HVO100 - Wer hat es schon probiert? Auch ohne Freigabe?
Hallo,
ich fahre einen Alhambra mit dem 150 PS TDI aus 08/2020. Der ist ja offiziell nicht für HVO100 freigegeben. Wenn mir der Sprit im Ausland allerdings mal günstiger in den Tank laufen könnte, dann würde ich das gerne mal probieren. Seat als auch VW geben die Motoren allerdings erst ab xx/2021 frei.
Hat das trotzdem jemand mal probiert? Was soll passieren?
16 Antworten
Warum ein Risiko für ein paar Euro eingehen?
Wenn was am Motor kaputt gehen sollte, wird es bestimmt nicht billig...
Der Kraftstoff ist teurer, verursacht jedoch wesentlich weniger Emissionen. Es konnte uns aber auch noch niemand beantworten, ob man AdBlu dann abstellen darf. Vermutlich nicht, da es Teil der Betriebserlaubnis ist, jedoch wäre es unnötig.
Zitat:
@Schubbie schrieb am 6. Juni 2024 um 20:56:58 Uhr:
Der Kraftstoff ist teurer, verursacht jedoch wesentlich weniger Emissionen. Es konnte uns aber auch noch niemand beantworten, ob man AdBlu dann abstellen darf.
Natürlich nicht. Nicht nur, weil es Teil der Betriebserlaubnis ist: Selbst die optimistischsten Optimisten behaupten nur, dass die NOx-Produktion dann um bis zu 20% sinkt. Selbst, wenn diese 20% stimmen würden, würde man ohne AdBlue nicht die Grenzwerte von Euro 5, und schon gar nicht die von Euro 6 einhalten. VW hätte nicht die geringste Chance, tatsächlich den Nachweis zu erbringen, dass das AdBlue-System dann unnötig wird.
Ich habe mir in meinem Auto (mit dem 147 kW-Motor) die Messwerte des ersten NOx-Sensors angeschaut, sowohl mit Erdöl-Diesel als auch mit HVO100. Diese 20% gibt es nicht.
Interessant wäre auch die verringerte Rußbildung. Das würde dem AGR und anderen belasteten Teilen nur zu Gute kommen.
Es gibt auch Länder, da ist HVO günstiger als Diesel, was ja eigentlich auch Sinn macht von steuerlicher Seite her.
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Gut zu wissen. Meine Frau arbeitet bei einem, der diesen Kraftstoff vertreibt und dort wurde das blaue vom Himmel versprochen, natürlich aber auch erwähnt, dass es nur mit Freigabe des Automobilherstellers zu verwenden ist.
Zitat:
@schubischubsen schrieb am 7. Juni 2024 um 07:10:04 Uhr:
Interessant wäre auch die verringerte Rußbildung. Das würde dem AGR und anderen belasteten Teilen nur zu Gute kommen.
Beim EA288 und EA288 evo spielt das aber keine große Rolle, weil der Großteil der zurückzuführenden Abgase erst nach dem Partikelfilter entnommen wird.
Redhead Zylinderkopftechnik hat mal einen 3.0 TDI mit Euro 6b gezeigt, der mit HVO-Kraftstoff gefahren wurde, und bei dem trotz Kurzstreckennutzung vergleichsweise wenig Verkokung drin war. Der 3.0 TDI hat aber erst ab Euro 6c eine Niederdruck-AGR, daher ist das Problem bei dem viel größer.
Habe jetzt auf einen fast leeren Tank 71 Liter HVO100 getankt, 120 km Wohnwagen und den Rest bisher einfach so gefahren. Auto fährt, Motor läuft. Wenn es das gibt und günstiger als Diesel ist, kommt das weiterhin in den Tank. Weiterer Vorteil beim tanken: Es stinkt nicht. Zum Verbrauch kann ich nichts sagen, fahre im Moment nicht so viel und keine reproduzierbaren Strecken.
Tankst du weiterhin HVO100? Wie sind deine Erfahrungen bisher?
Mich würde auch bei 100% HVO100 im Tank eine AU interessieren.
Zitat:
@sven.borchers schrieb am 16. August 2025 um 23:02:28 Uhr:
@schubischubsen
Mich würde auch bei 100% HVO100 im Tank eine AU interessieren.
Ist zwar kein Sharan 2, aber im Anhang findest du meine AU mit HVO100.
Schade, dass es die erste AU war. Ein Vergleich wäre interessant gewesen. Aber ältere Fahrzeuge sind ja auch (noch) nicht freigegeben...
Zitat:
@5sitzer schrieb am 7. Juni 2024 um 23:26:41 Uhr:
Ich bleibe beim ultimate. Damit gab es bisher bei überwiegend Kurzstrecke keine Probleme.
Zumindest Aral Ultimate enthält jetzt 15% HVO100.
Ich selber bin mit dem 2.0 TDi 177 PS insgesamt 2.5 Tankladungen HVO gefahren. Gefühlt lief er etwas ruhiger, meiner Frau ist aber kein Unterschied aufgefallen. Probleme gab es nicht, aktuell und nach weiteren 2 Tankladungen Standarddiesel musste Glühkerze 1 gewechselt werden. Nach 87000km aber im Rahmen und daher sicher eher Zufall. Da es sich um die Urlaubsfahrten mit viel Langstrecke und Landstraße handelte, kann ich zu einem Mehrverbrauch nichts sagen.
Ich fahre im EA288 mit 135 kW (184 PS) und 4MOTION seit Anfang des Jahres und mittlerweile über 15.000 km ausschließlich reines HVO100.
Negatives gibt es nichts zu berichten, Positives dafür umso mehr: Weicherer Motorlauf, kein Mehrverbrauch, besseres Kaltstartverhalten, deutlich (!) verlängerte DPF-Regenerationsintervalle.
Bleibe auf jeden Fall dabei, auch ohne Freigabe seitens VW.
Bei den älteren Fahrzeugen ist es wohl eher die Frage, ob die Dichtungen und Schläuche dieses auf Dauer abkönnen. Wegen des Motors hätte ich eher weniger Bedenken in unseren BJ. 2008 - 2011 Fahrzeugen. Im Tankdeckel steht ausdrücklich, dass kein Biodiesel verwendet werden darf.
Früher bei meinem ersten Diesel, der war glaube ich BJ. 88 ohne Turbo und Hochdruckpumpe, bin ich auch Pflanzenöl vom LIDL oder Aldi gefahren, was damals etwas günstiger als der Diesel für 0,80 DM / Liter war. Roch nach Pommesbude und war nicht für den Winter geeignet, lief aber super auf maximal 50%. Nur die Leute guckten immer etwas unglaubwürdig, wenn man auf dem Parkplatz getankt hat und der Tankvorgang dauerte länger.
Probierfreudig wäre ich schon, wenn ich wüsste, dass es nicht in einer teuren Reparatur enden kann.