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Hat schon wer den Innoscooter EM5000 Lithium?

Themenstarteram 19. Mai 2009 um 12:40

Nachdem es diesen E-Roller der "125er-Klasse" jetzt schon gut einen Monat zu kaufen gibt und ich die Entwicklung genau verfolge wundert es mich, dass niemand über seine Erfahrungen mit diesem Roller schreibt.

Von der Papierform her kommt das Ding ja langsam in Bereiche, wo man nicht mehr überall "im Weg herumsteht" ... soll ja rund 80 km/h laufen und mit den 40-Ah-Akkus auf ebenem Land auch 50 km bei Vollgas schaffen.

Und nachdem die 60-Ah-Akkus schon zu haben sind, hoffe ich, Anfang nächsten Jahres auf einen Roller, der die 100-km/h-Grenze knackt. Den würde ich mir dann wahrscheinlich holen, denn ich muss täglich 2x12 km auf der Autobahn fahren, da möchte ich zumindest mit den LKWs, die ja bekanntlich alle 92 km/h fahren, mithalten können.

Gibt's hier schon jemanden, der dieses oder ähnliches Gefährt fährt? Lohnt sich das Warten und Hoffen?

Beste Antwort im Thema
am 26. Mai 2009 um 18:36

2 Worte:

Nicht marktreif^^

Ich hatte mir mal vor 2 Jahren aus Spaß einen E-Scooter geholt. Alles schön und gut:

Halben Tag laden, 15min fahren und dann lässt die Leistung schon rapide nach.

Das Problem bei Elektromotoren und Batterien, Leistung hängt vom Ladezustand der Batterie ab für volle Leistung müsste die Batterie also ständig voll sein. In einigen Jahren, wenn Benzin unbezahlbar wird wird sich der E-Antrieb erst rentieren, weil mit steigenden Ölkosten(bzw. abnehmenden Reserven)

mehr Entwicklungsgeld in Alternativ-Technologien gesteckt wird.

Was mich reizen würde wäre ein Hybridroller, der von einem E-Motor angetrieben wird aber Ladestrom über einen Ottomotor erhält. Für Autos vllt auch ganz sinnvoll.

Vorallem weniger Benzinverbrauch(da der Motor nicht beschleunigt oder dergleichen, einfach nur die Lichtmaschine antreibt) und höhere Reichweite im Gegensatz zu anderen E-Motorlösungen.

Wie man das alles in einen Roller kriegen soll, weiß ich nicht, hätte ich Zeit würde ich mir bestimmt so ein Hybridbierkistenwagen basteln^^

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Zitat:

Original geschrieben von DerNippes

Diese Art von integriertem Starter-Generator wurde in den 90er Jahren intensiv entwickelt, aber aus vielerlei Gründen, vor allem zu hohen Kosten, fallen gelassen und bis heute nicht wieder aufgegriffen.

Doch, der ist sogar serienmäßig in einem 50ccm Roller in Deutschland anzutreffen: Honda Zoomer (auch Ruckus genannt). Der hat keine Lichtmaschine oder einrückenden Starter, sondern einen Startergenerator auf der Kurbelwelle.

Honda hat auch schon lange Prototypen von 50ccm Hybridrollern, nur können die den Hybrid-Aufwand bei ohnehin sparsamen Rollern (Zoomer rund 2 Liter/100km) nicht raussparen.

Zitat:

Original geschrieben von tomS

Doch, der ist sogar serienmäßig in einem 50ccm Roller in Deutschland anzutreffen: Honda Zoomer (auch Ruckus genannt). Der hat keine Lichtmaschine oder einrückenden Starter, sondern einen Startergenerator auf der Kurbelwelle.

Bei kleinen Maschinen gibt es das und gab es auch früher bei Autos, vor allem Rollermobilen, z.B. Isetta, Messerschmitt Kabinenroller, etc. bis zum NSU Prinz, soweit ich weiss. Dazu muss man sagen, dass kleine Motoren, insbesondere Zweitakter leicht zu starten sind. Besonders schwierig wirds bei größeren common rail Dieselmotoren. Da kann das zum starten benötigte Drehmoment bis über 200Nm betragen.

Nippes

Hallo nochmal,

@Tom5:

Wie Nippes schon geschrieben hatte, gab es die Startergeneratoranwendung auch bei alten Kleinstwagen schon, aber das war völlig andere "Baustelle". Es kamen noch stinknormale DC-Motoren zum Einsatz bewährt mit Mehrfachwicklungen die zu und abgeschaltet werden mußten um überhaupt die beiden Aufgaben Stromerzeugung und Starten in Einklang zu bringen. Schlimmstes Problem daran war, das entsprechend die Maschinen eben nicht verschleißfrei waren, sondern regelmäßig neue Kohlebürsten bekommen mußten, woführ dann durch die Einbaulage sehr viel aus und eingebaut werden mußte. Das war der Hauptgrund das die Technik sich nicht durchsetzen konnte...

Permanent erregte Synchronmaschinen sind prinzipiell auch nix neues, aber erst moderne Halbleiterbauelemente und auch enstsprechende Steuerchips machen diesen Maschinentyp praktisch für alles einsetzbar. Dazu sind Wirkungsgrad und Leistung extrem hoch und die Maschine kann sowohl als Motor wie auch als Generator eingesetzt werden. Das Beste aber ist, die Maschine ist praktisch verschleißfrei und vernünftige Konstruktion vorrausgesetzt hält sie ein Autoleben lang. Dadurch spielt der "versteckte" Einbauort der in den 60ern das K.O.-Kriterium der Schwungradmaschinen war nun keine Rolle mehr.

Würde mich interessieren, ob das beim Zoomer eine Drehstrommaschine ist?

@Nippes:

 

Ich hatte jetzt am Wochenende einen Lehrgang zur "Elektrofachkraft für HV-Systeme im KFZ". Dadurch kann ich jetzt sehr genau verstehen warum die 60 Volt tatsächlich den Preis sehr stark beeinflussen können. AC ist sogar ja schon 24 Volt die Grenze, was mich fragen lässt warum die Drehstromleitungen zum Motor nicht orange sind, aber besser psst...

Die 200 Nm stellen aber ja nicht wirklich ein Problem dar, für eine Schwungradmaschine, oder meinst Du ernsthaft doch?

Wobei faktisch der Sprung zum Mildhybrid dann ja wirklich kein großer mehr ist. Jedoch auch hier kommt wieder der Kleinkram. Wie bau ich die rekuperative Bremse in die Normale ein. Die Leistung vom Verbrenner muß ich elektronisch regeln können, usw....

Die Endstufe eines Drehstromreglers ist ja auch immer 4Q, da alle drei Leitungen hohes und niedriges Potential schalten müssen, trotzdem wird diese Grundfähigkeit eben weil auch der sonstige Aufwand steigern würde bei den Elektrorollern nicht genutzt.

Nochmal wegen der Batterien, da sind die hohen Spannungen auch aufwändig, darum arbeitet Toyota ja mit der abgesenkten Batteriespannung.

Parallelschalten geht grundsätzlich problemlos bei Blei und Lithium, da hier die Grundspannungen proportional zum Ladezustand sind. Bei NiMh und vor allem NiCd allerding nicht, dh. hier können u.U. die Batterien sich durch Ausgleichsströmen gegenseitig entladen.

Bei einer Reihenschaltung besteht aber immer die Gefahr das einzelne Zellen abdriften und dann entweder tiefentladen oder überladen werden. Bei Lithium darf ein bestimmter Spannungsbereich gar nicht verlassen werden und LiIon-Batterien können auch keinerlei Überladung (Auch keinen kleinen Strom) als Ausgleichsladung für schwächere Zellen aufnehmen. Das bedeutet bei Lithium muß jede Zelle in Reihe. (Bei 100 in Reihe also alle 100) einzeln auf Spannung überwacht werden und es muß für jede der Zellen ein Balance-System vorhanden sein, was entweder eine Einzel-Ladung durchführen oder Überschussenergie an einem Wiederstand verbraten kann. Ansonsten ist ein außeinanderdriften der Ladungszustände unvermeitlich. Bei NiMh benötige ich keine Balance-Wiederstände, weil diese eine Überladung mit kleinem Strom aushalten, und ich muß nicht jede einzelne Zelle überwachen. Trotzdem sollte man auch hier Stränge von vielleicht max. 10 Zellen vorsehen die jeweils für sich überwacht und durch Wartungsladungen auch wieder angeglichen werden können. So läuft es im Prius auch, und wenn man jetzt Kleinserie nimmt, ist diese Elektronik teurer wie die eigendlichen Zellen und damit der eigendliche Preistreiber der Batterien. Hier kann wirklich nur die Entwicklung eines integrierten Systems welches in Großserienproduktion vom Band läuft den Preis drücken und ich hoffe soetwas kommt bald mal.

Nette Grüße,

Thomas.

Themenstarteram 22. August 2009 um 12:29

Muss mal wieder diesen alten Fred beleben ... nachdem es jetzt schon den Nachfolger EM 6000 Lithium gibt, mit 64 V/60 Ah, und einer lt. Innoscooter "ehrlichen Reichweite von 60 km bei Vollgas von 85-90 km/h in der Ebene bei Windstille und einem normal gebauten Fahrer". Bei 70% Akkuzyklus sollen 3.000 Ladezyklen, bei 85% noch 1.500 Ladezyklen Haltbarkeit gegeben sein.

Hat wer schon mit einem dieser "gehobenen" Klasse von Elektrorollern PERSÖNLICHE Erfahrungen?

(Dass das Ganze wirtschaftlicher Unsinn ist und die Technik noch immer nicht massentauglich weiß ich.)

Themenstarteram 29. August 2009 um 19:18

Habe gestern mit dem Geschäftsführer von Innoscooter länger telefoniert, ist ein sehr feiner Kerl, muss man sagen ... ich weiß nicht, ob ich so geduldig und auskunftfreudig mit mir gewesen wäre ...

Ich versuche mal das Gehörte möglichst unverfälscht hier wiederzugeben:

Also Innoscooter EM 6000 Lithium ...

... schaut aus wie viel andere (Solar Scooter, Greenmobile etc.): Ja die Kunststoffeverkleidung ist dieselbe, die kommt aus einem Werk in China und wird auf die abenteuerlichsten Fahrgestelle gestülpt.

... wird mit "made in USA" beworben: Motor, Regler sind aus den USA, die Federgabel ist ganz anders. Vom Fahrverhalten wesentlich gutmütiger als Mitbewerber.

... was hat es mit den "6.000 Wp" auf sich -- das bedeutet doch "peak", also Spitzenleistung? Kein Radnabenmotor in dieser Baugröße kann bei voller Geschwindigkeit 6 kW leisten. Diese Leistung wird beim Anfahren und Beschleunigen aus geringen Geschwindigkeiten erbracht. Da geht das Amperemeter bis auf 140 Ampere rauf und das merkt man eben am Berg und beim Ampelstart. Bei hohen Drehzahlen ist die Gegeninduktion im Motor sehr hoch, daher bricht die maximale Leistung ein und die Unterschiede zu 3.000- oder 4.000-Watt-Modellen sind da, aber nicht groß.

... das sind aber hohe Stromstärken -- wie halten das die Akkus aus? Kein Problem, auch für längere Zeit würden die das gut verkraften. Eher der Regler, deshalb der Regler aus den USA, da sind ganz andere MOSFETs drinnen, das sieht man gleich.

... wie schnell geht das Ding denn nun wirklich, es wird auch immer wieder von arg ungenauen Tachowerten berichtet? Unsere Scooter zeigen die Geschwindigkeit ziemlich richtig, also mit den üblichen Toleranzen an. Man kann beim Modell mit 67V 60 Ah mit 90 km/h in der Ebene bei durchschnittlichem Fahrer und Windstille rechnen. Bei 2% Steigung sind es aber gleich nur mehr 80 km/h, also von Autobahn ist abzuraten. Dafür packt er auch 23% Steigung ... das ist schon was!

... was taugt das Licht, der wesentlich teurere Vectrix wurde ja so für seinschwaches 35-Watt-Birnchen geprügelt: Ist gut, das Licht ist echt gut.

... ist mit einer echten 100-km/h-Version in der nächsten Fahrzeuggeneration zu rechnen? Nein, da ist momentan mit dieser Technik das Ende der Fahnenstange erreicht. Da explodiert der Energieverbrauch, dadurch müssen die Akkus wieder größer und schwerer werden, die Reichweite sinkt, irgendwann mit 200 kg ist das auch kein Roller mehr.

... hat der Roller BMS? Ja, die neuere Version mit integriertem Batterie-Management-Sytem. Was heißt das? Dass die Batterie als Ganzes geladen wird und auf jeder Zelle sitzen vernetzte Regler, die ein Überladen jeder Zelle verhindern. Das andere System, wo bei jeder Zelle eine Anzapfung und entsprechend vielpoligem Stecker gebaut war, hat sich bei manchen Benutzungsprofilen als zu fehleranfällig herausgestellt.

... die ehrliche Reichweite bei Vollgas? Na ja, in der Ebene mit dem 60-Ah-Modell 70 km. Dann ist Schluss.

... und die Lebenerwartung der Akkus? Das kommt auf das Nutzungsprofil an. Bei 70% Entladung und anschließend kompletter Ladung bis 2.500-3.000 Zyklen, bei 80% Entladung 1.500-2.000 Zyklen. Das sind halt noch Laborergebnisse, aber auf jeden Fall ausreichend für den Normal-Anwender. Ein Extremfahrer, der 200 Tage im Jahr auf dem Roller fährt, könnte 10 Jahre lang auf jeden Fall 50 km fahren. Was wir noch nicht so genau wissen, ist das Verhalten der LiFePo-Akkus und das Thema Alterung über die Zeit, das kann man im Labor nur ungenügend beschleunigt simulieren.

... Ersatzteilversorgung? Grundsätzlich sollten alle Ersatzteile 10 Jahre lieferbar sein. Fahrwerksseitig sowieso, da gibt es keine Revolutionen, da sind dieselben teile wie bei Motorrollern verbaut. Elektronik und Motor sind aus den USA, also auf jeden Fall auch bei uns reparierbar. Die Akkus werden in 10 Jahren wohl etwas anders aussehen, als heute.

am 26. Mai 2011 um 15:52

Wir haben den EM6000ML im Sortiment und sind nach anfänglichen Schwierigkeiten nunmehr sehr zufrieden mit diesem Produkt.

So zufrieden, daß wir ihn weiterhin in unserer Modellübersicht führen werden: www.solarwerkstatt-online.de

Ich denke, wenn man die ganzen Daten ehrlich kommuniziert, spricht man doch über ein Produkt, das eine begeisternde und gangbare Alternative zu den ganzen Benzin-Rollern bildet.

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