ForumVersicherung
  1. Startseite
  2. Forum
  3. Wissen
  4. Versicherung
  5. Gegnerische Versicherung reduziert fiktiven Auszahlungsbetrag

Gegnerische Versicherung reduziert fiktiven Auszahlungsbetrag

Themenstarteram 19. Juni 2017 um 15:02

Liebe Leute,

uns wurde die Vorfahrt an einer Hauptverkehrsstrasse genommen und trotz Vollbremsung sind wir mit unserem Golf 3 in Kontakt mit dem gegnerischen Fahrzeug gekommen. Polizei war auch da, hat alles aufgenommen und den Unfallverursacher zu 100% festgelegt.

Nun ist unser Auto schon etwas älter (Golf 3 1.8L 75PS, 1997, 98.000 km) und eine Reparatur ist nicht nötig, da uns schon viele Beulen und Macken zugeführt wurden. Da der sichtbare Schaden gering war (bisschen Lack, bisschen Halterung) , bin ich zu einer freien, mir bekannten Werkstatt gefahren und habe einen Kostenvoranschlag erstellen lassen.

Ich habe extra kein Gutachten und auch keine Original-Werkstatt beauftragen wollen, da der Schaden schon augenscheinlich recht gering war.

Diesen Kostenvoranschlag der freien Werkstatt (609,88€) mit folgenden Positionen:

"An VW GOLF Unfallschaden beseitigen. Hierzu def. Stoßfänger vorne abbauen und zerlegen, Kratzer beseitigen und Stoßfänger lackieren. Fahrzeug wieder, mit neuem Nebenscheinwerfer rechts komplettieren"

1,5 Stunden Arbeitslohn 105,00€ = 157,50€

2,0 Stunden Arbeitslohn 105,00€ =210,00€

Lackmaterial 40% 84,00€

1,0 Nebelscheinwerfer RE 61,00€

Gesamt 512,50€ + MWsT = 609,88€

Nun haben wir von der Versicherung ein Schreiben erhalten:

1. Bei Abrechnung nach Kostenvoranschlag oder Gutachten kann die Mehrwerksteuer nicht berücksichtigt werden...

2. Anhand des eingerichten Kostenvoranschlages lässt sich der tatsächliche Schadenumfang nicht abschließend beurteilen. Im Interesse einer zügigen Erledigung haben wir unter Verzicht auf weitere Nachprüfungen pauschal den nebenstehenden Nettobetrag zugrundegelegt. Sollten Sie eine Reparatur durchführen lassen, reichen Sie uns bitte die Reparaturkostenrechnung zur weiteren Überprüfung herein.

Wir haben die Zahlung i.H.v. 450,00€ auf das Konto................. angewiesen.

 

Was soll das? Warum wird einfach was abgezogen? Eine Meldung bei der Schadenhotline war Super-Unfreundlich, weil ich mitteilte, dass ich ja auch bei VW einen KVA hätte machen können. Antwort: Ja dann machen Sie das doch! Tschüss ... *Tut Tut Tut*

Ähnliche Themen
32 Antworten

Schreib denen das du ein Gutachten machen läßt von einem freien Gutachter und dann auf Gutachterbasis abrechnen möchtest. Den Gutachter müssten die dann auch bezahlen, da du ja auch den tatsächlichen Schadenumpfang durch diesen klären lassen möchtest damit die Versicherung auch diesen damit dann sicher feststellen kann. Bin gespannt was die dazu sagen.

Zitat:

@KGB87 schrieb am 19. Juni 2017 um 15:02:42 Uhr:

Was soll das? Warum wird einfach was abgezogen?

Geld sparen. Braucht es noch einen Grund?

Ganz gängige Masche, frei dem Motto für die paar € klagt eh kaum einer. KVA von VW bringt dich da nicht weiter, bei fiktiver Abrechnung hättest du mit dem älteren Auto eh keinen Anspruch auf deren Löhne. (google nach "Porsche-Urteil" BGH).

Mehrwertsteuer abziehen ist rechtens und ok.

Anrufen als Geschädigter bei einer Versicherung ist eh keine gute Idee, immer besser schriftlich zu kommunidingens äh zu schreiben halt.

Schon viele Beulen und Macken also!

Auch am Stoßfänger?

Evtl fährst du trotz Abzug besser als mit einem korrekten Gutachten und Berücksichtigung der Vorschäden.

Zitat:

@gummikuh72 schrieb am 19. Juni 2017 um 17:13:35 Uhr:

Evtl fährst du trotz Abzug besser als mit einem korrekten Gutachten und Berücksichtigung der Vorschäden.

Möglich, aber dann hätte die Versicherung auch berechtigt eine Kürzung wegen Vorschäden vornehmen können und nicht willkürlich ohne Grundangabe.

Dazu hätte sie aber erst mal ein Gutachten bezahlen müssen ;)

Ich denke wenn solch ein Vorgehen keinen Erfolg versprechen würde , dann würden die Versicherungen das auch nicht machen.

Manche wehren sich.

Andere wehren sich nicht - vielleicht weil sie es nicht besser wissen oder keine Lust haben und andere widerrum weil sie wissen dass nicht alles hasenrein ist.

Zitat:

@Bitboy schrieb am 19. Juni 2017 um 15:19:30 Uhr:

Schreib denen das du ein Gutachten machen läßt von einem freien Gutachter und dann auf Gutachterbasis abrechnen möchtest. Den Gutachter müssten die dann auch bezahlen, da du ja auch den tatsächlichen Schadenumpfang durch diesen klären lassen möchtest damit die Versicherung auch diesen damit dann sicher feststellen kann. Bin gespannt was die dazu sagen.

Nix.

Denn da der TE nun weiß dass nur ein Bagatellschaden vorliegt, wird er auch sein Gutachten selbst zahlen müssen.

Evtl. ist der TE mit seinen ca. 60€ Kürzung weit besser bedient als mit einer korrekten Begutachtung, die der Versicherung dann seine Vorschäden sauber dokumentiert unter die Nase hält.

Zitat:

@gummikuh72 schrieb am 20. Juni 2017 um 12:20:17 Uhr:

Dazu hätte sie aber erst mal ein Gutachten bezahlen müssen ;)

Nö, das kann die Versicherung auch anhand der Bilder im Kostenvoranschlag. ;)

Ob die Kürzung jetzt berechtigt ist oder nicht wissen wir nicht. Die Versicherung hat ohne Angabe von Gründen willkürlich gekürzt. Ob letztlich Abzüge wegen Vorschäden berechtigt wären wissen wir auch nicht. Von daher kann bei korrekter Begutachtung mehr oder weniger herauskommen.

Fotos vom Schadenbereich würden hier ggf. schon für eine Einschätzung helfen. Man kann die Versicherung auch einfach mal anschreiben sie mögen bitte Gründe liefern oder Zahlen.

Falls Vorschäden im akutellen Schadenbereich vorhanden waren würde ich das Geld nehmen und alles weitere vergessen. Das geht dann nach hinten los. Ob das so ist weiß aber nur der TE

..Passt.

Bei einer sog. "fiktiven Abrechnung" kann/wird der "normale" Stundensatz einer freien

Werkstatt zugrunde gelegt und nicht der Markenwerkstatt, wie im Gutachten.

Desweiteren kann die Versicherung die Preise für die orig. E-Teile kürzen, denn auch

hier werden dann Preise für "Aftermarket"- od. Gebrauchtteile zugrunde legt.

Alles "legal"..

Btw. "gleiches" auch bei Fahrzeugen, die älter als 10-Jahre sind, auch hier

wird dann gerne auf die preiswerteren Methoden ausgewichen, sofern der

Geschädigte nicht beweisen tut, dass der Wagen "permanent" in der Markenwerkstatt

gewartet wurde.

Daher, seid froh, dass die gegnerische Versicherung nicht alles gekürzt hat.

Grüße

Zitat:

@Guzzi97 schrieb am 20. Juni 2017 um 13:20:19 Uhr:

..Passt.

Wenn wir deinen Beitrag ganz schnell vergessen dann ja. ;)

Zitat:

@Moers75 schrieb am 20. Juni 2017 um 13:09:06 Uhr:

Zitat:

@gummikuh72 schrieb am 20. Juni 2017 um 12:20:17 Uhr:

Dazu hätte sie aber erst mal ein Gutachten bezahlen müssen ;)

Nö, das kann die Versicherung auch anhand der Bilder im Kostenvoranschlag. ;)

Ob die Kürzung jetzt berechtigt ist oder nicht wissen wir nicht. Die Versicherung hat ohne Angabe von Gründen willkürlich gekürzt. Ob letztlich Abzüge wegen Vorschäden berechtigt wären wissen wir auch nicht. Von daher kann bei korrekter Begutachtung mehr oder weniger herauskommen.

Fotos vom Schadenbereich würden hier ggf. schon für eine Einschätzung helfen. Man kann die Versicherung auch einfach mal anschreiben sie mögen bitte Gründe liefern oder Zahlen.

Falls Vorschäden im akutellen Schadenbereich vorhanden waren würde ich das Geld nehmen und alles weitere vergessen. Das geht dann nach hinten los. Ob das so ist weiß aber nur der TE

Sind beim KVA automatisch/zwingend Bilder mit dabei?

Ich glaube das war hier doch auch schon mal Streitthema.

Ich denke u.U. hat die gegn. Versicherung nur dann Bilder, wenn sie vom Geschädigten oder der Werkstatt freundlicherweise zur Verfügung gestellt werden.

Aufgrund der Angaben vom TE gehe ich einfach mal davon aus, dass auch der Stoßfänger von Vorschäden betroffen war - man möge es mir verzeihen.

Hab gerade mal kurz bei Mobile geschaut was für 97er Golf III mit 75 PS verlangt wird.

Ich könnte mit gut vorstellen, dass der TE mit einem korrekten Gutachten nicht besser gefahren wäre - aber die Versicherung hätte es im Endeffekt wahrscheinlich mehr gekostet.

MMn eine win-win Situation für beide

Die Steuer wird in keinem Fall erstattet bei fiktiver Abrechnung und ansonsten geht's um 60 Euro? Da lohnt doch der Aufwand nicht, sich überhaupt Gedanken zu machen. Nimm die 450 und fertig..

@Guzzi97

von VW Werkstatt hat hier niemand gesprochen.

Die erwähnte "Freie Werkstatt" setzt höchstwahrscheinlich ihre eigenen Stundensätze an.

Zitat:

@querys schrieb am 20. Juni 2017 um 21:17:20 Uhr:

@Guzzi97

von VW Werkstatt hat hier niemand gesprochen.

Die erwähnte "Freie Werkstatt" setzt höchstwahrscheinlich ihre eigenen Stundensätze an.

..im Gutachten wird generell der orstübliche Stundesatz sowie E-Teile Preise

einer Markenwerkstatt zugrunde gelegt.

Bei einer fiktiven Abrechnung wird dann der ortsübliche Stundesatz der freien

Werkstatt sowie E-Teile Preise von Aftermarketanbietern.

Sodann ist die fiktive Abrechnung i.d.R. immer die schlechteste Lösung für

den Geschädigten.

Die Versicherung wiederum freuts, wieder 30 bis 50% gespart, daher haben

sie nix gegen...

Grüße

Zitat:

@Guzzi97 schrieb am 21. Juni 2017 um 09:17:28 Uhr:

..im Gutachten wird generell der orstübliche Stundesatz sowie E-Teile Preise

einer Markenwerkstatt zugrunde gelegt.

Bei einer fiktiven Abrechnung wird dann der ortsübliche Stundesatz der freien

Werkstatt sowie E-Teile Preise von Aftermarketanbietern.

Sodann ist die fiktive Abrechnung i.d.R. immer die schlechteste Lösung für

den Geschädigten.

So generell betrachtet Blödsinn. :rolleyes:

Deine Antwort
Ähnliche Themen
  1. Startseite
  2. Forum
  3. Wissen
  4. Versicherung
  5. Gegnerische Versicherung reduziert fiktiven Auszahlungsbetrag