Hydrostößel laufen leer.
Nach dem Wechsel von 3 Hydrostößel laufen die
anscheinend immer wieder leer. Nach 2 Fahrten
zur Arbeit (4 x ca. 800 Meter ) fangen die an zu klappern. Wenn ich dann 15 Km Landstraße fahre hört es wieder auf.
Eigentlich bin ich selber Schuld wenn ich den Wagen für die
kurzen Fahrten benutze aber ich wollte eine Weile testen wie der läuft.
Ich habe im Ölfilter Gehäuse nachgesehen ob da etwas drin ist was den Ölfluss stört. Dabei ist mir aufgefallen dass da was kleines (wie eine Hülse ) ist und es lässt sich hin und her bewegen. Gehört da so was rein ? Und hat sich das Teil vielleicht gelockert?
Es handelt sich um einen 250 D von 87 mit 90 PS
mit dem einteiligen Ölfilterdeckel.
Grüße.
14 Antworten
Bin jetzt überhaupt nicht vertraut mit Mercedes, aber der Motor müsste doch auch irgendwo Rückschlagventile im Ölkreis haben?
Vielleicht drückt er das Öl im Stand aus den Hydros. Einige sind ja im Stand immer betätigt.
Zitat:
@gelo66 schrieb am 19. Dezember 2019 um 15:57:15 Uhr:
Ich habe im Ölfilter Gehäuse nachgesehen ob da etwas drin ist was den Ölfluss stört. Dabei ist mir aufgefallen dass da was kleines (wie eine Hülse ) ist und es lässt sich hin und her bewegen. Gehört da so was rein ?
du meinst vermutlich das hier:
http://mb-teilekatalog.info/view_SubGroupAction.php?...
nummer 17 ist ein umgehungsventil
und die gruppe um 41 ein rücklaufsperrventil
ja das gehört da hin - lässt sich etwas rumwackeln - das passt so -
ich hab diese teile auch schon mal ertastet, ein plastikteilchen ist mir auch abgebrochen und vor kurzem beim erneuern der flanschdichtung vom ölfiltergehäuse (war undicht) genauer begutachtet.
ob diese teile gern kaputt gehen kann ich nicht sagen.
ich hab übrigens vor kurzem die hydros erneuert - aber nach 800 meter nach einem kaltstart über nacht klappern die klarerweise auch - das ist nichts was einem sorgen machen sollte.
Danke.
Das sind eine Menge kleiner Teile.
Ich glaube da sollte ich lieber die Finger von lassen und hoffen dass soweit alles in Ordnung ist.
Ich kann in der Skizze nicht erkennen mit welchenTeil die Stange vom Deckel eine Verbindung hat.
Es müsste ja so funktionieren dass von unten Öl in die Stange gedrückt wird und das Öl dann oben aus der Bohrung raus kommt und durch den Filter läuft?
@gelo66
Hier wie besprochen das Bild aus dem EPC, alle Nummern die grau unterlegt sind sind laut EPC nicht gültig für dein Fahrzeug. Hoffe es hilft dir weiter!
MfG
Webman
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auf den bildern aus dem epc ist das rohr im filter nicht zu sehen
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Ich habe nochmal ein Ölwechsel gemacht 10 w 40 raus und 5 w 40 rein. Es klappert nicht mehr ganz so laut aber es ist trotzdem nervig genug.
Den Deckel habe ich wieder anders herum montiert
So dass die Bohrung im Rohr von Vorne aus gesehen rechts liegt.
Vorher fuhr ich aus der Garage und nach ca. 20 Sekunden wenn ich dann an der Ampel stand könnte ich erkennen dass sich etwas am Motorlauf änderte. Wie wenn sich etwas zuschalten wurde.
Das ist jetzt nicht mehr zu erkennen.
Wie ist der Deckel denn richtig montiert?
Der Deckel wird so montiert, dass man die Schrift von vorne aus lesen kann.
Die Bohrung in dem Bolzen steht halt in irgendeine Richtung. Der wird ja festgedreht, also kann man das kaum beeinflussen.
Ist auch irrelevant.
Schonmal an eine defekte Kopfdichtung gedacht? Die löst auch Hydroklackern aus.
Aber zunächst gönn dem armen Motor mal etwas Auslauf.
Würde mich nicht wundern wenn der einfach nur verkokt ist.
Jetzt startet das andere Auto nicht mehr.
Ist eventuell der Anlasser defekt.
Das ist dann die Gelegenheit den Mercedes mehr zu nutzen.
Zitat:
@gelo66 schrieb am 20. Dezember 2019 um 20:40:26 Uhr:
Vorher fuhr ich aus der Garage und nach ca. 20 Sekunden wenn ich dann an der Ampel stand könnte ich erkennen dass sich etwas am Motorlauf änderte. Wie wenn sich etwas zuschalten wurde.
Das ist jetzt nicht mehr zu erkennen.
War/ist die pneumatische Leerlaufanhebung bei kaltem Motor die sich dann wieder abschaltet. Merkt man nicht immer. Also alles ok.
Seltsamerweise ist mir noch nicht aufgefallen
dass sich die Leerlauf Drehzahl ändert.
Der läuft immer auf ca. 700 U.
Ist das beim w124 Diesel normal oder allgemein eine Eigenart der Diesel Motoren?
Ich bin sonst fast nur Benziner gefahren
Und da ist eine Leerlauf Anhebung im kalten
Zustand auf 1100 U. Normal.
Ich hatte mal einen 200D aus 85, der hatte dasselbe Phänomen. Hydros tickerten und wurden erst nach 10-15km Fahrt ruhig.
Ich musste damals jeden tag 55km zur Technikerschule fahren und die haben jeden Tag getickert. Dem Motor schien es nichts auszumachen. Habe den Wagen dann mit 365000 verkauft, der läuft vermutlich heute noch.
Drehzahlerhöhung ist beim Diesel quasi nicht spürbar.
Eine starke Abhebung wie beim Benziner gibt es nicht.
Gibt ja auch kein Abgas-/Gemischmanagement ala Lambdasonde.
Einfach mechanisch/pneumatisch glücklich sein 🙂
Zitat:
@gelo66 schrieb am 22. Dezember 2019 um 12:08:05 Uhr:
Seltsamerweise ist mir noch nicht aufgefallen
dass sich die Leerlauf Drehzahl ändert.
Der läuft immer auf ca. 700 U.
Ist das beim w124 Diesel normal oder allgemein eine Eigenart der Diesel Motoren?
Ich bin sonst fast nur Benziner gefahren
Und da ist eine Leerlauf Anhebung im kalten
Zustand auf 1100 U. Normal.
Drehzahlanhebung im kalten Zustabd haben fast alle Verbrennungsmotoren. Beim Dieselmotor ist die Anhebung idR geringer als beim Benziner und damit unaufälliger .
Die Drehzahlanhebung ist beim W124 so minimal dass sie an dem recht grob skalierten Drehzahlmesser kaum ablesbar ist. Das wegschalten der pneumatischen Anhebung merkt man eigentlich nur akustisch wenn man zufällig in genau dem Zeitpunkt an der Ampel steht. Ansonsten passiert das idR in den ersten 5min während der Fahrt und da hat es keibe Auswirkungen. Bei der Ausführung mit elektrischer Leerlaufanhebung ist der Übergang so schleichend dass man noch weniger merkt. So genug Off-Topic.
Zu den Hydros: Wenn sie nur um kalten Zustand ein paar Minuten klappern ist das kein akutes Problem. Das macht der Motor mit. Der Verschleiß der Nockenwelle ist halt etwas größer. Wenn der Motor viel Kurzstrecke gesehen hat geht das Tickern evtl auch wieder weg wenn er ein paar lange Strecken (>100km) und mal wieder Drehzahl gesehen hat. Ansonsten muss man selbst entscheiden ob einen das stört und ob sich die Reparatur im Verhältnis zum Zustand und der weiteren Nutzungsdauer lohnt.