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Reformer + Brennstoffzelle sinnvoller Range Extender für E-Autos?

Themenstarteram 2. November 2010 um 10:01

Hallo,

Volvo wird in Kürze zwei Elekroautos mit Akkus und Reformer + Bennstoffzelle als Range Extender testen. Diese Fahrzeuge werden Benzin oder Biokraftstoffe tanken können und bei leeren Akkus wird im Reformer aus dem Kraftstoff gasförmiger Wasserstoff gewonnen. Dieser sorgt dann zusammen mit zugeführtem Sauerstoff in der Brennstoffzelle dafür, dass elektrische Energie erzeugt wird.

Der große Vorteil soll laut Volvo eine deutlich gesteigerte Reichweite sein und es sollen nur geringe Mengen CO2-Emissionen anfallen. Im Gegensatz zur Verbrennung von Benzin oder Diesel fallen beim Prozess im Reformer weder Kohlenmonoxid (CO) noch Stickoxide (NOx), Schwefeloxiden (SOx) oder Rußpartikeln an.

Wenn der Verbrauch wirklich sehr gering wäre, könnte dies doch eine interessante Kombination sein. Schließlich wird Benzin/Biokraftstoff in den nächsten Jahren noch am weitesten verbreitet sein und es müsste keine neue Infrastruktur aufgebaut werden - ganz anders für das Tanken von Wasserstoff.

Was haltet ihr von diesem Konzept?

Schöne Grüße

Chris

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12 Antworten

Zum aktuellen Stand der Technik von Brennstoffzellen für den mobilen Einsatz:

Die Fa. Efoy ist da m.W. nach wie vor Marktführer und bietet schon seit einigen Jahren Stromerzeuger für Wohnmobile, Caravans und Boote an.

Bis jetzt hatte das stärkste Aggregat eine Leistung von 65 Watt, inzwischen gibt es eine Version mit sagenhaften 90 Watt, Kosten: 5149,-€, aktuell im Sonderangebot 4899,-€:

http://www.fritz-berger.de/fbonline/__shop__/product/fritzberger_k atalog/BrennstoffzelleEFOY195260/detail.jsf

Der 10 Liter Methanolkanister kostet 29,90,-€ und reicht für 11,1 KWh => 2,70€ / KWh.

Dass man mit 90 Watt kein Auto antreiben kann dürfte wohl klar sein. Zum Aufladen eines unterwegs leergefahrenen 20 KWh Akkus sollte man einige Übernachtungen einplanen: 222 Stunden = 9 Tage.:mad:

Warten wir halt mal ab wie das bei Volvo aussieht.

 

Themenstarteram 2. November 2010 um 12:33

Zitat:

Dass man mit 90 Watt kein Auto antreiben kann dürfte wohl klar sein. Zum Aufladen eines unterwegs leergefahrenen 20 KWh Akkus sollte man einige Übernachtungen einplanen: 222 Stunden = 9 Tage.:mad:

Dann wohl doch lieber 8 Stunden Batterie an der Steckdose laden als 9 Tage über die Brennstoffzelle ;-)

... zumal es weniger als ein Zehntel kostet...

Zitat:

Original geschrieben von Noris123

Die Fa. Efoy ist da m.W. nach wie vor Marktführer ...

Es gibt auch ein Fahrzeug mit EFOY-Brennstoffzelle: http://www.elfar.de/de/startlab-open-brennstoffzelle.htm

Wenn ich das richtig lese kriegt man den Gegenwert (in PS) für einen Golf Umbau für unter 5 Millionen?

Garnicht mal so schlecht wenn der Benzinpreis über 1200 Euro der Liter ist. :p

Zitat:

Es gibt auch ein Fahrzeug mit EFOY-Brennstoffzelle

Zitat:

Kombiniert mit der EFOY-Brennstoffzelle ist er sogar vollkommen unabhängig vom Stromnetz. Der Strom wird direkt an Bord umweltfreundlich und nahezu geräuschlos erzeugt. Dies bedeutet 100% Unabhängikeit von Steckdosen und Stromtankstellen.

Sie erhalten ein vollkommen praxistaugliches Fahrzeug welches für Wochen unabhängig vom Tanken und Nachladen ist. Erst nach ca. 200 oder 400 km werden neue Tankpatronen benötigt. Diese sind in Sekunden getauscht und können an über 1.000 Verkaufsstellen weltweit bezogen werden. Alternativ kommen Sie per Post direkt zu Ihnen

Mit 2x 10 Liter Methanoltankpatronen fahren Sie in einer Woche ca. 350 - 400 km ohne Steckdose und nennenswerte Abgase.

Ich geh mal davon aus dass die Brennstoffzelle 90 Watt Leistung bringt (Angaben werden natürlich nicht gemacht).

"vollkommen unabhängig vom Stromnetz" kann man mit dem "vollkommen praxistauglichen Fahrzeug" dann fahren wenn nach jeweils wenigen km die Brennstoffzelle wieder stundenlang Gelegenheit hat die Akkus mit 90 Watt aufzuladen.

Dass die angeblich möglichen 350 - 400 km mit 59,80€ (2x10 Liter, nach Berger-Katalog) teuer bezahlt werden müssen wird natürlich auch nicht erwähnt.

So gehts zur Zeit zu in der E-Mobil Branche.:mad:

 

Soweit ich das verstanden habe, ist der StartLab mit Brennstoffzelle nur ein Technologie-Träger und Werbe-Objekt, aber nicht als Alltags-Fahrzeug gedacht.

am 23. November 2010 um 0:03

http://www.energyagency.at/.../...kshop%201_September%202010%20TUG.pdf

Beachte die SOFC APU.

Schönes Teil.

Gruß SRAM

Zitat:

Original geschrieben von SRAM

http://www.energyagency.at/.../...kshop%201_September%202010%20TUG.pdf

Beachte die SOFC APU.

Schönes Teil.

Gruß SRAM

Der Reformer ist schon erstaunlich, besonders die Kostenstruktur (4.500€ für 3kW in el.En.) Bleiben für mich dennoch zwei wichtige Themen

a) wie bekommt man das Ding auf ca 20kW aber unterhalb Campingwagengröße ?

b) soweit ich weiß ist CO das blanke Gift für die Fuel Cell, hier aber ein Hauptprodukt beim Dieselreformer.

Bei den Kosten dürfte das auch eine Alternative für die Diesel-Notstromaggregate sein, die würden dann endlich leise und auch deutlich sauberer werden.

Was sich allerdings Volvo davon verspricht, bleibt mir ein Rätsel. Jedenfalls dürfte es im PKW (noch) äußerst ungeeignet sein.

am 23. November 2010 um 12:39

Das ist eine SOFC. CO nix Gift, CO sein willkommen Brennstoff ;)

Der spezifische Preis gilt für die Vorserie. Das schöne an dem Teil ist, daß eine Optimierung der Fertigung Kostenreduktionen wie bei Massenproduktion normalerweise erzielbar ermöglicht.

Gruß SRAM

Zitat:

Original geschrieben von SRAM

Das ist eine SOFC. CO nix Gift, CO sein willkommen Brennstoff ;)

Der spezifische Preis gilt für die Vorserie. Das schöne an dem Teil ist, daß eine Optimierung der Fertigung Kostenreduktionen wie bei Massenproduktion normalerweise erzielbar ermöglicht.

Gruß SRAM

Wenn du schon so ein erklärter Kritiker der ZEBRA-Technik im Fahrzeug bist (wegen der erforderlichen Batterietemperatur von 300Grad) dann erklär mir bitte mal, wie du die erforderlichen 900Grad bei einer SOFC aufrecht erhalten willst. Es werden zwar ca. 60% in Form von Wärme frei, aber erstmal muß man das Ding auch "hochfahren" auf fast 900Grad, damit das Ding in Gang kommt. Für einen dynamischen Prozess wie im PKW sicher nicht unproblematisch ;), da halte ich die DMFC für weit geeigneter.

Abgesehen davon halte ich von Spezialisten wie Ballard & Co als Spezialisten ohnehin mehr, als von "sog. Forschungsergebnissen" der Autoindustrie - gleichen sie doch immer mehr den verkrampften Plagiatversuchen als Begründung, vor der Bundesforschung um weitere Miliarden zu betteln. PKW Basisprodukte wie Getriebe zwar outsourcen (ZF & Co) aber Raumfahrttechnologie reinholen - lächerlich.

am 24. November 2010 um 10:32

ZEBRA ist inzwischen bei mir in der Bewertung ob der sehr guten Ergebnisse des Langzeiteinsatzes in Japan wieder stark nach oben gerückt, insbesondere weil es sehr viel weniger Keramik-Versager als erwartet gegeben hat.

Schnelles Hochfahren ist für die SOFC nix, richtig. Es geht aber um range extender Anwendung, und da ist schnelles Hochfahren unnötig, weil der Akku sich wohl kaum spontan entlädt. Die SOFC hat jedoch den großen Vorteil der Vielstofffähigkeit: Diesel, Benzin, Ethanol, Methanol, DME, Biodiesel II, Wasserstoff, LPG, Erdgas, etc. ..... wenns nur brennt und vernünftige Reinheit hat, geht das. Kein 700 bar Drucktank, keine CO Vergiftung, bestehende Infrastruktur nutzbar, ........

Gruß SRAM

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