Hilfe- mittlerweile ratlos - Fehler mit Sekundärluft(-ventil/-kreislauf) - CLC

Mercedes CLC 203

Wagen: Mercedes CLC 180, (W203), M271.946 - M271 KE18 ML RED, EZ 08/2009, akt. KM-Stand: ~86.000 km, Sportpaket, Benziner, Werkszustand - keine Umbauten, manuelles Getriebe, Comand APS. Durchschnittsverbrauch ~ 9,5 l, ca. 145 PS/105 KW, Kompressoraufgeladen (Eaton)

Hallo zusammen,

ersten bin ich bereits jetzt Dankbar, dass ich meine Gedanken und Probleme mit meinem Wagen hier teilen und hoffentlich lösen kann. Ich gebe vorab alle Infos zum Wagen und fasse dann die Probleme chronologisch zusammen.

Im Januar 2014 habe ich mir den Mercedes CLC 180 (Benziner) mit Sportpaket als "Jungen Stern" von BERESA gekauft. Der Wagen hatte knapp 63.000 km gelaufen und war super in Schuß. Leider fingen ziemlich seit Beginn diverse Probleme mit dem Fahrzeug an. Ich war bestimmt ca 8 mal in 2 Jahren in der Werkstatt (nächste Beresa NL in Dülmen) um Reperaturen oder Austauscharbeiten durchführen zu lassen, da ja noch Garantie auf dem Wagen war. Dementsprechend habe ich auch imer die Assysts mitgenommen etc. Bis auf Probleme und Geräusche an der (Parameter-)Lenkung, war jeder dieser Defekte elektronischer Natur. So habe ich bereits defekte Sensoren des Tempomates an den Rädern, defekter Motor der elektr. Spiegel bzw. des Schalters im Innenraum, Defekt des Fensterhebers, Ausfall Digitialteil Kombiinstrument, 2mal gleichzeitig mehrere durchgebrannte Lampen, Defekt Klimaanlage etc. gehabt. Alles wurde immer mehr oder weniger brav in der Garantie repariert. Vor einem Monat fielen beide Abblendlichter gleichzeitig aus. Als ich die Birnen tauschen wollte, guckte ich nach welche Birne, Abblend- und welche Fernlicht ist und mache dafür das Fernlicht an. Dabei brennt dann ebenfalls eine Fernlichtbirne durch. Ich denke ich habe einen Elektroteufel im Fhrzg. der nur die Bauteile wechselt, dieser wurde aber in der Werkstatt nie gefunden oder bestätigt...
Bei Interesse kann ich auch mal alle "Rechnungskopien" einscannen, die ich mir zur Sicherheit alle habe zukommen lassen.

Nun ist der Wagen seit ca. 7 Wochen aus der Garantie raus und jetzt fangen die RICHTIGEN Probleme an..

Nach nicht ganz 2 Wochen Standzeit fuhr ich meinen Wagen - wie immer eigentlich - hauptsächlich Autobahn ca 30 km in eine Richtung und zurück. (Witten => Bochum). Alles gut. Die nächsten Tage auch mal kürzere Strecken, aber immer mindestens betriebswarm, auch alles gut.
Aber nach ein paar Tagen, bei meiner nächsten Fahrt nach Bochum, habe ich auf der Autobahnauffahrt bemerkt, dass ich keine Leistung habe. Der Wagen "zog" gar nicht, trotz durchgetretenem Pedal (Motor war bereits bei ca. 82°C, also quasi Betriebstemperatur).
Es gab einen kurzen "Verschlucker" vom Motor und gelbe MKL. Nächste Aussfahrt runter und angehalten, ausgeschaltet, Neugestartet, leider immer noch MKL. Keine anderen Ungewöhnlichen Merkmale! Leerlaufdrehzahl absolut ruhig ~900 U/min, keine Geräusche, keine Zündaussetzer etc.
Habe dann meine Fahrt langsam fortgesetzt. (insgesamt , Hin- und Rückweg ca 40km)
Dabei fiel mir schon auf, dass der Verbrauch um ca 2l oder mehr gesunken ist (logisch, wenn keine Leistung/zu wenig Einspritzung)

Wieder zu Hause ODB Adapter angeklemmt und Fehler ausgelesen:
Hinterlegte Codes:
P0299 - Zu geringer Ladedruck
P0172 - Gemisch zu Fett (Folgefehler des fehlenden Ladedrucks..)

Ebenfalls den Luftdruchsatz am LMM gemessen.
Im Stand ca 3 - 5 g/s
Unter Last max. Ausschlag 73 g/s
Schnitt eigentllich bei 55 g/s => alles also viel zu wenig. Habe gelesen, dass er bei ca 108 g/s liegen müsste unter Volllast im 3. Gang.
Fehlerspeicher gelöscht und nochmals Probefahrt immer noch selbe Problematik, aber keine MKL.
Vmax liegt bei ca 140 km/h jedoch regelt die Drehzahl NICHT bei 3000 U/min ab => kein Notlauf?
Verbrauch immer noch um ca 2l verringert.

Motortemperatur etc ist immer normal, Drehzahl alles okay, nach wie vor nie irgendwelche Geräusche.

Ich wollte daraufhin den Fehlerspeicher bei LUEG Witten auslesen lassen und diese wollten sage und schreibe insg. 110€ (!!!) dafür. Dies passt jedoch in meine bisherigen Erfahrungen mit LUEG, deshalb bin ich mit jedem Problem auch immer nach Dülmen zu Beresa, da trotz Junge Sterne Garantie NIE auch nur irgendeine Hilfe von LUEG kam. Es sollte immer was kosten (trotz Garantie) und die Preise waren immer exorbitant hoch...

Also wieder Termin bei Beresa in Dülmen gemacht und 2 Tage später mit langsamen Tempo hin.
MKL ging wieder an. (Ja ich habe auch 1 - 2 mal getestet was maximal noch geht => einmal 170 km/h sonst eigentlich nur 140 km/h in der Spitze möglich. Die meiste Zeit mit ca 100 km/h unterwegs)
Vor Ort Fehlerspeicher auslesen und Fehlerprüfung.
Der bisher sehr nette Meister hat 1,5 Stunden gesucht, ist gefahren, hat geguckt und gemessen...leider keine Chance. Er findet den Fehler nicht und kann auch nicht sagen was los ist. Aber die Leistung ist wirklich komplett weg. Nach langem Gespräch und diversen Mutmaßungen die ALLE möglich sein könnten war der Vorschlag mit neuem Termin den Wagen abzugeben und per Technicker mehrere Stunden den Wagen prüfen zu lassen ("Das wird aber teuer.."😉
Frage nach Kulanz oder irgend einer Möglichkeit der Garantie wurde eigentlich von Anfang an verneint. Der Wagen sei zu alt und MB werde alles ablehnen, der Meister macht sich leider keine Große Hoffnung (trotz Vorgeschichte des Wagens etc.) Er meinte auch, dass er nicht sicher sei ob der Kompressor überhaupt läuft, was auch meine Vermutung war.

Also ab nach Hause. Fehler waren wieder gelöscht, aber ich habe die Fehlermeldung der SD abfotografiert:

Fahrzeug: 203.746, Steuergerät MESE
Bauteil: Sekundärluftventil prüfen

Die Ansteuerung war nicht in Ordnung

Mögliche Ursache und Abhilfe:
- Ansaugsystem des Motors auf Dichtheit püfen
- Leitungen, Sicherungen und Anschlüsse (...) prüfen/erneuern etc.
- Luftleitung zwischen LAdeluftquerrohr und Sekundärluftventil auf Dichtheit prüfen
- Bauteil Sekundärluftventil prüfen
- Luftleitung zwischen Kurbelgehäuse und Sekundärluftventil auf Dichtheit prüfen
- Rückschlagventil

Ende der Prüfung

_____________________

Ab nach Hause dachte ich mir...aber auf dem Rückweg bei einer freien Werkstatt die sich auf Benz spezialisiert hat - in Witten - angehalten und den Meister gesprochen. Alle Probleme aufgezählt, erklärt etc und mögliche Ursachen besprochen, die ich bereits recherchiert hatte. (Risse in Teillastentlüftungsschläuchen, kaputte Rückschlagventile o.Ä.)
Er meinte von den Problemen mit den Teillastentäuftungsschlüchen bei den Motoren gehört zu haben, aber das mit dem Rückschlagventil sei ihm eher unbekannt. Er wollte mit einem Meisterkollegen aus Dortmund telefonieren und sich wohl am Montag bei mir melden, was er da machen könnte, bzw. ob er genaueres weis. Sagte aber auch direkt, dass eine eindeutige Diagnose unmöglich wäre... (toll...)

Zu Hause dann wirklich 2 Tage mit Forensuchen und lesen beschäftigt etc. Diverse Mutmaßungen gelesen. Leider habe ich nicht wirklich passendes zu meiner Fehlerbeschreibung und den Fehlercodes gefunden (in Zusammenhang mit meinem Motor o.Ä.) Nur andere Codes mit gleichen Symptomen oder anders herum.

Also auf die Suche gemacht. Fahrzeug in die Garage und angefangen zu prüfen. Sichtkontorlle keine Undichtigkeiten gefunden.
Also Luftfilterkasten demontiert und LMM geprüft. Keine wirkliche Auffälligkeit festgestellt. Rohr unterhalbt der Schlauchschelle sehr leicht(!) ölig. LMM mit Bremsenreiniger vorsichtshalber gereinigt.
Drosselklappe demontiert. Drosselklappe relativ verkokt. (Ansaug-)Rohr leicht ölig. DK und Rohr mit Bremensreiniger und Tuch gereinigt.
Von oben nun sichtbaren Teillastentlüftungsschlauch geprüft. Keine Beschädigungen festgestellt.

Alles wieder montiert, DK neu angelernt und vorsichtig eine Probefahrt begonnen. Vmax war zwischenezeitlich (wie auch aber schon einmal zuvor) bei 170 km/h. Schwankt aber immer mal wieder. Nach wie vor keine Drehzahlbeschränkung, aber alles sehr zäh und träge. Keine MKL seit Fehlerspeicher löschen. Vmax aber nach wie vor nicht ansatzweise erreichbar (ca. 220km/h und bei weitem nicht so träge). Dafür aber wieder leicht höherer Verbrauch, aber noch nicht normal. Normalerweise bei durchgetretenem Pedal und ca 210 km/h ca 12,5 l, derzeit bei vollem Anschlag und höchstens 170 km/h (wenn er nicht nur 140 km/h fahren will) bei ca. 10l. Verbrauch also immer noch reduziert! Ich bin mir mitlerweile aber sehr sicher, dass der Kompressor läuft! Ab spätestens 4000 U/min hört man das typische säuseln etc.

ODB angeschlossen:
Fehldercodes:
P0299 - Zu wenig Ladedruck (wie gehabt)
P0410 - Sekundärlufteinblasung Funktionsstörung (!!! NEU) => passt aber ins Gesamtbild
P0172 - Gemisch zu Fett (wie gehabt)
Keine MKL

Nach langer Recherche und lesen von Sekundärluftpumpe, AGR Ventil/Sekundärventil, LMM, Ladeluftkühler, Kompressor(-öl), Ladeluftschläuche etc. denke ich nun eigentlich, dass das Rückschlagventil unterhalb des Kompressors das Problem verursacht. Dies war ja bei den Smarts oft defekt, beim Benz eher die Teillastentlüftungsschläuche. Nach Anleitung im Netz versucht bei laufendem Motor mit einsprühen von Bremsenreiniger in den Bereich des unteren Schlauchs eine Undichtigkeit und somit Drehzahlschwankungen bei vorübergehnder Abdichtung durch den Reiniger zu erreichen. Test war leider negativ. Ich konnte so keine Drehzahlschwankungen hervorrufen. Da der obere Schlauch auch gut aussah, denke ich hier eher weniger an ein Problem.
Mein Plan wäre es nun also wieder den LFK, LMM und auch den Ansaugkrümmer sowie den Kompressor zu demontieren und die Teillastentlüftungsschläuche, sowie das Rückschlagventil und die Schellen etc zu ersetzen, sowie die (angeblich unkaputtbaren) Messingdüsen/hülsen zu reinigen (die aber eh eingespresst und somit nicht tauschbar sein sollen)
Meine Teileliste wäre entsprechend:

Rückschlagventil A271 018 03 29
Schläuche A 271 018 14 82, A 271 018 1582 und A 271 018 12 82
Schellen A 005 997 49 90, A 140 995 00 05
Dichtungen für Ansaugkrümmer (4mal) A 271 141 08 80

Der Keilriemen sieht noch gut aus, es gibt auch keine Geräusche, daher würde ich den Alten dran lassen bzw. wieder montieren (?). Wenn ich aber den Kompressor demontiert habe, würde ich wohl auch gleich neues Kompressoröl besorgen und dieses austauschen. Eaton empfiehlt angeblich einen Wechsel zwischen 80 - 120 tausend KM, damit wäre ich genau dazwischen. Laut MB unnötig, Füllung (120ml) soll für 250.000 km reichen. Da ich aber wie oben beschrieben leichte Ölspuren im "Ansaugtrakt" gefunden habe, dachte ich der hat bereits Öl vom Kompressor gezogen, daher ratsam.

Gerne würde ich nun eure Meinungen dazu hören oder ob jemand soetwas kennt..sich mit dem Motor auskennt.
Ich bin bereits seit Tagen angespannt und ziemlich sauer auf Beresa...Mercedes...
Ich sage nur "Junge Sterne, so Mercedes wie am ersten Tag"....ich bin wirklich bedient und werde trotz eigentlicher Zufriedenheit mit dem Fahrzeug wohl keinen weiteren Mercedes kaufen.

Vielleicht kennt sich jemand mit dem M271 aus, denn leider finde ich nur SEHR wenig zu meinem Problem in Bezug auf diesen Motor. Meine Anleitungen sind eigentlich alle für den CLK o.Ä. die aber teilweise (leicht) abweichen, womit ich aber klar komme. Ich bin nicht ungeschickt mit Autos und im Schrauben geübt. Mit Anleitungen etc. komme ich eigentlich mit allem klar.
ich wäre dankbar wenn auch jemand vielleicht nur eine wirklich seriöse Werkstatt kennt, die diagnostiziert und nicht wild drauf los tauscht...ich kenne leider keine in meiner Nähe.

Ich hatte mal über einen Gasumbau bei Autogas Rankers in Krefeld nachgedacht, nach meinen jetzigen Erfahrungen hat sich aber ALLES in dieser Hinsicht zerschlagen, da ich nicht mehr denke, dass der Motor das verträgt..aber das nur am Rande. Ich bitte wirklich um Hilfe bei meinem Problem. Ich komme nicht wirklich weiter und will nicht aufgrund Mutmaßungen weiter rumschrauben und alles zerlegen.

Ich bedanke mich schomal im Vorraus. Vielen Dank für jede Hilfe.

Wenn jemand Explosionszeichungen oder Teilenummer, Anleitungen braucht, die ich bei meiner Suche gefunden habe, einfach anschreiben. Ich helfe gerne wo ich kann.

Liebe Grüße
Jakob

Beste Antwort im Thema

@Daim180
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Da was ich auch kein Rat mehr. Hast ja schon alles gemacht. Und der Wagen ist ja jetzt bei Beresa. Hoffe die finden den Fehler. Bin auch gerade mit Hausbau beschäftigt. Sonst wärst mal vorbeigekommen. Hab SD und genug Werkzeug da. Hoffe erst mal das beste und auf genug Kompetenz von Beresa.

Hi Leute,

sorry, hatte gar nicht mitbekommen, dass es hier schon weiter geht. Ich fasse mal kurz zusammen.

Der Wagen ist bei einer LUEG Niederlassung mit sehr großer und angeblich sehr kompetenter Werkstatt (nicht in Witten!)

Nach 1,5 Wochen ist immer noch keine eindeutige Diagnose vorhanden...es liegt eine "Wahrscheinlichkeit von 97%" vor, dass es der Umluftsteller sein soll.
Es wurden bereits diverse Untersuchungen gemacht, die natürlich ins Geld gehen..aber das war klar. Ventile etc. wurden dadurch bereits ausgeschlossen.
Lt. Aussage des Meisters ist ein geringer Ladedruck vorhanden und die SD meldet auch während der Fahrt die richtigen Werte des Umluftstellers. D.h. jedoch absolut NICHT, dass er auch richtig arbeitet, weil eben NICHT der tatsächlich erreichte Stellwinkel gemessen, sondern nur das Signals vom Steuergerät an den Umluftstelelr abgegriffen wird.
Ergo wird derzeit wieder alles zerlegt und der Umluftsteller per SD im augebauten Zustand angesteuert, um optisch zu beurteilen, ob tatsächlich die Winkel erreicht werden. Der Meister tippt halt zu 97% auf nein.. => Kostet auch ziemlich bei Benz..selber darf ich das leider bei denen nicht machen.

Sollte dieses Zerlegen, Testen und Austauschen nix bringen, war es für mich kostenlos und LUEG trägt die Kosten des neuen Umluftstellers..danach ginge die Suche jedoch weiter.

Ich persönlich denke NICHT, dass der Umluftsteller das Problem ist, da ich
1. einen Gebrauchten eingebaut habe
2. mein Umluftsteller und der Andere eingebaute sich beim Kalibrieren vollkommen korrekt und Gleich verhalten haben.

Das weiß der Meister auch alles, er denkt aber, dass auch das gebrauchte Austauschteil defekt war. "Wäre nicht das erste mal" (der Meister hat eine 4 Seiten Zusammenfassung der bisherigen Maßnahmen, für die er auch sehr dankbar war)

Sollte das wirklich der Fall gewesen sein und ein neuer Benz Umluftsteller funktioniert...sollte ich vielleicht mal über Lotto nachdenken. Denn wie Wahrscheinlich ist es bitte, das mein Fahrzeug und ein anderes Fahrzeug (jünger, weniger Laufleistung) beide den selbsen Defekt haben und ich genau so ein Teil kaufe, dass KEINEN anderen Fehler auslöst, als "zu geringer Ladedruck" ?
Fänd ich schon sehr....sehr, sehr unwahrscheinlich..

Weitere Neuigkeiten sobald ich dann weiß was los ist mit dem Wagen 😉

Montag soll der Kompi rauskommen und der Umlufsteller dann optisch geprüft bei Ansteuerung direkt über SD.

Zitat:

@Daim180 schrieb am 24. April 2016 um 16:59:29 Uhr:


Sollte das wirklich der Fall gewesen sein und ein neuer Benz Umluftsteller funktioniert...sollte ich vielleicht mal über Lotto nachdenken. Denn wie Wahrscheinlich ist es bitte, das mein Fahrzeug und ein anderes Fahrzeug (jünger, weniger Laufleistung) beide den selbsen Defekt haben und ich genau so ein Teil kaufe, dass KEINEN anderen Fehler auslöst, als "zu geringer Ladedruck" ?
Fänd ich schon sehr....sehr, sehr unwahrscheinlich..

So unwahrscheinlich finde ich es nicht: Wer verkauft denn gebrauchte Umluftklappen? Z.B. einer, der eine defekte ausgebaut hat, und diese nun als "funktionierte vor Ausbau" bei der Bucht verscherbelt.

Interessant finde ich die Sache, daß nun offenbar doch nicht der tatsächliche Stellwinkel der UK mit der SD ausgelesen wird. (So hatte ich es ja am Anfang auch vermutet.)
Kommt mir nun aber seltsam vor. Vielleicht hatten die M271-Ingenieure in den 90ern ja vergessen, das auch Diagnoseauslesbar zu machen.
(Oder der Meister bindet Dir einen Bären auf, weil er selber nicht weiß, wie die Klappen funktionieren.)

Harry

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Zitat:

@harryW211 schrieb am 24. April 2016 um 18:24:56 Uhr:



Zitat:

@Daim180 schrieb am 24. April 2016 um 16:59:29 Uhr:


Sollte das wirklich der Fall gewesen sein und ein neuer Benz Umluftsteller funktioniert...sollte ich vielleicht mal über Lotto nachdenken. Denn wie Wahrscheinlich ist es bitte, das mein Fahrzeug und ein anderes Fahrzeug (jünger, weniger Laufleistung) beide den selbsen Defekt haben und ich genau so ein Teil kaufe, dass KEINEN anderen Fehler auslöst, als "zu geringer Ladedruck" ?
Fänd ich schon sehr....sehr, sehr unwahrscheinlich..

So unwahrscheinlich finde ich es nicht: Wer verkauft denn gebrauchte Umluftklappen? Z.B. einer, der eine defekte ausgebaut hat, und diese nun als "funktionierte vor Ausbau" bei der Bucht verscherbelt.

Oder einer der einen defekten Wagen ausgeschlachtet hat. Wir werden es nicht erfahren. Auf jeden Fall kaufe ich auch keine gebrauchtteile mehr....auch wenn das Neuteil 500,- gekostet hätte, sollte es allen ernstes daran gelegen haben, wäre es wirklich bitter und um ein vielfaches teurer für mich.

Wie gesagt...dagegen spricht für mich aber eindeutig, dass meine und die 2. Klappe sich absolut richtig beim Kalibrieren bewegt haben/bewegen...und das SD auch noch die "richtigen werte" ausliest..

noch nicht bestätigte Lösung:

Hallo Leute,

gestern haben wir endlich einen Fortschritt erzielt. Die Jungs von Benz haben meinen Kompressor ausgebaut und dabei eine Entdeckung gemacht.

Obwohl der Kompressor sich vollkommen normal drehen lässt und die Walzen etc. mitlaufen, wie Sie sollen, hat der Meister bemerkt, dass der Widerstand der Riemenscheibe beim Drehen von Hand zu gering ist (Normalzustand = mehr Widerstand)
Daraufhin wurde die Riemenscheibe mit der Halterung entfernt, um das Getriebe des Kompressors freizulegen...und siehe da:

Eine gebrochene Feder.
Die Verbindungsfeder zwischen Riemenschreibe und Kompressorgetriebe ist sauber in der Mitte durchgebrochen. Diese Feder hat keine Teilenummer und ist bei Mercedes nicht zu bekommen.
Mercedes wollte mir daraufhin natürlich einen neuen Kompressor einbauen. Da es leider keinen in der Gebrauchtteilebörse von Benz gab, also als Neuteil, Kostenpunkt zusätzlich ca. 1200,- €

Ich bat um Bedenkzeit und habe mich auf die Suche gemacht und siehe da, ich habe über Ebay einen "Experten" in Dortmund ausfindig gemacht, der bei Ebay Kompressoren und als einer von 2 Händlern auch diese Feder verkauft. Der gute Herr ist KFZ Meister und er meinte am Telefon zu mir, ohne dass er bisher Details von mir hatte:

"Diese gebrochene Feder ist bei den Eaton Kompressoren ein bekanntes Problem, die brechen meist bei eine Laufleistung von 80.000 km"

...ich war absolut überrascht, da ich davon bisher nie gehört oder gelesen hatte...und mein Fahrzeug hat jetzt ca 83.000 km....es passt also haargenau.

Ich bin dann zu ihm gefahren, um die Feder zu kaufen...
bei unserem netten Gespräch - bei dem ich merkte, dass der Herr absolut Ahnung von den Benz/Eaton Kompressoren hat - habe ich noch erfahren, warum ich das so nicht bemerkt habe:

Solange der Kompressor nur von Hand gedreht wird, nimmt die Feder die Drehung immer noch mit. Man merkt das dann nur, wenn man weiß, wie viel Widerstand das Getriebe normalerweise machen muss. Da ich bisher nie einen anderen Kompressor von Hand gedreht habe, konnte ich das also nicht bemerken, denn die Schaufeln drehten sich vollkommen normal mit.
Erst unter Last versagt die Feder dann ihren Dienst, da durch die auftretenden Kräfte, dann keine vernünftige Kraftübertragung mehr zwischen Riemenscheibe und Getriebe besteht. Mit anderen Worten, der Kompressor dreht sich dann nicht mehr richtig mit/bzw. gar nicht mehr. Dies war dann der bei mir spürbare "Verschlucker/Ruckler" bei 3.500 u/min.

So habe ich dann die Feder samt Kompressor-Öl gekauft. Hätte ich meinen Kompressor da, würde er mir das sogar kostenlos einbauen, aber da dieser bei Benz ist (wäre also 3 mal Hin- und Herfahren mit dem Kompressor!), habe ich abgeklärt, dass dieser Einbau von denen gemacht wird. Es ist wirklich sehr einfach und diese NL war bisher wirklich IMMER bemüht, mir möglichst kostengünstig zu helfen etc.

An dieser Stelle muss ich wirklich mal ein Lob aussprechen. Das ist bisher die EINZIGE Mercedes NL, bei der ich das Gefühl hatte, man nimmt mich ernst und versucht mir zu helfen, ohne mir die Hose auszuziehen.

Die Feder und das Öl sind also nun bei der Werkstatt und ich bete, dass ich vielleicht noch heute den Anrufe bekomme, dass nun wieder alles funktioniert und der Fehler behoben ist. Die Chancen stehen nicht schlecht!

Es ist aber nun (höchstwahrscheinlich) wie ich sagte NICHT DER UMLUFTSTELLER. So ein Glück habe ich also auch nicht,..dass ich Ersatzteile mit den selben Defekten kaufe.

Anbei das Foto meines Kompressors und der gebrochenen Feder, sowie der neuen Feder.
Übrigens: Dieses 15 cm lange Stück Metall, was zu einer Feder aufgewickelt wird, kostet Sage und Schreibe 120,-€. Ist jedoch in jedem Fall günstiger, als ein neuer Kompressor.

Drückt mir weiter die Daumen. Wenn alles wieder läuft und ich meinen Wagen wieder habe, melde ich mich erneut.

Neue Feder Bild 1
Neue Feder Bild 2
Kompressor mit gebrochener Feder

Kann zwar nicht Helfen, trotzdem wünsche ich VIEL GLÜCK!

Immerhin ist das Teil ja offensichtlich kaputt. Viel Glück das alles klappt.

@Daim180 ,
ist da eine Nase an der Feder abgebrochen oder die Feder in der Wicklung.

Foto 1+2 identisch ?

Daumendrück!!

Wer ahnt denn sowas, daß das Kompressorgetriebe (bei der hohen Drehzahl) nicht starr gekoppelt ist!?

Aber auch schade, daß man über solche offenbar "Standardfehler" kaum was liest - ist mir in den letzten 2-3 Jahren auch nicht aufgefallen, obwohl ich viel zu dem Themenbereich Kompressor/Aufladung, Kompressoröl und M271 gesucht hatte.

Da bin ich ja froh, daß ich mein Kompressor-Getriebeöl (die sogenannte Lebenszeitfüllung [100.000km nach BWLer Wunsch bei MB, *lach*]) im Rahmen meiner Arbeiten ersetzt habe.
(Es waren statt den 118-135ml [genaue Originalfüllmenge weiß ich nicht {mehr}] nur noch um ca. 20ml drin, auf jeden Fall extrem wenig.)
Der Federbruch könnte ja auch ein hitzebeteiligter Fehler sein. Die Drehzahl und Reibung ist ja recht hoch.

Besonderen Dank auch für die Fotos!!

Harry

Zitat:

@conny-r schrieb am 26. April 2016 um 17:15:51 Uhr:


@Daim180 ,
ist da eine Nase an der Feder abgebrochen oder die Feder in der Wicklung.

Foto 1+2 identisch ?

Auf Bild 3 sieht es doch so aus, als wäre die Feder mittendrin durchgebrochen.

Bild 1 und 2 sind leicht unterschiedlich: Seitenansicht und Schrägansicht.

Harry

Da fällt mir noch ein:

Hattest Du auch die Freilauufriemenscheibe Deiner LiMa gecheckt? Wenn die fest ist (typischer Fehler), ruckt der Keilrippenriemen ja deutlich stärker, was vielleicht auf die Feder geht.

Tip, falls fest: Bei MB kaufen [um 50 EUR?] (oder sonst nur bessere Qualität), ein LiMa-Riemenscheiben-Schlüssel billig kaufen und selber tauschen. (Ist sonst sicher teuer auf der MB-Rechnung.)

Harry

das ist ja schön das scheinbar der Fehler gefunden wurde, Danke für die Aufklärung 🙂

sollte ich vielleicht Lotto spielen? Mein Kompressor hat jetzt bald 200.000 runter und läuft seit 50.000km mit einer kleineren Riemenscheibe und meine Feder ist nicht gebrochen 😁

Meinen Glückwunsch, dass der Fehler gefunden wurde. Das hätte ich nicht vermutet. Konnte man die Riemenscheibe drehen, wenn man die Schaufeln festhält? Dann hätte man das doch gemerkt oder?

Zitat:

@Blackus3r schrieb am 26. April 2016 um 22:10:45 Uhr:


sollte ich vielleicht Lotto spielen? Mein Kompressor hat jetzt bald 200.000 runter und läuft seit 50.000km mit einer kleineren Riemenscheibe und meine Feder ist nicht gebrochen 😁

Man weiß ja nicht, ob seiner vielleicht schon 400 Tkm runter hat (Tachomanipulation) - das Motorgehäuse war ja entsprechend abgeranzt.

Es könnte auch schonmal ein Gebraucht-Kompressor reingekommen sein.

Zitat:

Meinen Glückwunsch, dass der Fehler gefunden wurde. Das hätte ich nicht vermutet. Konnte man die Riemenscheibe drehen, wenn man die Schaufeln festhält? Dann hätte man das doch gemerkt oder?

Ich nehme an, die Feder wird nicht das alleinige Koppelelement sein, sondern nur Anlauf-Rucke oder Stoppen abfedern. Also wird der Bruch es nicht ganz abgekoppelt haben.

Harry

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