Höhere Parkgebühren in Tübingen für E-Autos
https://www.zdf.de/.../suv-tuebingen-palmer-anwohnerparken-100.html
Beim Lesen dieses Artikels habe ich mich gefragt, aus welchem Grund auch für E-Autos die Parkgebühren steigen.
Geht das generell gegen Autos, weil Tübingen autofrei werden soll?
Eigentlich hatte ich die Politik im Städten so verstanden, dass Verbrenner rausgehalten werden soll.
Ich blick's grade nicht so, hat da jemand vielleicht mehr Infos oder Ideen?
90 Antworten
Zitat:
@FWebe schrieb am 18. Juli 2021 um 19:15:51 Uhr:
Naja, das lässt sich an sich leicht umsetzen. Man setzt eine bestimmte Länge und Breite als Grenze und gut ist…Zitat:
@woidcruiser schrieb am 18. Juli 2021 um 11:45:52 Uhr:
Interessant wäre, wie die Zuordnung..
Ich glaube eher dass es dafür dann eine App zum parken gibt aus der kann man bequem sein Fahrzeug raussuchen, und die Kontrolle ist auch einfacher.
Damit könnte man auch sehr schön die Effizienz mit einbringen.
naja, manche Autos gibt es mit unterschiedlichen Antriebskonzepten, aber identischen Abmessungen. Den Opel Corsa z B.
oder die Mercedes G-Klasse
Länge und Breite dürften nicht reichen für die Entscheidung.
und mehr Parkplätze entstehen so auch nicht.
Je mehr ich mich mit dem Thema beschäftige, desto weniger glaube ich an die Lenkungsfunktion der neuen Preise.
Zitat:
@Schwarzwald4motion schrieb am 18. Juli 2021 um 20:05:08 Uhr:
Zitat:
@FWebe schrieb am 18. Juli 2021 um 19:15:51 Uhr:
Naja, das lässt sich an sich leicht umsetzen. Man setzt eine bestimmte Länge und Breite als Grenze und gut ist…
Ich glaube eher dass es dafür dann eine App zum parken gibt aus der kann man bequem sein Fahrzeug raussuchen, und die Kontrolle ist auch einfacher.
Damit könnte man auch sehr schön die Effizienz mit einbringen.
Das wäre aber nicht anwenderfreundlich, weil es ein Smartphone zur Fahrzeugnutzung bedingt.
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Es geht ja erst mal nur um die Klassifizierung, die kann natürlich auch im Rathaus abgeholt werden. Dass die Abrechnung und Kontrolle dadurch viel einfacher wird dürfte mittlerweile Usus sein.
Ob man das in zehn Jahren noch weiterhin traditionell machen darf erschließt sich mir nicht genauso wenig die Notwendigkeit.
Eine App? Meine Eltern und einige ihrer Nachbarn haben nicht mal ein Smartphone. Aber schon ein Handy. Und was hat ein Antrieb mit Parkfläche zu tun. Der Wagen steht!! beim parken und braucht nur Platz sonst nix.
Freiburg hat die neuen Anwohnerparkgebühren gerade verschoben. Kein verwaltungstechnischer Zugriff auf benötigte Daten für den neuen Anlieger Parkausweis. Benötigte Daten zur Umsetzung liegen Daten technisch nicht vor. Manuelle Eingabe durch Vorlage der Papiere braucht zuviel Zeit und frist die Mehreinnahmen. Die heutigen 7min Verwaltungszeit dürfen nicht überschritten werden.
Quelle: Badische Zeitung
Alles Begründungen und Hindernisse die lassen sich problemlos durch höher gewichtete Argumente entkräften es haben bloß noch nicht alle kapiert.
Es muss ja nicht unbedingt jeder Senior ein Smartphone haben, Ich glaube aber nicht dass die heutige Generation wenn sie älter wird darauf verzichten möchte.
Absolut richtig. Nur Freiburg wollte dieses Jahr noch 300€ Anwohnerparken einführen. Auch mit dem Nebeneffekt Wohnmobile (mit PKW Zulassung) als Dauerparker aus Wohnviertel zu bekommen. 1 Ausweis braucht ca.2,5 Plätze. Eine Sache ist der politische Wille, eine andere das entsprechende Lastenheft mit der Machbarkeitserkenntnis. Ich schätze sowohl den Willen (Ratsbeschluss) als auch den Machbarkeitstest der Verwaltung VOR hektischer Einführung.
Nebenbei: Das ist sehr preiswert. Ein Tagesticket kostet in der Strasse 14€ Mo-Sa.
"Für Städte, die den Konsum ankurbeln wollen, ergibt sich aus der Studie ein klares Fazit. Je weniger [Kfz-, Anm. d. Verf.] Verkehr, desto grösser die Einkaufslust der Menschen. Und dies bei frischerer Luft.“
https://www.handelszeitung.ch/.../...atz-fur-die-laden-im-stadtzentrum
Zitat:
@holgor2000 schrieb am 19. Juli 2021 um 09:42:58 Uhr:
"Für Städte, die den Konsum ankurbeln wollen, ergibt sich aus der Studie ein klares Fazit. Je weniger [Kfz-, Anm. d. Verf.] Verkehr, desto grösser die Einkaufslust der Menschen. Und dies bei frischerer Luft.“https://www.handelszeitung.ch/.../...atz-fur-die-laden-im-stadtzentrum
Ja.
Und die fahren dann alle raus ins Einkaufszentrum in der Peripherie.
Da gibt's genug kostenlose Parkplätze und frische Luft.
Wer braucht Innenstädte zum Einkaufen?
Zitat:
@holgor2000 schrieb am 19. Juli 2021 um 09:42:58 Uhr:
"Für Städte, die den Konsum ankurbeln wollen, ergibt sich aus der Studie ein klares Fazit. Je weniger [Kfz-, Anm. d. Verf.] Verkehr, desto grösser die Einkaufslust der Menschen. Und dies bei frischerer Luft.“https://www.handelszeitung.ch/.../...atz-fur-die-laden-im-stadtzentrum
In den Niederlanden (und inzwischen auch London) kann man wunderbar sehen wie sich nahezu autofreie Staedte entwickeln.
Auto heisst Parkhaus in der Naehe einer Fussgaengerzone und darin horrende Mieten und in Folge Handylaeden, grosse Kaufhausketten und Fastfood. Kaum besser als die Einkaufszentren ausserhalb, deren Angebot man auch im Internet findet. Das Nordsee-Fischbroetchen gibt es auch im Supermarkt um die Ecke.
Fahrrad heisst man kommt schnell, weit und ueberall hin. In Amsterdam spielt die Fussgaengerzone fuers Einkaufen kaum eine Rolle. Die ganze Stadt ist voll mit kleinen, spezialisierten Laeden, die hochwertige Produkte verkaufen. Die findet man ueberall, auch in den Nebenstrassen. Die zahlen weniger Miete und was man zu Kaufen bekommt ist preiswert. Anstatt Fastfood geht man in ein Restaurant, welches an jeder Ecke gibt.
In NL stehen die Parkhaeuser i.d.R. ausserhalb der Stadt (innen gibt es nur wenige) und von dort kommt man entweder mit dem Leihrad oder mit der S/StraBa in die Stadt. Idealerweise lade ich da mein eAuto, waehrend ich mit dem eScooter unterwegs bin.
Zitat:
@holgor2000 schrieb am 19. Juli 2021 um 09:42:58 Uhr:
"Für Städte, die den Konsum ankurbeln wollen, ergibt sich aus der Studie ein klares Fazit. Je weniger [Kfz-, Anm. d. Verf.] Verkehr, desto grösser die Einkaufslust der Menschen. Und dies bei frischerer Luft.“https://www.handelszeitung.ch/.../...atz-fur-die-laden-im-stadtzentrum
Interessante Studie.
Welche Umsätze sollen dann im Stadtzentrum generiert werden?
Gastro ... ja, ohne Verkehr drumrum deutlich angenehmer.
Klamotten ... grenzwertig, mal ne Hose oder ein anderes Teil wäre ja OK, aber auch nur ein komplette Outfit, wer will das dann durch die City tragen, und dann mit Bus und Bahn in Wohnungsnähe, und dann heim schleppen?
Lebensmittel ... abgesehen vom Gelegenheitskauf, eher weniger, so 2 Alditüten mit dem Wocheneinkauf der Familie wiegen einiges, und brauchen Platz ... das tut sich keiner an.
Möbel oder technische Haushaltsgeräte ... ohne sie dann mit dem in der Nähe parkenden Auto abzutransportieren? "Wollen Sie den Kühlschrank gleich mitnehmen?" "Und was soll ich i die andere Hand nehmen?" 😉
Also verlagert man noch mehr Läden und Sparten aus den Zentren aus, aber der Umsatz steigt? Muss ich nicht verstehen.
Zitat:
@woidcruiser schrieb am 18. Juli 2021 um 11:45:52 Uhr:
Interessant wäre, wie die Zuordnung eines Autos zur Gruppe der SUV oder Mittelklasse vorgenommen wird.
Ich glaub die einzig faire Zuordnung wäre nach Länge, bzw. bzw. Länge und Höhe.
Allerdings glaube ich nicht, das das man durch die Staffelung eine Lenkungswirkung erzielen kann.
Wenn man z.B. folgende Staffelung machen würde:
Kleinwagen (bis 4,20m Länge): 90€
Mittelklasse (bis 4,70m Länge) 150€
Oberklasse (über 4,70m Länger bis 1,60m Höhe) 250€
Fullzsize-SUV (über 4,70m Länge und über 1,60m Höhe) 350€
Das fände ich z.B. zwar schon fair, aber eine Lenkungswirkung würde ich davon nicht erhoffen.
Mal ehrlich, wer sich einen Audi Q7 gönnt dem intressieren die 260€ zwischen Kleinwagen und Fullsize-SUV wohl kaum.
Abgesehen davon wohnen die meisten Leute mit solchen Autos ohnehin in einem Reihenhaus bis hin zu Einfamilienhaus mit Carport-Stellplatz oder Garagenstellplatz, und nicht im Wohnblock, und brauchen deshalb keinen Anwohnerparkausweis.
*****
Eine Lenkungswirkung hätte man höchstens bei den allgemeinen Cityparkplätzen Parkplätzen:
Kleinwagen: 0,50€ pro Stunde
Mittelklassen: 0,70€ pro Stunde
Oberklassen: 1€ pro Stunde
Fullsize-SUV: 1,50€ pro Stunde
Allerdings wäre das den Leuten wohl zu kompliziert, viele Leute wüssten nicht wie gross ihr Auto ist, oder würden bewusst ein zu kleines Ticket lösen. Und das dann zu kontrollieren wäre ein enormer Aufwand den man bei den alltäglichen Kontrollen nicht leisten kann.
Zitat:
@BaldAuchPrius schrieb am 20. Juli 2021 um 14:46:57 Uhr:
Zitat:
@holgor2000 schrieb am 19. Juli 2021 um 09:42:58 Uhr:
"Für Städte, die den Konsum ankurbeln wollen, ergibt sich aus der Studie ein klares Fazit. Je weniger [Kfz-, Anm. d. Verf.] Verkehr, desto grösser die Einkaufslust der Menschen. Und dies bei frischerer Luft.“https://www.handelszeitung.ch/.../...atz-fur-die-laden-im-stadtzentrum
Interessante Studie.
Welche Umsätze sollen dann im Stadtzentrum generiert werden?
Gastro ... ja, ohne Verkehr drumrum deutlich angenehmer.
Klamotten ... grenzwertig, mal ne Hose oder ein anderes Teil wäre ja OK, aber auch nur ein komplette Outfit, wer will das dann durch die City tragen, und dann mit Bus und Bahn in Wohnungsnähe, und dann heim schleppen?
Lebensmittel ... abgesehen vom Gelegenheitskauf, eher weniger, so 2 Alditüten mit dem Wocheneinkauf der Familie wiegen einiges, und brauchen Platz ... das tut sich keiner an.
Möbel oder technische Haushaltsgeräte ... ohne sie dann mit dem in der Nähe parkenden Auto abzutransportieren? "Wollen Sie den Kühlschrank gleich mitnehmen?" "Und was soll ich i die andere Hand nehmen?" 😉
Also verlagert man noch mehr Läden und Sparten aus den Zentren aus, aber der Umsatz steigt? Muss ich nicht verstehen.
Auch beim beliebten Mix aus erst Shopping und dann Gastronomie ist es wichtig das man in der Nähe parken kann und die Einkäufe in den Kofferraum legen kann. Selbst wenn man nur relative kleine Sachen wie zwei Shirts und ein Nintendo Switch Spiel kauft. Weil mit den Einkäufen in die Gastronomie ist nicht toll.
Das Problem liese sich allerdings durch öffentliche Schliessfächer wichtig. Dabei wäre aber wichtig das man sie für einen gewissen Zeitraum mieten könnte, und innerhalb dieses Zeitraums beliebig oft öffnen und wieder schliessen könnte.
Das ist z.B. auch das Dilemma bei den Schliessfächern der Bahn. Da müsste man jedesmal neu zahlen.
Einkaufen und anschliessend lassen wir Anzüge (um beim Beispiel oben zu bleiben) liefern. Nah und Stadt per Fahrradkurrier. Ansonsten organisiert das der Einzelhandel.