Gelten die 1,50m Abstand zu Fahrrädern nur einseitig?

Beim Überholen von Fahrrädern halte ich mich immer an die 1,50m Abstand, umgekehrt scheint das aber nicht so wichtig genommen zu werden.

Wozu schere ich beim Überholen in die Gegenspur aus, wenn das Fahrrad dann an der nächsten Ampel mit 3cm Abstand in der Fahrradspur (die recht schmal ist) rechts an mir vorbeizieht? Gilt da die 1,50m-Regel nicht, oder muss ich auch zu einer leeren Fahrradspur 1,50m Abstand halten, für den Fall dass mal ein Radfahrer auftaucht? 😁

191 Antworten

Das artet in einen Kampf der Weltanschauungen aus. Und bei einigen tritt deutlich die Infragestellung der Verordnungen hervor. Wir brauchen aber die StVO nicht zu hinterfragen. Manches dort passt mir auch nicht, aber das ist eben ein Kompromiss. Und dass Schwächere geschützt werden, ist nun mal eine Aufgabe des Staates. Dass die Vergehen gewisser Teile des Individualverkehrs praktisch nicht sanktioniert werden, so what. Da müsst ihr eben Druck auf eure Gemeinde ausüben, da sitzen die Ordnungsämter. Das kann auch darüber gehen, dass man bei den Fraktionen im Gemeinderat vorstellig wird. Die haben nämlich Sprechstunden. Da geht man hin und trägt sein Anliegen sachlich vor. Wenn das genügend Leute tun, dann kommt die Stadtverwaltung unter Druck.

Die falsche Art ist es, hupend durch die Gegend zufahren, Straßen zu blockieren, Fratzen zu reißen und Leute direkt zu bedrohen, wie ich es in Frankreich erlebt habe.

Zitat:

@Diedicke1300 schrieb am 23. Juli 2024 um 06:36:51 Uhr:


... wieder der kollektive Zusammenschluss verzweifelter Autofahrer die in der Vergangenheit hängen geblieben sind, die versuchen die Hoheit über die Straße, die ihnen genommen wurde, wieder zurück zu gewinnen. ...

Was für ein krasser Unsinn. Wieso muss jedes Thema mit polarisierten Kampfansagen unterfüttert werden?

Gegenseitige (!) Rücksichtnahme ist gefragt, nicht dieses andauernde "jetzt-endlich-alles-meins".

Zitat:

@Blubber-AWD schrieb am 23. Juli 2024 um 07:55:43 Uhr:


Gegenseitige (!) Rücksichtnahme ist gefragt, nicht dieses andauernde "jetzt-endlich-alles-meins".

Irgendwie doof wenn man den Post nicht versteht, nicht bis zu Ende ließt oder bewusst nur unvollständig zitiert. Vllt. ließt du ihn ja noch mal und suchst nach den Stichworten „Kooperation „ und „Akzeptanz“. Wo ist hier die „Kampfansage“ ? Ich sehe das eher als Friedensangebot.

Genau das vermisse ich in einigen Posts hier nämlich.

Ich weiß Du pochst auf Gegenseitigkeit. Aber da ticke ich anders. Wenn sich viele wie Ärsche benehmen muss ich das nicht auch tun. Und wenn mich VT XY ärgert muss ich das nicht an VT AB weiter geben, das sind unter Umständen genau die falschen. Denn so und nicht anders entsteht das schlechte Klima auf der Straße.

Es geht nicht um das "wie-ein-Arsch-Benehmen", sondern um das genaue Gegenteil. Wann begreifst DU DAS endlich?

Das "schlechte Klima auf den Straßen" entsteht vielmehr durch die, die auf ihrem (teils nur vermeintlichen?) Recht beharren und dieses um jeden Preis durchsetzen wollen.

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[Unnötiges Vollzitat von MOTOR-TALK entfernt.]

Ich verstehe nur, das viele mit Radlern ein Problem haben und zwar deswegen, weil Radler auch Rechte haben, dessen Beachtung selbst einschränkt.

Das schlechte Klima entsteht aus Unkenntnis vieler Autofahrer, wie hier in diesem Fall.

Der Radfahrer hat sich absolut korrekt verhalten und fuhr auf dem Radstreifen nach Aussage des TE.
Und der TE hat diesen Thread eröffnet in dem Glauben, der Radfahrer dürfe dies nicht, nämlich so knapp an ihm vorbei fahren.

Diese Annahme ist erwiesenermaßen FALSCH. Thread kann geschlossen werden.

Zitat:

@Diedicke1300 schrieb am 23. Juli 2024 um 08:28:06 Uhr:


[Unnötiges Vollzitat von MOTOR-TALK entfernt.]

Ich verstehe nur, das viele mit Radlern ein Problem haben und zwar deswegen, weil Radler auch Rechte haben, dessen Beachtung selbst einschränkt.

Am besten das Problem mal bei einem selber suchen. Damit wären 90% der Posts hier überflüssig.

Man bin ich froh, dass ich hier anscheinend unter einer Kuppel wohne und nicht bei euch in der Gegend.
Ich kann die Erfahrungen sowohl als Auto Vielfahrer als auch als Fahrrad- und eScooter- Fahrer überhaupt nicht teilen. Ich habe zu 99% das Gefühl, dass andere Verkehrsteilnehmer relativ rücksichtsvoll unterwegs sind und mich nicht unnötig gefährden. Und dabei stört es mich selbst als Rad- und eScooter- Fahrer nicht einmal, wenn der Sicherheitsabstand unterschritten wird.

Hin und wieder gibt es mal jemanden, der beim Überholen vielleicht nur `nen Meter einhält - aber das stört mich innerorts persönlich wie gesagt überhaupt nicht (so lange es kein 40 Tonner ist).

Und hier noch ein Geheimtipp: Wenn ich mit dem Rad oder eScooter unterwegs bin und sich hinter mir einige Fahrzeuge ansammeln und die Strecke noch eine Zeit lang eng bleibt, so kann es auch mal eine gute Idee sein kurz die Straße freizugeben, es findet sich mit den schmalen Fahrzeugen fast immer eine gute Möglichkeit mal kurz ranzufahren.

Zitat:

@Holger-TDI schrieb am 23. Juli 2024 um 08:41:10 Uhr:



Am besten das Problem mal bei einem selber suchen. Damit wären 90% der Posts hier überflüssig.

Du sprichst sicherlich von Posts in diesem Format:

Zitat:

Zugegeben, wenn es keinen Radstreifen gibt, halte ich mit dem Auto an Ampeln ganz rechts. Die mühsam überholten Radfahrer habe ich sonst gleich wieder vor mir. Schlaue Hintermänner halten dann versetzt, so dass Radler auch links nicht vorbeikommen.

Ihr gebt aber auch keine Ruhe...

Man muss sich ja auch mal fragen und eingestehen, warum man mit welchem Verkehrsmittel fährt. Haben Radfahrer alle den Umweltgedanken, den Fitnessgedanken, den Kostengedanken oder besitzen sie einfach kein Auto?
Für mich ist das Fahrrad ein reines Schönwetterfahrzeug mit dem ich bei schönem Wetter durchaus auch zur Arbeit fahre (ist ja nicht so weit).
Mit dem Auto fahre ich weil ich damit unabhängig von Fahrplänen ohne körperliche Anstrengung eine recht hohe Geschwindigkeit erreichen kann.
Jetzt fährt vor mir ein Radfahrer, den ich gefühlt längere Zeit wegen nicht einhaltbarem Seitenabstand nicht überholen kann/darf. Wenn dann endlich die Chance da ist, möchte ich denselben oder die selben Radfahrer an der nächsten Ampel nicht so gerne wieder vor mir haben und im weiteren Verlauf der Fahrt dann wieder gefühlt ewig auf eine Überholmöglichkeit warten müssen.

Ich bin in einer 50.000 Einwohner Kleinstadt in Niedersachsen an der niederländischen Grenze aufgewachsen. Dort war auch in den Achtzigern das Fahrrad ein beliebtes Verkehrsmittel und wir fuhren damit als Kinder und Jugendliche ohne Helikoptereltern zur Schule, zu Freunden, zum feiern usw. Und das funktionierte ohne das ganze "Radfahrer brauchen mehr Rechte und mehr Platz und Schutz", wir fuhren selbstverständlich auf den heute von vielen Radlern unzumutbaren Radwegen neben dem Burgersteig, wenn kein Radweg da war fuhren wir rechts und gaben den Autos ausreichend Raum zum überholen. Auto- und Radfahrer haben sich gegenseitig respektiert und akzeptiert und in meiner Erinnerung deutlich besser als heute durch die ganzen politischen Entscheidungen pro Radfahrer. Eine 50k Stadt ist zwar nicht unbedingt mit einer Großstadt wie Berlin oder Hamburg zu vergleichen aber ich gehe schon davon aus, dass der Auto-Radfahrer Konflikt durch die ganzen politischen Entscheidungen verschärft würde. Oder es gibt heute dank Internet und MT einfach nur einfachere Möglichkeiten, sich darüber aufzuregen und zu meckern.

Zitat:

@Blubber-AWD schrieb am 23. Juli 2024 um 09:11:58 Uhr:


Ihr gebt aber auch keine Ruhe...

Was ist für dich Ruhe ? Leises Nicken zu deiner Meinung ?

Nein, Aufhören mit der elenden Stichelei.

Im Übrigen stimme ich @PHIRAOS zu.

Ausserorts soll man sogar 2m Abstand halten.
Kann ja jeder mal selbst mit dem Rad ausprobieren auf einer Streck wo 100 gefahren werden darf sich mt geringem Anbstand überholen lassen. Daher meide ich mit dem Rad solche typischen Straßen.
Kann ja jeder auch mal als Pannenfahrzeug auf der Autobahn ausprobieren(viel Spaß dabei), da gib es Autos die fahren am Pannenstreifen weiterhin eng vorbei und andere die prüfen zumindest ob sie einen größeren Bogen machen können.

Wie gesagt, es ist viel geschwindigkeitsabhängig darum gibts auch zu "überholenden" Fahrrädern nichts weil die Differenzgeschwindigkeit recht gering ist und damit auch das Gefahrenpotential.

Zitat:

@Blubber-AWD schrieb am 23. Juli 2024 um 09:31:11 Uhr:


Nein, Aufhören mit der elenden Stichelei.

Im Übrigen stimme ich @PHIRAOS zu.

Ich habe nicht gestichelt, es war die Gegenfrage auf einen Post der dem Tenor entspricht den ich hier lese.

Ich stimme ihm übrigens nicht zu, da man die 80er Jahre nicht mit heute vergleichen kann, würdest du bestimmt auch nicht wenn dieser Vergleich gegen deine Meinung laufen würde.

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