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Fragen zum 40-Tonner

Hallo!

Ich habe mal wieder ein Paar Fragen und hoffe Ihr habt wieder Antworten:

1.Wieviel Prozent der Bremsleistung übernimmt die Dauerbremse beim 40-Tonner bei Bergabfahrt?

2.Wieviele Achsen hat ein 40-Tonner üblicher Weise?

3.Wieviele Bremsen hat ein 40-Tonner? (Also Scheibenbremsen oder Trommelbremsen) An jeder Achse zwei?

4.Wieviele Reifen sind an einer durch Scheibenbremsen oder Trommelbremsen gebremsten Achse? Immer gleich viele (also zwei oder vier) oder unterschiedlich?

Vielen Dank

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18 Antworten

1. keine Ahnung

2. die meisten haben 5 Achsen

3. wie beim PKW 2 pro Achse - eine rechts und eine links

4. die Antriebsachse hat normalerweise 4 Räder und die restlichen Achsen haben 2 Räder

Moin.

Zu 1: Die Leistung der Radbremsen kann heute bis zu 1.800 kW betragen, d.h. 40 t Vollbremsung aus 80 km/h. Retarder, je nach Bauart, bringen Bremsleistungen um 300 kW. Allerdings sind sie drehzahlabhängig.

Zu 2. Näheres dazu steht in 96/53 EG bzw. § 34 StVZO.

Zu 3. An einer Achslinie hat man sinnigerweise immer zwei Radbremsen und zwar je eine pro Radseite am Achskopf. Andernfalls müsste man die Raddrehzahl mittels Abtriebswelle dorthin übertragen, wo die Bremse eingebaut werden soll (Beispiel Citroen 2 CV Vorderachse).

Zu 4. Die Anzahl der Reifen entscheidet sich erstens nach deren Traglast. Die sollte mindestens der der Achse entsprechen. Benötigt man niedrigere Ladehöhen, versucht man Niederquerschnittsreifen zu verwenden oder muss Zwillingsbereifungen verwenden. Eine Kombination Zwilling und Einzelrad auf einer Achse ist technisch gesehen Unfug, denn: wem soll das was bringen?

gruß f

1. 100%. Nur Idioten benützen beim abwärtsfahren die Fussbremse.

Die Antwort ist ja nun völliger Schwachsinn es gibt genügend Gefälle wo du auch bei heutiger Technik noch beibremsen musst.

Zu 1. Die Dauerbremse muss min. das leisten können

 

Zitat:

Die Dauerbremse soll das vollbeladene Fahrzeug in einem Gefälle von 7 % bei einer Fahrgeschwindigkeit von 30 km/h halten.

und wenn das eben nicht reicht, muss die BBA herhalten.

Ist alles eine Frage der Geschwindigkeit. Ich habe gelernt, dass man abwärts so schnell fährt, wie die Motorbremse (merke: auch der Retarder wird heiss, wenn er lfr. volle Pulle läuft) den LKW halten kann. Was passiert, wenn man sich nicht an diese Regel hält, sieht man hier immer wieder, wenn ein Ausländer den Berg runterkommt und bei jeder Achse nur noch Rauch aufsteigt oder es sogar so weit kommt, das der LKW gar nicht mehr bremsen kann.

Und der Chef wirds merken, wenn er in kurzen Abständen neue Beläge kaufen darf.

Meine Regel:

- Motorbremse zum Geschwindigkeit halten und abbremsen

- Retarder zum abbremsen

- Betriebsbremse zum anhalten

FH16 hat völlig recht, wer abwärts die Fußbremse benutzen muss, ist zu schnell unterwegs. Und wenn der Retarder bzw. das Kühlwasser heiß wird, mit Fußbremse Fahrzeug verlangsamen, bis die Motorbremse das Fahrzeug hält.

Ausnahme: scharfe Kurven oder Kehren, an denen das Fahrzeug auf sehr geringe Geschwindigkeit gebracht werden muss. Wer vorrausschauend fährt und frühzeitig alle verschleißfreien Bremsen benutzt (hohe Motordrehzahl, Motorstaubremse bzw. die neuen Motorbremsen und noch den Retarder), schafft es aber auch hier, das Fahrzeug ohne Benutzen der Fußbremse entsprechend zu verlangsamen.

Zitat:

Original geschrieben von FH16

1. 100%. Nur Idioten benützen beim abwärtsfahren die Fussbremse.

Die segeln dann einfach mit 250km/h den Berg runter?

Ich würde doch etwas vorsichtiger mit solchen Äusserungen sein.

Nicht jeder LKW hat Retarder und Motorbremse....

Ganz nebenbei: JB Hunt schult seine Fahrer die Fussbremse zur Verlangsamung (an Rampen, Kreuzungen, usw) zu benutzen ohne Runterschalten, ganz einfach weil der geringere Spritverbrauch mehr Geld spart als was Kupplungen und Bremsbeläge kosten....

Ja ich weiss, das Wort «Idioten» war doch sehr gewagt ;-) Aber ich kann mich noch an eine meiner Fahrstunden erinnern. Startpunkt war jeweils am Fusse eines kleinen Berges. Als ich losfuhr, kam von oben runter ein holländischer Sattelzug, an allen Achsen rauchte es was das Zeug hielt, er ist dann in den Parkplatz eingebogen, wo ich rauskam. Ich bin dann den Berg hoch gefahren und etwa die Hälfte der Strecke war überall noch das Gestank seiner Bremsen. Der ist ganz offensichlich ohne Motorbremseinsatz dort runter gefahren.

Zitat:

Original geschrieben von Reachstacker

Nicht jeder LKW hat Retarder und Motorbremse....

Das hingegen kannst mir jetzt aber nicht erzählen. EIne verschleissfreie Bremse ist bei schweren LKW vorgeschrieben.

Und es geht auch ohne Retarder... Ich bin mal mit einem 18-Tonnen-Volvo FM über einen hohen Alpenpass gefahren (keine Transitroute). Abwärts bin ich dann halt mit der ersten Stufe der Motorbremse gefahren, vor den Kurven hab ich die zweite Stufe eingelegt. Klar war ich langsam, aber ich musste höchstens zwei Mal bremsen und legte deutlich über 1000 Höhenmeter zurück. Es geht scho, man muss nur wollen.

Wie gesagt, ich beobachte hier (in der SChweiz) einfach die schauderlichsten Dinge. Beispielsweise eine Strecke, die ich schon häufig gefahren bin. Dort geht die Autobahn schön gerade relativ steil hinunter. Ich kann mich nicht erinnern, dort jemals einen LKW gesehen zu haben, der weniger als 80 km/h gefahren ist - aber viele, die in kurzen Abständen immer wieder bremsen. Wenn man in der entgegengesetzten Richtung hochfährt, sind aber viele LKW mit 40 bis 60 km/h unterwegs...

Ich weiss echt nicht, was einem in anderen Ländern beigebracht wird, aber hier ist eine Faustregel, dass man abwärts höchstens gleich schnell fährt wie man aufwärts könnte. Ich glaub einfach, dass das viele nicht checken und denken, dass die Fussbremse dafür da ist, um mit 40 Tonnen mit 90 km/h den Berg runterzubrettern.

@ FH16 :)

Ja da kann ich nur zustimmen: nicht schneller runter als wie hoch!

Ich weiss schon das Retarder in der Schweiz Plicht sind.

In D dann mindestens die Motorbremse.

In den USA ist (oder war bis vor kurzem) keines der beiden Pflicht, da musste man echt lernen wie es ohne geht.

Bin so mehrere male mit dem Sattel über die Rockies gefahren.

Und auch zugestimmt: Schauerliche Sachen sieht man hier auch!

Also Angst zu haben das die Idioten bald Austerben brauchen wir auch hier nicht zu haben! :D

Der Nachwuchs bei Verrückten ist scheins unerschöpflich :D

Gruss, Pete

Nachtrag: Was der Holländer gemacht hat ist aber dumm! Hat man schon rauchende Bremsen fährt man langsam auf der geraden Strecke weiter um sie zu kühlen...

He he ;-)

Also nur zur Korrektur: ein Retarder ist in der Schweiz nicht Pflicht, da habe ich mich vielleicht missverständlich ausgedrückt. Die Fahrt über den Pass mit dem Volvo war beispielsweise auch ohne Retarder (nur eben mit zweistufiger Motorbremse).

Edit: zum Holländer: er kam wirklich verdammt langsam den Berg runter, also er hat immerhin gemerkt, dass es nicht gut ist, wenn die Bremsen rauchen. Blöd ist eben, dass auf der betroffenen Strecke keine Haltemöglichkeit existiert, erst ganz unten hat's einen Parkplatz - und die Strasse geht ohne Ausnahme immer abwärts. Darum schliesse ich auch daraus, dass er eben keine Motorbremse benutzt hat, sondern permanent auf dem Pedal stand. Weil beim geringen Tempo, das er drauf hatte, hätte die Motorbremse garantiert auch einen 40-Tonner gehalten.

Wenn JB Hunt, auf Fußbremse schult, schulen die dann auch an der Seilwinde?

Irgendwie muss man ja den Anker wieder einholen ;).

Nein Scherz beiseit, aber ein BENUTZEN der Fußbremse ausser bei Geschwindigkeiten unterhalb 15 km/h zeugt nicht von fahrersichen Können. Der gute Mann/Die gute Frau hat einfach keine vorausschauende Fahrweise...

Es kann auch sein, dass die Anweisung entstanden ist, weil die Fahrer für den Retarder zu dämlich sind.

Unsinnige Maßnahmen können auch oft nur eine pragmatische Reaktion sein.

Grade bei Amerikanern könnte ich mir das sehr gut vorstellen.

@ Zielscheibe

a.) soweit mir bekannt ist hat JB Hunt auf 14 000 Sattelschleppern keine Retarder, also kann der "dumme" Fahrer es auch nicht benützen.....

b.) Ein guter Fahrer sollte wohl in der Lage sein einen LKW mit der Fussbremse zu beherrschen. und nicht wie anscheinend "moderne" Europäische Fahrer sich auf Krücken wie Retarder und Motorbremse zu verlassen.

Man kann das durchaus lernen, auch wenns schwer erscheint :D

Wenn wir den Spiess mal umdrehen wollen hier....

Bei den Ansichten zu Fussbremsen würde ich empfehlen die in Euro LKW einfach abzuschaffen...

Ich verstehe eh nicht ganz das wenn ich zeige das andere Leute manche Sachen anders machen das man sofort als Depp usw abgestempelt wird, nur Deutsche Fahrer haben Vorausschau alle anderen die es anders machen sind bekloppt?

Ab und zu hilft auch über den Tellerrand gucken...

Gruss, Pete

Moin.

Die erste verstärkte Motorbremse war die gemeinsam von Clessie Cummins und seinem Sohn Lyle erfundene Dekompressionsbremse, und zwar im Jahre 1957. Weil der Präsident der Cummins Engine Co., Bob Huthsteiner, das Patent nicht wollte, verkauften sie es an die Jacobs Mfg. Company. Diese "Jake Brake" ist bis heute in den USA in den schweren Dieselmotoren übliche Motorbremse. Alles, was in den 90ern bei uns in der Richtung erfunden wurde, nutzt im Prinzip auch die Dekompression im 3. Takt, nur technisch anders. Wer mehr Bremsleistung braucht, kauft Retarder, wenn ich mich nicht irre vorzugsweise elektrische. Selbst der neue DDC-Motor hat eine Jake-Brake und nicht das Dekompressionsventil vom Benze.

gruß f

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