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Hält ein PKW über 20 Jahre ?

Themenstarteram 18. April 2007 um 11:34

Lohnt es sich finanziell ein Auto über 20 Jahre am Leben zu erhalten ?

Ich weiß nicht, wie die finanzielle Situation von Euch aussieht. Ich kann und will mir nicht alle 10 Jahre ein neues Auto leisten.

Also fahre ich seit Jahren alte Autos bis das sie durchgerostet waren.

In den letzten Jahren mußte ich feststellen das Gebrauchtwagen unverhältnismäßig teuer geworden sind. Ferner sind die modernen Fahrzeuge mit ihrem hohen Anteil an Elektronik nur noch durch Fachwerkstätten zu reparieren und ob es die elektronischen ET´s noch in 15 Jahren gibt, ist eine offene Frage.

Nehmen wir mal an, ich suche mir einen Wagen aus den 80-ern oder 90-ern. Wenig Elektonik, wenig Rost.

Hat einer von Euch persönliche Erfahrung gemacht, ob ein Wagen überhaupt trotz Pflege über 15 Jahre Nutzung durchhält?

Lohnt sich das finanziell?

Mein Fahrzeug: GOLF 3 Saugdiesel, 350 TKm, alles noch i.O., Rost wird langsam ein Problem.

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18 Antworten
am 18. April 2007 um 11:40

Zitat:

Lohnt es sich finanziell ein Auto über 20 Jahre am Leben zu erhalten ?

in den seltensten Fällen lohnt es sich wenn man die Investitionen mit dem Wert des (Geld)Wagens vergleich ...

es lohnt sich aber aus anderer Sicht:

man spart sich den Ärger und den extremen Wertverlust den ein Neuwagen heutzutage mit sich bringt und man hat ein Fahrzeug dessen Technik noch relativ überschaubar ist (in deinem Fall) und an dem man viele Dinge noch selbst reparieren kann oder aber bei dem Auftragsarbeiten nicht so teuer sind weil man noch überall gescheit hinkommt und nicht erst die halbe Karre zerlegen muss wie es heutztage teilweise der Fall ist (gesparte Arbeitszeit) ...

mein Tipp:

garnicht erst zamrosten lassen sondern die Anfänge bekämpfen (!) das ist einfacher und (erheblich) billiger als eine Karosserie zu sanieren wenn sie so richtig gammelig ist ...

Rost ist, gerade beim 3er Golf das weis ich aus eigener, langjähriger Erfahrung mit diesem Modell, häufig die Ursache mangelnder Pflege und Schlurerei. Ordentliche Versiegelung und regelmäßige Kontrolle bei der auch kleinste Roststellen sofort beseitigt werden verhindert meist Schlimmeres.

Ein altes Auto braucht vor allem eines: Pflege, dann ist es oft zuverlässiger und unproblematischer als die motorisierten Computer die heutzutage verkauft werden ... und gerade dein Golf ist (wenn auch noch lange kein Oldtimer) ein Auto das bei guter Pflege sehr dankbar und extrem langlebig ist. Ich habe auf meinen Vento seinerzeit in 11 Jahren über 800.000km drauf gefahren, dann ist mir leider ein Wagen reingefahren und das war das Aus (technischer und wirtschaftlicher Totalschaden), sonst hätte ich ihn immer noch.

Rost war nie ein Thema und auch kein übermäßiger mechanischer Verschleiß. Ich habe das Auto aber auch einmal im Jahr penibelst durchgesehen, vor allem in hinsicht auf Rost und andere schleichende Probleme und aufkeimende Dinge sofort und ohne Kompromisse beseitigt. Bei Auftragsarbeiten habe ich auch immer auf 110%ige Ausführung geachtet (ich bin vor allem ein Qualitätsfanatiker) und der Wagen war bis zuletzt Checkheftgeführt und das NUR beim Vertragshändler, auch wen eine freie Werkstatt etwas billiger sein mag lege ich doch wert auf wirklich für dieses Fahrzeug geschulte Personal.

Zum Threadtitel noch eins:

Ich kenne einen alten Mann der 1954 einen Neuwagen gekauft hat, einen Käfer in einfachster Ausführung ohne Extras (nur ein Radio wurde irgendwann mal nachgerüstet). Dieses Auto fuhr er Beruflich wirklich viel und er hat es heute noch. Der Käfer war in all den Jahren sein einziges Auto und das ist er auch heute noch, ein Alltagswagen eben. Der Käfer ist sicher nicht in Topzustand, aber er ist mechanisch und karosseriemäßig in gutem Zustand und absolut zuverlässig, auch das ist das Ergebnis guter Pflege.

Sicher hat der Käfer in den Jahren mal ein paar Bleche eingeschweißt bekommen, aber bei kleinen Stellen ist das auch als Auftragsarbeit nicht so arg teuer und wenn man gewisse vorarbeiten selbst macht wird es nochmals günstiger ...

Moin,

Ja ... Autos aus den späten 80ern und frühen 90ern halten oftmals mit Leichtigkeit 20 Jahre, auch 30 Jahre sind keine Probleme. Der Punkt dabei ist nur, das viele Dinge in der Peripherie des Autos kaputtgehen können wie z.B. Wasserpumpen, Einspritzdüsen etc.pp., Dinge die auf Dauer eben verschleißen und Reparaturen unwirtschaftlich machen.

Also mein Auto ist 19 Jahre und läuift wie ein Bienchen ... man muss nur das RICHTIGE Auto finden ... das kann aber schwer werden, weil eben das Auto auch eine Vorgeschichte hat.

MFG Kester

mein Alltagsauto. Kadett E, Bj. 86, 90' km, Kaufpreis 2002: 1500.- Euro, relativ zuverlässig, G-Kat nachgerüstet (Euro1), Ersatzteile günstig, einfache Technik

Fazit: die effektivste Investition für einen Alltagswagen (12' km im Jahr), Wertverlust in 5 Jahren max. 1500.- €

Aus Umweltschutzgründen ist es immer besser, das Fahrzeug so lange zu bewegen wie möglich...aber das gehört nicht hierher

am 18. April 2007 um 13:33

Also mein 124er Kombi fährt nun schon seid 16 Jahren und 227.000km.

Der Lack steht super, ohne große Kratzer, Beulen o.ä.

Die Innenausstattung gibt sich weitgehend Makellos, Rost ist kein Thema und die Technik topfitt.

Mein 300CE hat etwas weniger gelaufen und ist nun 20 Jahre alt, der Gesamtzustand ist Tadellos.

Mein Vatter fährt nen 126er Daimler der nach 22 Jahren noch in Jahreswagenähnlichem Zustand darsteht.

 

Sicherlich fallen bei den Autos Investitionen an.

Aber das ist eine Frage der eigenen Einstellung.

Die einen reiten Autos runter bis zum geht nicht mehr, das heist, bei 150.000 sehen die schon alt aus, bei 250.000 abgewrackt und bei 350.000 fallen die auseinander.

Andere investieren regelmäßig, wie ich. Wenn ich ne Macke in ne Kunststoffverkleidung haue, dann geh ich nach DB und kaufe die neu. Das letzte Teil war n Sitzbeschlag für mein Coupe, hat gekostet 15€...

Wenn sich irgendwo Rost zeigt, wie an meinem Kombi, dann wird das ordentlich und fachgerecht in Ordnung gebracht. Ob man bei einem Auto was noch 3500 Wert ist noch mal ne Heckklappe neu lackieren lässt und dafür 500€ auf den Tisch legt, das muss man selbst entscheiden. Aus finanzielle Sicht lohnt das genau so wenig, wie nochmal 500€ unter die Haube zu stecken, oder 500€ in nen Satz neue Teppiche und Plastikkram für den Innenraum.

Gemessen am Wert des Fahrzeuges ist das natürlich schwachsinn, aber ich habe 2 Gründe dafür:

a) So bleibt er in ordentlichem Zustand und ich mag mich auf gar keinen Fall jeden Morgen in ne Mülltonne setzen.

Die aus dieser Forderung folgende Alternative zu dem was ich jetzt mache, wäre alle 5 Jahre nen neuen kaufen.

b) Ich investiere vieleicht mehr als den Fahrzeugwert, aber nur einen Bruchteil von dem, was ein neuer kosten würde.

Und ich hab schon Leute gesehen, die machen das genau so, fahren mit nem 20 Jahre alten Mercedes vor, der aussieht wie ausm Laden und wenn du sie nachem Checkheft fragst, geben sie dir das 2. und haben über 500.000km aufm Tacho.

 

Und wenn der mit 20 oder 25 Jahren doch durch ist, dann restaurier ich ihn einmal und fahr damit nochmal 400.000km und für die €€€ die man reinsteckt, kann man auch nicht wirklich nen Neuen kaufen.

Weiterhin schaffen es die neuen Autos nicht, mich -und viele andere auch- in Sachen Zuverlässigkeit, Haltbarkeit, etc. zu überzeugen.

Mein Opa hat seinen Opel übrigends aus 3. Hand mit -repariertem- Unfallschaden 1959 gekauft und 36 Jahre lang bis 1995 gefahren.

Dann war der richtig durch, ich hab ihn einmal restauriert und fahre seid dem weiter. Die letzten 30tkm verliefen ohne große Probleme....

Unwirtschaftlich ist es nicht, in ein Auto was -nach der Reparatur- 2.000€ Wert ist 3.000€ reinzustecken.

Das hängt vom Nutzwert ab.

Wenn ich das Auto für 500€ verkaufe, um für 40.000 n neues zu kaufen, DAS ist unwirtschaftlich, vor allem da davon 10.000€ beim Schlüsselrumdrehen weg sind.

Mfg, Mark

Ich fahre seit 12 Jahren einen Golf 2, Bj. 12/88 mit inzwischen 212.000 km. Von der Karosserie her rostet er kaum, allerdings ist mir kürzlich die Ölwanne durchgerostet - das ist aber nur ein 50 Euro-Teil und relativ schnell getauscht.

Und auch der TÜV-Prüfer meinte, dass ich an dem Auto noch sehr lange meine Freude haben werde.

Große Reparaturen hatte er noch nicht (Motor, Getriebe, Kupplung alles original).

Natürlich müssen hin und wieder Verschleißteile wie Zahnriemen, Wasserpumpe, Bremsschläuche, hinterer Auspufftopf etc erneuert werden. Das sind aber überschaubare Kosten, die nur einen kleinen Bruchteil des Wertverlustes eines Neuwagens ausmachen.

Der m.E. einzig ernsthafte Makel alter Autos ist die schlechtere passive Sicherheit; auf diesem Gebiet hat sich in den letzten 20 Jahren doch einiges getan.

am 18. April 2007 um 16:57

Zitat:

Der m.E. einzig ernsthafte Makel alter Autos ist die schlechtere passive Sicherheit; auf diesem Gebiet hat sich in den letzten 20 Jahren doch einiges getan.

nun, gerade da ist der 2er Golf wirklich kein leuchtendes Beispiel, leider ...

der TE mit dem 3er ist da schon (etwas) besser dran, wenn ich denke wie mein Vento nach dem Unfall aussah (war ein Vor-Facelift ohne Airbags und Gurtstraffer) wir aber alle ohne ernsthafte Verletzungen ausgestiegen sind kann ich nur immer wieder dem Schutzengel und den VW-Ingenieuren bei der Sicherheitsentwicklung danken ...

Hallöchen!

Unsere Alltagshuren sind auch schon 16 Jahre alt und haben 168 (Mazda 121) bzw. 216 tkm drauf. Bisher keine größeren Probleme, letztes Jahr wurde nur ziemlich viel Rost am Daihatsu entfernt.

Finanziell stelle ich mich mit dem im September 2002 Daihatsu besser als ein Bekannter der sich zeitgleich einen nagelneuen VW Lupo 3L gekauft hat und glaubte, damit billiger zu fahren. Bei mir belaufen sich alle Kosten zusammen (Anschaffung, Reparaturen, Wartung, Sprit, Steuern, Versicherung, Zubehör ...) in den bisher ca. 90000 km auf weniger € als bei ihm allein der Wertverlust. Das ist vor allem dafür bezeichnend, daß er sich den Lupo zum Geldsparen gekauft hat. Den Rest habe ich seinem Lupo gegeben, als ich mit meinem Mazda auch von den Spritkosten her billiger fuhr und bis heute fahre. Jetzt hat er sich einen 1985er Passat 32B gekauft.

MfG Meehster

MfG Meehster

Themenstarteram 18. April 2007 um 20:44

Vielen Dank. Ihr habt mich in meinen Gedanken bestärkt das ein Auto 20 Jahre (und länger) halten kann, ohne das die Kosten davonlaufen.

Ich möchte meinen Golf nämlich weiterhin fahren. Er ist von 1993 uns hat bisher "nur" etwas hartnäckiger Rost an den Gummistopfen des Unterboden (bekannt bei Golf 3). Mit einem Freund werde ich jetzt alle Gummistopfen erneuern, Hohlraumversigelung spritzen und Unterbodenschutzwachs auftragen. Vorher natürlich alle Rostnester entfernen.

Ich bin zu diesem Entschuß gekommen, da ich bisher keine teureren Probleme mit dem Wagen hatte.

Natürlich wurden schon Auspuff, Zahnriemen, Wasserpumpe und Kühler erneuert, aber diese Kosten im direkten Vergleich zum Wertverlust eines Neuwagens gering. Zumal man bei diesem Wagen noch viel selber erledigen kann.

Klar das die Sicherheit nicht so groß ist, wie bei einem modernen PKW. Dann müßte ich immer ein modernes Auto fahren.

finde deine entscheidung gut, wuerde ich nicht in der stadt wohnen und kein auto brauchen, wuerde ich heute noch mit dem wagen in meiner signatur die gleiche strategie verfolgen. ich wollte noch zum thema "pflege" einen link/hinweis hinzufuegen, der an die kæfer-geschichte erinnert: irv gordon fæhrt seit einigen jahrzehnten das gleiche auto, hat mittlerweile deutlich (!) ueber 3 mio kilometer auf dem tacho. alles erstaunlich problemlos - click and see: 2002 (pflegetips im zitat post scriptum), "irv-o-meter", 2005. viel glueck mit deinem golf! :)

lieb gruss

oli

p.s.:

Zitat:

Ten Tips To Help Make Your Car Last Two Million Miles - by Irv Gordon
1. Start with a car you like. "To reach two million miles, you're going to spend more than 40,000 hours driving if you average 50 mph. This means your car is going to be a home away from home. If you don't like your car, you'll never go the distance."
2. Change your oil and filter regularly. "If there is any one maintenance activity that will extend the life of your car's engine, this is it. Considering the relatively low cost of oil and filters, this is the cheapest insurance policy your car will ever have."
3. Use factory equipment parts. "Avoid using parts by independent companies -- go with factory parts. The people who built your car can afford to experiment more than you can in an effort to select the best part. Factory parts may sometimes be more expensive, but they are definitely compatible with your car. I believe in keeping my Volvo a Volvo."
4. Use one brand of oil. "Surprises are nice at birthday parties, but you don't want them under your car's hood. Using one brand of oil assures uniform quality and no surprises."
5. Spend a few minutes a week checking under the hood. "Even the most mechanically challenged car owners can look for low fluid levels or deterioration of belts and hoses. Also look to see that the battery connections are tight and corrosion free. These are the most common sources of trouble on the road."
6. Wash your car regularly. "Use a mild soap and wash your car by hand. In the winter, hose underneath the vehicle. A clean car gives you an excellent opportunity to look for small nicks and scratches, which may be touched up before rust begins to form."
7. Wax at least twice a year. "The value of waxing goes well beyond making your car look nicer than your neighbours'. It provides protection against oxidation and rust."
8. Develop a good working relationship with your dealer and mechanic. "Both are your partners over the long run. If they know you're a serious, regular customer, they'll give you the help and advice you need, as you need it."
9. Use gasoline from a high volume station. "Those old, country-store gas stations that look like relics are just that - relics. Without heavy traffic, the gasoline remains in their storage units for extended periods of time, which causes water contamination in their fuel supply due to condensation."
10. When your car makes a funny noise, listen to it. "Don't turn up the radio and hope that knocking noise goes away. If your car develops a condition, take it in and have it fixed quickly. The longer you wait, the greater potential for damage."

am 18. April 2007 um 21:16

naja, das mit den Stopfen ist ja leicht zu kurieren, da sollte man halt gerade bei den Vor-Faceliftautos ein Auge drauf haben ... einmal im Jahr auf die Bühe und mal eine ruhige Stunde unter dem Auto verbringen auf der Suche nach dem Gilb ...

@oli:

ist in dem Volvo noch der erste Motor drin ?

jepp, erster motor. wuerde sonst nicht gelten im guinness buch der rekorde... aber in 2002 bei 1,8mio meilen 18 sætze reifen. fæhrt also recht entspannt der mann. :)

lieb gruss

oli

Zitat:

Original geschrieben von speedguru

der TE mit dem 3er ist da schon (etwas) besser dran, wenn ich denke wie mein Vento nach dem Unfall aussah (war ein Vor-Facelift ohne Airbags und Gurtstraffer) wir aber alle ohne ernsthafte Verletzungen ausgestiegen sind kann ich nur immer wieder dem Schutzengel und den VW-Ingenieuren bei der Sicherheitsentwicklung danken ...

Was hat dazu geführt, dass das Dach eingedrückt war? Was draufgefallen oder doch überschlagen?

mfg Micha

am 18. April 2007 um 22:16

5facher Überschlag ...

Durch den Heckaufprall (leicht versetzt ins linke hintere Eck) hatte das linke Hinterrad schlagartig blockiert und der Wagen sich quergestellt, bei etwa 120km/h gibt das halt zwangsläuft eine "Rolle seitwärts".

das sieht ja fuerchterlich aus, unglaublich, dass es so gut gelaufen ist! :)

@micha, steht doch im text?

lieb gruss

oli

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