Freie Fahrt für freie Radler?

Guten Tach zusammen,

hab eben dieses hier gefunden:

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Ich als begeisterter Auto-, Motorrad und Fahrradfahrer weiß noch nicht so recht, wie sich die Situation entwickeln wird und was ich davon halten soll. Hier in Berlin muss man als Radler bereits jetzt, und vor allem auf Radwegen, extrem aufpassen, dass man nicht unter die Räder kommt.

Ob dieses Gesetz zur Entspannung beiträgt, kann ich noch nicht genau sagen. Aber ich finde, dass die Radwege sehr viel besser sein könnten, als sie momentan sind.

So, was meint Ihr? Gut so? Oder war es besser, wie es war?

Beste Antwort im Thema

Man merkt, dass der Verfasser dieses Textes Autofahrer nicht leiden kann und diese mehr oder weniger pauschal als rücksichtslose "Verkehrsschädlinge" über einen Kamm schert. Das erweckt in mir das Gefühl, dass dieser Autor genau zu DER Klientel Radfahrer gehört, die auch gerne mal auf ihrem Rechtsvorteil als schwächerer Verkehrsteilnehmer pocht - egal ob es ungesund ist oder nicht.

Zitat:

Viele Autofahrer wollen rollende Hemmnisse nicht akzeptieren. Dem Radfahrer hilft da nur ein dickes Fell und ein gesundes Selbstbewusstsein.

Dieses gesunde Selbstbewusstsein bringt dem Autofahrer vielleicht Punkte und eine Geldstrafe ein - der Radler fährt ins Krankenhaus oder auf den Friedhof. Den "Tip" des Autors halte ich daher für groben Unfug - weil er lebensgefährlich ist.

Gruss
Jürgen

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Und genau aus dem Umstand, dass es Leute wie Dich @Taxidiesel gibt, sind die Radfahrer in den Augen vieler Autofahrer so verschrien. Die Selbstverständlichkeit, mit dem Rad unter Alkohol am öffentlichen Strassenverkehr teilzunehmen und rote Ampeln zu überfahren ist schon bewundernswert. Und wenn dann was passiert ist das Gezeter gross.

Diesen so tollen "rechtsfreien Raum" gibts für Radler übrigens gar nicht. Den nimmst Du Dir einfach heraus ohne zu fragen 😉

Gruss
Jürgen

Zitat:

Original geschrieben von kerberos


Irgendwie vermisse ich hier gerade den Irnonie-Smilie....

Wenn Du es wirklich ernst meinen solltest (was ich mir nicht vorstellen kann), dann bist Du den Lappen schneller los als Du gucken kannst.

Ich vermisse den nicht, dafür seh ich zu viele depperde Radler.

Das mit dem schein is eher ein schlechter Scherz.Kontrolliert, geschweige denn erwischt wirst eh nie.

Ich verstehe dennoch nicht, warum ich für ein verzerrtes Radfahrerbild sorgen soll. Ich behindere keine Autofahrer. Ich würde mich selber darüber ärgern. Wenn ein Autofahrer an der roten Ampel steht und sieht, wie ich parallel zu ihm die Fußgängerampel mißachte und über rot fahre, warum regt er sich dann auf und schimpft auf mich? Es behindert ihn nicht. Ist es Verzweilfung, weil er es selber gern machen würde, aber mit dem Auto die Überwindung zu groß ist? Fahrrad und Auto sind beides Kompromisse. Der eine kann bei Regen trocken fahren, ist stets schnell und faul unterwegs, aber auch weniger frei, er hat ein dickes Auto. Fahrradfahren ist nicht so komfortabel, dafür hat man mehr Freiheiten, passt zwischen Pollern her und so wie man als Fahrradfahrer dem Autofahrer den trockenen Kopf gönnt sollte man als Autofahrer nicht ins Lenkrad beißen wenn man sieht, wie ein Pedalist eine leere Kreuzung überfährt.

Ich bin übrigens grad ein bisschen baff geworden. Ich habe mir den Bußgeldkatalog durchgelesen. Die Strafen für rote Ampeln sind schon hoch. Dazu gibt es einen Punkt. Die anderen Gelder sind moderat, wenns auch einige sehr alberne Straftatbestände gibt.

Eine über sieben Jahre alte Person auf einem einsitzigen Fahrrad befördert: 5€

Freihändig fahren: 5€

Rote Fußgängerampel: 45€ !! Schon hart, nächste mal steige ich vielleicht besser vorher ab und schiebe mein Rad drüber.

Mir ist es volkommen egal, was die Radler machen, von mir aus können sie quer über eine voll befahrene Autobahn fahren. Das einzige, was mich stört ist die gezwungene Rücksichtnahme auf die ach so schwachen Verkehrsteilnehmer und die Schuldzuschieberei, wenn was passiert.

Und es gibt genug Radler, die den kontakt zum Auto geradezu suchen .

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Ginge dies, würde ich es unterschreiben.

Zitat:

........... können sie quer über eine voll befahrene Autobahn fahren. .............

😁... käme auf einen Versuch an

Zitat:

Ginge dies, würde ich es unterschreiben.

😁 nicht unterschreiben --

versuchen

LG r.

Zitat:

Original geschrieben von Taxidiesel



Zitat:

Original geschrieben von kerberos


Wenn Du es wirklich ernst meinen solltest (was ich mir nicht vorstellen kann), dann bist Du den Lappen schneller los als Du gucken kannst.
Ein Beispiel für unterschiedliche Wahrnehmung. Jeder liest das, was er lesen will und von seinem Gegenüber erwartet. Möglichweise ist in deinem Kopf ein Bild von einem Typen, der auf einem klapprigen Fahrrad ohne Beleuchtung quer über rote Ampeln fährt, das ganze mit ner Fahne von hier bis Castrop-Rauxel.

Gut, das klapprige Rad stimmt meistens. Es beschleunigt und bremst und wenn ich es will leuchtet es sogar zweifarbig. Ich sage: Wenn ich abends unterwegs bin und trinken möchte fahre ich mit dem Fahrrad. Wenn ich vor einer Ampel stehe oder auf sie zugefahren komme und es ist kein Mensch auf der Kreuzung fahre ich hinüber. Wenn ich auf dem falschen Radweg fahre, weil ich ohnehin auf dieser Straßenseite bin und mein Ziel auf derselben ist bleibe ich dort. Wenn es die Situation zulässt. Ich bin ja kein Rowdy.

Wer unter Alkoholeinfluß auf dem Rad hockt und dabei selbst entscheide ob eine rote Ampel für ihn gilt oder nicht, der ist für mich ein Rowdy.

Was würdest Du sagen, wenn Du mit dem Auto unterwegs bist, und Dir so ein Experte quer vors Auto fährt, weil er Dich an der Kreuzung gar nicht hat kommen sehen und dadurch auf Deiner Kühlerhaube landet?

Zitat:

Original geschrieben von patti106



Zitat:

Original geschrieben von DerMatze


/me kurze information zu meiner person: rund 200km/monat auf dem fahrrad unterwegs in der fahrradstadt erlangen. fehlverhalten von radfahreren, fußgängern, autofahrern sehe ich häufig genug - rechtliche konsequenzen eher selten bis garnicht.

200km pm sind jetzt aber nicht sonderlich viel.😉
Dreimal die Woche der Hinweg mit entsprechendem Rückweg.

natürlich nicht besonders viel. Da ich das nur in der stadt fahre (inkl. der damit verbundenen probleme) reicht mir das vom gefährdungspotential 😉

ansonsten bin ich auch der meinung, dass die strafen für radfahrer (z.b. kein licht, nicht stvo-entsprechendes fahrrad, etc.) deutlich zu gering sind. der gleichen meinung bin ich aber auch bei vielen vergehen von autofahreren. ebenso die kontrolldichte ist deutlich zu gering!

Zitat:

Original geschrieben von kerberos


Wer unter Alkoholeinfluß auf dem Rad hockt und dabei selbst entscheide ob eine rote Ampel für ihn gilt oder nicht, der ist für mich ein Rowdy.

Was würdest Du sagen, wenn Du mit dem Auto unterwegs bist, und Dir so ein Experte quer vors Auto fährt, weil er Dich an der Kreuzung gar nicht hat kommen sehen und dadurch auf Deiner Kühlerhaube landet?

Schau mal, kerberos, niemand will mit seinem Radel quer vor's Auto fahren um sich dann auf der Motorhaube abzulegen. Worum es hier geht ist, eine Straße zu überqueren, wenn diese frei ist. Das machen Millionen Menschen jeden Tag, z.B. an einer vorfahrtberechtigten Staße - dann können sie auch nur dann fahren, wenn frei ist. Und das müssen sie auch selbst entscheiden, ob frei ist oder nicht. An der Ampel könnte man das genauso machen, man tut's nur nicht, wegen der möglichen unangenehmen Sanktionen. Der Radler hat diese Sanktionen in erheblich geringerem Maße zu fürchten - ergo fährt er eben auch schon mal bei rot, wenn halt alles frei ist. Wo ist da das Problem?

Bist Du Dir ganz sicher, daß ein Radler eine rote Ampel eher überfahren darf als ein PKW-Lenker mit seinem Gefährt?

Ich rede dabei nicht von einer Fußgänger-Ampel über der ein Radler seinen Drahtesel schiebt und als Fußgänger anzusehen ist.

Egal, ich bremse nicht für Radfahrer, da ich im Zweifel sowieso eine Mitschuld bekomme 😁

Zitat:

Original geschrieben von Qarks


Mir ist es volkommen egal, was die Radler machen, von mir aus können sie quer über eine voll befahrene Autobahn fahren. Das einzige, was mich stört ist die gezwungene Rücksichtnahme auf die ach so schwachen Verkehrsteilnehmer und die Schuldzuschieberei, wenn was passiert.

Und es gibt genug Radler, die den kontakt zum Auto geradezu suchen .

Die Rücksichtnahme sollte sowieso da sein, da Radler die schwächeren Teilnehmer sind. Das hat nichts damit zu tun, ob Radler sich danaben benehmen oder nicht. Wenn kracht, dann ist die Chance, dass der Radler verletzt wird sehr hoch. Mit dem Rad einen PKW Fahrer zu verletzen wird sehr schwer.

Bei Fußgängern wird man auch zur Rücksicht gezwungen. Und? Das sind nun mal die Schwächeren, da ist Rücksicht angesagt.

Dass Radler den Kontakt zu PKWs suche, halte ich für eine sehr subjektive Sichtweise. Ich hab noch keinen "suicidal biker" gesehen. Trotzdem liest man fast täglich von gestorbenen Fahrradfahrern. Sehr häufig passiert dies beim Abbiegen in Verbindung mit fehlendem Schulterblick. Ein Freund hat hier in Berlin einen Freund verloren. LKW bog ab und machte keinen Schulterblick. Radler tot.

Nur zur Sicherheit: Mit diesem Statement will ich nicht PKW Fahrer vorverurteilen. Fehler werden auf BEIDEN/ALLEN Seiten gemacht.

Dass es auch anders gehen kann hab ich mal in den USA erlebt. Im Zuge einer Radtour durch die Rockies haben wir uns einmal verfahren. In Montana ist die Benutzung der AB auch für Fahrräder erlaubt. Wir landeten also auf einem Highway. Soweit kein Problem, da wir natürlich auf dem Standstreifen waren. Dann kam eine Baustelle, wo in jede Richtung nur eine Spur war. Also mussten die PKWs, WoMos und Trucks auf unser Tempo runter. Wir haben natürlich alles gegeben. Und was passierte? Nichts, kein Hupen, kein Gebrülle. Das wäre hier (selbst wenn es keine AB wäre so def. nicht möglich).

Heute morgen in Berlin (nicht auf der AB!). Wieder nur zwei Spuren (je Richtung eine). Im Gegenverkehr steht ein Müllwagen, die Fahrbahnen durch eine orangene Linie (Baustelle) getrennt. Was passiert hier: Die Autos scheren aus, über die Linie, auf meine Fahrbahn. Ich muss bremsen und die Straße verlassen um nicht überfahren zu werden. Dazu noch nicht freundliche Handzeichen. Muss das wirklich sein?

Der Radler darf die rote Ampel natürlich genausowenig mißachten wie der Autofahrer, ganz klar. Die Wahrscheinlichkeit, daß man den Radler dafür belangt ist aber weitaus geringer - eine Blitzerampel interessiert den z.B. Null. Außerdem kann man mit dem Rad eine Ampel auch umfahren, etwa über die Fußgängerampel.

Wenn es denn doch mal scheppert, zwischen Auto und Fahrrad, dann ist es eben nicht so, daß der Autofahrer immer eine Mitschuld angelastet bekommt. Man muß nämlich zwischen Schuld und Haftung unterscheiden. Selbst wenn der Autofahrer an der Kollision absolut unschuldig ist, dann muß er trotzdem u.U. für einen Teil des Schadens haften, eben wegen der erhöhten Betriebsgefahr, die von einem Auto ausgeht.

Ähmm, sorry. Radfahrer wollen als gleichberechtigte Verkehrsteilnehmer angesehen werden und dann Extrawürstchen wie "Duldung von Rotlichtverstössen" haben? Wie witzig ist das denn... 😕

Also entweder es halten sich ALLE an die geltenden Vorschriften oder wir vergessen das ganze System und jeder darf tun und lassen was er will. Aber dann bitte nicht nur Radfahrer und Fussgänger sondern auch Motorrad- Auto- und LKW-Fahrer.

Von mir aus kann sich der Radler zusaufen und auf den Radweg Schlangenlinien fahren oder sich auf die Nase legen. Aber wenn er den gleichen Verkehrsraum nutzt wie ich, dann hätte ich auch gern, dass er die gleichen Regeln befolgt wie alle anderen die diesen Raum nutzen. Hab ehrlich gesagt keine Lust, meinen Kopf als "stärkerer Verkehrsteilnehmer" mit in die Schlinge zu legen nur weil einer mit 2 Promille vor meinem Fahrzeug mit dem Radl auf die Nase fällt und den Unfall provoziert. Dafür hab ich keinerlei Verständnis.

Gruss

Zitat:

Original geschrieben von Caravan16V



Zitat:

Original geschrieben von Ducati-Niko


@all: Es gibt Radwege die Kurven haben, die man ab einer gewissen Geschwindigkeit einfach unfahrbar werden. Keine Warnhinweise nichts. Einfach mal eine starke Kurve; gerade aus ein Mast. Nicht lustig.
Naja, das gibts aber nicht nur auf Radwegen sondern auch auf normalen Strassen. Auch als Autofahrer kann man nicht jede Kurve mit der gewünschten Geschwindigkeit "nehmen" 😉

Ich denke, es gibt zwei Grundprobleme:

1)
zu schlecht ausgebaute Radwege mit zu vielen potentiellen Gefahrenstellen

2)
zu wenig Rücksicht seitens der Radfahrer UND Autofahrer (wobei mir zumindest die fehlende Rücksicht der Radfahrer irgendwie nicht richtig eingeht - eigentlich hat doch jeder Mensch einen Überlebenstrieb...)

An 1) könnte man mit viel Geld was machen. An 2) ändert sich wahrscheinlich nur durch drakonische Strafen etwas, wobei hier der Autofahrer aufgrund seiner leichten Identifikation via Nummernschild benachteiligt ist.

Gruss
Jürgen

Nun. Der Autofahrer zahlt dafür nicht mit dem Leben oder der gesundheit, wenn Fehler gemacht werden.

Nach meinem heutigen Erlebnis denke ich, dass es sogar besser ist, wenn radler keine kennzeichen haben. Die Polizeien müssten sonst permanent Anzeigen entgegen nehmen, nur weil Radler korrekter Weise auf der Fahrbahn fahren und der Autofahrer mal wieder keine Ahnung hat.

Ich denke, jeder Radler ist sich der Gefahr bewußt, dass er zum einen körperlich was abbekommen könnte und zum anderen dass Vergehen auch geahndet werden können.

Ich kann mir nicht vorstellen@Caravan, dass jemand ernsthaft fordert auf der einen Seite mehr Rücksicht um gleichzeitig zu fordern, dass das eigene Fehlverhalten keine Konsequenzen nach sich zieht.

Wenn einer der Meinung ist, er müsse besoffen über die Straße fahren, dann braucht der auch keine 1,6 promille um dafür Ärger zu kriegen. Wenn er denn angehalten wird. Das ist das Problem. Die Ungleichbehandlung ärgert die Autofahrer.

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