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How To: Nicht in der Werkstatt bescheißen lassen?

Themenstarteram 15. Februar 2015 um 14:12

Hallo allerseits,

kennt ihr das Problem, euer Auto will nicht wie ihr wollt, so dass ein Werkstattbesuch von Nöten ist. Egal zu welcher Werkstatt ihr geht, ihr fühlt euch betrogen und verarscht. Bei mir wird dies wieder der Fall sein. Lange Vorgeschichte, die Frage kommt weiter unten:

Seit 4 Jahren fahre ich meinen mittlerweile fast 20 Jahre alten Audi A4. Der Wagen macht seit dem vergangen Jahr immer wieder Probleme so dass ich einige Werkstätten und auch Hobbyschrauber durchhabe. Ich selbst habe kaum Ahnung von der Mechanik und Mechatronik, interessiere mich aber dafür. Daher habe ich, sobald ein Problem auftrat im Internet gelesen woher der Fehler stammen könnte und so oft und weit es für mich möglich war nachgeforscht. Weit bin ich meistens nicht gekommen.

Anfangs war ich immer bei einer freien Werkstattkette in meiner Nähe. Das 1. mal wollte der Wagen nicht mehr richtig anspringen. Laut Internet macht die Wegfahrsperre Probleme. So bin ich mit vollster Überzeugung zur Werkstatt, habe das Problem beschrieben und auch erzählt dass ich die Wegfahrsperre im Verdacht habe. Das wollte man aber nicht hören. Stattdessen sagte mir der Meister dass er das Problem kenne und selbst Audi keine Lösung parat hat. 1 Tag später bekam ich einen Anruf dass das Öl gewechselt werden musste und ein Hosenrohr defekt war. Als ich den Wagen abholte sprang er auch wieder an. Nach 2 Wochen ging es aber wieder los. Beim nächsten Besuch (Kühlmittel reinigen und neubefüllen) wollten sie mir einen neuen Zahnriemen inkl. WaPu usw. andrehen obwohl dieser erst in 50.000km fällig wäre.

Dann war ich bei 2 Werkstätten von Bekannten meiner Eltern. Die haben ohne Rechnung gearbeitet und waren daher auch günstig. Allerdings haben sie immer nur die günstigen Teile verbaut, daher sehe ich davon auch ab.

Im vergangen Jahr stand die HU/AU vor der Tür und mein A4 war alles andere als in einem guten Zustand. Die Querlenker waren hin, Bremsen, die Scheinwerfer und der Mittelschalldämpfer. So suchte ich mir über das Internet einen Hobbyschrauber. Die Auswahl war groß so nahm ich jemanden der dasselbe Auto fährt. Er war sehr nett, hatte eine eigene kleine Werkstatt und leistete soweit gute Arbeit. Er schaute sich den Wagen an und sagte mir welche Teile ich besorgen sollte. Der Einbau war recht günstig. Als ich den Wagen abholen wollte sind ihm wohl weitere Fehler aufgefallen. Wir sprachen einige Wochen später nochmal, da verlangte er so viel wie eine freie Werkstatt pro Stunde.

Der nächste Hobbyschrauber war noch schlimmer. Ich hatte ihm Teile gegeben die er auswechseln sollte. Angeblich waren die alten Teile noch in Ordnung, das Geld für die Arbeitszeit wollte er dennoch haben.

Zum ende des vergangenen Jahres war sah ich den letzten Ausweg bei Bosch, um durch den TÜV zu kommen. Genauer gesagt klackerte der Motor nach dem Start und nach längerem stehen im Stadtverkehr. Auch hier hatte ich das Problem geschildert und meine Vermutung geäußert, dass die Hydros defekt sind. Ich sagte auch dass ich nicht mehr wie 2 Arbeitsstunden bezahlen möchte (150€) und bereits den Fehlerspeicher mittels VCDS ausgelesen habe.

Einige Stunden später kam dann der Anruf. Der Herr sagte mir dass es Probleme mit der Lambdasonde gäbe. Durch den TÜV schaffe ich es aber, ich sollte nur den Wagen vorher ordentlich warm fahren. Das Klackern hörte sich nach der Steuerkette an. Der Herr sagte aber auch gleich, der Wechsel der Kette + Nockenwellen würde den Wert des Fahrzeuges bei weitem übersteigen. Ich soll mein "Fass ohne Boden" lieber solange fahren wie es noch geht. Zum Abschluss hieß es noch ich soll einen Ölwechsel durchführen und dabei dünneres Öl verwenden. Und tatsächlich es ist weg! Obwohl mittels OBD2 gemessen wurde, habe ich die 25€ nicht in Rechnung gestellt bekommen und im Endeffekt war es nur 1 Stunde.

Eigentlich bin ich zufrieden allerdings sind die Kosten bei Bosch zu hoch bei einem 20 Jahre alten Auto und ich weiß nicht wie es beim nächsten Mal ausgehen wird.

Und nun zur eigentlichen Frage

Gibt es einen Weg nicht abgezockt zu werden, egal in welcher Werkstatt?

Die Hauptfrage, die sich mir stellt: macht es Sinn Reparaturvorschläge zu nennen und auf einen bereits ausgelesenen Fehlerspeicher hinzuweisen oder erweckt das keinen guten Anschein und die Mechaniker sollen selbst suchen? Aus meiner Sicht erspart das Arbeitszeit und die Mechaniker merken dass ich nicht ganz blöd bin. Aber bisher ist immer nur das Gegenteil eingetreten und ich bin immer wieder drauf reingefallen.

Es wird empfohlen bei der Fehlerfeststellung dabei zu sein aber wo geht das? Egal wo ich war, ich konnte den Wagen nur abgeben und auf Nachfrage am Telefon hieß es immer, es sei nicht sofort möglich die neuen Fahrzeuge sich anzuschauen oder es sei unüblich dass Kunden bei der Reparatur dabei sind. Und ich meine selbst wenn ich dabei wäre, das Wissen habe ich immer noch nicht um zu überprüfen ob das wirklich stimmt.

Habt ihr vielleicht Tipps für mich oder die Allgemeinheit?

LG vom HBremer

Beste Antwort im Thema

Zitat:

@HBremer schrieb am 15. Februar 2015 um 14:12:37 Uhr:

Seit 4 Jahren fahre ich meinen mittlerweile fast 20 Jahre alten Audi A4.

Da liegt wahrscheinlich schon die erste Wurzel deines Problem-Komplexes. Ein so altes Auto hat fast unweigerlich diverse mehr oder weniger schlimme Zipperlein. Da mit dem Vorsatz ranzugehen, dass man möglichst wenig Geld in der Werkstatt lassen will, kann nur zur Enttäuschung führen, weil der Anspruch einfach nicht zur Wirklichkeit passt. Dieser Wagen ist offenbar in der Phase seines Lebens angekommen, wo die Werkstattkosten ernsthaft Schwung aufnehmen. Das wird jetzt nicht mehr besser. So ein binahe-Oldtimer braucht nun mal deutlich mehr Wartung als ein frischeres Fahrzeug.

Zitat:

Ich selbst habe kaum Ahnung von der Mechanik und Mechatronik, interessiere mich aber dafür. Daher habe ich, sobald ein Problem auftrat im Internet gelesen woher der Fehler stammen könnte und so oft und weit es für mich möglich war nachgeforscht. Weit bin ich meistens nicht gekommen.

Dieser Ansatz funktioniert nicht. Ohne eigene Ahnung von der Materie wirst du schon bei der Bestimmung der genauen Symptome unweigerlich versagen. Im Internet allgemein, und das schließt auch MT ein, kann dir niemand auch nur halbwegs genau sagen, was dein Wagen für ein Problem hat, der deinen Wagen nicht tatsächlich selbst untersucht hat.

Zitat:

Gibt es einen Weg nicht abgezockt zu werden, egal in welcher Werkstatt?

Keinen, der sicher funktionieren würde. Wenn so eine Werkstatt wirklich arglistig oder verzweifelt ist, beschäftigen sich da mit mehrere Leute, die schon mit einem gehörigen Kenntnis-Vorsprung in dieses Rennen gehen, jeden Tag ihres Lebens damit, wie sie Leute abzocken können, ohne erwischt zu werden. Die haben also sicherlich deutlich mehr Ahnung davon, wie man Leute abzockt, als du jemals mit vertretbarem Aufwand davon erwerben kannst, wie man Abzocke vermeidet.

Zitat:

Die Hauptfrage, die sich mir stellt: macht es Sinn Reparaturvorschläge zu nennen und auf einen bereits ausgelesenen Fehlerspeicher hinzuweisen oder erweckt das keinen guten Anschein und die Mechaniker sollen selbst suchen?

So gut wie keine Werkstatt wird solche Einmischung der Kunden in ihre eigene Arbeit sonderlich begrüßen, geschweige denn sich darauf verlassen, dass der Kunde wirklich weiß, was er da redet. Das können sie schon aus haftungsrechtlichen Gründen kaum riskieren. Kunden erzählen nämlich auch eine ganze Menge Mist, wenn der Tag lang ist.

Zitat:

Es wird empfohlen bei der Fehlerfeststellung dabei zu sein aber wo geht das?

Die Vertragswerkstätten haben so was ähnliches, nennt sich "Dialogannahme". Auch da wirst du aber nicht mehr dabei sein dürfen, wenn die Fehlerdiagnose in die Phase übergeht, bei der das Auto auseinandergenommen werden muss.

Zitat:

es sei unüblich dass Kunden bei der Reparatur dabei sind.

Es ist nicht nur unüblich, sondern schlicht verboten. Die betrieblichen Unfallverhütungsvorschriften sind da ziemlich eindeutig.

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Zitat:

@Johnes schrieb am 19. Februar 2015 um 11:24:20 Uhr:

 

.........Erkläre mir einer, wie ich auf 660€ für den Wechsel der Bremsscheiben an der VA eines Ford Focus 1.4 Bj.'01 komme! Was rechtfertigt diesen Preis? Was rechtfertigt einen Ölwechselpreis von ~170€ für 4.5 ltr. Öl?

MfG

Es geht auch knapp unterhalb von660 €ierchen. Hier mal ein anderes Beispiel

http://...rcedes-benz-taunus-auto.de/.../a-klasse_br_168.html

Und 150€ fürn Ölwechsel inkl. finde ich auch OK.

Gut, man könnte jetzt fragen, warum die alten Kisten auf einmal so billig werden?

Aber vielleicht kann ja der eine oder andere Experte für große Zahlenmal......rechnen.

Zitat:

@Gedoensheimer schrieb am 19. Februar 2015 um 13:18:15 Uhr:

 

Es geht auch knapp unterhalb von660 €ierchen. Hier mal ein anderes Beispiel

http://...rcedes-benz-taunus-auto.de/.../a-klasse_br_168.html

Und 150€ fürn Ölwechsel inkl. finde ich auch OK.

Komplette kleine Inspektion für 150€ ist ok, vor allem inkl. Material.

Zitat:

Gut, man könnte jetzt fragen, warum die alten Kisten auf einmal so billig werden?

Weil die alten Kisten sonst garnicht mehr in die Markenwerkstatt kommen, sondern bei ATU oder eben garnicht gewartet werden.

Und wenn der Wagen schonmal da ist, bemerkt man vielleicht noch den ein oder anderen Defekt, mit dem man Geld verdienen kann.

Und wenn die alte Kiste in der Markenwerkstatt günstig gewartet wird, ist dieser Kunde ein potentieller Neuwagenkäufer, wenn die Kiste dann doch mal weg soll. Und dieser Zeitpunkt liegt bei solchen Kunden halt näher als bei einem mit Jahreswagen.

mfg

Zitat:

@torty666 schrieb am 19. Februar 2015 um 13:26:09 Uhr:

 

Gut, man könnte jetzt fragen, warum die alten Kisten auf einmal so billig werden?

Weil die alten Kisten sonst garnicht mehr in die Markenwerkstatt kommen, sondern bei ATU oder eben garnicht gewartet werden.

Und wenn der Wagen schonmal da ist, bemerkt man vielleicht noch den ein oder anderen Defekt, mit dem man Geld verdienen kann.

Ich bin felsenfest davon überzeugt, das hier auch noch Geld verdient wird. Die Kosten der Werkstatt sind alle male gedeckt, sonst würden sie es nicht tun. Der Wasserkopp muss halt von den neueren Modellen finanziert werden. Mit mir nicht.

Zitat:

@Gedoensheimer schrieb am 19. Februar 2015 um 13:18:15 Uhr:

Zitat:

.........Erkläre mir einer, wie ich auf 660€ für den Wechsel der Bremsscheiben an der VA eines Ford Focus 1.4 Bj.'01 komme! Was rechtfertigt diesen Preis? Was rechtfertigt einen Ölwechselpreis von ~170€ für 4.5 ltr. Öl?

Es geht auch knapp unterhalb von660 €ierchen. Hier mal ein anderes Beispiel

http://...rcedes-benz-taunus-auto.de/.../a-klasse_br_168.html

Der Preis von 240€ ist echt mal fair! Aber: Die Ausnahme! Viele Werkstätten zocken eben den Kunden mit oben genannten Preisen ab. Und dafür gibt es eben keine Rechtfertigung! Und das dies keine ausgedachte Geschichte ist, zeigen viele Beiträge hier im Forum.

Zitat:

Und 150€ fürn Ölwechsel inkl. finde ich auch OK.

Aber sonst alles fit? Zu viel Geld? Darf ich dir meine Kontoverbindung senden? Ich halte den Preis für erheblich überzogen. Der halbe Preis ist bei <5ltr. Füllmenge noch angemessen. Bei >150€ für genannte 4.5 ltr. Öl ist bei mir jegliche Verständnis für diesen Preis verloren gegangen.

Zitat:

Gut, man könnte jetzt fragen, warum die alten Kisten auf einmal so billig werden?

Aber vielleicht kann ja der eine oder andere Experte für große Zahlenmal......rechnen.

Was hat der Wagenpreis mit den Kosten für eine Wartung bzw. einem Ölwechsel zu tun? Wohl mal gar nichts! Oder, müssen die Preise für Reparaturen mit dem Alter steigen?

Erkläre doch mal, was diese Aussage bezwecken soll!?

Es geht hier nicht um fällig werdende Wartungen! Die sind eben fällig, wenn der Wagen älter wird. Aber, müssen diese Wartungen im Preis unverhältnismäßig überteuert sein?

Ich wette, mein 9 Jahre alter Wagen ist besser gewartet als viele 3-4 Jahre alte Fahrzeuge. Mein Wagen wird von mir selbst zu günstigen Preisen instand gehalten. Und ich nutze fast ausschließlich Markenware. Ich habe ATE-Bremsen, SKF Radlager, Lenförder Traggelenke und Sachs Dämpfer verbaut. Billige Chinateile findest du nicht an meinem Wagen.

Einzig die Koppelstangen am Wagen sind Meyle-HD. Und die auch nur, weil mein Teilehändler mir meine eigentlich gewünschten nicht mit bestellt hat. Aber: Sie haben jetzt schon >20tkm runter und noch gut in Schuss. Für 25€/Paar eigentlich i.O.! Denke, werden sicher noch mal 20tkm machen! (Wahrscheinlich mehr!) Originalteil kostet 48€/Stk.

PS: Wer bei AllesTeurerUnsinn eine Wartung beauftragt, glaubt doch nicht wirklich er bekommt ein gewartetes Auto? Zumal der Laden nicht wirklich günstig ist. Ich kenne Markenwerkstätten, die diesen Laden locker unterbieten können. Und für qualitative Arbeit ist der Laden auch nicht wirklich bekannt.

MfG

@Johnes. Bitte nochmal das Angebot ganz lesen.

Habe mich da wohl nicht genau genug ausgedrückt.

Mit "billig werden" meine ich, die günstigen Festpreise, nicht den Wert des jeweiligen Autos!

Die Angebote gelten ja nicht für aktuelle Modelle. Siehe auch mal die anderen Typen. Meine Frage wäre nun warum kann man ältere Kisten günstiger warten? Ich ziehe die Frage aber zurück, da hier nur Vermutungen, oder gar Verschwörungstheorien kommen werden. Man müsste halt die gesamte Kalkulation kennen.

Mit den 150€ für'n Ölwechsel meinte ich die "kleine Inspektion" für 149€. D.h. Durchsicht, Funktionskontrolle, Füllstände, Bremsen prüfen, Öl-/Filterwechsel inkl Material und Mwst.

Klingt es so besser?

Sollte eine indirekte Kritik an denen sein, die uns hier das Öl alleine für 150€ vor rechnen wollen.

Ich wollte nur aufzeigen, dass es durchaus günstiger geht. Man muss halt danach suchen.

Über das ganze Thema könnte ich Seiten schreiben, bringt aber dem einzelnen nichts.

Ok, die anderen Typen habe ich nicht beachtet. Aber, dennoch sind die Festpreise doch noch vielfach tragbar. Die genannten Festpreise findet man aber oft auf dem Markt nicht wieder. Nur, weil mal der ein oder andere Händler günstig arbeitet, bedeutet dies nicht, es sind alle Händler bereit günstig zu arbeiten.

Viele Werkstätten haben das Wort Kundenbindung aus ihrem Wortschwatz verbannt.

MfG

Themenstarteram 20. Februar 2015 um 20:15

Zitat:

@Go}][{esZorN schrieb am 17. Februar 2015 um 10:26:58 Uhr:

Ich sehe hier beim TE ein anderes Problem. Du willst mitreden, wo du nicht mitreden kannst und das ärgert dich.

Regst dich im ersten Post darüber auf, dass ein Hobbyschrauber mitgebrachte Teile nicht eingebaut hat, weil die alten noch gut waren, die Arbeit aber bezahlt haben wollte. Vielleicht verstehe ich das auch falsch: Wenn er die Teile getauscht hätte, hätte es geheißen "Wieso, die waren doch noch gut". ...

Das hast du aber ganz falsch aufgefasst. Hätte ich in der Vergangenheit nicht so häufig die besagten Probleme mit den verschiedensten Werkstätten gehabt, hätte ich mir VCDS zugelegt. Bisher hat es mir auch nicht so viel gebracht, da in meinem A4 nicht genug Elektronik steckt, um den Fehler weit genug eingrenzen zu können. War aber auch nicht allzu teuer.

Ich bin von den Hobbyschraubern enttäuscht da der 1. Herr nach der ersten Reparatur weitere Fehler fand und dafür das doppelte "Gehalt" verlangte. Also habe ich mir einen anderen gesucht der sich auch als A4 "Profi" darstellte. Der schaute nur schnell nach und empfand die besagten Teile als in Ordnung. Damit hat er so gut wie nichts gemacht aber wollte dennoch das vorab vereinbarte Geld haben.

Und die 700€ würde ich liebend gerne noch investieren, wenn ich dann sicher sein könnte, dass ich ein Jahr ruhe habe. Da ich seit Monaten Geld in die Karre stecke und immer wieder neue Sachen auftreten, glaube ich da nicht mehr dran. Die mechanischen Teile wurden überholt als nächstes ist der Motor oder das Getriebe hin und dann war alles umsonst. Wie gesagt hatte ich in den vergangenen Monaten gut 2000€ in den Wagen gesteckt. Das Geld bekomme ich im komplett defekten Zustand und auch nicht im jetzigen Zustand raus obwohl der Wagen äußerlich in einem top Zustand ist.

Das hat sich vorher aber irgendwie anders angehört. So kann ich deine Verärgerung schon eher verstehen.

Nichtsdestotrotz bleibe ich bei der Meinung, dass dir VCDS nicht viel bringen wird, da du zwar die Fehler angezeigt bekommst, sie aber im Zweifel nicht richtig interpretieren kannst. Es ist nicht so, dass ich dir das nicht gönne und Lernwille hat immer meine vollste Unterstützung, jedoch würde ich nicht gerade mit VCDS anfangen, da man damit auch viel verkehrt machen kann ;)

Wielange dein Motor und dein Getriebe noch halten, kann ich dir auch nicht sagen, hat aber nichts mit dem Alter des Fahrzeugs zu tun. Vielmehr kommt es hier auf den Motor an sich an und - ganz wichtig - auf die Behandlung. Aber da erzähle ich ja nichts Neues. Ich würde mal eine Oelprobe ins Labor schicken, da kann man schon sehr viel aus dem Ist-Zustand erkennen ohne was zu zerlegen. Link habe ich jetzt gerade nicht, aber googel doch mal nach Oelanalyse o.ä.

Wenn der Wagen ansonsten top ist, beziehe mal den nicht mehr oder kaum noch vorhandenen Wertverlust in deine Kalkulation mit ein. Das beruhigt ungemein :D

Achja: Leute, die von sich aus vorgeben, von irgendwas die absoluten Profis zu sein, sind nicht selten die allergrößten Spinner, eigentlich auch nix Neues. Ich würde ruhig dem Bosch-Dienst vertrauen. In der Regel arbeiten da noch Leute, die ihr Handwerk verstehen und nur faires Geld für faire Arbeit haben wollen. Wo andere nicht mehr weiterkommen, haben die oft noch jemanden in der Bude, dr das draufhat. Leider werden die auch langsam weniger.

Edit:

Wühl dich doch hier mal durch. Die 41 Öre sind bestimmt nicht rausgeschmissen.

mfg

Zitat:

@Go}][{esZorN schrieb am 20. Februar 2015 um 21:04:07 Uhr:

Vielmehr kommt es hier auf den Motor an sich an und - ganz wichtig - auf die Behandlung. Aber da erzähle ich ja nichts Neues. Ich würde mal eine Oelprobe ins Labor schicken, da kann man schon sehr viel aus dem Ist-Zustand erkennen ohne was zu zerlegen.

Kannst du? Was sagt dir ein zum Beispiel atypisch hoher Mo-Anteil? Wenn du nicht weisst, welche Metall-Legierungen wo verbaut wurden, dann ist die Ölanalyse vollkommen wertlos.

Zudem sind Austauschmotoren gängiger Modelle (explizit Porsche/AMG außen vor) mittlerweile billiger als viele größere Reparaturen. Für 4000€ bekommst du bei fast allen Fahrzeugen einen ATM eingebaut. Angesichts etwa 1500-2000€ Wertverlust eines statistischen Gebrauchten pro Jahr (plus dessen Inspektionen) rechnet sich das wenn der Rest der Kiste intakt ist. Mein Fahrwerk (bei 180.000 km getauscht) kostete incl. ein paar Querlenker und Arbeitszeit 2500€. Der nächste Zahnriemen wird wieder bei 1000€ liegen - lohnt sich ggf. trotzdem, siehe "Wertverlust".

Was teuer ist: Spachtel- und Lackierarbeiten, sofern gut gemacht. Denn da steckt 95% Handarbeit drin und diese kostet in DE u.a. durch die hohe MWST plus Steuer- und Sozialabgabenquote leider ziemlich viel.

Mein Kumpel, der chronisch unter Geldmangel leidet, hat seinen Wagen ganz pragmatisch mit Farbe gerollert. :D

Ergebnis ist erschreckend gut geworden.

MfG

Ich hatte mal Türkantenrost am alten Wagen. Hab das Ganze in Portugal bei einer Dorfwerkstatt machen lassen. (Habe für ein Ing.-Büro dort ein Jahr gearbeitet)

Der hat sich empfohlen, nachdem er bei einem einjährigen Eos hinten rechts (Dame des Hauses hat die Einfahrt zu eng genommen) Kotflügel und Schürze gemacht hat und man nicht mehr gesehen hat.

Die haben dir 2008 für 200 Euro ein ganzes Auto lackiert... trotz hoher IVA.

cheerio

Zitat:

@där kapitän schrieb am 21. Februar 2015 um 12:23:14 Uhr:

[Portugal]

Die haben dir 2008 für 200 Euro ein ganzes Auto lackiert... trotz hoher IVA.

Müsste sich fast ein Geschäft draus machen lassen - Autotransporter vollmachen, lackieren lassen, zurück damit. Immer noch günstiger als ne halbgare Folierung in DE, von einer Neulackierung ganz zu schweigen. Wobei der einen Stundensatz 10-15€ Brutto haben muss, sofern die Karre wirklich sauber vorgearbeitet und nicht nur "geduscht" worden ist.

Zitat:

@GaryK schrieb am 21. Februar 2015 um 10:43:19 Uhr:

Zitat:

@Go}][{esZorN schrieb am 20. Februar 2015 um 21:04:07 Uhr:

Vielmehr kommt es hier auf den Motor an sich an und - ganz wichtig - auf die Behandlung. Aber da erzähle ich ja nichts Neues. Ich würde mal eine Oelprobe ins Labor schicken, da kann man schon sehr viel aus dem Ist-Zustand erkennen ohne was zu zerlegen.

Kannst du? Was sagt dir ein zum Beispiel atypisch hoher Mo-Anteil? Wenn du nicht weisst, welche Metall-Legierungen wo verbaut wurden, dann ist die Ölanalyse vollkommen wertlos.

Hi,

Firmen wie Oelcheck haben da schon Erfahrungswerte und Datenbanken und können daher Empfehlungen abgeben, welche Werte okay und welche ungewöhnlich sind.

Sinnvoller ist es aber, durch regelmäßige Ölanalysen ein Trendmonitoring durchzuführen. Nur für ein normales Auto lohnt sich das eigentlich nicht, da die Analysen zu teuer sind.

Grüße

Zitat:

@Johnes schrieb am 20. Februar 2015 um 11:44:16 Uhr:

Ok, die anderen Typen habe ich nicht beachtet. Aber, dennoch sind die Festpreise doch noch vielfach tragbar. Die genannten Festpreise findet man aber oft auf dem Markt nicht wieder. Nur, weil mal der ein oder andere Händler günstig arbeitet, bedeutet dies nicht, es sind alle Händler bereit günstig zu arbeiten.

Viele Werkstätten haben das Wort Kundenbindung aus ihrem Wortschwatz verbannt.

MfG

Aus aktuellem Anlass, das Thema. Aufgewärmt. Auch der geschröpfte Fordfahrer findet Hoffnung:

http://m.ford.de/Mobile_Service/Ford-Motorcraft

Langsam mache ich mir Sorgen um. ATU. Und die Freischaffenden.

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