Fragen zum Minisattel
Hi
Ich bin absolut nicht aus der Branche interessiere mich jedoch sehr für das Transportwesen. Hierbei interessiert mich das Minisattel Konzept sehr. Wollte mal fragen wer von euch mit so einem Gespann sein Geld verdient und wie die Erfahrungen damit sind.
Wäre net von euch wenn ihr mir ein paar Fragen dazu beantworten könntet.
Hier mal meine Fragen.
Welches Zugfahrzeug habt ihr (Sprinter, Daily, LT/ Crafter, Mascott....) mit welchem Motor und wie seit ihr mit der Zugmaschine zufrieden?
Von wem Stammt der Aufbau / Umbau sowie der Hänger und wie seidt ihr mit dem zufrieden?
Wieviel tatsächliche Ladekapazität habt ihr in kg Länge / Breite / Höhe?
Welche Vorteile hat der Minisattel noch, ausser Mautfrei, kein Sonntags- & Feiertagfahrverbot, Eurovignettefrei?
Welche Nachtteile hat er? Grösserer Verschleiss der Zugmaschine!!!!
Was fahrt ihr haupsächlich mit ihrem Minisattel und wohin?
Wie gesagt es wäre sehr nett von euch wenn ihr mir die fragen beantworten könnt.
Noch ein frohes Fest und guten Rutsch und viel Erfolg für 2009
MFG Brian
Beste Antwort im Thema
Siehe auch hier.
Sprich:
-Zugfahrzeug als Sattelzugmaschine eingetragen: kein Sonntagsfahrverbot
-Zugfahrzeug als "LKW mit Wechselaufbau, wechselweise Sattelzugmaschine": Sonntagsfahrverbot?!?
Ansonsten ist das wie so oft. Irgendjemand hat geschaut, wie er gewisse Vorschriften, Regeln und Gesetze umgehen kann. Daraus ist dann der Minisattel entstanden.
Vorteile:
- fahrbar mit Klasse BE (billigeres Personal)
- kein Wochenendfahrverbot, keine Maut und ich glaube diesen Güterkraftverkehrkram braucht man auch nicht
=> kein Vorwissen/Nachweise erforderlich
- Zugfahrzeug/Sattelauflieger sind getrennt austauschbar. Beispielsweise bei Tausch oder zum laden, wobei dieser Vorteil von den wenigsten genutzt werden dürfte
- da der Anhänger zumeist (bei Neukauf) eine Sonderanfertigung ist, können spezielle Wünsche eingebracht werden. Bei den 'großen' LKW's gibt's zwar auch Spezialanfertigungen aber oftmals wird von der Stange bzw. über den Preis gekauft (siehe Kögel Foxx).
Nachteile:
- Umbau des Zugfahrzeugs. Hierzu zählen vor allem der Einbau der Druckbeschaffungsanlage und die Bremsanlage zu den Knackpunkten. Es gibt zwar auch elektronische Bremansteuerung des Aufliegers (v.a. in Amerika verbreitet) aber hier in D bekommt man das anscheinend nur schwer eingetragen. Normalerweise verbaut den Kompressor an den Nebenabtrieb des Fahrzeug's (sofern vorhanden), anscheinend gibt's mittlerweile aber auch E-Kompressoren. Zusätzlich muß man dann noch die Bremse von Zugfahrzeug und Anhänger miteinander verbinden. (Wie siehst's dann mit der Zugabstimmung aus?)
- Zugfahrzeug: Normalerweise nimmt man wegen der Hinterachslast einen Transporter in der 5t-Ausführung mit doppeltbereifter Hinterachse. Die vertragen dann (technisch) die bis zu 1,5t Sattellast. Außerdem wären passende Stabilisatoren und (für den Komfort) ein luftgefederte Hinterachse sinnvoll. Achso: Die Hinterachse sollte angetrieben sein, da auf der VA nicht immer genügend Last liegt.
-Hinterachslast: Technisch halten die Zugmaschinen das aus, allerdings bleiben bei Leergewichten der Zugmaschine von ca. 2t bis 2,8t (grob geschätzt) meist weniger als 1t Hinterachslast übrig. Von daher muß die Lastverteilung auf dem Auflieger stimmen. Ist aber nicht so schlimm, da 1. die Gesamtnutzlast des Gespanns nicht so hoch ist und 2. meist voluminöse Sachen gefahren werden.
Aufpassen sollte man aber auch auf die Hinterachslast bei Leerfahrten. Da ist wenig ziemlich wenig Gewicht auf der Hinterachse, ich glaube Iveco schreibt eine Mindestachslast von 25% des tatsächlichen Zuggesamtgewichts auf der HA vor.
-Kraftstrang: Bei den Transportern gibt's maximal rund 180PS und 350 bis 400Nm. Dazu gibt's dann normalerweise ein Sechsgangetriebe mit (mehr oder weniger) angepasster Hinterachsübersetzung. Damit gibt's dann jenachdem das Problem, dass der 1.Gang/Rückwärtsgang zum rangieren zu lang übersetzt sind. Das geht dann auf die Kupplung. Zum anderen kanns Probleme mit den großen Drehzahlsprüngen in den Oberen Gängen geben.
-Bremsen: Nur für den 6,5t-Iveco gibt's optional einen Telma-Retarder. Eine Motorbremse gibt's bei den Transportern nicht, somit werden die Bremsen stark beansprucht. Bei den Aufliegern gibt's oft nur Trommelbremsen und durch die kleine Bereifung passen auch nur kleine Bremsscheiben an den Zug.
-Aerodynamik: Die Standardbreite bei Transporter sind rund 2m. Wenn man da einen ~2,5m breiten Aufbau für die klassischen 2,4m Innenbreite dranhängt hat man schonmal eine schlechte Aerodynamik. Spoiler gibt's wohl nicht. Bei den Dachspoilern siehts genauso aus. Ab einer bestimmten Höhe müsste das eine Sonderanfertigung sein. Eine Abhilfe dafür können gerundete oder angeschrägte Kanten des Auflieger sein.
Natürlich braucht ein großer Aufbau (den man für's Volumen braucht) den Luftwiderstand und damit die Motorlast/Verbrauch.
Außerdem sollte der Abstand zwischen der Rückwand der Zugmaschine und der Stirnwand des Aufliegers möglichst gering sein, was oftmals durch falsche/nicht Lieferbare Radstände nicht passt.
Bei manchen Minisatteln scheint nur die Optik eine Rolle zu spielen. Da wird die Zugmaschine vollverkleidet (was i.d.R. wenig bringt), dahinter stehen aber die senkrechten Flächen des Aufliegers im Wind.
-Spiegel: Wenn wir schon mal bei den Aufbauten sind: bei einem 2,5m breiten Aufbau sieht man bei manchen Fahrzeugen viel (Aufbau) und wenig (von dem was man sehen möchte).
-Schlafgelegenheit: da gibt's vier Möglichkeiten. Quer über die Vordersitze (Doppelsitzbank Beifahrer bestellen), Hintersitze bzw. Doppelkabine mit Umbau (Hintersitze raus, Holzbrett mit Matratze rein) oder in Abwandlung dazu Hatcher's Deepsleeper oder ähnliches oder einen Topsleeper (Pony, Lamar).
Zusätzlich sollte man sich dann auch noch Isolierung und Standheizung gönnen.
-Beladbarkeit: normalerweise sind max. 1,2t Staplerachslast erlaubt (wie gemessen?). Die wird man aber in den seltensten Fällen benötigen, da die Standardrampen wahrscheinlich zu hoch sind.
-LaSi: Hier stellt sich wieder die Frage wie das Fahrzeug ausgerüstet ist. Wenn ich nur ein paar 400daN Zurrpunkte habe für dich ich dann auch noch spezielle Haken brauche, könnte das ganze interessant werden.
-Wartung/Reparatur: In D gibt es nur eine Handvoll Hersteller/Umbauer. Von daher könnten eventuelle Reparaturen kosten- und zeitintensiv sein. Ein Ausfall des Fahrzeug's dürfte sowieso der GAU sein, da man keinen schnellen Ersatz bekommt.
Und dann gibt's auch noch die Konkurrenz:
-den klassischen 7,5-Tonner
-den (aufgelasteten) Transporter mit Anhänger
-den 12-Tonner, ob jetzt als Solofahrzeug, 7,5-Tonner mit Anhänger oder 12t-Sattelzug
Hersteller von Minisatteln: Blomenröhr, Pagenkopf, Tang, Beck, Kuvvetli, Taxo, Saxas, H&K, Barthau, Harbeck, Ackermann, Butzen, Spier um mal einige zu nennen. Ansonsten könnte man noch in der Schweiz und in Österreich nach Herstellern schauen.
Fahrer von solchen gespannen dürfte es hier relativ wenige geben und ob die ihre Erfahrungen teilen wollen steht auf einem anderen Blatt.
46 Antworten
Hi Leute,
hab mir in den letzten drei jahren meinen traum erfüllt und mir nen wohnauflieger aufgebaut.
grundlage für den auflieger war ein alter kühlkoffer von nem lkw und ein heruntergekommener bauauflieger.
mit hilfe meiner begabten kumpels,welche im fahrzeugbau tätig sind, haben wir stück für stück in unzähligen stunden was geschaffen, worauf mann stolz sein kann, was wir auch sind!
Zitat:
Original geschrieben von rennicamp4
Hi Leute,hab mir in den letzten drei jahren meinen traum erfüllt und mir nen wohnauflieger aufgebaut.
grundlage für den auflieger war ein alter kühlkoffer von nem lkw und ein heruntergekommener bauauflieger.
mit hilfe meiner begabten kumpels,welche im fahrzeugbau tätig sind, haben wir stück für stück in unzähligen stunden was geschaffen, worauf mann stolz sein kann, was wir auch sind!
sieht echt toll aus
Hallo,
in den Zeiten der Bordelektronik, die jetzt auch ein EBS (Elektronisches Berems System) beinhaltet, ist der Einbau von Druckluftanlage in das Zugfahrzeug nicht merh notwendig.
Auf der WWW Seite von Iveco finden sich Minisattelzugmaschinen ab Werk mit allem drum und dran.
Und eine Doppelkabine würde ich auf jeden Fall nehemn, es sei den es soll nur Nahverkehr sein (täglich Zuhause übernachten).
Sehr interessant sind aber 4x4 Picups als Sattelzugmaschinen In Österreich zu finden. Dort durfen die 4x4 Fahrzeuge (sie sind auf 3,5T aufgelestet) das 1,5 fache des Gewichtes der Zugmaschiene ziehen. Das clu der Geschichte ist, dass der Sattel am Auflieger und der Königszapfen (versenkbar in der Ladefläche ) am Zugfahrzeug montiert ist. Somit kann das Zugfahrzeug (nach dem abkopplen des Aufliegers) als normales Alltagsauto benutzt werden. Dieses ist für irgendwelche Handwerker,die nur selten größere Sachn zu transportieren haben sehr interessant.
Zitat:
Original geschrieben von Radmachp
Hallo,
in den Zeiten der Bordelektronik, die jetzt auch ein EBS (Elektronisches Berems System) beinhaltet, ist der Einbau von Druckluftanlage in das Zugfahrzeug nicht merh notwendig.
Auf der WWW Seite von Iveco finden sich Minisattelzugmaschinen ab Werk mit allem drum und dran.
Und eine Doppelkabine würde ich auf jeden Fall nehemn, es sei den es soll nur Nahverkehr sein (täglich Zuhause übernachten).
Sehr interessant sind aber 4x4 Picups als Sattelzugmaschinen In Österreich zu finden. Dort durfen die 4x4 Fahrzeuge (sie sind auf 3,5T aufgelestet) das 1,5 fache des Gewichtes der Zugmaschiene ziehen. Das clu der Geschichte ist, dass der Sattel am Auflieger und der Königszapfen (versenkbar in der Ladefläche ) am Zugfahrzeug montiert ist. Somit kann das Zugfahrzeug (nach dem abkopplen des Aufliegers) als normales Alltagsauto benutzt werden. Dieses ist für irgendwelche Handwerker,die nur selten größere Sachn zu transportieren haben sehr interessant.
ja ich weiss was du meinst hab diese Dinger schon öfters gesehen. Mein Vater hat ein Ford F 350 mit Wohnmobilaufliger schon in den Staaten gefahren... naja die haben da ja auch Platz. Da hat ne Apptheke nen Parkplatz in der Größe von einen Aldi Parklplatz bei uns
Grüße Domi
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Der Wohnauflieger sieht echt geil aus... Das wäre schon ein richtiger ersatz zu einer Wohnung...
Zu den Zugmaschinen nochmal: Die Sprinterklasse hat 6Gänge, manche LKW der 7,5t Klasse haben das doch auch. und da hat man bis zu 180PS mit 400nm. Bei den normalen LKW, hat man etwa 650nm mit 180PS... Das ist zwar etwas weniger, aber das sollte ausreichen, da man ja auch mehr drehzahl zur verfügung hat, als die 7,5t LKW. Und wenn man im Fernverkehr fährt, ist das auch nur zum Anfahren interessant, und wenn man rollt, zählt nur noch die Leistung. Bei der Sprinter klasse, kann man auch die Gänge entsprechend niedrig übersetzen.
Ich denke einfach, dass das Problem darin liegt, das hersteller wie mercedes nicht direkt solche Fahrzeuge anbieten... Die Kunden haben einfach keine lust ein Sprinter Fahrgestell zu kaufen, und dieses dann noch umrüsten zu lassen. Wenn der Kunde bei mercedes eine sprinter sattelzugmaschine direkt kaufen könnte, würden sicherlich viele dazu übergehen, und minisattelzüge fahren... Dadurch hätte man ja viele Vorteile, zum einen hat man einen niedrigeren verbrauch, durch den kleineren Motor, man muss weniger investieren, und man hat mehr nutzlast in der gleichen Klasse. Gerade wo jetzt doch viele immer versuchen Mautfrei zu fahren denke ich das sich dieses system in zukunft mehr genutzt wird.
Die meisten Volumen züge haben ja eine ladelänge von 14-15m. Wenn ein sattelzug dann eine ladelänge von 13,8m hat, denke ich das das nicht unbedingt ein Grund dagegen sein wird, wenn man dadurch doch viele vorteile hat.
Zitat:
Original geschrieben von tandem11
@RENICAMP
was ist das für eine Verlängerung hinter deinem Ducato ?? Stauraum oder was ??
das is kein Ducato sondern ein IVECO Daily
Zitat:
Original geschrieben von Road-Runner1
das is kein Ducato sondern ein IVECO DailyZitat:
Original geschrieben von tandem11
@RENICAMP
was ist das für eine Verlängerung hinter deinem Ducato ?? Stauraum oder was ??
mein ich doch fängt beides mit D an🙂
Zitat:
Original geschrieben von tandem11
mein ich doch fängt beides mit D an🙂Zitat:
Original geschrieben von Road-Runner1
das is kein Ducato sondern ein IVECO Daily
Das ist ne Werkzeugbox.
Ich bin Handwerker und nutze das Auto dienstlich. Somit kann ich mein werkzeug ordentlich transportieren.
Hi rennicamp4
Ein sehr sehr interessantes Projekt hast du dir da aufgebaut.
Respekt
Ich habe ein paar Fragen dazu, hoffe du kannst mir sie beantworten.
Welchen Motor hast du in deinem Daily und wie hoch liegt der Verbrauch
Von welcher Firma stammt der Umbau? (Ich meine jetzt nicht den Wohwagenumbau, denn hast du ja selbst gemacht mit einem Kumpel, sondern die Aufliegerkupplung an der Zugmaschine, der Auflieger usw...
Welche Masse & Gewicht hat dein Wohnanhänger?
Wie ist er ausgestattet?
Wie sieht dass Fahrverhalten eines Minisattels aus?
MFG Brian aus Lux & alles Gute für 2009
Zitat:
Original geschrieben von golf2tdi
Hi rennicamp4Von welcher Firma stammt der Umbau? (Ich meine jetzt nicht den Wohwagenumbau, denn hast du ja selbst gemacht mit einem Kumpel, sondern die Aufliegerkupplung an der Zugmaschine, der Auflieger usw...
Wenn du den Thread aufmerksam gelesen hättest dan wüsstest du dass ein Mitglied hier geschrieben hat dass Iveco so ein Teil ab Werk liefert😉
Da braucht man nichts umbauen, den Daily kann man so ab Werk bestellen.
Iveco Daily Sattelzugmaschine <- Klick mich ich bin ein Link
Motor gibt es nur den 3l mit 180PS der Daily mit dem Wohnauflieger hat noch den 3l mit 170PS
Zitat:
Original geschrieben von tandem11
Wenn du den Thread aufmerksam gelesen hättest dan wüsstest du dass ein Mitglied hier geschrieben hat dass Iveco so ein Teil ab Werk liefert😉Zitat:
Original geschrieben von golf2tdi
Hi rennicamp4Von welcher Firma stammt der Umbau? (Ich meine jetzt nicht den Wohwagenumbau, denn hast du ja selbst gemacht mit einem Kumpel, sondern die Aufliegerkupplung an der Zugmaschine, der Auflieger usw...
Hi
Iveco bietet die Sattelzugmaschine aber noch nicht sehr lange ab Werk an!!!
Ich glaube die alte Version des Daily wurde nicht sofort als Sattelmaschine angeboten des weiteren kann der Daily auch von einer anderen Firma umgebaut worden sein & nicht sofort ab Werk, dafür meine Fragen.
MFG Brian
Zitat:
Original geschrieben von golf2tdi
Hi rennicamp4Ein sehr sehr interessantes Projekt hast du dir da aufgebaut.
Respekt
Ich habe ein paar Fragen dazu, hoffe du kannst mir sie beantworten.
Welchen Motor hast du in deinem Daily und wie hoch liegt der Verbrauch
Von welcher Firma stammt der Umbau? (Ich meine jetzt nicht den Wohwagenumbau, denn hast du ja selbst gemacht mit einem Kumpel, sondern die Aufliegerkupplung an der Zugmaschine, der Auflieger usw...Welche Masse & Gewicht hat dein Wohnanhänger?
Wie ist er ausgestattet?
Wie sieht dass Fahrverhalten eines Minisattels aus?MFG Brian aus Lux & alles Gute für 2009
Hi Brian dir auch alles Gute für 2009
also ich habe den Umbau der Sattelzugmaschine auch selbst gemacht,nur Restarbeiten der Druckluftbremse erfolgte in einer Werkstatt. Da in die originale Bremsanlage eingegriffen werden muß und dadurch meine Garantie erloschen wäre.
Es gibt von Iveco eine Bauanleitung für den Hilfsrahmen. Wenn du die dort genannten Vorschriften erfüllst, ist es kein Problem das Ding durch den TÜV zu bekommen.
Die Sattelkupplung gibt es bei Fa. Jost oder Georg Fischer.
Die Druckluftbremse solltest Du nur dann selbst bauen, wenn Du damit Erfahrung hast. Es schieben ja immerhinn 4 Tonnen von hinten. Es gibt aber auch nen Bausatz von der Fa. Beka in der Schweiz. Der kostet so ca. 2300 €.
Ich habe mir den Daily mit der damals größten Motorisierung geholt. 3ltr mit 166 Ps. Das Fahrwerk ist von nem 4,5 Tonner und hat verstärkte Federn und Stabilisator an der Hinterachse. Auch hat sich die Diverenzialsperre schon mehrfach bezahlt gemacht. Bin aber dabei, mir ne Luftfeder einzubauen. Das Fahrverhalten solo ist nicht das beste. Bei holbriger Straße springt der wie nen junges Reh.
Mit Auflieger sieht das natürlich ganz anders aus. Da fährt er echt super. Wer da behauptet,daß so nen Daily oder Sprinter zu schwach ist, der hat so nen Ding noch nicht gefahren. Du mußt schon aufpassen, daß du nicht zu schnell unterwegs bist. Wenn du bei 95 das Tempomat aktivierst, kannst du ganz entspannt fahren und brauchst auch bei Steigungen nicht runterschalten oder Gas geben. Das einzigste woran ich mich gewöhnen mußte, ist die Breite.
Bei 2,55 m sieht mann in den Spiegeln nicht viel was so hinter dir los is. Ach ja und die Karre rückwärts irgendwo ne Steigung hochschieben! Da hatte ich das erste mal so meine Sorgen. Ich mußte ne Pause einlegen, weil ich meine Kupplung zum stinken gebracht habe!
Durch die Druckluftbremse kanst du die Kiste auch super runterbremsen.
Der Verbrauch liegt Solo bei 10 bis 11 ltr. Da darf mann aber auch nicht schneller wie 120 fahren und in der Stadt keine Sprints hinlegen. Mit Auflieger liegts dann so bei 13 bis 15 ltr. Im Gebirge wird´s aber auch schnell mal 18!
Da fangen dann die meisten an zu pusten, wenn ich von solchen Verbrauchszahlen rede. Ich denke aber wenn du an nem Transporte nen 7 m langen 2,5 Tonnen schweren Wohnwagen rannhängst kommst du auch dort hin. Naja aber der Auflieger ist knapp 10 m lang, hat zwei Schlafzimmer, nen Waschraum mit Dusche(90x80cm), WC-Raum getrennt, ne Küche mit großem Kühlschrank, Tiefkühlschrank, Geschirrspühler, Mikrowelle...
Ich habe 250 ltr Frisch- und Abwassertanks sowie einen Fäkalientank von 70 ltr. Geheizt wird entweder mit ner Dieselheizung oder der elektr. Fußbodenheizung.
Ich kann nur soviel sagen:
Es macht riesigen Spaß mit der Kiste durch die Gegend zu fahren und die schweißtreibenden und nervenzerfetzenden Jahre haben sich gelohnt !!!
Gruß René aus Sachsen
@ Rennicamp4
Das hört sich wie ein gelungenes Projekt an!
Vielen Dank für die Info.
Der Verbrauch ist doch nicht schlimme für das Gewicht?
Gruss, Pete