Gedankenanstoss: 5 Sterne im Crashtest aber nur "ausreichende Bremsen"

Kleiner Gedankenanstoss zur aktuellen Situation im Bereich Fahrzeugsicherheit.

Viele neuere Fahrzeuge erreichen inzwischen 5 Sterne im EuroNCAP-Crashtest, was ja an sich sehr begrüßenswert ist. Die passive Sicherheit ist damit eigentlich kaum noch ein Problem (in den Grenzen des Crashtests und der Physik gesehen), aber was ist mit der aktiven?

Erfährt der Kunde von irgendeiner "offiziellen" Stelle, mit wieviel km/h Restgeschwindigkeit er in ein Hindernis rast, wenn der Bremsweg durch eine moderate Bremsanlage zu lang ist? Was nützen mir 4 Airbags wenn aus Kostengründen kein ESP verbaut wird?

Habe die Quelle jetzt gerade nicht parat, aber meine, mal gehört zu haben, dass bei einer Vollbremsung aus 200 km/h ein Auto mit "normalen" Bremsen noch 100 km/h (was meist schweren bis tödlichen Verletzungen entspricht) drauf hat, während eines mit "sehr guten" Bremsen bereits steht.

Es ist glaube ich unangefochten, dass gute Bremsen das Risiko eines Crashs deutlich verringern bzw. dessen Folgen abmildern, genauso ist es mit ESP und ABS.

Wieso werden also 5*-Kleinwagen mit Trommelbremsen und "angepassten" Scheibenbremsen (ich nenne sie unterdimensioniert, da es für mich unerheblich ist, ob ich mit einem Lupo oder einem Porsche aus 160 km/h abbremsen muss - beide Fahrzeuge erreichen diese Geschwindigkeit und selbst bei 80 km/h können die wenigen Meter Unterschied entscheidend sein) ausgestattet?

Wieso muss ich ein "Sport-Paket" bestellen, um eine bessere Bremsanlage zu erhalten (wenn es überhaupt die werksseitige Möglichkeit gibt)?

Klar, gute Bremsen sind teuer. Aber eine Massenproduktion dürfte den Preis deutlich senken. Seit wann spart man bei der Sicherheit?

Ich denke, hier müsste man das Bewusstsein vieler Autokäufer schärfen, die immer nur auf den Worst-Case achten (Crashtest), anstatt auf die Verhinderungsmöglichkeiten (Bremsen, ESP). Vielleicht wäre ein EuroNCAP gut beraten, in Zukunft Bremstest mit wirklich aussagekräftigen (also auch Bremsungen aus Vmax) Ergebnissen zu veröffentlichen.

168 Antworten

Zitat:

dass man schon mal über die Vorderräder rutscht, oder das Heck zu tänzeln anfängt.

Wenn du als Fahranfänger so fährst gehört dir der Scheck sofort wieder entzogen.

Wenn du so fährst wie es die Strassenverkehrsordnung vorsieht kommst du auf öffentlichen Strassen niemals in diesen Bereich. Höchstens auf Glatteis.

Zitat:

Original geschrieben von Bucklew2


viele hersteller verwenden es ja auch schon als ersatz für eine diff-sperre (zwar eine schlechte, aber immerhin 😉)

Bitte immer schön das ASR vom ESP unterscheiden.Wer ESP im Auto hat hat auch immer ASR,sind aber trotzdem unterschiedliche Systeme.ESP braucht das ASR zum eingreifen,aber ASR braucht kein ESP.ASR ist die Anti-Schlupfregelung die das Durchdrehend er Räder weitgehend verhindert und deshalb auch als Differentialsperrenersatz benützt wird.

Beim Einsatz von ESP gibt es zwei Philisophien bei den Autoherstellern,eigentlich drei.
1.ESP bügelt Fahrwerksschwächen aus,nicht schön aber immerhin sinnvoll wenn es Serie ist.Zum Bleistift die erste A-Klasse,auch Kipper genannt.
2.Es verdeckt Fahrwerksmängel die der Hersteller lieber mit dem ESP billig übertüncht als das Fahrwerk sauber abzustimmen.Mir fällt gerade kein Beispiel ein,ist auch nicht leicht zu testen da dann das ESP oft nicht komplett abschaltbar ist.
3.Die Beste Lösung,das ESP ist der Notanker um ein sehr gut abgestimmtes Fahrwerk bei Fahrfehlern wieder einzufangen.Diese sind in der Regel daran zu erkennen das das ESP erst kurz vor dem Abflug eingreift der sehr spät fällig ist.😁 Wie zb mal ein Vergleich der Systeme mit einem
Golf IV GTI mit einem 08/15 Ford Focus I zeigte.Beim Ritt um die Pylonen ging die Lampe im Focus nur sporadisch an und beim Gti nur sporadisch aus.Bei einer simulierten Autobahnabfahrt waren die möglcihen Geschwindigkeiten beim Focus mit und ohne ESP praktisch identisch,wenn die reifen an der Haftgrenze sind kann auch ESP nichts mehr machen.Aber es kann eingreifen wenn ein Fahrer in einer Fahrsituation über sein Können eingreifen sollte ohne einen guten Fahrer übermässig zu zügeln.

😁 Als Anfänger ein Auto mit Heckantrieb und Starrachse im Winter zu fahren übt die Reflexe,kann ein unter 30jähriger heute allerdings kaum noch nachvollziehen.Die Kisten aus den 70ern und früher hatten ein interessantes Eigenleben,das Fahrwerk hatte oft nur die Aufgabe dei Räder zu halten und die gröbsten Unebenheiten wegzufiltern.Kein Vergleich zu den Sänften später.

Zitat:

Als Anfänger ein Auto mit Heckantrieb und Starrachse im Winter zu fahren übt die Reflexe,kann ein unter 30jähriger heute allerdings kaum noch nachvollziehen.Die Kisten aus den 70ern und früher hatten ein interessantes Eigenleben,das Fahrwerk hatte oft nur die Aufgabe dei Räder zu halten und die gröbsten Unebenheiten wegzufiltern.Kein Vergleich zu den Sänften später

Es sei denn man schwörte auf göttlichen Fahrkomfort aus "la grande Nation".... 😉

😁 Das wäre für mich trotzdem kein Grund eine Zitrone zu kaufen.Ausserdem ist das den Teufel mit dem Belzebub austreiben.Bei den einen merkst du jede Unebenheit und beim Anderen wirst du Seekrank.
Wenn man früher auf welligen Strassen hinter einem Franzosen fuhr meinte man immer das dessen Dämpfer kaputt sind.

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Zitat:

Original geschrieben von Sir Donald


😁 Das wäre für mich trotzdem kein Grund eine Zitrone zu kaufen.Ausserdem ist das den Teufel mit dem Belzebub austreiben.Bei den einen merkst du jede Unebenheit und beim Anderen wirst du Seekrank.
Wenn man früher auf welligen Strassen hinter einem Franzosen fuhr meinte man immer das dessen Dämpfer kaputt sind.

ts ts ts... immer diese Ignoranten 😁 😁 😁

"Meine Hydropneumatik schluckt alles", hiess der Werbespruch früher. Einmal ist mir aber im Citroen schlecht geworden, und zwar im Badewannen-Kombi, wo man quer zu Fahrtrichtung sass.

Zitat:

Wenn du so fährst wie es die Strassenverkehrsordnung vorsieht kommst du auf öffentlichen Strassen niemals in diesen Bereich. Höchstens auf Glatteis.

Ich möchte wirklich mal wissen, wie und wo ihr rumfahrt. Schon feuchter Schnee ist glitschig wie Eis, und es reicht schon eine feuchte Fahrbahn mit u. Umst. wenig griffiger Asphaltmischung. Feuchte Zebrastreifen können nicht nur Motorradfahrer aus der Ruhe bringen.

Das sind alles völlig alltägliche Situationen, mit denen gerade ein Fahranfänger ohne ESP umzugehen lernen sollte. Wer es zu doll treibt fliegt ab, ob mit oder ohne ESP.

Komisch, ich bin bisher nur bei Glatteis in die Situation gekommen, dass mein Auto nicht mehr meinen Lenkbefehlen folgte. Und Traktionsprobleme bei Regen zählen wohl kaum zum Grenzbereich.

Würde mich echt mal interessieren, wie hier manche fahren, dass sie täglich lernen, ihr Auto im Grenzbereich zu beherrschen.

Und ich fahre Kurven auch nicht gerade langsam, aber wohl vorrausschauend.

Zitat:

Original geschrieben von razor23


Würde mich echt mal interessieren, wie hier manche fahren, dass sie täglich lernen, ihr Auto im Grenzbereich zu beherrschen.

😁

ich hatte beim BMW bisher, immerhin binnen nun mehr 5 Jahren, auch nur "mutwillig absichtlich zum Ausprobieren" das DSC(ESP) "gescheckt" .... wahr vielleicht Glück und ein ganz kleines bisschen „aufmerksam angemessen vorsichtiges“ Fahren …

Zitat:

Original geschrieben von quattro-pit


😁

ich hatte beim BMW bisher, immerhin binnen nun mehr 5 Jahren, auch nur "mutwillig absichtlich zum Ausprobieren" das DSC(ESP) "gescheckt" .... wahr vielleicht Glück und ein ganz kleines bisschen „aufmerksam angemessen vorsichtiges“ Fahren …

Gillt für mich und meinen Pampersbomber genau so. Und da kommt noch zusätzlich dazu dass schon Konstruktionsbedingt mein Scénic wohl bei weitem nicht über die Fahrwerksreserven verfügt wie dein BMW.

Zitat:

Original geschrieben von razor23


Komisch, ich bin bisher nur bei Glatteis in die Situation gekommen, dass mein Auto nicht mehr meinen Lenkbefehlen folgte. Und Traktionsprobleme bei Regen zählen wohl kaum zum Grenzbereich.

Würde mich echt mal interessieren, wie hier manche fahren, dass sie täglich lernen, ihr Auto im Grenzbereich zu beherrschen.

Und ich fahre Kurven auch nicht gerade langsam, aber wohl vorrausschauend.

Tja, dann frage ich mich zum einen wie du "nicht grade langsam" definierst wo du fährst.

Ich hab hier sogar schon im Sommer im Parkhaus bei Tempo < 20 etwas rutschen wenn es Nass ist, liegt einfach am Belag.
Da legst du dich wenn du aussteigst und die falschen Schuhe anhast schon fast hin.

Dazu kommt nasses Laub im Herbst das rutschig ist.
Sommerregen nach langer Trockenheit, der die Straße rutschig macht.
Kopfsteinpflaster das immer rutschig ist.
Fahrbahnmarkierungen.
Eisenbahnschienen oder eine ungüsntige Bodenwelle wo der Wagen auch bei geringem Tempo leicht versetzt und bei höherem eben mehr.
Öl ist auch nicht sooo selten auf unseren Straßen.
Sand vom LKW oder Ölbindemittel.
Neue Fahrbahnbeläge wo noch Splitt drauf ist sind auch auch ganz nett.
Glaub da könnte man nun noch ne ganze Weile weiter machen.

Also da kann einiges kommen und da brauch ich nicht Hobbyrennfahrer zu spielen um ESP an zu bekommen.

Guten Morgen,

Ich glaube Du unterschätzt das gewaltig. Man merkt das ESP regelt ... und zwar wenn man es übertreibt doch gewaltig. Und das bemerkt AUCH ein Fahranfänger. Und Ich frage mich IMMER NOCH, wo du da ein Problem siehst ?! Wenn der Fahranfänger in eine Situation kommt, WO DAS ESP regeln muss, dann wäre er OHNE ESP abgeflogen. Aber er wäre MANGELS Erfahrung ... auch OHNE ESP in die gleiche Situation gekommen. Du vertauscht meiner Meinung nach Ursache und Wirkung. Das ESP bügelt den Fehler, der durch mangelnde Erfahrung entstanden ist aus ... der Fehler entsteht ja NICHT durch das ESP.

Und es ist richtig, es gibt IMMER MEHR Autos ... bei denen das ESP gar nicht abschaltbar ist, sich nach kurzer Zeit wieder einschaltet oder aber nur in seiner Programmierung auf sportlicher gestellt wird.

Zitat:

Original geschrieben von AcJoker


ICH merke wenn ESP regelt. Aber das ist teils wirklich nur ganz leicht.
Man muss ja nicht grade das volle Regelprogramm von ESP abrufen. Denn das merkt man dann wirklich gut.

Nur ein Fahranfänger hat einfach nicht das Gefühl dafür.
Wie viele erfahrene Fahrer merken noch nicht mal wenn sie viel zu wenig Luft in den Reifen haben? Wie soll dann ein Fahranfänger, für den jede Reaktion des Wagens neu ist,erkennen erkennen wann ESP regelt?Und auf die Lampe schaut doch wohl auch keiner in einer Kurve, oder?

ESP kann man deshalb abschalten weil damit auch die Tracktionskontrolle abgeschaltet wird.
Wenn es glatt ist braucht man ab und an eben schlupf an den Rädern um fahren zu können. Die Tracktionskontrolle würde da den Wagen abwürgen weil die Räder ja nur durchdrehen.
Ich bin mir übrigens nicht 100%ig sicher ob durch die ESP Taste das System zu 100% abgeschaltet wird. Es wird glaub ich nur die Tracktionskontrolle abgeschaltet, aber man hat ESP drauf geschrieben weil sonst viele nicht verstehen würden was das für ne Taste ist.
Das ESP mehr als nur ESP ist weiss doch keine Sau.
ESP = ESP + EDS + ASR + ?

Das ist ein herrliches Hirngespinst... klar wird es DEN EINEN Fall geben, der es so macht ... aber das ist der Fall, gegen den KEINE Fahrhilfe hilft, das ist einfach der DUMME MENSCH. Und auch hier ist wieder Ursache und Wirkung wichtig. NICHT das ESP ist Schuld, sondern der Fahrer der nicht richtig denkt ! Wenn ESP 10.000 Unfälle verhindert ... aber einen Unfall nicht verhindern kann, dann hat das ESP seine Schuldigkeit VÖLLIG getan ! Und der Mensch, den du schilderst ... hätte das GLEICHE Experiment auch OHNE ESP mit exakt den gleichen Folgen gemacht. ESP ändert die Psyche des Fahrers nicht und die wilden Raser ... GAB es schon vor der Erfindung des ESP ... die sind ja keine Erfindung der letzten 5 Jahre ...

Auch deine Sache mit der unbekannten Strecke ... was ist besser, wenn der Fahranfänger sich oder sein Auto mangels Erfahrung ÜBERSCHÄTZT und OHNE ESP in die Leitplanke kracht, oder mit ESP weiterfahren kann ?! Ich finde, das die zweite Variante diejenige ist, die mir wesentlich besser gefällt.

Und ... die ALTERNATIVE ... Fahren ohne Fallstricke ... gibt es doch. Jeder kann und darf an einem Fahrsicherheitstraining teilnehmen, jeder kann ggf. eine Rennlizenz machen, wo man diese Punkte alle erlernen kann. DAS hat aber nichts mehr mit der Ausbildung für den öffentlichen Strassenverkehr zu tun, und muss auch nicht mehr durch die Fahrschule gewährleistet werden. Finde Ich jedenfalls ... denn derjenige der nur gesittet über die BAB mit 120 gondelt, oder gesittet durch die immer gleiche Stadt rutscht ... der braucht die dabei erlernten Fähigkeiten sehr selten (nützlich sind sie allemale ... also anzuraten iss das auch da ... aber das muss jeder selbst entscheiden!).

Zitat:

Original geschrieben von AcJoker


Ja ESP ist langsamer wenn man in der lage ist einen Wagen am Rande des Grenzbereichs zu bewegen. Weil ESP einem dann immer reinpfuscht und sei es nur durch Gaswegnahme.

Beispiel:
Eine Kurve ist mit Tempo 50 fahrbar.
Normalerweise fährt man dort 40.
Nun fährt man immer etwas schneller, man will ja austesten was geht.
Mit 50 ist der Grenzbereich erreicht, aber es past noch.
Nun fährt man mit etwas über 50 die Kurve an, ESP wird erst mal nur Gas wegnehmen und man hat wieder 50 drauf.
Das geht ne ganze Zeit gut, bis man von mir aus mit 60 die Kurve anfährt.
Irgendwann wird eben nicht nur Gas weggenommen sondern auch noch grebremst. Spätestens dann merkt man ESP.
Alles gut und schön, also kann ich die Kurve mit 60-70 anfahren und es past trotzdem noch.

Das ist bei einer mir bekannten Kurve auch kein Problem, da werde ich merken das der Wagen immer mehr regelt und ich immer nur mit 50 durch die Kurve kommen.

Nun fahre ich aber eine unbekannte Strecke, dort muss ich Kurven schon vorher einschätzen können.
Und hier fängt das Problem an.
Wie schnell kann ich eine Kurve fahren?
Im obigen Beispiel wären 50km/h das Limit, nur erkannt das ein Fahranfänger? Merkt er wenn ESP sanft das Gas wegnimmt?
Aus seiner Erfahrung wird er das Limit seines Wagens eher überschätzen.

Mit ESP fahre ich locker eine Kurve am Limit und geben in der Kurve Vollgas, ESP wird Vollgas nicht zulassen solange die Fliehkräfte noch zu groß sind.
Merkt er wenn ESP es einem nicht erlaubt vor dem Scheitelpunkt Vollgas zu geben?

Es geht hier um Fahranfänger die sich überschätzen und wild durch die Gegend rasen.
Also quasi die "Jungen Wilden" *g
Das die sich mit einem 45PS Polo auch um den Baum wickeln ist auch klar.
Aber mit ESP bekommt das alles eine andere Klasse.

Als Fahrer ohne ESP kommt man gar nicht auf die Idee eine Kurve zu schnell anzufahren, mit ESP wird das teils gang und geben, ESP wird mit in den Fahrstill eingeplant. Und das ist das Gefährliche daran, der Umgang der Menschen mit diesem System, nicht das System ansich.

Ob man in der Fahrschule ohne ESP fahren soll beantwortet sich von selbst. Bei normaler Fahrweise regelt ESP eh nicht.

Nur sollte man den Leuten vielleicht mal beibringen was sie da alles am und im Auto haben und was das überhaupt mit dem Auto macht.

Man sicht ja schon an der Frage "Wozu kann man ESP überhaupt abschalten?" das viele wirklich nicht viel über das eigene Auto und die Systeme am Markt wissen.
Wie sollen Sie dann damit vernünftitg umgehen können?

Im übrigen ist es auch nicht förderlich wenn ESP regelt und man nach alter Gewohnheit selber auch versucht den Wagen ab zu fangen. Dann arbeiten nämlich 2 "Systeme" mehr oder weniger gegeneinander.

Zitat:

Original geschrieben von AcJoker


Jep, da stimme ich dir auch zu.
Leider läuft es auf den Straßen aber oft anders ab.
Junge Fahrer fahren nicht nur auf abgesperrten Plätzen um dort Ihr können und das können Ihres auch so tollen Wagens zu testen.
Sie fahren auf öffentlichen Straßen und das meist mit hohem Risiko, quasi wie auf der Rennstecke. Nach dem Motto "Ich hab doch alles im Griff, da passiert schon nichts".

Soso ... Warto ... Du bist in der Lage ... jedes Rad einzeln abzubremsen ?! Du kannst, ohne Kenntnis des Fahrbahnbelages zu haben ... vorher sagen ... mein rechtes Hinterrad wird Traktion verlieren (auch da wo es normalerweise Traktion hat) ?! Du bist permanent zu 100% Konzentriert und Aufmerksam, du läßt dich durch nichts und niemanden beim Fahren, auch nur kurzzeitig ablenken ?

Sorry ... aber weißt Du was ?! ESP ist NICHTS weiter als eine Ergänzung DEINER Fähigkeiten. Das kann Sachen...die Du nicht kannst, weil du einfach keine 6 Beine hast.

Und mein Beispiel mit dem Grenzbereich ... sollte NUR eines aufzeigen ... Das ESP so frühzeitig REGELT (bei mind. 90% aller Autos) ... das man GAR nicht in das Risiko kommt, den Grenzbereich zu überschreiten. Denn die Autos regeln mit ESP so früh, das im Grunde gar nicht viel passieren kann, wenn es regeln muss. Gut es gibt Ausnahmen ... aber die Ausnahmen sind eben unwahrscheinlich. Und es spricht Bände ... das die Anzahl an Unfällen, die durch Schleudern verursacht wurden ... seit der breiten Einführung von ESP deutlich zurückgegangen sind ... und NICHT nur Fahranfänger, sondern auch erfahrene Fahrer ... fallen unter die Käufer von Fahrzeugen mit ESP...

Und WAS Du tust ... ist deine eigene Entscheidung. Du kannst für DICH die Vor- und Nachteile jeweils abwiegen, dennoch ist ESP ein Punkt, der GEWALTIG auf der Habenseite steht ... glücklicherweise sieht die Majorität der Autokäufer das ebenso ...

Und um es mal so zu sagen ... Ich fahre alleine schon aus Spass an der Freude ... alle möglichen Autos. Ganz gleich ob MIT oder ohne ESP ... und auch sehr gerne mal auf abgesperrten Strecken ... Im Allgemeinverkehr habe Ich das ESP sehr sehr selten bemerkt ... (und meistens wird es wohl im Grunde auch die Traktionskontrolle gewesen sein), erst auf abgesperrten Strecken oder beim Pylonentanz (das kann Ich eh nicht so gut) habe Ich das ESP stärker zum Eingreifen bewegen können. Und SICHER ist es richtig, das man ESP nicht ZWINGEND zum Sicher fahren braucht ... aber es VERGRÖSSERT die Reserven die man hat, und gerade ein ERFAHRENER Autofahrer ... sollte dies zu schätzen wissen, denn wer sich als erfahrener Autofahrer bezeichnet, sollte wissen, das es verdammt VIELE Situationen gibt, die einen auch als erfahrenen Autofahrer ÜBERRASCHEN ! Irgendwie erinnert mich diese Diskussion etwas an die Geschichte mit dem ABS ... da haben auch viele drüber geschimpft ... bis sie dann mal selbst in eine Situation gekommen sind, wo das ABS die Sache EINFACHER machte ... und damit SICHERER, denn man konnte sich VÖLLIG auf den Verkehr und die Situation konzentrieren, und musste nicht noch Aufmerksamkeit aufs Bremsen verschwenden.

MFG Kester

Zitat:

Original geschrieben von Warto


Darum geht es ja alles nicht. Nur darum, dass gerade Fahranfänger die Kräfte an und die Reaktionen ihres Autos "erfahren" sollten. Dazu gehört, dass man schon mal über die Vorderräder rutscht, oder das Heck zu tänzeln anfängt.

Mit dem Extrembereich, @ Rotherbach, hat das absolut nichts zu tun, es ist banale Alltagspraxis. Und noch lange nicht alle von uns können oder wollen sich ein Auto mit ESP leisten. Glaubst du eigentlich, ich verschrotte ein zuverlässiges altes Auto zugunsten modernem Plunder? Selbst, wenn ich zuviel Geld hätte?

Wer genügend Fahrerfahrung hat, der braucht kein ESP, es sei denn, er fährt diese Fehlkonstruktion von DB.

Mal abgesehen von der schlechten Zitierkultur - Endloszitate, dann noch entgegen den üblich Regeln hintendran gehängt:

Zitat:

Soso ... Warto ... Du bist in der Lage ... jedes Rad einzeln abzubremsen ?!

Warum sollte ich das denn tun wollen?

Irgendwie kommt ihr von einem anderen Stern. Wir mussten früher weitaus schlechtere Fahrwerke ohne ABS und ESP usw. beherrschen, und es ist auch nichts passiert.

Vielleicht ist es sinnvoll, nach dem Erwerb des Führerscheins erstmal Fahren zu lernen...

Zitat:

Original geschrieben von Warto


Warum sollte ich das denn tun wollen?

Weil ESP genau das macht. Es kann einzelne Räder abbremsen und so ein Fahrzeug zum Eindrehen bringen, wenn die Längsachse des Fahrzeugs ein gewisses von der effektiven Farhtrichtung abweicht.

Als Fahrer hast du diese Möglichkeit schlicht nicht. Darin liegt der Mehrwert von ESP.

Und nur weil du die letzten 20 Jahre Glück hattest heisst das noch lange nicht das ein solches System keine Daseinsberechtigung hat.

Oder lebst du in dem Glauben dass Unfälle stets nur den anderen passieren?

Moin,

Weißt Du ... und EBEN ... weil die Fahrwerke heute BESSER sind, WEIL wir ABS haben, WEIL wir ESP haben ... ist die relative Unfallzahl pro 1000 Einwohner in D seit Ende der 1970er nahezu konstant geblieben, obwohl Deutschland heutzutage "größer" ist ... und als Transitland mittlerweile ein deutlich höheres Verkehrsaufkommen hat ...

Wie man zitiert ... ist nach JEDEM Geschmack unterschiedlich. Ich lass dir deinen Geschmack ... lass mir meinen. Dafür GIBT es keine allgemein gültigen Regeln. Im übrigen hast du nichts anderes, zu dem Du Stellung beziehen kannst ?!

MFG Kester

Zitat:

Original geschrieben von Warto


Mal abgesehen von der schlechten Zitierkultur - Endloszitate, dann noch entgegen den üblich Regeln hintendran gehängt:
Warum sollte ich das denn tun wollen?
Irgendwie kommt ihr von einem anderen Stern. Wir mussten früher weitaus schlechtere Fahrwerke ohne ABS und ESP usw. beherrschen, und es ist auch nichts passiert.
Vielleicht ist es sinnvoll, nach dem Erwerb des Führerscheins erstmal Fahren zu lernen...

Zitat:

Dafür GIBT es keine allgemein gültigen Regeln

Irrtum, auch für's Zitieren gibt es eine Netikette.

Zitat:

Weißt Du ... und EBEN ... weil die Fahrwerke heute BESSER sind, WEIL wir ABS haben, WEIL wir ESP haben ... ist die relative Unfallzahl pro 1000 Einwohner in D seit Ende der 1970er nahezu konstant geblieben

Beweis?

Seltsam nicht wahr? Wo doch so viele Autos ohne ESP herumfahren, und ich es auch noch nie gebraucht hätte. Und auch ohne keine Unfälle baue.

Ich verstehe überhaupt nicht, warum hier so viele Leute gegen ein Fahrenlernen ohne sowas sind, oder meinetwegen gegen Üben auf einem -Platz oder beim Sicherheitstraining vom ADAC.
Ich bin mir aber ziemlich sicher, dass die ESP-Fahrer zuerst am Baum hängen werden, weil sie die physikalischen Grenzen ihrer Fahrzeuge überschätzen und sie nie "erfahren" haben.

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