Inspektion noch vor Verkauf durchführen sinvoll?
Hallo zusammen,
ich stehe vor der Entscheidung mein Auto zu verkaufen.
In 10 Tagen steht die Inspektion bei ca 68500 Kilometern an und frage mich, ob ich diese noch vorher durchführen lassen soll, oder dem Käufer sagen soll er muss sie nach kauf durchführen und dementsprechend etwas mit dem Preis runtergehen.
Ich bin mir unsicher, ob sich dies positiv auf den Verkauf auswirken würde oder ob es sich finanziell überhaupt lohnt.
Bei der Vertragswerkstatt (Audi) werden sich die Kosten wohl auf ca 700€ belaufen.
Zusätzlich frage ich mich, ob ich die Inspektion in einer freien Werkstatt oder in einer Vertragswerkstatt machen lassen soll. Was sind eure Erfahrungen und Empfehlungen?
Ist es dem Käufer wichtig, ob die Inspektion jetzt bei Audi gemacht wurde oder einer guten freien Werkstatt?
Ich freue mich auf eure Antworten und bedanke mich schon einmal im Voraus für eure Hilfe!
30 Antworten
Zitat:
@audipat schrieb am 15. Mai 2023 um 16:44:38 Uhr:
Zitat:
@Kugar schrieb am 15. Mai 2023 um 15:51:52 Uhr:
Wie alt?
Welches Modell?Audi A5
Juli 2018
Service bei Audi.
Keine Frage.
Zitat:
@autosmachenfreude schrieb am 15. Mai 2023 um 18:59:39 Uhr:
Wenn in dieser Preisklasse ( eine sogenannte Premiummarke) ein Fahrzeug nach nur 5 Jahren mit fälliger Inspektion oder mit einer Inspektion einer freuen Werkstatt angeboten wird, lässt das auf eine Sparsamkeit schließen, die viele Interessenten abschreckt.
Oder die Interessenten sind selbst Sparfüchse. Deshalb kaufen sie von privat.
Meist werden so junge Autos der Premiummarken doch vom Händler gekauft. Zumindest lese ich das häufig, wenn hier jemand so ein Auto zum Verkauf anbietet. Der Privatverkäufer muß also schon einiges im Preis nachlassen, um ins Geschäft zu kommen.
Der Preis muss deutlich günstiger sein als beim Händler, sehe ich auch so. Meiner Meinung nach darf die Qualität aber nicht schlechter sein und eine Inspektion beim Vertragshändler ist ein Qualitätsmerkmal
Vielleicht informiert uns der TE ja wie es weiter geht
Nur deshalb hatte ich ja die Idee, die Entscheidung über die Inspektion dem Käufer zu überlassen mit ggf. entsprechendem Preisnachlass.
Wer Geld im Überfluß hat, kauft Premiumautos doch eher beim Händler und am besten neu.
Daher meine Idee, es so zu handhaben. Dass eine frische Inspektion in der Markenwerkstatt immer einen guten Eindruck macht, steht außer Frage.
Ähnliche Themen
@Propolis
Die teuren Probleme entstehen bei Kulanzanfragen nach der üblichen Garantiezeit
Der VW Konzern ( andere Hersteller ebenfalls) gewährt keinerlei Kulanz wenn nicht alle Inspektionen nachweislich in einer Vertragswerkstatt durchgeführt wurden. Leider gab es in den vergangenen Jahren im VW Konzern immer wieder umfangreiche Schäden die erst nach der Garantiezeit zum Tragen kamen. Wir hatten beispielsweise mehrere Fahrzeuge in der Familie die von den fehlerhaften Steuerketten betroffen waren. Nur auf Grund lückenloser Wartung in der Vertragswerkstatt gab es Kulanz
Den regelmäßigen Werkstatt-Tests in der Presse nach .... nichts. Es mag aber sein, dass die Bestimmungen für eine noch laufende Garantie oder Auflagen des Leasinggebers den Service in der Markenwerkstatt erzwingen. Und für nicht wenige sieht eben ein mit 4 Ringen durchgestempeltes Serviceheft interessanter aus als ein paar Stempel von Heinzis Hinterhof.
Da es keinen Anspruch auf eine Kulanz gibt, ist das totale Glaskugel...
Kaufmännisch kannst Du damit nicht rechnen!
Zitat:
@SpyderRyder schrieb am 17. Mai 2023 um 11:20:25 Uhr:
Und für nicht wenige sieht eben ein mit 4 Ringen durchgestempeltes Serviceheft interessanter aus als ein paar Stempel von Heinzis Hinterhof.
das hat nicht mal was mit "interessanter" zu tun. Aber man dem Audi-Zentrum eine gewisse Kompetenz, die sich auf einem gewissen minimalen Level bewegen müsste. Was weiß ich aber über die Kompetenz von Heinzis Hinterhof, vor allem wenn ich vielleicht noch weiter her komme? Und je nach dem wie hoch die Ersparnis ist unterstellt man dann dem Verkäufer uU: für sich selbst hat er die Wartung bei Audi gemacht, kaum gehts an den Verkauf kommt die billigste Bude ins Spiel ....
Ich habe es jedenfalls immer so gehandhabt, dass ich an den Wagen mit Fälligkeit alles habe machen lassen wie ich es für mich wünsche und wo ich es für mich wünsche. Und da kam dann mal auch so ein Zusammentreffen, Verkauf um die Inspektion herum und neue Bremse war auch fällig. Ich habe das machen lassen bei meinem Markenhändler und geworben mit Scheckheftgepflegt. Der Interessent (es kam nur einer - der erste) guckt in die Unterlagen und fragt unverblümt warum ich das ein paar Tage vor Verkauf noch habe machen lassen. Meine Antwort "weil ich nicht weiß wann die Karre tatsächlich verkauft wird - und solange fahren meine Frau und meine Tochter damit, teils linke Spur BAB mit hohem Tempo. Und ich will dass die mit einem immer nach meinen Begriffen ordentlich gewarteten Fahrzeug möglichst sicher unterwegs sind, Bremsen auf letztem Loch gibts bei mir nicht" hat dazu geführt, dass der alles zugeklappt hat und meinte dass man ja nicht mehr Verhandeln müsse und könne. Wenn der Wagen so ist wie er sichs vorstellt zahlt er meinen Wunschpreis. Und so kam es dann, kurze Fahrt, Geld auf den Tisch, auf Wiedersehen.
Zitat:
@Handschweiß schrieb am 17. Mai 2023 um 11:20:40 Uhr:
Garnichts. Kommt eher drauf an, wie der Mensch drauf ist, der die Arbeit macht.
Das natürlich.
Bei der Wartung in der Vertragswerkstatt werden auch Updates und Anpassungen ( Serviceaktionen ) vorgenommen von denen eine freie Werkstatt keine Kenntnis und oder keinen Zugriff hat
Es gibt sicherlich genug gute Gründe für die Markenwerkstatt und ebenso gute Gründe für die freie Werkstatt.
Wenn hier immer von Heinzis Hinterhofbude gesprochen wird ist das m.E. Eine Degradierung die so per se nicht angemessen ist.
Wenn der selbständige Werkstattmeister seinen Job gut macht, steht seine Arbeit der Markenwerkstatt in nichts nach (vorausgesetzt die Markenwerkstatt ist auch gut), außer dass sie 1/2 bis 1/3 kostet.
Das einzige objektive Argument, dass für die Marke spricht ist m.E. Ein evtl Kulanzanspruch. Ansonsten habe ich bei meinen verkauften Autos noch nie jemanden meckern gehört wenn es Stempel von freien Werkstätten gab (zu ATU und co geh ich nicht).
Gut, dass die Haltungen auseinander gehen, so bleibt auch jeder sm Essen.
Das Problem ist halt, dass ich nix über die freie Werkstatt weiss wenn das Auto etwas entfernt steht wo ich sie nicht kenne. Und 1/2 - 1/3 des Preises? Das ist ein schöner Traum, zumindest wenn es um die Werkstatt geht die gut ist. In meinem Umkreis liegen die guten freien locker dort wo mein Honda Partner auch landet, bei den letzten KV sogar drüber. Für 1/2 des Preises arbeiten hier wirklich nur noch die ganz schlechten die man eben nur wegen des Preises aufsucht. Meine letzte Inspektion kostete 420€ beim Honda Händler - wer macht das für 1/3 mit Eintrag ins elektronische Serviceheft? Das ist in einigen Konstellation einfach ein Wunschtraum.
Die Inspektion muß nicht unmittelbar vor dem Verkauf erfolgen, aber ein Jahr + x Zeit bis zur nächsten Inspektion und bis zum nächsten TÜV ist schon ein gutes Verkaufsargument.