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Gas statt Luft im Reifen

Mercedes
Themenstarteram 21. November 2004 um 21:39

Meine lieben Brüder und Schwestern:-))

während die Süddeutschen sich schon etwas länger an der weißen Pracht erfreuen, streckt Gevatter Frost nun auch nach uns Fischköppen die Finger aus. Also: Winterreifen drauf. Genau ... das habe ich jetzt auch machen lassen. Nun habe ich aber anstelle mit schnöder Luft meine Winterreifen mit Gas befüllen lassen und will Euch an meinen ersten Erfahrungen teilhaben lassen (Fortsetzung folgt):

Der Abrollkomfort ist deutlich besser (sogar im direkten Vergleich mit luftbefüllten SOMMERreifen), die Lenkkräfte geringer, der Federungskomfort vielleicht eine Idee besser (auf keinen Fall aber schlechter).

Ich bin mal gespannt, wie es weitergeht. Habt Ihr bereits Erfahrungen mit Gasfüllungen im Reifen ? Stimmt es wirklich, daß man seltener den Reifendruck überprüfen muß, weil das Gas nicht so leicht entweicht (sagt mein Reifenhändler) ?

Mit gas-igen Grüßen,

docnordsee

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47 Antworten

Re: Gas statt Luft im Reifen

 

Zitat:

Original geschrieben von docnordsee

Der Abrollkomfort ist deutlich besser (sogar im direkten Vergleich mit luftbefüllten SOMMERreifen), die Lenkkräfte geringer, der Federungskomfort vielleicht eine Idee besser (auf keinen Fall aber schlechter).

Das klingt für mich ungefähr so, als wenn da jemand die vollmundigen Werbeversprechungen direkt abgeschrieben hat.

Ich würde mal eher sagen, diese von Dir bemerkten Unterschiede sind eher durch den Wechsel von Sommer- auf Winterreifen zu erklären.

Das sogenannte Reifengas ist nichts anderes als reiner Stickstoff.

Da die normale Luft aber eh schon zu 78% aus Stickstoff besteht und die Reifen im Moment des Befüllens ja auch schon mit quasi 1 Bar Luft gefüllt sind (es wird im Reifen vor dem Befüllen ja kein Vakuum hergestellt) ist der Unterschied so verschwindend gering, dass man ihn sich auch gleich sparen kann, vor allem angesichts der Tatsache, dass es physikalisch nicht belegbar ist, dass reiner Stickstoff in den Reifen überhaupt irgendwelche Vorteile hätte.

Zitat:

Stimmt es wirklich, daß man seltener den Reifendruck überprüfen muß, weil das Gas nicht so leicht entweicht (sagt mein Reifenhändler) ?

Das mag theoretisch vielleicht sogar stimmen, sollte Dich aber trotzdem nicht davon abhalten, den Reifendruck mind. alle zwei Wochen zu überprüfen, da man sich ja auch einen schleichenden Plattfuss durch eine Schraube, einen Nagel im Reifen oder ein defektes Ventil einhandeln kann, was man frühzeitig erkennen sollte.

Meiner Meinung nach ist Reifengas nur eine weitere Masche des Kfz-Gewerbes, dem Kunden mit möglichst wenig Aufwand sein Geld aus der Tasche zu ziehen.

@docnordsee

 

Ich will dir ja nichts unterstellen, aber vielleicht liegts daran, dass der Luftdruck jetzt wieder stimmt und in deinen Sommerreifen einfach zu niedrig war.

MfG

Gas im Reifen

 

Fahre seit ca.12 Jahren Gas in den Winter- und Sommerreifen.

Seit dieser Zeit habe ich weniger Reifenverschleiß.

Jedes Reifenset hielt ca. 40-50000 Km je nach Reifenfabrikat.

Nach jedem Reifenwechsel (Herbst + Frühjahr) wurde der Reifendruck überprüft.

Das heißt die Reifen haben ihren Gasdruck vor einem Jahr bekommen.

Das erstaunliche: Der Gasdruck war noch immer konstant.

Der Vorteil ist darum: Das Gas (Stickstoff) enthält keine anderen Gase,wie Helium, Sauerstoff, Kohlendioxyd. Diese sind in der Luft enthalten und haben das vergnügen durch Gummi "durchzuschlüpfen"( diffundieren), weil ihre Molekülgröße zu klein ist.

Im Gegnteil dazu Stickstoff, es ist ein inertes Gas und verändert sein Volumen nicht durch Wärme oder Kälte (Luft reagiert) und behält dadurch seinen eingestellten Druck.

Dadurch gibt es weniger Verschleiß beim Fahren.

Hört sich an wie Reklame, habe aber Erfahrungen im chemischen Bereich und benutze schon deshalb dieses sogenannte Reifengas.

Übrigens kostet eine Reifenfüllung 2,50 Euro und die Kontrollprüfungen des Drucks 2 mal im Jahr sind kostenlos. Jedenfalls bei meinem Reifenhändler.

Mein Fazit nach 12 Jahren: Es lohnt sich.

@ winquick

 

Das Stickstoff seinen Druck bei ändernder Temperatur nicht ändert, kann ich mir nicht vorstellen. Nach meinem Wissenstand ändert sich der Druck eines Gases 1/273 pro Grad Temperatur. Dabei ist es egal, um welches Gas es sich handelt.

MfG

am 21. November 2004 um 22:37

Re: Gas im Reifen

 

Zitat:

Original geschrieben von winquick

Im gegnteil dazu Stickstoff, dieses Gas hat noch etwas an sich, nämlich es verändert sein Volumen nicht durch Wärme oder Kälte (Luft reagiert) und behält dadurch sein Volumen (Druck verändert sich nicht.

LOL, widerspricht vollkommen dem Gasgesetz, das besagt, daß pV=nkT ist, da wird auch Stickstoff nichts dran ändern (p=Druck, V=Volumen, n=molare Masse, k=Boltzmannkonstante, T=Temperatur). Man kann also gut erkennen, daß bei steigender der Druck steigt, ebenso sinkt der Druck bei sinkender Temperatur.

 

Was stimmt, ist die Sache mit der Molekülgröße.

 

Das mit dem angeblich besseren Abrollkomfort, liest man immer wieder. Mir erscheint das aber eher wie Voodoo, wobei ich mir kein abschließendes Urteil erlauben kann, weil ich Reifengas bisher noch nicht ausprobiert habe.

Ho, Ho,

da gibt es aber mächtige Lücken im Wissen und mit der Physik!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!

Also, Luft ist ein Gasgemisch, das sich nicht an die allgemeine Gasgleichung hält. Jeder Bestandteil ist mit seinem Partialdruck einzeln zu bewerten.

Nur ideale Gase halten sich an das Gasgesetz!

Weiterhin, und das wurde hier komplett unterschlagen, enthält Luft auch Wasser, richtig, H2O! Dieses Wasser ist in der Luft sozusagen gelöst (ist für die Nicht-Thermodynamiker, daher bitte nicht hauen!). Je nach thermischen Zustand der Luft, kann diese mehr oder weniger Wasser aufnehmen. So, nun wißt Ihr ja, daß es im Autoreifen recht gravierende Temperaturunterschiede gibt. Das führt zu mehr oder auch weniger Aufnahmefähigkeit. Dadurch ändert sich dann auch der Druck im Reifen, klar, wenn Wasserdampf als flüssiges Wasser ausfällt, oder umgekehrt.

Stickstoff hingegen ist in der Tat ein ideales Gas, enthält auch kein Wasser! Die Molekulargröße ist größer als die von Sauerstoff. Beide Gase liegen in unserer normalen Atmosphäre ja als Moleküle vor, immer zwei Atome zusammen. Stickstoff diffundiert daher schlechter aus dem Reifen heraus, auch daher bleibt der Druck eher konstant.

Alles Vorteile für die Reifen, der Reifen hält tatsächlich länger, und auch die Fahreigenschaften sind besser. Da hat docnordsee ganz richtig beobachtet. Das ist nun mal die Physik, eine unbestechliche und (Gott sei Dank) nicht diskutierbare naturwissenschaftliche und mathematisch logische Grundlage.

Oh, ein Roman!!!! Nicht böse sein, docnordsee, grins!

Re: Gas im Reifen

 

Zitat:

Original geschrieben von winquick

Im Gegnteil dazu Stickstoff, es ist ein inertes Gas und verändert sein Volumen nicht durch Wärme oder Kälte (Luft reagiert) und behält dadurch seinen eingestellten Druck.

Nun, da geht einiges Durcheinander! Ein Inertgas hat eine volle äußere Elektronenhülle, reagiert dadurch nicht chemisch. Das stimmt bei Stickstoff nicht so ganz, dann gäbe es nämlich kein Lachgas NH3. Es kommt einem Inergas aber nahe und ist viel billiger als dieses. Auf jeden Fall besser als Luft, die ja ein Gemischtwarenladen ist.

Inerte Gase ändern sehr wohl ihr Volumen bei Kälte oder Wärme, sie reagieren eben nur chemisch nicht, physikalisch aber sehr wohl. Und sie ändern ihr Volumen gleichmäßig, entsprechend der allgemeinen Gasgleichung für ideale Gase, ganz anders als Luft mit Wasser!

So, das mußte nochmals sein.

Re: Re: Gas im Reifen

 

Zitat:

Original geschrieben von viril

......Gasgesetz, das besagt, daß pV=nkT ist.... Man kann also gut erkennen, daß bei steigender der Druck steigt, ebenso sinkt der Druck bei sinkender Temperatur.

Nun, bist Du sicher, daß "man" das hier wirklich erkennt? Grins!!! Ich denke mal, die meisten erkennen das hier nicht, obwohl Du natürlich Recht hast....ist halt immer wieder diese blöde und unbestechliche Physik!!!

Tut mir leid, ich schon wieder!

Stickstofffüllung im Reifen senkt auch den Spritverbrauch, der "Eingriff" amortisiert sich sogar!

Es gibt hier doch sehr viele "Chemieexperten", die sich in ihren Aussagen widersprechen.

Im Internet kann man sich ja mal schlau machen, dann weiß man es vielleicht(?) genauer.

Inertgas

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie

Als Inertgase bezeichnet man Gase, die sehr reaktionsträge (inert) sind, sich also an nur wenigen chemischen Reaktionen beteiligen. Wenn sie Molekülverbindungen sind, so zeichnen sie sich in der Regel durch eine stark negative Standardbildungenthalphie aus. Ob man ein bestimmtes Gas für eine bestimmte Anwendung als Inertgas bezeichnet, ist allerdings dennoch vom konkreten Fall abhängig. Zu den Inertgasen gehören z.B. Stickstoff, Kohlenstoffdioxid und sämtliche Edelgase (Helium, Argon, Neon, Krypton, Radon,Xenon).

Stickstoff als Reifengas. Die inertisierenden Diffusionseigenschaften von Stickstoff haben eine sehr viel bessere Wirkung auf die Autoreifen.

Jedes Flugzeug, sowie Gefahrenguttransporter, Personentransportunternehmen und für jedes Auto im Rennsport ist Stickstoff ein Begriff für Sicherheit, Lebensdauer, Fahrkomfort. Gerade die Lebensdauer der Reifen spricht für die Befüllung mit Stickstoff, da die Kosteneinsparung durch weniger Abnutzung sehr hoch ist.

Themenstarteram 22. November 2004 um 15:34

Hey, Ihr habt ja in der Schule gut aufgepaßt (im Studium offensichtlich ebenso) ! Was den Spritverbrauch anbetrifft (logische Konsequenz aus vermindertem Rollwiderstand), erwarte ich keine Wunder (10,4 > 4,10 Liter/100 km ...), aber bei den jetzigen (und zukünftigen) Spritpreisen ist jeder gesparte "Schluck" etwas wert.

Wie versprochen: Ich halte Euch auf dem Laufenden !

Re: Gas statt Luft im Reifen

 

Zitat:

Original geschrieben von docnordsee

Nun habe ich aber anstelle mit schnöder Luft meine Winterreifen mit Gas befüllen lassen und will Euch an meinen ersten Erfahrungen teilhaben lassen (Fortsetzung folgt):

Der Abrollkomfort ist deutlich besser (sogar im direkten Vergleich mit luftbefüllten SOMMERreifen), die Lenkkräfte geringer, der Federungskomfort vielleicht eine Idee besser (auf keinen Fall aber schlechter).

Zur Überpüfung:

Reifengröße der Sommerreifen?

Reifengröße der Wiunterreifen?

Wenn ungleich => nicht vergleichbar!!!

Schade um die Illusion,

Greets

Hajo

Themenstarteram 22. November 2004 um 15:43

Die Reifen haben natürlich die gleiche Dimension und auch der Reifendruck stimmt immer (da fortlaufend überprüft). Schade um den Gedanken !

Tja, dann kann's noch die weichere Gummimischung sein...

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