Fzg. als Firmenwagen // 1%-Regelung

BMW 3er

Das Thema gab es bestimmt schonmal, sorry im Voraus. Allerdings ändert sich ja ständig irgendetwas, daher aus aktuellem Anlass....

Mein Chef hat mir angeboten, einen Firmenwagen zu bekommen. Alternative wäre Privatleasing oder Kauf eines Gebrauchten.
Nach meinem Stand müsste ich den dann mit 1% vom Listenpreis + 0,03% für jeden KM zur Arbeit (hier: 15; macht 0,45%).

Ich müsste also 1,45% versteuern(LP 70.000€ -> ca. 1000€). Darauf zahle ich also Sozialvers. + Steuern, macht ca. 550€ (?) / Monat.

Dafür ist Vers. / Steuern / Sprit inkl.

Muss ich noch irgendwas beachten und hat das irgendwelche Auswirkungen, die ich nicht beachtet habe?
Konkret z.B.: Senkt das mein Netto z.B. in Bezug auf die PKV-Grenze?

23 Antworten

Das mit der Umgehung der 0,03% Regelung habe ich auch gerade in Diskussion mit unserem Fuhrparkmanagement. Die zicken aber etwas rum und wollen lieber weiterhin die Versteuerung durchziehen, auch wenn ich letztes Jahr genau 30 Mal in der Firma war und dieses Jahr bisher drei Mal...

Natürlich braucht man einen regelmäßigen Arbeitsplatz, oder eben nicht wenn man die Zahlung umgehen möchte. Damit sind wir bei den hier diskutierten 45 / 46 Mal jährlich im Betrieb.

Da gibt es aber auch interessante Urteile des BFH. Die haben eine 0,002% Regelung erneut ins Leben gerufen die man PRO Besuchstag in der Firma angibt. Was haltet ihr denn davon?

die 0,03€KM kannst du umgehen, wenn du Dir von deinem Chef offiziel ein Home-Office-Arbeitsplatz verpassen lässt. Somit ist der Mittelpunkt deiner Tätigkeit dein Zuhause und der Arbeitsweg also nicht gegebn. Hat den weiteren Vorteil, dass du dein Arbeitszimmer von der Steuer absetzen kannst 😉

Ich kenne auch jemand, der hat sich in einer WG neben der Firma ein "Schein-Zimmer" gemietet. Ist nie dort. Hat das auch so vereinbart mit der WG. Zahlt dafür nur 50€ im Monat. Ist natürlich Steuerbetrug. Hat aber nur 0,5KM zur Arbeit offiziell. Würde ich aber nicht empfehlen. Aber es gibt Leute die wirklich jedes Risiko gehen für ein paar Euro. Die Home-Office Variante ist da deutlich besser und legitim.

Zitat:

Original geschrieben von BMW320ie46


die 0,03€KM kannst du umgehen, wenn du Dir von deinem Chef offiziel ein Home-Office-Arbeitsplatz verpassen lässt. Somit ist der Mittelpunkt deiner Tätigkeit dein Zuhause und der Arbeitsweg also nicht gegebn. Hat den weiteren Vorteil, dass du dein Arbeitszimmer von der Steuer absetzen kannst 😉

Ich kenne auch jemand, der hat sich in einer WG neben der Firma ein "Schein-Zimmer" gemietet. Ist nie dort. Hat das auch so vereinbart mit der WG. Zahlt dafür nur 50€ im Monat. Ist natürlich Steuerbetrug. Hat aber nur 0,5KM zur Arbeit offiziell. Würde ich aber nicht empfehlen. Aber es gibt Leute die wirklich jedes Risiko gehen für ein paar Euro. Die Home-Office Variante ist da deutlich besser und legitim.

Hier musst Du aufpassen, da einige Städte eine Zweitwohnungssteuer erheben. Wenn es unglücklich läuft wird auch noch die GEZ vorstellig.

Ist am Ende wieder ein Rechenexempel.

http://www.firmenwagenrechner.de/bgu_aufruf.html

Sehr praktisch um eine Menge Varianten durchzugehen, wenn der AG dir beispielsweise etwas vom Brutto für den Firmenwagen abzieht oder um zu sehen, wie eine geringere Entfernung zur Arbeitsstätte sich auswirkt.

Sollte sich übrigens am Ende des Jahres herausstellen, dass du weniger als 46 Tage an deiner "eingetragenen Betriebsstätte" warst und somit keine "regelmäßige Betriebsstätte" hast, kannst du dir die 0,03%/km pro Arbeitstag wiederholen!

Bei mir ist das nämlich so. Und ich bin aktuell auch am kalkulieren, wie ich das in Zukunft mache 🙂

Ähnliche Themen

Zitat:

Original geschrieben von beevizz


http://www.firmenwagenrechner.de/bgu_aufruf.html

Sehr praktisch um eine Menge Varianten durchzugehen, wenn der AG dir beispielsweise etwas vom Brutto für den Firmenwagen abzieht oder um zu sehen, wie eine geringere Entfernung zur Arbeitsstätte sich auswirkt.

Sollte sich übrigens am Ende des Jahres herausstellen, dass du weniger als 46 Tage an deiner "eingetragenen Betriebsstätte" warst und somit keine "regelmäßige Betriebsstätte" hast, kannst du dir die 0,03%/km pro Arbeitstag wiederholen!

Bei mir ist das nämlich so. Und ich bin aktuell auch am kalkulieren, wie ich das in Zukunft mache 🙂

Von wem willst Du die denn wiederholen? Geht das auf die Firma oder von der Steuer?

Zitat:

Original geschrieben von der_kappi



Zitat:

Original geschrieben von beevizz


http://www.firmenwagenrechner.de/bgu_aufruf.html

Sehr praktisch um eine Menge Varianten durchzugehen, wenn der AG dir beispielsweise etwas vom Brutto für den Firmenwagen abzieht oder um zu sehen, wie eine geringere Entfernung zur Arbeitsstätte sich auswirkt.

Sollte sich übrigens am Ende des Jahres herausstellen, dass du weniger als 46 Tage an deiner "eingetragenen Betriebsstätte" warst und somit keine "regelmäßige Betriebsstätte" hast, kannst du dir die 0,03%/km pro Arbeitstag wiederholen!

Bei mir ist das nämlich so. Und ich bin aktuell auch am kalkulieren, wie ich das in Zukunft mache 🙂

Von wem willst Du die denn wiederholen? Geht das auf die Firma oder von der Steuer?

Das holst du dir vom Fiskus wieder. Die 0,03%/km sind die Versteuerung des geldwerten Vorteils, den dir deine Firma durch das Stellen eines Firmenwagens für den Arbeitsweg zur "regelmäßigen Betriebsstätte" einräumt.

Fällt die regelmäßige Betriebsstätte weg, musst natürlich auch den geldwerten Vorteil darauf nicht (mehr) versteuern. Musst dir halt die Anzahl "Office-Tage" einfach von der Firma bescheinigen lassen.

Reden wir jetzt von netten Damen und Herren des Finanzamts bei denen ich dann ein paar Formulare ausfülle, oder von der Einkommenssteuererklärung?
Wenn das über die Steuererklärung geht, dann würde mich interessieren wie und vor allem wo ich das da einbauen soll.

Das würde durchaus ein paar Euronen sparen und die kann man gleich in neue Felgen investieren...

Hallo,

es bleibt die Möglichkeit, Fahrtenbuch zu führen und die Gesamtkosten dann nur anteilig als geldwerten Vorteil zu versteuern; die 1% Regelung ist eher für Leute, die den Wagen + / - 50% oder noch mehr privat nutzen.
Wenn man nichts zu verbergen hat, gibt es für 150 Euro GPS-Logger zum Einbau, bei denen man dann nur noch über USB kurz die Fahrziele ergänzt (wiederholte Ziele werden erkannt), vom Finanzamt anerkannt.

Würde ich die 1% Regel nutzen (80% dienstliche Nutzung), könnte ich vom wirtschaftlichen Standpunkt aus das FZG gleich privat kaufen und 30 Cent / Kilometer ansetzen.

N.

Zitat:

Original geschrieben von der_kappi


Reden wir jetzt von netten Damen und Herren des Finanzamts bei denen ich dann ein paar Formulare ausfülle, oder von der Einkommenssteuererklärung?
Wenn das über die Steuererklärung geht, dann würde mich interessieren wie und vor allem wo ich das da einbauen soll.

Das würde durchaus ein paar Euronen sparen und die kann man gleich in neue Felgen investieren...

Wie das genau abläuft, kann ich dir leider auch nicht sagen. Noch fahre ich ein privates Kfz und kenne die Regelung nur, da ich mich aktuell damit beschäftige das zu ändern.

Zitat:

Original geschrieben von V64MOTION


Hallo,

 

es bleibt die Möglichkeit, Fahrtenbuch zu führen und die Gesamtkosten dann nur anteilig als geldwerten Vorteil zu versteuern; die 1% Regelung ist eher für Leute, die den Wagen + / - 50% oder noch mehr privat nutzen.

Wenn man nichts zu verbergen hat, gibt es für 150 Euro GPS-Logger zum Einbau, bei denen man dann nur noch über USB kurz die Fahrziele ergänzt (wiederholte Ziele werden erkannt), vom Finanzamt anerkannt.

 

Würde ich die 1% Regel nutzen (80% dienstliche Nutzung), könnte ich vom wirtschaftlichen Standpunkt aus das FZG gleich privat kaufen und 30 Cent / Kilometer ansetzen.

 

N.

Das ist sehr richtig und bei meiner Kalkulation auch rausgekommen. Zumal du bei einem Neufahrzeug weit mehr als die 30ct/km ansetzen kannst, wenn du Rechnungen, Leasing- oder Finanzierungsrate, etc. mit angibst.

Außerdem ist ein Neuer oder Gebrauchter voll nach persönlichem Gusto mit ein paar Kilometern runter meistens viel "cooler", als ein Firmenwagen, der einer Full-Service-Pauschale unterliegt und vielleicht gar nicht so toll ist.

Bei mir ist das quasi ein Unterschied von 50PS und Sportlichkeit 🙂

Deine Antwort
Ähnliche Themen