug hängt wäre alles andere Wahnsinn.

Ich denke, der Threadersteller wollte die Frage technisch beantwortet haben, wenier in Bezug auf Geld oder sinnhaftigkeit einer solchen Aktion. (ich verweise dazu mal auf diverse Restaurationen, z.B. die des ersten Porsche 911, glaube Typ 901, dessen rostige Reste einer Karosse in einer Scheune gefunden wurden)

Technisch würde ich sagen: Nicht an zu raten, da zu hohe Risiken bestehen, aus folgendem Grund:

Durch die Hitze des Brandes können strukturelle Schwächen im Blech aufgetreten sein, Gefügeveränderungen, die Bleche/Stähle so verändert haben, das sie brüchiger oder weicher geworden sind. Werksseitig aufgebrachte Korrossionsschutzmaßnahmen dürften verbrannt sein, manche Schraubverbindung vermutlich weich. Wobei ich die mögliche Schwächung der Festigkeit an manchen Stellen als das grössere Problem erachte. Nichts ist schlimmer, als das sich dies bei einem möglicherweise künftigen Unfall dadurch zeigt, das das Material/Karosse sich an manchen Stellen plötzlich verbiegt wie Papier weil die Festigkeit fehlt.

Auch ist es möglich, das sich Teile des Aufbaus/Karosserie wenn auch nur minimal verzogen haben, was optsich nciht unbedingt wahrnehmbar sein muß.

Spätestens, wenn du nach einer Restauration das Verdeck schliessen möchtest, könnte es sein, das das nicht funktioniert oder du hinterher Wassereintritt hast, weil es einfach nicht mehr passt. Es würde z.B. reichen, wenn der Winschutzscheibenrahmen 3-4mm aus der Flucht ist.

Klar, theoretisch könnte man mit vielen vielen neuen Blechteilen eine neue Karosse aufbauen, und da dann evtl. Motor und Getriebe nochmals einbauen. (Leider fehlt hier ein Bild vom Motorraum und Unterboden, wo das Feuer überall wütete) Aber hierzu wären reihenweise Spezialwerkzeuge nötig (Rahmenlehren etc) und es käme fast einer Neuanfertigung des FAhrzeuges gleich, nur das halt die Fahrgestellnummer noch die alte wäre.

Und zu guter letzt: Ich fürchte, es wäre auch nicht mehr jedes Einzelteil verfügbar, denn angefangen beim Teppich über alle Kabelbäume (und damit meine ich ALLE, auch die im Motorraum), jede einzelne Dichtung, Leitung etc. müsste rangeschafft werden, neu oder gebraucht. Da wäre dann auch schnell der Neupreis des Fahrzeugs überschritten, nur für Teile, sofern überhaupt alles zu beschaffen wäre.

Und am Ende wäre immer noch die Ungewißheit über die Sicherheit, es wäre nicht mehr das alte Auto.

Das ist meine Ansicht.

Leichti

Liebe Sarah

Wo ein Wille ist ist gewiß auch ein Weg.

Technisch ist es sicherlich möglich das Fahrzeug wieder herzustellen.

Beim Anblick der Bilder kam mir leider auch direkt die Festigkeit und Maßhaltigkeit in den Sinn.

Dann die Beschaffung respektive Neuerstellung von Teilen....

Emotional bin ich voll bei Dir.

Wenn du in der glücklichen Lage bist, dass Dir das Geld egal sein kann ist es vielleicht sogar eine interessante Aufgabe.

Jedoch aus Vernunft und technischer Sicht muß ich mich Leicht anschließen.

Ich möchte Dir hier zu nichts raten denn die Entscheidung triffst letztendlich Du.

Ich weiß für mich, dass ich mir weder das Geld noch die Aufgabe leisten will.

Dir eine gesunde Zeit

Rainer

Ich denke es ist alles gesagt. Persönlich halte ich es für ein aussichtsloses Unterfangen. Falls

Motor und Getriebe noch okay sein sollten könnte es sich vielleicht noch emotional lohnen das "Herz" in ein anderes Fahrzeug einzupflanzen.

Hallo Sarah , vorab bemerkt , ich bin in gewissem Rahmen eine interdisziplinäre Person .

1. Metallbaumeister mit Schweißfachmannausbildung

2. Wir selbst sind " verrückt" genug alte Schätzchen am Leben zu erhalten durch Investitionen die deren Marktwert Überschreiten

3. Selbst habe ich schon einige Autos ( Rost oder Unfall) wieder aufgebaut , mal 300 Stunden in einen Ford Granada investiert .

4. Ich bin Betreuer von 6 Menschen mit psychisch schwerbehinderten Status ich verhalf entgegen aller Prognosen und mittels dutzender Gerichtsverfahren diesen zu Ausbildung , Führerschein und selbstständigem Leben .

Das ist keine Angabe , sondern , damit ihr erkennen könnt , das ich in jeder Beziehung in der Lage bin mich in euch hinein zu versetzen und vielleicht hilft euch das eine abschließende Entscheidung in die eine oder andere Richtung zu finden

Technisch gesehen ist es machbar .

Wenn Stahl ins Glühen Kommt , also über 700 Grad , dann findet eine Gefügeveränderung statt . Ob der Stahl sich beim abkühlen wieder in ein gleichermaßen festes Molekülgitter zurück entwickelt oder nicht , ist von verschiedenen Faktoren abhängig .

Verzug findet statt bei Erwärmung über 200 Grad , die lokale Erwärmung bewirkt eine Ausdehnung des Stahls , die umliegende kalte Karosserie wil ihre Form behalten und hält dagegen , der Überhitzte Querschnitt kann die Ausdehnung nur durch stauchen kompensieren( warmverformung= gleiten der Molekülverbindung ) .

Nach dem erkalten schrumpft er wieder , durch die Stauchung aber fehlt ihm geometrische Fläche , aber , da die AUsdehnungs- und Schrumpfkräfte von Elementen riesig groß ist ( bedenke die Kräfte die Wasser beim gefrieren zu Eis erzeugt) zieht das erkaltende Zentrum der Wärmeausdehnung , alles andere zu diesem Zentrum hin .

Auch die kalt gebliebenen Bereiche werden dabei verformt , da die zusammenhängende Karosse an diesen Bereichen zieht .

Dieses direkte Umfeld , das dann nicht wärmegeschädigt war , muss diese Längenausdehnung kompensieren , das kann der Stahl nur durch " fließen" , das heißt , verschieben der mikroskopisch kleinen Stahlpartikel die ,im Zusammenhang den Werkstoff bilden .

Diese Kaltverformung ist bedenklicher als die Warmverformung , weil die Moleküle nich " gleiten " können , sondern die Verbindungen untereinander zerrissen werden

Bisher haben wir also schon 2 Bereiche die an Festigkeit verlieren und gleichzeitig an Form , wobei die Wärmverformten zonen , bei der Abkühlung , teilweise auch wieder kalt verformt werden .

Die Kunststoffe verbrennen/schmelzen ab ca. 250 Grad .

Damit der Tüv eine solche Karosse wieder als Verkehrstauglich bezeichnet müssten alle Bereiche , zuzüglich der geschätzten Kaltverformungszone , ausgetauscht werden .

Die Karosserie ist aus einzelnen Blechen zusammengefügt , in der Hauptsache durch Widerstandspunktschweißen ( ca. alle 3 cm ein Punkt von ca. 6 mm Durchmesser). AUsserdem durch Klebung , weniges durch schrauben .

Der Karosseriebauer muss alle diese Teile austauschen , das heißt , schweißspunkte ausbohren und neue teile einsetzen .

Falls nicht alles mehr bei Mercedes erhältlich ist , kann eine andere Karosserie ausgeschlachtet werden .

Teile die man gar nicht mehr bekommt , können aus Blech gelasert werden , Dreidimensionale Umformungen , für die der KArosseriebauer natürlich nicht die Fertigungspressen wie der Hersteller hat , kann er , von einem Spezialbetrieb , mittels Sprengformen , herstellen lassen .

Es gibt noch eine andere Methode , das sind Klopfformen , aber ich bezweifle das es die für ein solches Massenfahrzeug irgendwo gibt .

Alles was von Merceds an Neuteilen nicht mehr geliefert werden kann , kann man von Schlachtfahrzeugen oder im Gebrauchtteilehandlel bekommen .

Die Arbeiten betreffen alle verbrannten Teile , Technik, Interieur .

Ausführung

Ich habe keine Werkstatt .

Ihr braucht einen Karosseriebauer .

Am besten einen der auf Oldtimer spezialisiert ist , die bauen dabei auch komplette Teilbereiche von Fahrzeugen wieder auf , ausserdem haben die Netzwerke um auch andere Komponenten aufarbeiten zu lassen , sei es die Herstellung von Kabelbäumen , Überholung von Motor ,Getriebe , Achsen , etc.

Mit der Kostenschätzung sieht Mike das etwas zu günstig .

Wenn ihr alles von einem Unternehmer machen lassen müsstt ( davon gehe ich aus , da ihr hier die Frage stellt ob es machbar ist ) dann werden die Kosten dafür zwischen 100.000 und 150.000 Euro liegen .

Wenn ihr es ins Ausland bringt und keine Fragen stellt , dann geht es vielleicht für 50.000 Euro .

allerdings ist dort die Gefahr groß, das die einen andren CLK Cabrio kaufen , den Bereich eurer Fahrgestellnummer austrennen , vielleicht noch den Motor umsetzen ( wenn der noch okay ist) wegen der Nummer darauf , und euch voller Stolz euer geliebtes , wiederaufgebautes Auto präsentieren .

Meine Ausführung ist nicht so gedacht , das ich euch auf den Arm nehmen will , ich kann das voll verstehen und zur Entscheidung fehlt eine so gemeinte Erklärung des Aufwandes auch.

Ich kenne euch ja nicht , vielleicht seit ihr finanziell unabhängig , dann geht es , wenn ihr Durchschnittsbürger seid , dann wohl nicht .

Von meinem geliebten Granada , mein erstes Auto mit 18 , musste ich mich auch so ähnlich trennen , er war , nach einem vom Gegner verschuldeten Unfall , nur noch ein zerfetzter Klumpen , aber immerhin hat er mich gerettet ;)

Darf man erfahren, wie der Brand ausgebrochen ist?

Ein bisschen Blech, ein bisschen Lack, fertig ist der Hanomag.

Ansonsten ist alles gesagt.

LG

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