Gelten die 1,50m Abstand zu Fahrrädern nur einseitig?

Beim Überholen von Fahrrädern halte ich mich immer an die 1,50m Abstand, umgekehrt scheint das aber nicht so wichtig genommen zu werden.

Wozu schere ich beim Überholen in die Gegenspur aus, wenn das Fahrrad dann an der nächsten Ampel mit 3cm Abstand in der Fahrradspur (die recht schmal ist) rechts an mir vorbeizieht? Gilt da die 1,50m-Regel nicht, oder muss ich auch zu einer leeren Fahrradspur 1,50m Abstand halten, für den Fall dass mal ein Radfahrer auftaucht? 😁

191 Antworten

Wenn so viele Radfahrer durch Fremdverschulden sterben, dann sollten sie vielleicht aufs Auto umsteigen. Dann braucht man auch nicht noch mehr getrennte Verkehrsflächen. 🙂 ....

[Unnötiges Vollzitat von MOTOR-TALK entfernt.]

Hm 🙄

Da könnte ich ja auch behaupten: Wenn so viele Kfz sowieso falsch geparkt werden, dann sollte man doch gleich alle (legalen) Parkplätze abschaffen. Dann hätte man wesentlich mehr Fläche auf der Fahrbahn ...

Zitat:

@berlin-paul schrieb am 23. Juli 2024 um 14:22:38 Uhr:


Wenn so viele Radfahrer durch Fremdverschulden sterben, dann sollten sie vielleicht aufs Auto umsteigen. Dann braucht man auch nicht noch mehr getrennte Verkehrsflächen. 🙂 ....

Viele sind deswegen von vornherein Autofahrer geblieben und stehen tagtäglich um Dich herum, wir nennen es "Stau". Möchtest Du noch mehr davon?

Ein paar Tage Urlaub in Amsterdam, Kopenhagen, Singapur etc. würden Dir sicherlich gut tun. Auch Berlin wird nicht bleiben, wie es ist, aber warum so lange warten?

Radfahrer vs Radfahrer endet vielleicht nicht so oft tödlich, aber schwere Verletzungen sind auch nicht selten.

Und manchmal ist beharren auf dem Rechtsstandpunkt auch nicht sinnvoll, siehe Natenom. Der hat das Landratsamt dazu bewogen, den Benutzungszwang für den parallelen Weg aufzuheben und fuhr auf der Straße. Er wurde dann von hinten gerammt und verstarb an der Unfallstelle. Er war so ziemlich der einzige Radfahrer, der nicht den parallelen Weg nutzte, sondern auf der Straße fuhr. Den anderen war es zu gefährlich, zumal die Straße, nach meinem Eindruck, etwas schmaler gebaut wurde bei der Sanierung.

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Zitat:

@windelexpress schrieb am 23. Juli 2024 um 12:18:04 Uhr:



Mir ist wirklich unerklärlich, wie Radler immer auf den Fehlern und Regelverstößen von Autofahrern rumhacken können,
Selbst aber jede rote Ampel ignorieren, Fußgänger auf dem Gehweg anfahren und zu Fall bringen und sich dann nicht ermittelbar aus dem Staub machen.

Ich finde es weder korrekt bei rot über die Ampel zu fahren, noch jemanden anzufahren, geschweige denn Fahrerflucht zu begehen.

Einen Satz ohne Kontext zu zitieren dient keiner sachlichen Auseinandersetzung.

Mir ging es darum gegenüberzustellen, dass das Überschreiten vom Tempolimits mehr oder weniger von allen Autofahrern als Pflicht angesehen wird, während bei weitem nicht jeder Radfahrer bei rot über Ampeln fährt. Wie machst du das an der roten Ampel, wenn du mal mit dem Rad unterwegs sein solltest? Bleibst du mit dem Auto unter dem Tempolimit oder gehen bei dir immer 10 kmh mehr?

Ich selbst habe einmal gesehen, wie ein Radfahrer einen Fußgänger angefahren hat. Allerdings hat der Fußgänger da unvermittelt den Radweg betreten. Aber natürlich gibt es auch Unfälle auf dem Fußweg. Das Autofahrer beim Abbiegen oder an Einmündungen Radfahrer übersehen und diese stürzen, sehe ich mehrmals im Jahr - zum Glück habe ich da noch keine schweren Unfälle sehen müssen. Aber das ist natrülich subjektiv. Auch wenn sich das nicht gegeneinander aufrechnen lässt, kann man sich ja mal ein paar Zahlen dazu ansehen.

Berlin 2015:
https://adfc-berlin.de/.../152-mythen-und-missverstaendnisse.html?...)%20betr%C3%A4gt%20etwa%2015%25.

-> Fußgänger haben 17% Ihrer Verkehrsunfälle mit Radfahrern (1 von 5) und 76% ihrer Verkehrsunfälle mit Kraftfahrern (4 von 5).
-> Die Unfälle zwischen Kraftfahrern und Fußgängern sind zu etwa 50% durch Fußgänger verursacht (jeder 2.). Auch Unfälle zwischen Radfahrern und Fußgängern sind zu etwa 50% von Fußgängern verursacht (ebenfalls jeder 2.).
=> Der Anteil der Verkehrsunfällen von Fußgängern mit Kraftfahrern beträgt ein vielfaches der Unfälle mit Radfahrern. Vermutlich sind die Unfälle auch schwerer.

-> Radfahrer verursachten 229 Unfälle im Jahr 2015, weil sie die rote Ampel missachteten. Das entspricht einem Anteil von 3,0% an den Radunfällen. Im gleichen Zeitraum wurden 1.565 Radunfälle durch „Fehler beim Abbiegen“ von Kraftfahrern verursacht (etwa 20% oder jeder 5. Radunfall).
=> Radfahrer gefährdet sich durch Rotlichtverstöße hauptsächlich selbst, die Gefahr durch "Fehler beim Abbiegen" von Pkw-Fahrern ist fast 7x so groß.

Ich bin regelmäßig in Berlin und im Umland sowohl mit dem Auto als auch mit dem Fahrrad unterwegs. Sowohl mit dem Auto als auch mit dem Fahrrad fahre ich äußerst vorsichtig und eher passiv. Trotzdem passiert es mir immer wieder, wenn ich mit dem Auto fahre, dass es zu brenzligen Situationen kommt und fast immer liegt es daran, dass ein Radfahrer meint, sein vermeintliches Recht durchsetzen zu müssen. Das passiert mir vor allem auf dem Ku´Damm, weil es da gerne mal einen Rad fahrenden Verkehrserzieher gibt, der mir zum Ausdruck bringen möchte, dass ihm nicht gefällt, dass ich Auto fahre.

Tatsächlich bin ich neulich auf dem Fahrrad in eine brenzlige Situation gekommen. Das lag aber einzig daran, dass ich nicht aufmerksam genug war. Selbstverständlich habe ich mich beim Autofahrer entschuldigt.

Im Ergebnis stelle ich fest: Wenn alle Verkehrsteilnehmer alle anderen akzeptieren und respektieren und sich an die Regeln halten würden, gebe es weniger Tote und Verletzte und vor allem weniger Ärger auf den Straßen.

In Shanghai und Singapoor ziehe ich es vor, mich nebst "Gefolge" im klimatisierten Großraumtaxi von einem klimatisierten Wolkenkratzer zum anderen chauffieren zu lassen. Das geht sehr entspannt und empfiehlt sich für mitteleuropäische Kreislaufwerte. In Berlin ist mir der Stau auch egal. Der Fuhrpark ist weitgehend klimatisiert. Das fährt sich total entspannt. Und zum Parken gibts so viele schöne Radwege ... 😁

Zitat:

@Go}][{esZorN schrieb am 23. Juli 2024 um 13:50:24 Uhr:


Stimmt, hier liegen auch überall angefahrene Fußgänger rum.

Sicher auch Moderatoren. 😁

Zitat:

@lenny77 schrieb am 23. Juli 2024 um 14:37:18 Uhr:


.......
Das Autofahrer beim Abbiegen oder an Einmündungen Radfahrer übersehen und diese stürzen, sehe ich mehrmals im Jahr - zum Glück habe ich da noch keine schweren Unfälle sehen müssen........

In welchem wilden Westen wohnst du denn? Das ist ja wohl ein Märchen allererster Sahne.

Ich bin jahrelang in Köln, München und Stuttgart gefahren und habe in 47 Jahren noch nie einen Unfall direkt als Zeuge gesehen.

Einmal habe ich das Ende eines Unfallablaufs in unserem Dorf gesehen, welcher tödlich geendet ist, da war ich 13 Jahre alt, das brauche ich nicht noch einmal.

Würde ich bei Rechtsabbiegern nicht übervorsichtig sein, wäre ich selbst schon in unzähligen Unfällen verwickelt gewesen als Radfahrer.....

Zitat:

@Holgernilsson schrieb am 23. Juli 2024 um 14:39:59 Uhr:


... Das passiert mir vor allem auf dem Ku´Damm, weil es da gerne mal einen Rad fahrenden Verkehrserzieher gibt, der mir zum Ausdruck bringen möchte, dass ihm nicht gefällt, dass ich Auto fahre.

Bist du dir sicher, dass du den Kurfürstendamm meinst?

Da gibt es, wie ich ja im Nachbarthread schrieb, eine Spur für Kfz, eine für Bus/Taxi/Radfahrer und i.d.R. eine fürs Parken.

Zitat:

@augenauf schrieb am 23. Juli 2024 um 15:00:27 Uhr:


Würde ich bei Rechtsabbiegern nicht übervorsichtig sein, wäre ich selbst schon in unzähligen Unfällen verwickelt gewesen als Radfahrer.....

Ja, dem kann ich nur zustimmen. Ich würde drei bis viermal die Woche unter einem Auto liegen ....

Hi

Anbei zum Informieren VU.2023

Tom

Hast Du sowas auch für ganz Deutschland?

Zitat:

@Nabendynamo schrieb am 23. Juli 2024 um 13:51:02 Uhr:



Zitat:

@windelexpress schrieb am 23. Juli 2024 um 12:18:04 Uhr:


Mir ist wirklich unerklärlich, wie Radler immer auf den Fehlern und Regelverstößen von Autofahrern rumhacken können,
Selbst aber jede rote Ampel ignorieren, Fußgänger auf dem Gehweg anfahren und zu Fall bringen und sich dann nicht ermittelbar aus dem Staub machen.

Schau dir einfach die jährliche bundesweite Unfallstatistik an. Daraus ist sehr leicht zu ersehen, welche Verkehrsteilnehmer durch welche Verkehrsart ums Leben kommen.

Radfahrer vs. Radfahrer endet eher selten tödlich, Radfahrer vs. Fußgänger auch.

Es wäre also nett, wenn du solche Einzelfälle nicht derartig aufbauschen und als den Normalfall hinstellen würdest!

Verinnerliche lieber mal, von wem der Großteil der Verkehrstoten verursacht wird ...

Wenn du die Statistik schon bemühst und erwähnst dann verlinke sich doch gleich mal. Dann haben wir alle die gleiche Grundlage über die wir dann weiter heftigst diskutieren könnten.

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