GT3 Facelift - Entscheidungshilfe
Hallo Leute!
Ich fahre z.Zt. einen Carrera 4S 997 (kein Facelift), aber spiele mich mit dem Gedanken auf einen GT3 Facelift umzusteigen.
Ich weiß, die Alltagstauglichkeit ist natürlich bei einem GT3 nicht mehr so gegeben wie bei einem 4S, aber ich brauch einfach mehr Druck auf der Achse ;-)
Hat jemand von euch einen GT3 (evtl. 997) und kann mir seine Erfahrungen damit schildern (z.B. fahren im Alltag). Muss man unbedingt die Schalensitze nehmen oder reichen die Sportsitze?!
Danke für eure Meinung!
LG
mrporsch
Beste Antwort im Thema
Nimm die kompromisslose Sportlichkeit denn für den Alltag gibt es genug alternativen😉.
66 Antworten
Zitat:
Original geschrieben von turbo996
Die Profis fahren in Regel Stahlbremsen . Unzerstörbar und preiswert. Da hilft das ganze Pushen des Herstellers nicht .
Der Vorteil der Keramikbremse, sie wiegt nur halb soviel ,ansonsten nada.
Gruß
Rolf
Wer hat dir denn den Schwachsinn erzählt?😁
Zitat:
Original geschrieben von bibiturbo
Da muss ich widersprechen: die PCCB hat nur Vorteile (in allen Performance-Kategorien, eigentlich). Der einzige Nachteil sind die Kosten (Anschaffung und - auch abhängig von der Bremstechnik - hoher Verschleiss auf der Rennstrecke). Stahl ist günstiger, PCCB besser. Die Abwägung ist also eine sehr subjektive.Zitat:
Original geschrieben von mrporsch
Die Keramikbremse soll wohl auch bei Nässe nicht der Renner sein. Dadurch, dass sie nie richtig warm wird, lässt auch dann der Grip nach. Angeblich 😉
In diesem Artikel steht eindeutig, dass die Bremsen ein verzögertes Ansprechverhalten bei Nässe haben:
http://auto.freenet.de/tests/technik/keramikbremsen-aus-sand-gebaut_66296_61458.html
Zitat:
Original geschrieben von mrporsch
In diesem Artikel steht eindeutig, dass die Bremsen ein verzögertes Ansprechverhalten bei Nässe haben:Zitat:
Original geschrieben von bibiturbo
Da muss ich widersprechen: die PCCB hat nur Vorteile (in allen Performance-Kategorien, eigentlich). Der einzige Nachteil sind die Kosten (Anschaffung und - auch abhängig von der Bremstechnik - hoher Verschleiss auf der Rennstrecke). Stahl ist günstiger, PCCB besser. Die Abwägung ist also eine sehr subjektive.
http://auto.freenet.de/tests/technik/keramikbremsen-aus-sand-gebaut_66296_61458.html
Ich kann Dir nur sagen, dass die PCCB an meinem GT2 (also letzter Produktionsstand) kein verzögertes Ansprechverhalten bei Nässe hat. Bei dem 997TT meines Bekannten auch nicht.
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Zitat:
Original geschrieben von mrporsch
In diesem Artikel steht eindeutig, dass die Bremsen ein verzögertes Ansprechverhalten bei Nässe haben:Zitat:
Original geschrieben von bibiturbo
Da muss ich widersprechen: die PCCB hat nur Vorteile (in allen Performance-Kategorien, eigentlich). Der einzige Nachteil sind die Kosten (Anschaffung und - auch abhängig von der Bremstechnik - hoher Verschleiss auf der Rennstrecke). Stahl ist günstiger, PCCB besser. Die Abwägung ist also eine sehr subjektive.
http://auto.freenet.de/tests/technik/keramikbremsen-aus-sand-gebaut_66296_61458.html
Der Link, den Du zitierst, ist übrigens ca. 3 Jahre alt. Kein Wunder, dass die Infos dort veraltet sind.
Zitat:
Original geschrieben von bibiturbo
Der Link, den Du zitierst, ist übrigens ca. 3 Jahre alt. Kein Wunder, dass die Infos dort veraltet sind.Zitat:
Original geschrieben von mrporsch
In diesem Artikel steht eindeutig, dass die Bremsen ein verzögertes Ansprechverhalten bei Nässe haben:
http://auto.freenet.de/tests/technik/keramikbremsen-aus-sand-gebaut_66296_61458.html
Naja, die Bremse hat sich seit dem nicht verändert...
Aber egal, ich habe das eben gelesen und dann zitiert. Sollte ich dir zu Nahe gekommen sein, tut es mir Leid.
Ich werde an die Redakteure der Auto-Motor-Sport (von denen dieser Artikel im Übrigen stammt), eine kurze E-Mail schreiben, dass sie keine Ahnung von Autos haben 😉
Schönen Abend
@bibiturbo:
Wie ich gerade gelesen habe, ist das Keramik-Thema für dich ein rotes Tuch 🙂
Also, zu deiner Beruhigung: Die PCCB ist wirklich super gut! Keine Frage, die Bremse ist der "normalen" Bremsanlage überlegen (jammern auf hohen Niveau!). Mir ist sie es aber definitiv nicht wert, da mir die "normale" Bremsanlage für den Alltag genügend Sicherheit verspricht.
LG
Zitat:
Original geschrieben von mrporsch
@bibiturbo:Wie ich gerade gelesen habe, ist das Keramik-Thema für dich ein rotes Tuch 🙂
Also, zu deiner Beruhigung: Die PCCB ist wirklich super gut! Keine Frage, die Bremse ist der "normalen" Bremsanlage überlegen (jammern auf hohen Niveau!). Mir ist sie es aber definitiv nicht wert, da mir die "normale" Bremsanlage für den Alltag genügend Sicherheit verspricht.
LG
Sicherheit bietet die normale Stahlbremse natürlich mehr als genügend. Sonst würde Porsche sie sicherlich nicht im GT3 anbieten.
Da ich fast alle Porsche-Modelle mit verschiedenen Bremsen auf der Rennstrecke gefahren habe (den 997GT3RS kenne ich z.B. - auch im Regen - sowohl mit CCB als auch mit Stahlanlage) habe ich schon eine recht fundierte Meinung zu dem Thema. Ausserdem habe ich mit dem GT2 in den letzten Monaten auch schon wieder 20.000km abgespult - überwiegend bei winterlichem Wetter...
Auf dieser Basis ist mein Fazit klar: objektiv bietet die PCCB einen Mehrwert. Ob dieser Mehrwert den Mehrpreis wert ist, ist natürlich jeweils abzuwägen.
Die Nässe-Empfindlichkeit von Keramikanlagen hat sich meiner Einschätzung nach mit den Jahren immer weiter vermindert. Z.B. ist bei meinem Audi A8 (ca. 2,5 Jahre alt) die CCB sehr nässeempfindlich (d.h. sehr lästige Ansprechverzögerung bei starkem Regen). Der S8 von meinem Bekannten (aktuelle Produktion) hat das Problem kaum noch. Die Technik bleibt eben nicht stehen.
P.S.: Wieso soll das "Keramik-Thema" für mich ein rotes Tuch sein???
Hmm...ich hörte bis jetzt immer nur, dass die PCCB nicht im Rennsport verwendet werden würde bzw. dafür nicht geeignet wäre.
Stattdessen greift man dort auf Stahlbremsen zurück. Ist an dem Gerücht was dran oder ist das schlichtweg falsch?
Wenn was dran wäre, müsste das doch einen Grund haben?
Zitat:
Original geschrieben von Wolfman34
Hmm...ich hörte bis jetzt immer nur, dass die PCCB nicht im Rennsport verwendet werden würde bzw. dafür nicht geeignet wäre.
Stattdessen greift man dort auf Stahlbremsen zurück. Ist an dem Gerücht was dran oder ist das schlichtweg falsch?Wenn was dran wäre, müsste das doch einen Grund haben?
Der Grund sind vor allem die Wartungskosten. PCCB hat im Rundstreckeneinsatz zwei wesentliche Probleme:
- Ein Abflug ins Kiesbett führt schnell dazu, dass ein Steinchen die CCB-Scheibe beschädigt, die muss dann aus Sicherheitsgründen beidseitig (auf der betroffenen Achse) getauscht werden. Geht schnell auf Euro 9.000 pro Achse.
- Bei regelmäßigem Bremsen im ABS-Regelbereich (und auch durch intensiven Einsatz der TC - die vor allem die HA belastet) ist der Scheibenverschleiss sehr hoch. Dieses Problem hängt allerdings (großteils) von der Bremstechnik ab, also der Frage, ob es gelingt, den Regelbereich zu meiden. Die Scheiben halten zwar immer noch wesentlich länger als Stahlscheiben - der Preisnachteil beim Ersatzteil ist aber so groß, dass die Stahlanlage insgesamt deutlich wirtschaftlicher ist.
Das sind die Hauptgründe, die im Hardcore-Einsatz gegebn PCCB sprechen. Zudem wird bei den Cup-Autos ohnehin eine gegenüber der GT3-Serie nochmals deutlich verstärkte Version der Stahlanlage gefahren.
Zitat:
Original geschrieben von bibiturbo
Der Grund sind vor allem die Wartungskosten. PCCB hat im Rundstreckeneinsatz zwei wesentliche Probleme:Zitat:
Original geschrieben von Wolfman34
Hmm...ich hörte bis jetzt immer nur, dass die PCCB nicht im Rennsport verwendet werden würde bzw. dafür nicht geeignet wäre.
Stattdessen greift man dort auf Stahlbremsen zurück. Ist an dem Gerücht was dran oder ist das schlichtweg falsch?Wenn was dran wäre, müsste das doch einen Grund haben?
- Ein Abflug ins Kiesbett führt schnell dazu, dass ein Steinchen die CCB-Scheibe beschädigt, die muss dann aus Sicherheitsgründen beidseitig (auf der betroffenen Achse) getauscht werden. Geht schnell auf Euro 9.000 pro Achse.
- Bei regelmäßigem Bremsen im ABS-Regelbereich (und auch durch intensiven Einsatz der TC - die vor allem die HA belastet) ist der Scheibenverschleiss sehr hoch. Dieses Problem hängt allerdings (großteils) von der Bremstechnik ab, also der Frage, ob es gelingt, den Regelbereich zu meiden.Das sind die Hauptgründe, die im Hardcore-Einsatz gegebn PCCB sprechen. Zudem wird bei den Cup-Autos ohnehin eine gegenüber der GT3-Serie nochmals deutlich verstärkte Version der Stahlanlage gefahren.
Gut. Hab ich verstanden.
Daraus resümiere ich, dass eine Stahlbremsanlage letztenendes im sportlichen Dauerbetrieb besser geeignet ist. Was auf den Sportbetrieb gut ist, kann doch im Alltagsbetrieb nicht schlecht sein, oder?
Wofür also ist die PCCB also gut, außer dass sie so ne Art Statussymbol darstellt?
Zitat:
Original geschrieben von Wolfman34
Wofür also ist die PCCB also gut, außer dass sie so ne Art Statussymbol darstellt?
huhu,
das weißt du wenn du mal mit einer gebremst hast. hört sich doof an, ist aber so.
hatte mal mit einem kollegen die autos getauscht, hatte seinerzeit einen GT3 MK1 mit arme leute bremse, er einen GT2 mit der von rosenthal. nach rücktausch der autos und rückfahrt auf der BAB wäre ich um ein haar beinahe hinten in einen LKW reingefahren da ich im kopf noch die verzögerung der GT2 anlage hatte - die GT3 stahlbremse trotz pagid gelb aber DEUTLICH schwächer verzögert hat. der unterschied ist ENORM, nicht nur ein bischen besser. das ist natürlich nur ein aspekt - der mit den kosten und der mit der bruchanfäligkeit ein anderer. Und ob man es braucht, wieder ein anderer.
Zitat:
Original geschrieben von Wolfman34
Gut. Hab ich verstanden.Zitat:
Original geschrieben von bibiturbo
Der Grund sind vor allem die Wartungskosten. PCCB hat im Rundstreckeneinsatz zwei wesentliche Probleme:
- Ein Abflug ins Kiesbett führt schnell dazu, dass ein Steinchen die CCB-Scheibe beschädigt, die muss dann aus Sicherheitsgründen beidseitig (auf der betroffenen Achse) getauscht werden. Geht schnell auf Euro 9.000 pro Achse.
- Bei regelmäßigem Bremsen im ABS-Regelbereich (und auch durch intensiven Einsatz der TC - die vor allem die HA belastet) ist der Scheibenverschleiss sehr hoch. Dieses Problem hängt allerdings (großteils) von der Bremstechnik ab, also der Frage, ob es gelingt, den Regelbereich zu meiden.Das sind die Hauptgründe, die im Hardcore-Einsatz gegebn PCCB sprechen. Zudem wird bei den Cup-Autos ohnehin eine gegenüber der GT3-Serie nochmals deutlich verstärkte Version der Stahlanlage gefahren.
Daraus resümiere ich, dass eine Stahlbremsanlage letztenendes im sportlichen Dauerbetrieb besser geeignet ist. Was auf den Sportbetrieb gut ist, kann doch im Alltagsbetrieb nicht schlecht sein, oder?
Wofür also ist die PCCB also gut, außer dass sie so ne Art Statussymbol darstellt?
Sehe ich nicht ganz so: im Alltag fährst Du erstens nicht seitwärts ins Kiesbett und zweitens bremst Du kaum im ABS-Regelbereich... Bei normalem Strasseneinsatz halten die Scheiben ewig (>200.000km). Selbst bei einer 2t-Limousine wie dem A8 sehen die Scheiben nach 100.000km aus wie neu. Und das trotz kräftigen Bremseinsatzes...
Zitat:
Original geschrieben von Dig555
huhu,Zitat:
Original geschrieben von Wolfman34
Wofür also ist die PCCB also gut, außer dass sie so ne Art Statussymbol darstellt?das weißt du wenn du mal mit einer gebremst hast. hört sich doof an, ist aber so.
hatte mal mit einem kollegen die autos getauscht, hatte seinerzeit einen GT3 MK1 mit arme leute bremse, er einen GT2 mit der von rosenthal. nach rücktausch der autos und rückfahrt auf der BAB wäre ich um ein haar beinahe hinten in einen LKW reingefahren da ich im kopf noch die verzögerung der GT2 anlage hatte - die GT3 stahlbremse trotz pagid gelb aber DEUTLICH schwächer verzögert hat. der unterschied ist ENORM, nicht nur ein bischen besser. das ist natürlich nur ein aspekt - der mit den kosten und der mit der bruchanfäligkeit ein anderer. Und ob man es braucht, wieder ein anderer.
Genau so ist es. Probieren geht über studieren...
Ok, geht auch rein. Keramik verzögert besser bzw. packt deutlich besser zu. Gewichtsersparnis ist auch nicht unerheblich.
Dann bleibt wirklich nur noch die Frage, die jeder einzelene für sich selbst beantworten kann und auch muss. Ob er es wirklich braucht und ob es ihm den Mehrpreis wert ist.