Freie Fahrt für freie Radler?
Guten Tach zusammen,
hab eben dieses hier gefunden:
Ich als begeisterter Auto-, Motorrad und Fahrradfahrer weiß noch nicht so recht, wie sich die Situation entwickeln wird und was ich davon halten soll. Hier in Berlin muss man als Radler bereits jetzt, und vor allem auf Radwegen, extrem aufpassen, dass man nicht unter die Räder kommt.
Ob dieses Gesetz zur Entspannung beiträgt, kann ich noch nicht genau sagen. Aber ich finde, dass die Radwege sehr viel besser sein könnten, als sie momentan sind.
So, was meint Ihr? Gut so? Oder war es besser, wie es war?
Beste Antwort im Thema
Man merkt, dass der Verfasser dieses Textes Autofahrer nicht leiden kann und diese mehr oder weniger pauschal als rücksichtslose "Verkehrsschädlinge" über einen Kamm schert. Das erweckt in mir das Gefühl, dass dieser Autor genau zu DER Klientel Radfahrer gehört, die auch gerne mal auf ihrem Rechtsvorteil als schwächerer Verkehrsteilnehmer pocht - egal ob es ungesund ist oder nicht.
Zitat:
Viele Autofahrer wollen rollende Hemmnisse nicht akzeptieren. Dem Radfahrer hilft da nur ein dickes Fell und ein gesundes Selbstbewusstsein.
Dieses gesunde Selbstbewusstsein bringt dem Autofahrer vielleicht Punkte und eine Geldstrafe ein - der Radler fährt ins Krankenhaus oder auf den Friedhof. Den "Tip" des Autors halte ich daher für groben Unfug - weil er lebensgefährlich ist.
Gruss
Jürgen
226 Antworten
Zitat:
Original geschrieben von NOMDMA
Ich kenne keine am öffentlichen Straßenverkehr teilnehmende Gruppe, die derart viele schwere Verkehrsverstöße begeht wie die Radfahrer.
Schonmal auf einer verkehrsreichen Straße ohne Radweg gezählt wieviele Autofahrer den korrekten Seitenabstand beim Überholen einhalten? Das Problem ist eher eins der Wahrnehmung. Der Radfahrer ohne Rot wird als schwerer Übeltäter wahrgenommen, aber selber mit weniger als 1,5m Seitenabstand überholen ist kein Thema, man kann ja Autofahren. Oder geh auf die Autobahn. Erschreckend was viele Leute da unter ausreichendem Sicherheitsabstand verstehen. Mit den tollsten Argumentationen warum man denn mit weniger Abstand auskäme.
Denke das ist eher personenbezogen als fahrzeugbezogen. Entweder man ist bemüht sich soweit möglich an die Verkehrsregeln zu halten und rücksichtsvoll zu fahren oder nicht. Das Verhalten wird sich nicht mit dem Verkehrsmittel ändern.
Gruß Meik
Hi
Ahhh jetzt sind als die Radwege auch schon nicht recht? Ich sehe schon das ist wieder einer der Threads wo alles schlecht ist und jeder alles besser machen würde.
@bsenf: Offensichtlich bist Du kein Radfahrer oder warst noch nie in einer Stadt auf Radwegen unterwegs. Einfach sich selber eine Meinung bilden und nicht gleich lospoltern, dass Du die Radler "eh gefressen hast".
Was soll da für eine Diskussion bei rauskommen? Jedenfalls keine sinnvolle.
Hallo Meik,
schon mal in Freiburg gewesen? Wenn nein, solltest Du das unbedingt mal antesten und einfach ne halbe Stunde mit Auto oder Motorrad durch die Innenstadt fahren. Danach kannst Du mich evtl. verstehen. Jürgen kann Dir dazu sicherlich auch die eine oder andere Anekdote erzählen.
Gruß
Frank
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Ich bin der Meinung, daß es funktionieren kann, wenn sich beide Seiten an gewisse Spielregeln halten.
Leider muß ich immer wieder Radfahrer beobachten, die selbst die simpelsten Verkehrsregeln missachten und ich muß immer wieder Autofahrer beobachten, die Radfahrer schlichtweg als Verkehrsteilnehmer ignorieren.
So kann das nix werden.
Ich fahre auch gerne mal Rad, aber nur in der Freizeit auf Strecken ohne Autos.
Zitat:
Original geschrieben von bsenf
Ahhh jetzt sind als die Radwege auch schon nicht recht? Ich sehe schon das ist wieder einer der Threads wo alles schlecht ist und jeder alles besser machen würde.
Prinzipiell hat keiner was gegen Radwege, sicher auch nicht die Radfahrer. Die hätten auch gerne ihren eigenen Weg wo sie ungestört von Autos sind. Du solltest dir nur mal die Mühe machen und gucken in welchem Zustand die Wege vielfach leider sind 🙁
@nomdma: In Freiburg war ich noch nicht, aber in zig anderen Städten mit vielen Radfahrern. Bleibt nicht aus wenn man aus dem Münsterland kommt. Klar sind da unzählige die meinen für sie gelten die Regeln nicht. Nur fahr mal umgekehrt als Radfahrer durch die Stadt und zähl nach wie viel Autofahrer viel zu wenig Abstand halten, die Vorfahrt nehmen usw.. "Schwarze Schafe" gibt es bei allen Verkehrsteilnehmern zu genüge, vom Fußgänger über den Radfahrer bis zum LKW-Fahrer. Daher halte ich es für wenig zielführend in einer derartigen Diskussion mit großartigen Schuldzuweisungen anzufangen - auf allen Seiten natürlich.
Worum es geht ist aus der aktuellen Situation das bestmögliche zu machen. Für die Instandhaltung und vernünftigen Neu/Ausbau fehlt es meist an Geld, teilweise IMHO auch an politischem Willen und/oder nötiger Kenntnis wie man Radwege sicher und gut fahrbar gestaltet. Nur lässt sich hieran kurzfristig nichts ändern.
Von daher halte ich es schon für sinnvoll die Benutzungspflicht in vielen Fällen zu überprüfen. Nicht ohne Grund gibt es Verwaltungsvorschriften wie ein Radweg aussehen sollte um als benutzungspflichtiger gekennzeichnet zu werden. Die meisten erfüllen diese Bedingungen nicht, auch neu gebaute, und sind trotzdem als benutzungspflichtig gekennzeichnet. Für einen Autofahrer: Stellt euch vor eine Autobahn würde in Schlangenlinien mit 2m breiten Fahrspuren gebaut. Ich kenne Rad+Fußwege für beide Richtungen die kaum mehr als 1m breit sind, 50cm hat aber schon schnell ein Fahrradlenker. Wie soll das vernünftig funktionieren? 😕
Die Städte kennen die Vorschriften, von daher verzichten die meisten auch darauf die Benutzungspflicht zu kontrollieren. Einfach aufgrund der Kenntnis dass sie bei einem Verfahren mit Verweis auf die Vorschriften wohl schlechte Karten hätten.
Gruß Meik
Zitat:
Original geschrieben von Ducati-Niko
@bsenf: Offensichtlich bist Du kein Radfahrer oder warst noch nie in einer Stadt auf Radwegen unterwegs. Einfach sich selber eine Meinung bilden und nicht gleich lospoltern, dass Du die Radler "eh gefressen hast".Was soll da für eine Diskussion bei rauskommen? Jedenfalls keine sinnvolle.
Hi
Wieviel verdient man so als Hellseher mit kaputter Glaskugel? Du bist ein Schwätzer der sich grundlos angegriffen fühlt. Ich sage nur wenn Radweg vorhanden dann auch drauf fahren. Auf ner Landstraße muss ich auch mal 70 um ne Kurve fahren obwohl 100 erlaubt sind. Das wird wohl bei dir als Radfahrer auch möglich sein. Oder bist du damit überfordert? Dann rate ich dir das Rad stehen zu lassen.
Kaputte Straßen gibts ja keine. Die armen armen Radfahrer 🙄
Zitat:
Original geschrieben von NOMDMA
Hallo Meik,schon mal in Freiburg gewesen? Wenn nein, solltest Du das unbedingt mal antesten und einfach ne halbe Stunde mit Auto oder Motorrad durch die Innenstadt fahren. Danach kannst Du mich evtl. verstehen. Jürgen kann Dir dazu sicherlich auch die eine oder andere Anekdote erzählen.
Gruß
Frank
OK, Freiburg ist natürlich Chaos pur. Studentenstadt eben. Ich würde sagen, daß sich dort gut 90% der Radfahrer nicht an die Verkehrsregeln halten und mindestens 50% der Radfahrer wirklich alles komplett schei**egal ist (Rotlichtverstösse, grobe Vorfahrtsmissachtungen, anrempeln von Fussgängern und Autospiegeln, ...). So wie sich die italiensichen Rollerfahrer in Rom verhalten, so ist der Radfahrer in Freiburg. Ohne Witz. Dagegen sind selbst gleichgültige Autofahrer fromm wie Chorknaben. Sehe ich aber eher als Ausnahme.
Gruß
Jürgen
Zitat:
Original geschrieben von Caravan16V
OK, Freiburg ist natürlich Chaos pur. Studentenstadt eben. Ich würde sagen, daß sich dort gut 90% der Radfahrer nicht an die Verkehrsregeln halten und mindestens 50% der Radfahrer wirklich alles komplett schei**egal ist (Rotlichtverstösse, grobe Vorfahrtsmissachtungen, anrempeln von Fussgängern und Autospiegeln, ...). So wie sich die italiensichen Rollerfahrer in Rom verhalten, so ist der Radfahrer in Freiburg. Ohne Witz. Dagegen sind selbst gleichgültige Autofahrer fromm wie Chorknaben. Sehe ich aber eher als Ausnahme.
Gruß
Jürgen
Das kenne ich irgendwoher.Aber wenn man drauf vorbereitet ist, steigt der Radfahrer ab. 😁
Zitat:
Original geschrieben von joschi67
Das kenne ich irgendwoher.Aber wenn man drauf vorbereitet ist, steigt der Radfahrer ab. 😁Zitat:
Original geschrieben von Caravan16V
OK, Freiburg ist natürlich Chaos pur. Studentenstadt eben. Ich würde sagen, daß sich dort gut 90% der Radfahrer nicht an die Verkehrsregeln halten und mindestens 50% der Radfahrer wirklich alles komplett schei**egal ist (Rotlichtverstösse, grobe Vorfahrtsmissachtungen, anrempeln von Fussgängern und Autospiegeln, ...). So wie sich die italiensichen Rollerfahrer in Rom verhalten, so ist der Radfahrer in Freiburg. Ohne Witz. Dagegen sind selbst gleichgültige Autofahrer fromm wie Chorknaben. Sehe ich aber eher als Ausnahme.
Gruß
Jürgen
Du meinst, er wird abgestiegen 😉
der ton des artikels ist mir relativ egal. ansonsten befürworte ich die neuregelung auch wenn sie in der praxis kaum etwas ändern wird. ein "begründete" ausnahme zur aufstellung der schilder dürfte schnell gefunden sein.
/me kurze information zu meiner person: rund 200km/monat auf dem fahrrad unterwegs in der fahrradstadt erlangen. fehlverhalten von radfahreren, fußgängern, autofahrern sehe ich häufig genug - rechtliche konsequenzen eher selten bis garnicht.
das einzigste was sich durch diese gesetze ändern wird, ist das radfahrer noch weniger aufpassen, noch weniger die stvo beachten und noch mehr auf ihr "recht" pochen....die "knautschzone" der radfahrer wird durch diese gesetzesänderungen hingegen nicht geändert....
Zitat:
Original geschrieben von MagirusDeutzUlm
das einzigste was sich durch diese gesetze ändern wird, ist das radfahrer noch weniger aufpassen, noch weniger die stvo beachten und noch mehr auf ihr "recht" pochen....die "knautschzone" der radfahrer wird durch diese gesetzesänderungen hingegen nicht geändert....
gut aus autofahrersicht. lässt sich natürlich auch umdeuten:
das einzigste was sich durch diese gesetze ändern wird, ist das autofahrer sich noch aggressiver verhalten, noch weniger die stvo beachten und noch mehr die rechte anderer ignorieren....die nicht vorhandene "knautschzone" der radfahrer wird durch diese gesetzesänderungen hingegen nicht geändert....
aber so ein kommentar in einem autoforum ist natürlich relativ unsinnig 😉
Nochmal kurz meine Frage, zwischen der wichtigen Diskussion, wer denn nun mehr Knautschzone hat und deshalb Rücksicht nehmen oder draufhalten soll:
Ändert sich nun überhaupt irgendwas für Radfahrer? 😕
PS: Immer wieder schön, wie man "nichts" diskutieren kann. 😁