Im zweiten Gang anfahren? Verschleißfreier?
Hallo! Ich habe eine Frage.
Und zwar würde ich gerne wissen, was für mich verschleißtechnisch besser ist.
Vielleicht finden wir ja sogar ein Fazit bzw, eine Faustregel.
Um genau zu sein geht es um das Anfahren imm zweiten Gang. Mein Volvo 940 hat einen extrem kurz übersetzten ersten Gang. Das wurde, denke ich, so gemacht, damit man auch mit schweren Anhängelasten gut und schnell anfahren kann. Mit dem extremen Drehmoment lässt sich damit bestimmt gut was ziehen. Ausprobiert hab ich es selbst noch nicht aber egal.
Ich frage mich, ob es nicht besser für den Wagen wäre, wenn man immer im zweiten Gang anfährt. So hätte man jeweils ein Gang, den man weniger schalten muss...
Der zweite Gang ist bei meinem Fahrzeug nur ein wenig länger übersetzt, als in anderen der erste...
Beste Antwort im Thema
Beim Hochschalten müsste man höchstens zwischenkuppeln, zwischengas gibt man nur beim Runterschalten. Bei einem synchronisierten Getriebe sollte man beides unterlassen weil das eine erhöhte Abnutzung der Synchronringe bedeutet.
gruß tobias
75 Antworten
Zitat:
@Provaider schrieb am 19. April 2016 um 15:39:51 Uhr:
Von einem Getriebe auf alle zu schließen ist aber ganz schlechte Statistik. Es gibt sehr viele Getriebe die sowas über lebt haben nur kommen die nicht zu dir in die Werkstatt.
Mag sein, Tatsache ist jedoch, dass Synchronringe länger halten, wenn diese geringere Drehzahlunterschiede auszugleichen haben. Darauf wollte ich hinaus. Das ist wie mit der Kupplung, auch die hält es eine Zeit lang aus, wenn man immer im 2. Gang anfährt oder das Fahrzeug am Berg damit hält, aber sie hält länger, wenn man dies nicht tut. 😉
Zitat:
@Friesel schrieb am 18. April 2016 um 20:35:55 Uhr:
Kurz: Wer sauber schaltet, und seine Hände vom Schaltknüppel nimmt, wenn er nicht schaltet (Komischerweise machen das viele Städter, da sie ja eh dauernd schalten müßen bleibt die Hand gleich da), der schafft auch ohne Fußdrippeling weit mehr als 100.000 km in der Stadt.
Sauberes Schalten erfordert beim Runterschalten zumindest einen Gasstoß, ansonsten schleift man nur lange die Kupplung bzw. es ruckt beim schnellen einkuppeln.
Bei reinem Stadtverkehr sind 100.000 km ohne großen Getriebeverschleiß schon sehr utopisch, wenn man nicht explizit die Kupplung und die Synchronisation schont. Ich schätze im Normalfall wird es dann auch über 10 Jahre dauern bis man diesen Kilometerstand erreicht.
Moin
Was soll ich dazu sagen. Es wundert mich, wie ihr so schaltet? Bei mir hat nie was geruckt, und Zwischengas habe ich noch nie gebraucht. Trotz auch Stadtverkehr hielten alle Kupplungen / Getriebe bis die Fahrzeuge weg gegeben wurden.
Mach ich wohl was falsch.
Moin
Björn
Zitat:
Sauberes Schalten erfordert beim Runterschalten zumindest einen Gasstoß, ansonsten schleift man nur lange die Kupplung bzw. es ruckt beim schnellen einkuppeln.
Da man während des Schaltvorgang die Kupplung gedrückt hält und erst nach Beendigung sprich Einlegen des tieferen Gangs erst einkuppelt, was soll da groß schleifen?! Da dürfte der Verschleiß mit der Fummelei mit Zwischengas/Zwischenkuppeln und was weiß ich noch alles wesentlich höher sein als wenn man einfach die Synchronisationseinrichtung ihren Job machen lässt.
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Zitat:
@Spezialwidde schrieb am 19. April 2016 um 20:42:18 Uhr:
Zitat:
Sauberes Schalten erfordert beim Runterschalten zumindest einen Gasstoß, ansonsten schleift man nur lange die Kupplung bzw. es ruckt beim schnellen einkuppeln.
Da man während des Schaltvorgang die Kupplung gedrückt hält und erst nach Beendigung sprich Einlegen des tieferen Gangs erst einkuppelt, was soll da groß schleifen?!
Du musst etwas schleifen, um den Gang einigermaßen komfortabel einzukuppeln. Es muss die Drehzahl des Motors mit der Drehzahl der Getriebeeingangswelle angepasst werden. Mit einem präzisen Gasstoß kann man die Kupplung beim Runterschalten einfach springen lassen ohne das ein Ruck durchs Auto geht.
Also bei mir ruckt da gar nichts. Oder damit ich dich jetzt nicht falsch verstehe, du meinst kein "echtes" Zwischengasgeben sondern eindach vor dem Einkuppeln bei vollzogenem Gangwechsel die Motordrehzahl der Vorgelegewelle anzugleichen? Das kann man zwar machen aber da da ja nur geringe Massen angeglichen werden müssen dürfte auch das den verschleiß bei langsamem Einkuppeln in Grenzem halten. Ich hab jedenfalls im Leben weder ne Kupplung noch ein Getriebe kaputt gekrigt und nichts dergleichen unternommen.
Also ich mach das beim Runterschalten auch so, das ich nen Zehntel, bevor ich die Kupplug loslasse, das Gaspedal leicht antippe. Da merkt man das Einkuppeln kein bischen.
Moin
Ja, aber das ist kein Zwischengas. Und wie schon beschrieben, wenn man es sachte angehen läst, dann schleift sich da auch nichts tot.
Mal drüber nachdenken, insbesondere in der Stadt, wie groß da die Drehzahlunterschiede zwischen den Gängen so sind.
Die Kupplung, in der Stadt, leidet am meisten durchs Anfahren. Wer meint das man die Geschwindigkeit über die Drehzal regeln kann,während die Kupplung schleift, der darf halt Lehrgeld bezahlen. Und da wird innerstädtisch halt wesentlich mehr angefahren.
Nur helfen da alle Gasstöße der Welt nicht, da muß man halt mal einkuppeln lernen.
Der zweite Punkt für Getriebeschäden ist das Hand auf dem Schalknüppel belassen. Die Schaltgabeln rasieren sich dabei im Zeitraffer runter. Schlecht bis gar nicht mehr schaltende Getriebe sind die Folge.
Und der dritte Punkt: An der Ampel mit getretener Kupplung stehen. Die Pilotlager danken es einem mit freundlichem Gruß, und nicht mehr trennender Kupplung.
Wer ansatzweise schalten und Anfahren kann, und die übrigen Dinge beachtet, der fährt auch länger als 100.000 km mit seinem Getriebe/Kupplung.
DAS muß man denen bei bringen. Nicht noch irgendein schwachsinniges Fußbalett.
Moin
BJörn
Zitat:
Mal drüber nachdenken, insbesondere in der Stadt, wie groß da die Drehzahlunterschiede zwischen den Gängen so sind.
Na so um die 300 bis 400U/min, wenn man denn gesittet fährt.
Und beim Runterschalten noch deutlich weniger.
Zitat:
@Friesel schrieb am 19. April 2016 um 21:47:35 Uhr:
Der zweite Punkt für Getriebeschäden ist das Hand auf dem Schalknüppel belassen. Die Schaltgabeln rasieren sich dabei im Zeitraffer runter. Schlecht bis gar nicht mehr schaltende Getriebe sind die Folge.
Doof nur, dass heutzutage geschätzte 95 % der Getriebe Schaltzüge und kein Schaltgestänge haben. Da reibt sich höchstens der Schriftzug des Schalthebels ab, wenn man ständig die Flosse darauf ablegt. 😁
Zitat:
@RedRunner10 schrieb am 19. April 2016 um 17:19:07 Uhr:
Bei reinem Stadtverkehr sind 100.000 km ohne großen Getriebeverschleiß schon sehr utopisch, wenn man nicht explizit die Kupplung und die Synchronisation schont. Ich schätze im Normalfall wird es dann auch über 10 Jahre dauern bis man diesen Kilometerstand erreicht.
Genau das ist meine (mehrfache) Erfahrung, ´ne Stadtschlurre, die 100.000 Zähler auf der Uhr hat, kannste wegkicken, da macht das Schalten keinen Spaß mehr, weil die Synchronisierung kaum noch arbeitet, schnelles Schalten kracht dann fein. Und sag das nicht, Kurierfahrer schaffen die 100 Mille durchaus in 2, 3 Jahren, und die haben fast ausschließlich Stop & Go.
Zitat:
Doof nur, dass heutzutage geschätzte 95 % der Getriebe Schaltzüge und kein Schaltgestänge haben. Da reibt sich höchstens der Schriftzug des Schalthebels ab, wenn man ständig die Flosse darauf ablegt. 😁
Trotzdem bleibt das Problem: Wenn die Hand auf dem Knüppel belassen wird und der Hebel aus der Ruhestellung gebracht wird werden die Synchronringe unnötig abgenutzt. Das hat auf Dauer schlechtes Schalten zur Folge.
Moin
Eben, ich schrieb ja nicht das das Schaltgestänge leidet, sondern die Schaltklauen. Wie die jun angesteuert werden ist dabei zunächst egal.
Auch zu 95 %
Aber ich merk schon, Tremor Bs Erben. Alle schalten scheiße, es sei denn sie schalten mit Zwischengas. Was ein Blödsinn.
Moin
Björn
Zitat:
@Friesel schrieb am 19. April 2016 um 20:27:20 Uhr:
MoinWas soll ich dazu sagen. Es wundert mich, wie ihr so schaltet? Bei mir hat nie was geruckt, und Zwischengas habe ich noch nie gebraucht. Trotz auch Stadtverkehr hielten alle Kupplungen / Getriebe bis die Fahrzeuge weg gegeben wurden.
Mach ich wohl was falsch.
Moin
Björn
Stimmt, mein Scenic ist Bj99 mit fast 140TKm, wird fast ausschliesslich nur innerhalb der Stadtgrenzen bewegt. Ohne Kupplungsprobleme.
Zitat:
es sei denn sie schalten mit Zwischengas. Was ein Blödsinn.
Ich sag mal so. Wer permanent sein Auto in den oberen Drehzahlbereichen fährt und auch schaltet, da macht es durchaus Sinn. Der Motor tourt viel schneller und aggressiver ab und die Drehzalunterschiede sind auch deutlich größer.
Da ist beim Runterschalten so ein kurzer Gasstoß, wärend man den Schalthebel über die Leerlaufstellung bewegt, durchaus die schonendere Variante für Getriebe und Kupplung.
Beim Motoradfahren habe ich das generell so gemacht, weil da ja nicht, außer vom 2. zurück in den 1.Gang, der Gangwechsel über die Leerlaufstellung geht, sondern der Gang sofort wechselt. In dem Moment, wo ich auf den Schalthebel drückte, habe ich mal ganz kurz am Gasgriff gedreht, vielleicht so 10 bis 15% des max. Bewegungsbereiches, so das der Motor dabei kurz um 1000 bis 1500U/min höher drehte.
Das hat sich sehr deutlich dahingehend bemerkbar gemacht, das sich erstens der Schalthebel viel leichter betätigen ließ und zweitens es nicht so "krachte". Schleifgeräüsche an der mehrscheibigen Ölbadkupplung gab es dann auch keine.