Interpretation des Service-Intervalls -> Fahrweise

BMW 3er

Hallo!

Zwecks Anschaffung eines E91 318D/320D habe ich eine interessante Frage zu der ich im Internet eigentlich kaum was gefunden habe:

Kann ich über die Service-Intervalle lt. Serviceheft objektive Rückschlüsse auf die bisherige Fahrweise des Autos ziehen?
Ich denke, wenn ein paar Leute Angaben über ihren Fahrstil und über den bisherigen KM-Intervall beim Service machen, könnte man uU. schon eine geeignete Aussage treffen.

Ich selber fahre einen E46 318D (1995ccm) - also leider kein E90, aber egal:
Fahrweise: eher niedertourig, gelegentliches hinaufdrehen, häufig Motorbremse und eher zu schnell unterwegs als zu langam :-)
zumeist Freilandstraße, wenig Stadt und gelegentlich Autobahn
Serviceintervall: ca. alle 32.000 KM

Ich hoffe auf einige Antworten und wünsche noch einen schönen Tag!

LG
Flinky

12 Antworten

Naja, wenn im Serviceheft steht dass die Bremsen vor 2000km gemacht wurden und der BC noch 4000km bis zum nächsten Wechsel anzeigt -> Dann bremst derjenige zu viel 😛 😉 😁

Ansonsten kann man da wenig raus lesen.

Es gibt natürlich einen Graubereich bei diesem Thema ... aber eventuell lässt sich ja trotzdem was sinnvolles daraus herleiten. Das Auto leitet den KM-Serviceintervall aufgrund von vielen Faktoren ab (Fahrweise, Motoröl, Drehzahl, Lenkradbewegungen, .....) - wie diese Faktoren gewichtet sind, weiss ich nicht.

Angenommen ich hätte ein Serviceheft eines vergleichbaren E46 318D in Händen und dieser hat einen Serviceintervall von ca. alle 23.000 KM. Mich würds zumindest stutzig machen. Andererseits wenn jemand mit einem Auto wie meinem über 36.000 KM schafft würde ich mal unterstellen das derjenige wohl sehr, sehr schonend bzw. fast ausschließlich Autobahn gefahren ist, denn besseres Motoröl / bessere Wartung kann ich ausschließen ...

Hallo Flinky,

vielleicht helfen dir meine Werte etwas weiter, um Erfahrungen zu sammeln.

Das Ölwechselintervall meines E91 liegt bei 36.000 km. Bewegt wird das Fahrzeug zu 90 Prozent auf Strecken um die 100 km aufwärts, in Geschwindigkeitsbereichen von 100 bis 130 km/h. Ab und an fahre ich mal 160 km/h oder auch mal über 200 km/h. Dann aber nur kurze Teilstücke innerhalb einer längeren Strecke, davor und danach gehts meistens gemütlich weiter.

Kurzstrecke versuche ich komplett zu vermeiden. Für Strecken unter 15 km wird das Auto bei mir eigentlich nie angemacht. Meine Bremsen zeigen nach 63.000 km für Vorne noch einen Restwert von 80.000 km an und für hinten 37.000 km. Glaube zwar nicht, dass sie solange halten, weil wahrscheinlich irgendwann die Beläge zu alt und hart werden.

Durchschnittsverbrauch nach 42.000 km liegt im übrigen bei 5,33 Litern

Gruß Tim

Klar kann man von den Service-Werten etwas ablesen. In meinem Falle z.B. wollte mein Z4 erst nach gut 37.000km den ersten Ölwechsel haben. Das ist unter Garantie dem Umstand geschuldet, dass der Wagen eigentlich nur Langstrecke fährt (60 km und Aufwärts an einem Stück) und ich normalerweise mit max. 160 km/h unterwegs bin. Bei viel Stop & Go oder viel Innenstadtverkehr sollte der Wert anders aussehen.

Verfälscht wird der Wert natürlich dann aber auch wieder durch Leute wie mich, einen Ölservice dann auch mal etwas früher machen lassen, da gerade irgendeine andere Aktion am Auto vorgenommen werden soll/muss. Da verzichte ich dann auch mal auf ein paar Tausend Kilometer "Servicereichweite", da ich keine Lust habe, nach ein paar Wochen schon wieder beim Händler zustehen. (Laufleistung meiner Wagen: ca. 40-50.000 km/Jahr)

Auch bei meinem E91 325dA habe ich früher die Werte deutlich überschritten. Mein Vater hingegen, der den E91 jetzt bewegt schafft diese Werte nicht: Zu viel Stadtverkehr und insgesamt eine deutlich geringer Laufleistung im Jahr ...

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Also ich geb auf die BC-Werte einen feuchten Pups... 😁

Nach 20 Jahren Autofahrerkarriere mit und ohne Bordcomputer und Serviceanzeige, bleibe ich bei Sichtkontrolle und normalem Menschenverstand. Über den Ölwechsel wird ja viel geredet, aber im Grunde kann man die Qualität des Öls ja eigentlich erkennen. Nimmt man es halbwegs genau mit den in der Betriebsanleitung aufgeführten Wechselintervallen, ist man soweit auf der sicheren Seite. Ein paar tausend Kilometer mehr oder weniger machen da das Kraut auch nicht fett.

In Bezug auf die Bremsen weiß ich ehrlich gesagt nicht, was man von den BC-Werten halten soll. In welchem Zustand die Scheiben sind, kann man ja im Grunde leicht erkennen, bei den passenden Felgen auch die Stärke der Beläge. Von daher - Wechsel nach eigenem Gutdünken...

Habe meinen X3 2.0d frisch vom Ölservice und er zeigt aktuell 26.000 km an, die er mich fahren läßt.
Bis zum Ölwechsel bin ich 25.000 km in 15 Monaten gefahren
Das kann man interpretieren als: ich fahre ein typisches BMW Profil. Oder aber : da es nicht mehr geworden ist, ich relativ lange Strecken dabei hatte und mit diesem Fahrzeug eher gemäßigt unterwegs bin, kann ich mit dem Fahrstil keine "Reichweitenverlängerung" heraus holen.

Mein 335i Cabby hätte mich in 2 Jahren 36.000 km fahren lassen, ich mußte aber, da wenig gefahren, nach 2 Jahren schon mit 19.000 km zum Wechsel.
Da kann man gar nix interpretieren.

Was allgemein auffällt: die Rest km gehen ziemlich gleichmäßig, synchron mit den gefahrenen km runter.

Egal, ob ich 500 km eine Dienstreise am Stück mit max 160 km/ h abspule, ob ich im Urlaub 800 km am Stück mit 1200 kg Motoradhänger nach Italien cruise oder ob ich dem 335i für 100 km die Sporen gebe.

Einen Effekt, den ich bei VW/Audi hatte, dass sich die Rest km durch ein besonders günstiges ( zumindest in meinen Augen) Fahrprofil auch mal erhöhen, habe ich jetzt in 4 Jahren bei meine BMWs noch nicht beobachtet.

Dieses synchrone runterzählen der Rest km bezieht sich sowohl auf die verbleibenden km bis zum Ölwechsel wie auch für die km bis zur Inspektion.

Ich fände es schon schwer, anhand dieser permanenten Onlineüberwachung eine Aussage über ein Fahrverhalten zu machen ... aber das nachträglich aus dem Inspektionsheft rauslesen zu wollen scheint mir sinnlos bis unmöglich.

Da würde ich lieber mal den Spritverbrauch vom Vorbesitzer erfragen oder die Nachbarn von selbigem, wie er morgens losfährt oder ob er sein Auto jeden 2. Tag von Hand wäscht 😁😁.

Ich habe noch eine alte Aussage aus meinen Audizeiten im Ohr: Auch wenn man 500 km am Stück fährt, dazwischen aber 7 Pinkelpausen einlegt, ist das für das Fahrzeug ( für die Restkilometerberechnung) fast gleichzusetzen mit Kurzstreckenbetrieb.

Zitat:

Original geschrieben von Zimpalazumpala


....
Ich habe noch eine alte Aussage aus meinen Audizeiten im Ohr: Auch wenn man 500 km am Stück fährt, dazwischen aber 7 Pinkelpausen einlegt, ist das für das Fahrzeug ( für die Restkilometerberechnung) fast gleichzusetzen mit Kurzstreckenbetrieb.

Wobei nach einer kurzen Pause der Motor noch Betriebstemperatur hat und nicht einem neuen Kaltstart ausgesetzt ist, wie es bei der Kurzstrecke der Fall ist. Somit hinkt der Vergleich.

Das schlechte an der Kurzstrecke ist eben, dass der Motor bzw. das Öl keine Betriebstemperatur erreichen.

Mich würde allerdings interessieren, inwiefern die SSA die Intervalle beeinflusst. Wenn ich im Sommer eine Strecke von 100 km fahren will, an der ersten Ampel nach 200 m aber bereits der Motor wieder ausgeht, kann das doch auch nicht wirklich gut sein. Mittlerweile deaktiviere ich die SSA fast immer, denn die Spritersparnis steht meiner Meinung nicht im Verhältnis zum Verschleiß.

Gruß Tim

Zitat:

Original geschrieben von Tim_1,6



Mich würde allerdings interessieren, inwiefern die SSA die Intervalle beeinflusst. Wenn ich im Sommer eine Strecke von 100 km fahren will, an der ersten Ampel nach 200 m aber bereits der Motor wieder ausgeht, kann das doch auch nicht wirklich gut sein. Mittlerweile deaktiviere ich die SSA fast immer, denn die Spritersparnis steht meiner Meinung nicht im Verhältnis zum Verschleiß.

Habs mir erst gestern gedacht. Da stand ein 1er neben mir mit Start-Stopp.

Ampel rot, Motor aus. Als die ampel grün wurde sprang sein Motor an und sofort fuhr er mit viel Gas weg um noch als Linksabbieger über die Ampel zu kommen bevor der Gegenverkehr kam. Das kann dem motor einfach nicht gut tun...

Also, ich kann mir auch nicht vorstellen, dass durch SSA keine erhöhte Abnutzung entsteht.
Ich deaktiviere auch SSA wenn ich morgens in die Stadt (Frankfurt) reinrolle. Der minimale Mehrverbrauch interessiert mich da echt nicht.

Grüßle

SSA ist in der Stadt am effektivsten ... und da wird es deaktiviert 😁😁
Zumal die Masse hier ihr Fahrzeug nach 3 Jahren sowieso wieder abgibt 🙄 ...
BTT

DAs Ding ist bei mir überhaupt nicht effektiv. Je nach Ampelphase schaltet das Teil meine Kiste nur 3-5 sec. aus. Ich glaube, da "leidet" das Auto einfach mehr.
Gebe Dir recht, wenn die Stop-Phasen an den Ampeln 10 sec und mehr wären. Ich brauche an den Ampeln in Frankfurt teilweise drei bis vier SSA-Phasen um durchzukommen.
Das kann auf Dauer nicht gut für das Auto sein.

Gerne kann mir das aber hier mal einer erklären und das Gegenteil beweisen! :-)

Zitat:

Original geschrieben von surfingwilli


DAs Ding ist bei mir überhaupt nicht effektiv. Je nach Ampelphase schaltet das Teil meine Kiste nur 3-5 sec. aus. Ich glaube, da "leidet" das Auto einfach mehr.
Gebe Dir recht, wenn die Stop-Phasen an den Ampeln 10 sec und mehr wären. Ich brauche an den Ampeln in Frankfurt teilweise drei bis vier SSA-Phasen um durchzukommen.
Das kann auf Dauer nicht gut für das Auto sein.

Gerne kann mir das aber hier mal einer erklären und das Gegenteil beweisen! :-)

Bei meinem X3 kann ich das Abschalten verhindern, in dem ich die Bremse beim Stillstand noch mal kurz nachdrücke ... vermutlich ist das im 3er auch so geregelt. Wenn ich auf eine Ampel auflaufe, die schon länger rot ist, spare ich mir so das Abschalten.

Über die Belastung würde ich mir keine grosse Sorgen machen. Anlasser und Motor können das.

Aber irgendwie sind wir ziemlich weit vom Thema abgekommen 🙁

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