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Grauer Lappen / US-Fuehrerschein, deutsches Auto

Themenstarteram 19. November 2010 um 21:50

Ich hab hier auch mal ein paar Fragen:

Ich lebe seit Jahren in den USA und hab demzufolge auch einen US-Fuehrerschein und noch den grauen Lappen (war laenger nicht mehr in D zum Umtausch auf den Kreditkartenfuehrerschein). Demnaechst werde ich in D zu Besuch sein und werde leihweise den BMW meines Bruders fahren.

Die Fragen:

Ist der 'graue' in D ueberhaupt noch gueltig?

Darf ich mit meinem kalifornischen Fuehrerschein einen in D zugelassenen Privatwagen fahren? Ich weiss dass es beim Mietwagen erlaubt ist aber will sichergehen dass das keine Sonderregelung ist.

Ich werde auch die Gelegenheit nutzen, meinen Fuehrerschein umzutauschen und haette gerne die Klasse A eingetragen. In Kalifornien hab ich M1 (Motorraeder ueber 125ccm) und ich hab gehoert dass man wenn man laenger als 1 Jahr in den USA gelebt hat den US-Fuehrerschein umschreiben kann. Hat damit jemand praktische Erfahrung? Was muss ich mitbringen zum Nachweis dass ich in den USA lebe?

Vielen Dank und Gruesse aus Kalifornien

Christian

Beste Antwort im Thema

Zitat:

Original geschrieben von starfishy

Ist der 'graue' in D ueberhaupt noch gueltig?

Ja.

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Zitat:

Original geschrieben von Drahkke

Zitat:

Original geschrieben von cupidus

Eine Umschreibung eines ausländischen Führerscheins in einen deutschen ist nur bei gleichzeitiger "Begründung eines Wohnsitzes" möglich.

Die deutsche Staatsbürgerschaft reicht da definitiv nicht aus?

Laut den Angaben auf der ADAC-Webseite nicht.

Laut Fahrerlaubnisverordnung stimmt das auch, wenn Du magst, kannst Du die relevanten Paragraphen hier lesen.

Da der Themenersteller aber eh aufs Amt will, um den praktischeren EU-Führerschein zu erwerben, würde ich einfach mal zu etwas Lockerheit raten, auf dem Amt den US-Führerschein vorlegen und fragen, ob man das umschreibt. Mehr als "nein" sagen können die auf dem Amt ja nicht.

(Nur als Anekdote: Bei der Anmeldung meines Motorrads wollte ich, dass ein Rechtschreibfehler in den Papieren korrigiert wird, statt "Devil" stand da "Devio" drin. Bei den Vorbesitzern (Bayern und Ba-Wü) wurde immer ein Gutachten und alle anderen möglichen Papiere verlangt. Bei mir (NRW) O-Ton der Dame vom Amt: "Och, wissen Sie, ich trage Ihnen hier alles ein, was Sie wollen - ist in einer Kontrolle dann Ihr Problem, wenn das nicht stimmt...")

Zitat:

Original geschrieben von MvM

In den beschriebenen Fall ist sogar eine doppelte Fahrerlaubnis vorhanden, weil der deutsche und der amerikanische Führerschein gültig ist.

Was allerdings interessant währe... in den USA darf man ab 16 schon Auto fahren... Dürfte ein 16 jähriger amerikaner mit amerikanischen Füherschein in deutschland auto fahren?:confused:

Nein, eigentlich nicht. Ein Freund von mir hat in Florida seinen Führerschein gemacht und hat jetzt in Deutschland in komplett neu machen müssen.

Ist vieleicht ganz gut so, weil das hier etwas.... komplexer ist (allein von der Theorie, Vorschriften usw.)

Zitat:

Original geschrieben von Felyxorez

Ein Freund von mir hat in Florida seinen Führerschein gemacht und hat jetzt in Deutschland in komplett neu machen müssen.

Ja, das stimmt. Unter Umständen (kommt auf den US-Bundesstaat an) kann man den Schein umschreiben lassen, oder man muss eine Fahrprüfung machen. Wenn man aber zu jung ist, um einen deutschen Führerschein zu erwerben, hat man Pech:

Während der Übergangszeit von sechs Monaten laut FEV darf man mit US-Schein in Deutschland Autos führen, auch mit 16. Es gilt in dieser Zeit der US-Schein und der erlaubt Fahren mit 16. Nach den sechs Monaten gilt er aber nicht mehr. Leider muss man aber in diesen sechs Monaten den Führerschein umschreiben lassen. Danach steht man ohne gültige Fahrerlaubnis da, kann aber den US-Schein später auch nicht mehr umschreiben lassen, also muss der Führerschein komplett neu gemacht werden.

US-Führerschein für Schüler mit Auslandsjahr lohnt sich also nur, wenn man mit 17 1/2 oder älter zurückkommt, dann ist das schlimmste, was passieren kann, eine praktische Prüfung.

Zitat:

Original geschrieben von cupidus

Leider muss man aber in diesen sechs Monaten den Führerschein umschreiben lassen. Danach steht man ohne gültige Fahrerlaubnis da, kann aber den US-Schein später auch nicht mehr umschreiben lassen, also muss der Führerschein komplett neu gemacht werden.

Das stimmt nicht. Der US-Führerschein kann auch noch Jahre später umgeschrieben werden, je nach Staat mit oder ohne Prüfung. Der 16-Jährige, der mit einem gültigen US-Führerschein nach Deutschland kommt, darf also erst mal 6 Monate lang hier fahren, später kann er mit 18 Jahren den Führerschein umschreiben lassen (oder schon mit 17 im Rahmen des begleiteten Fahren).

Themenstarteram 20. November 2010 um 22:26

Zum Niveau der Fuehrerscheinpruefungen hier:

Die Auto-Pruefung war Theorie (primitiver Kreuzerltest, Vorbereitung unnoetig) und Praxis, ~15 Minuten, nur Stadtverkehr, kein Einparken, aber drei-Zug-Wenden in einer Seitenstrasse und 20m Rueckwaertsfahren. Der Pruefer war fasziniert davon dass ich mit dem Schaltgetriebe umgehen konnte.

Die 16-jaehrige, die vor mir dran war ist zum zweiten Mal durchgefallen - wegen desselben Fehlers . Am Ende der Durchfahrt beim DMV, wo die Pruefung beginnt, ist ein Stopschild. Da hat sie nicht angehalten. Die Pruefung war also beide Male nach ~5m beendet. Da kann man echt nur noch mit dem Kopf schuetteln.

Die regulaere Motorradpruefung hab ich gleich gar keine gemacht, obwohl ich vorher nicht Motorrad fahren konnte. Ersatzweise kann man naemlich auch einen MSF-Kurs machen, einen Vormittag auf nem Parkplatz mit einer Honda Shadow, ein paar Pylonen, Kreis und Achter fahren, bremsen, schalten, nie schneller als 15mph und eine kleine Abschluss'pruefung'. Mit dem Wisch vom DMV hab ich M1 eingetragen bekommen. Das Fahren hab ich mir danach selbst beigebracht.

Nur zum Vergleich, der Pilotenschein (auch Kalifornien): Mindestens 40 Flugstunden, davon ungefaehr die Haelfte mit Instructor. Die meisten brauchen mehr. Die Pruefung besteht aus einer schriftlichen mit (WIMRE) 100 Fragen, Computerisiert, aber durchaus anspruchsvoll. Ohne Vorbereitung geht da nichts.

Dann oral, das heisst der Pruefer hat das Recht, den Pruefling bis zu 2 Stunden lang muendlich auszuquetschen, mit Flugplanung und allem drum und dran.

Und zuletzt der Pruefungsflug, bei dem jedes einzelne Maneuver im Pruefungskatalog geprueft wird und beim ersten Mal klappen muss, wenn nicht faellt man durch, bekommt aber bei einer erneuten Pruefung die schon gezeigten Maneuver angerechnet. Ich war nach den 110 Minuten ziemlich geschafft, aber gluecklich, weil ich beim ersten Mal bestanden hab.

Wenn die Kalifornier die Auto-Ausbildung nur halb so ernst nehmen wuerden, haetten wir viel nicht 80% Totalversager auf der Strasse.

Christian

Zitat:

Original geschrieben von Florian333

Das stimmt nicht. Der US-Führerschein kann auch noch Jahre später umgeschrieben werden

Ja, ich war unpräzise, da ich eine weitere Regelung gar nicht berücksichtig hatte.

"Auch noch Jahre später" stimmt aber auch nicht. Mit der ausländischen Fahrerlaubnis darf in Deutschland bis zu sechs Monate gefahren werden. Auf Antrag kann diese Frist um weitere sechs Monate verlängert werden.

Für die Umschreibung in eine deutsche Fahrerlaubnis gilt aber eine Frist von drei Jahren. Nur innerhalb dieser ersten drei Jahre kann die ausländische Fahrerlaubnis umgeschrieben werden. Danach nicht mehr, siehe die Ausführungen des Straßenverkehrsamts des Rhein-Kreises Neuss .

Voraussetzung ist aber nach wie vor die Begründung eines Wohnsitzes in Deutschland. Bei der Umschreibung wird in Deutschland auch der ausländische Führerschein eingezogen. Ob letzteres wirklich sinnvoll ist, ist eine andere Frage.

Weil der Beitrag "Fahren ohne Führerschein" dicht ist schreibe ich es mal hier rein, weils zu diesem thema passt.

(Amerikanischer Führerschein 16 jähriger vom schüleraustausch)

Zitat:

Original geschrieben von notting

Ich habe nicht von 16jährigen Amerikanern geredet, sondern von 16jährigen Deutschen, die in den USA ihren FS gemacht haben! (Schüleraustausch)

notting

Die amerikanischen Schüleraustausch Führerscheine sind hier nicht gültig, weil einige Grundvoraussetzungen fehlen.

Es gibt aber die Möglichkeit sie umschreiben zu lassen.

Das klappt aber erst ab dem 18ten Jebensjahr.

(Vielleicht auch schon ab 17 mit begleitetem Fahren)

Ob eine teoreitsche und/oder praktische Prüfung, oder nur ein Sehtest abgelegt werden muss hängt von dem Staat ab, der den Füherschein ausgestellt hat.

Die Grundvoraussetzungen sehen anders aus, wenn man einen festen Hauptwohnsitz hatte. Beim Schüleraustausch bleibt der Hauptwohnsitz in Deutschland.

Zitat:

Original geschrieben von cupidus

"Auch noch Jahre später" stimmt aber auch nicht.

Doch, das stimmt.

Zitat:

Original geschrieben von cupidus

Für die Umschreibung in eine deutsche Fahrerlaubnis gilt aber eine Frist von drei Jahren. Nur innerhalb dieser ersten drei Jahre kann die ausländische Fahrerlaubnis umgeschrieben werden. Danach nicht mehr, siehe die Ausführungen des Straßenverkehrsamts des Rhein-Kreises Neuss .

Die 3-Jahres-Frist ist schon vor längerer Zeit außer Kraft getreten. Die Informationen auf der Website des Rhein-Kreises Neuss sind insofern falsch bzw. veraltet.

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