Gebrauchtwagenkauf: Euro6 Diesel oder Benziner?
Hallo zusammen,
aufgrund der Diesel-Debatte sind die Preise für Selbstzünder aktuell recht "billig". Zumindest in den Preisregionen, wo ich schaue, gibt es beim Golf VII Variant nur Diesel zu haben.
Da ich bisher nur Benziner hatte, kenne ich mich mit dem Thema Diesel nicht aus. Ich muss mich jetzt aber in den nächsten 4 Wochen entscheiden.
Ich möchte unvoreingenommen an die Sache rangehen, daher ist es mir subjektiv gesehen egal, ob Diesel oder Benziner.
Der Golf VII Variant:
Zwischen Diesel und Benziner gibt es bei der Steuer ca. 150€ Differenz im Jahr. Bei 12.000KM/anno sieht der Diesel bei den Kosten besser aus als der Benziner (oder übersehe ich etwas?).
Ich frage hier, da anscheinend überall argumentiert wird, dass sich Diesel erst ab einer Laufleistung von 15.000km oder mehr rentieren. Wenn ich die nackten Zahlen zugrunde lege, macht der Diesel eine wesentlich bessere Figur als der Benziner (vor Allem bei den aktuell geringeren Anschaffungskosten).
Ich habe mich in den letzten Tagen umgeschaut, verglichen und Tests gelesen und der Golf Variant 2.0 TDI DSG macht auf mich einen guten Eindruck:
Euro6, 222€ in der Steuer und geringer Verbrauch. Für rund 25.000€ bekomme gut ausgestatte Fahrzeuge angezeigt, mit weniger als 20.000 km Laufleistung.
Bin ich zu naiv in der Annahme, dass ich hier ein gutes Auto für die nächsten 8-10 Jahre erhalte? Oder überwiegt aktuell einfach die Angst über potentielle Dieselverbote, unabhängig von Euro6?
Gruß,
Dave
P.S.: 150PS waren für mich das minimum, da ich künftig mit Wohnwagen durch die Lande ziehen will, daher der 2.0 😉
Darüber hinaus: Ich fahre pro Woche ca 240km, 50/50 Stadt/Autobahn.
Beste Antwort im Thema
Sobald die Leute verstanden haben, dass Euro 6 Diesel nicht betroffen sind, werden diese im Wert deutlich steigen.
22 Antworten
Zitat:
@Khalifa schrieb am 29. Mai 2017 um 00:11:27 Uhr:
1) Wie sieht die Zukunft von Diesel-Fahrzeugen im allgemeinen aus?
2) Wird der GTD in 3/4/5 Jahren weniger Restwert haben, als der TSI?
3) Da ich viel Stadtverkehr fahre, sind natürlich auch oft Kurzstrecken dabei, welche eigentlich gegen einen Diesel sprechen. Am Wochenende wird aber meistens auch Autobahn gefahren, sodass der DPF regelmäßig freibrennen kann.
zu 1: die Frage kann dir keiner beantworten, den Experten nach zu urteilen ist der Diesel im PKW-Segment tot, nur hat es die deutsche Autoindustrie immer noch nicht verstanden.
Der Grosskundenberater bei VW rät bei uns allen ab, einen Diesel als Firmenwagen zu nehmen.
zu 2: die Diesel-Preise fallen jetzt schon und sobald es Fahrverbote geben wird - und die werden kommen, egal in welcher Form - gehen die Gebrauchtpreise in den Sturzflug, aber das ist auch Glaskugellesen
zu 3: Der DPF brennt selbststädnig frei, wenn er es für notwendig hält, bei viel Stadtverkehr sind die Intervalle meiner Erfahrung nach 3 Jahren GTD auch mal deutlich unter den 400 km. Ich habe Zeiten gehabt, wo ich selbst bei 30 km Arbeitsweg und gemütlicher Autobahnfahrt jeden 2. Tag eine Regeneration hatte.
Sobald die Leute verstanden haben, dass Euro 6 Diesel nicht betroffen sind, werden diese im Wert deutlich steigen.
Ich würde mich ehrlich gesagt jetzt nicht darum scheren, was in 3-5 Jahren ist, weil man es nicht beantworten kann. Die sogenannten Experten haben den vom Abgasskandal betroffenen Dieseln auch einen erheblichen Wertverlust prophezeit. Und was war? Nix. Außerdem weiß man genausowenig was mit Benzinern ohne Partikelfilter passiert. Das sind soviele wenn und abers, davon kann man unmöglich eine Entscheidung abhängig machen.
Zum womöglichen Leistungsvorteil beim GTD zum TSI hilft nur eine Probefahrt um das subjektiv zu beurteilen. Dann ist halt noch die Frage ob GT-Modell samt diversen Aussattungsbestandteilen oder R-Line, was letzten Endes Geschmackssache ist.
Hi,
danke nochmal für eure Antworten.
Ich hab mich jetzt für einen 2 liter Diesel entschieden. Die Entscheidung fiel mir schwer aber ein kleines Risiko hat man wohl immer, egal was man tut!
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Der Diesel ist z.B. beim 1,6 TDI nicht in der Versicherung teurer, auch ist die Steuer 150€ nur wenig teurer als beim Benziner. Bei der Anschaffung ist es auch so das mich der Preis nicht an Laufleistung bindet, sonst müsste man sich einen Fiat Panda für 7999€ kaufen, denn der rechnet sich nur, und nach 6 Jahren in die Tonne. Für ein Privatmann kann man so nicht rechnen.Beim Tanken ist der Unterschied dann am meisten zu merken da sich der Wagen mit 50€ volltanken lässt, vom Verbrauch ganz zu schweigen. Bei den Inspektion kosten tut sich Garnichts.
Zitat:
@MichaelN schrieb am 23. Mai 2017 um 14:55:50 Uhr:
Da ein Diesel in der Anschaffung in der Regel 2000-3000€ teurer ist, muß man schon einige km fahren, um das wieder reinzuholen. Wenn dagegen der Diesel billiger ist, dann lohnt es sich meist ab sofort.Neben der Steuer musst Du auch die Versicherung berücksichtigen, die teilweise beim Diesel auch teurer ist.
Zitat:
@DaveMash schrieb am 30. Mai 2017 um 08:13:49 Uhr:
Hi,danke nochmal für eure Antworten.
Ich hab mich jetzt für einen 2 liter Diesel entschieden. Die Entscheidung fiel mir schwer aber ein kleines Risiko hat man wohl immer, egal was man tut!
Held des Tages. Diesel ist gut
Zitat:
@TuxTom schrieb am 29. Mai 2017 um 07:14:06 Uhr:
Ich habe Zeiten gehabt, wo ich selbst bei 30 km Arbeitsweg und gemütlicher Autobahnfahrt jeden 2. Tag eine Regeneration hatte.
Weil die 1. nie fertig wurde und bei jedem neuen Start von vorne angestoßen wurde🙂
Bei den Kilometern die du fährst und dem Einsatz als Zugfahrzeug gibt's nur eine Empfehlung - Euro 6 Diesel 2.0 l.