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Frage zu Reifenverschleiß

Themenstarteram 8. August 2020 um 12:02

Hallo allerseits,

nachdem ich im Frühjahr meine Winterreifen noch abgefahren habe, habe ich beim Wechseln auf die Sommerreifen einen deutlichen Verschleiß beidseitig hinten/innen festgestellt.

Ich habe den Passat (B7 TDI Variant) dann gleich auf den neuen Sommerreifen in die Werkstatt zum Spurvermessen gegeben. Gemacht wurden: Spur eingestellt, Querlenker/Gummilager hinten beidseitig erneuert. Zusätzlich wurde festgestellt, dass ein Bremsbelag hinten infolge Klemmen/Korrosion stark abgenutzt war. Es wurden hinten komplett neue Beläge verbaut, Scheiben/Beläge wurden erst eine kurze Zeit vorher erneuert. Daher waren die Scheiben noch OK.

Nun ist mir die Tage ein deutlicher beidseitiger Verschleiß hinten/ eher außen aufgefallen. Die Bremsen sind hinten schonmal was warm beim Abstellen, aber nie wirklich richtig heiß oder am stinken. Wobei im Moment bei den Temperaturen alles heiß ist, was in der Sonne rumsteht. Ich wohne im Hunsrück, und da wird halt auch gebremst wenn es bergab geht. Kalt sind die Bremsen beim Abstellen (auch vorne) nie.

Auf den Bildern seht ihr einen zum Ende Mai neu montierte Hankook Reifen (h/r) in 205/55R16. Der Reifen h/l sieht genau so aus, vorne die sehen aus wie neu...halt wie neue Reifen nach 2.5 Monaten und rund 6tkm aussehen.

Ich fahre normal, bei mir halten Reifen mindestens 3 Jahre bei rund 30tkm/Jahr wobei im Winter auf Winterräder gewechselt wird. Vorher hatte ich auch diesen Hankook, und er hat 3 Jahre drurchgehalten. Meine Michelin A5 Winterreifen haben von 2015/16 bis 2019/20 durchgehalten. Ich kenne solch einen Verschleiß demnach bei meiner Fahrweise nicht.

Also stimmt da was nicht. Ich war heute in meiner Werkstatt und habe das "Spureinstellen" im Mai reklamiert. Es konnte heute nur kurz die Freigängigkeit der Hinterräder geprüft werden. Es schleift nichts. Die Elektrische Feststellbremse sieht auch OK aus. Ein Prüfen auf dem Bremsenprüfstand war unauffällig. Der Reifen (Traglast) entspricht den Angaben im Schein, also alles soweit richtig. Ich werde den Wagen im laufe der nächsten Woche zum genaueren gucken und neu Vermessen in der Werkstatt abgeben.

Mir geht es hier nicht darum auf der Werkstatt rum zu hacken, die waren (wie immer) bemüht und hilfsbereit. Wenn da was schief gelaufen ist, werden wir uns auch schon einig.

Meine Frage ist eher, was kann das sein? Kann sich die Spur nach dem Vermessen verstellen, weil sich die neuen Querlenker etwas setzen? Ich bin auf jeden Fall gespannt was die Werkstatt die Tage feststellt und wie wir wegen der fast "fertigen" Hinterreifen klar kommen werden.

Hat jemand eine Idee woran der hohe Verschleiß liegen kann?

Passat B/ 2.0 TDI h/r
Passat B/ 2.0 TDI h/r
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38 Antworten

Eher ist zu befürchten das die Geometrie nicht korrekt eingestellt wurde. Möglicherweise wurde beim Vermessen etwas geschlampt und dadurch waren die Werte auf dem Papier zwar ok aber eben nicht in der Realität.

Vielleicht mal bei einem Reifenhändler gegenprüfen lassen. Leider zeigt sich immer wieder das Vertragswerkstätten nicht zwingend die Kompetenz haben Fahrwerke korrekt zu vermessen und einzustellen, da sind Reifenhändler oft besser.

Sowas Ähnliches hatte ich bei meinem ersten Toyota RAV4,

Der einen Satz Reifen pro Jahr verschliss.

Ca. 7-8 Betriebe der Reifen und Gummitechnik versuchten

sich daran und jedesmal sollte es besser sein.

Dann kam ich zu reifen.com, um erneut vermessen zu lassen.

Nach einer Viertelstunde wurde ich unter mein Auto gebeten,

um mir zu zeigen, das alle vier Einsteller durch Fehlbedienung

rund gedreht waren. Also hatte man mich lange Zeit überall

betrogen.....

Die Einsteller mußten herausgebrannt werden und erneuert

werden. Danach wurde das Auto vermessen und ich brauchte

nie wieder neue Reifen. (es wurde der Nachfolger RAV4.2)

Es könnte doch ähnliches sein, vielleicht..............

 

Ach so, die Reklamationen bei den anderen Reifenhändlern

verliefen im Sande. Keiner wollte es gewesen sein und bei

Jedem war Alles in Ordnung..........Nun mach mal Was............

Kannst du das Protokoll einstellen? Um was für ein Fahrzeug handelt es sich? Bei dem einen lässt sich mehr, bei dem anderen weniger am der Hinterachse einstellen.

 

Prüfe vorsorglich die DOT-Nummern der Reifen. Nicht, dass du dich vertan hast und nur die vorderen Reifen neu genommen hast.

 

Ist es ein Fronttriebler? Dann müsste die Antriebsachse gegen die Achse mit blockierter Bremse anarbeiten und es würde meiner Meinung nach nicht den Verschleiß an einer Achse erklären. Halte ich aber für sehr unwahrscheinlich.

 

Bremsbeläge und Scheiben gerade neu und kurz danach werden die Bremsbeläge nochmals getauscht? Da drängt sich mir die Frage auf, ob die Werkstatt vernünftig gearbeitet hat.

Zitat:

........................Bremsbeläge und Scheiben gerade neu und kurz danach werden die Bremsbeläge nochmals getauscht? Da drängt sich mir die Frage auf, ob die Werkstatt vernünftig gearbeitet hat.

Das sehe ich genauso. Den wenn beim ersten wechsel der Bremsbeläge die Gängigkeit der Bremssättel überprüft und ggf. die Bremssättel gangbar gemacht worden wären, ( was zwingend notwendig ist) die Kosten für neue Bremsbeläge wären nicht entstanden.

MfG kheinz

Hallo

Auf dem Bild 2 sieht man doch das der Reifen aussen scheinbar nur minimal mehr abgelaufen ist. Der Reifen aber auch kommplett bis fast an die Verschleißgrenze abgelaufen ist.

Ich finde das sieht gar nicht so schlecht aus. Allerdings kann ich mir nicht vorstellen das du diesen Reifen noch kurz vorher erneuert hast.

Ich finde es katastrophal für 6 000 Km auf einer unangetriebenen Achse...

Zitat:

@Gummihoeker schrieb am 8. August 2020 um 17:46:22 Uhr:

Ich finde es katastrophal für 6 000 Km auf einer unangetriebenen Achse...

Hallo

Dem kann ich mich nur anschließen.

Aber was meinst du zu dem einseitigen Ablaufen. Was ist das Problem das einseitige Ablaufen, oder das kommplette Ablaufen nach 6000 Km ?

Themenstarteram 8. August 2020 um 19:45

Hallo allerseits,

vielen Dank für die Rückmeldungen.

Zunächst zu den Reifen und den Nachfragen: es wurden wirklich alle vier Reifen erneuert und die Räder von mir selbst Ende Mai am Fahrzeug montiert. Alle Reifen waren neu und haben DOT 49/19. Der einzige für mich ersichtliche Unterschied: die alten Sommer-Hankooks (Prime 3) von 2017 waren Made in Ungarn, die neuen sind Made in China...

Dann zum Fahrzeug: es ist ein VW Passat B7 2.0 TDI Variant 140PS Handschalter mit Frontantrieb. In der Vergangenheit hatte ich Vorne immer etwas mehr Verschleiß als hinten. Aber wie geschrieben wohne ich (seit über 20 Jahren am selben Wohnort) im Hunsrück. Da gibt es immer Berge und Serpentinen...aber die gibt es für mich seit 20 Jahren und mein Fahrprofil oder mein Arbeitsort hat sich nicht verändert.

Leider habe ich im Mai kein Vermessungsprotokoll erhalten, werde aber nächste Woche darauf achten. Ich habe die Reifen eben nachgemessen: Vorne überall gleichmäßig ca. 6,5mm, sehen noch aus wie neu. HR außen 2,0mm innen 4,0mm, HL außen 2,5mm innen 4,5mm.

Zu den Bremsen. Ich hatte wirklich fest damit gerechnet das hinten möglicherweise was schwer geht oder schleift. Aber ich habe selbst mit dem Mechaniker an den Rädern gedreht, als der Wagen auf der Hebebühne war, alles frei. Die Bremsscheiben und Beläge kamen komplett vorne und hinten im Sommer 2019 neu und haben vorher 120tkm gehalten. Wegen der Vermutung das geschlampt wurde: kann passieren wenn der falsche Mann im richtigen Moment dran war. Heute wurde aber auf die Schnelle nichts gefunden. Meine Werkstatt liefert sonst immer gute Arbeit und ruft bei unerwarteten Kosten an. Ich kann sofort (ist im Ort) dazu kommen und mir die Sache angucken. Ich habe mir im Mai die alten Beläge zeigen lassen, und da war einer eben fast ganz runter. Die haben was erklärt von wegen verkantet/verklemmt wegen Korrosion. Wenn man sieht wie bei uns im Winter Salz geschmissen wird, habe ich da keine Zweifel das es sein kann. Mir wurden auch nur was um 30,-EUR für die neuen Beläge berechnet, weil die Bremsen ja erst vor einem knappen Jahr gemacht wurden. Die hätten ja auch nix sagen brauchen...Wie ich geschrieben habe geht es mir nicht um Schuldzuweisungen an die Werkstatt. Die können es sich bei uns im Ort als Familienbetrieb nicht erlauben Mist zu bauen. Ich bin dort (auch mit dem Zweitwagen meiner Frau) seit fast 20 Jahren ein umgänglicher Kunde, der alle Rechnungen sofort bezahlt. Ich habe Vertrauen in die Werkstatt und die werden bei meiner "Reklamation" nächste Woche einen ihrer besten Leute damit betrauen und dann auch sicher ehrlich sagen was sie gemacht haben.

Dann noch zu der Frage worum es mir hier vorrangig geht: ich empfinde den ungleichmäßige Verschleiß (beidseitig hinten 2mm Unterschied von innen nach außen) wirklich schon grenzwertig...aber das beide hinteren Reifen nach 2.5 Monaten bzw. rund 6000 tkm fast fertig sind, geht mal gar nicht. Das finde ich schlimmer als die 2mm Unterschied. Das sind Reifenkosten von 120-140 EUR (für Hankook Ventus Prime 3 in 205/55 R16 91V) mit Montage alle 3-4 Monate...wenn man es nicht abstellt. Und dieses Phänomen besteht eindeutig erst seit dem Wechsel auf die Sommerreifen mit zeitgleicher Spurvermessung und dem Erneuern der hinteren Bremsbeläge. Meine Winterreifen wurden noch bis Mai gleichmäßig (vorne und hinten) runter gefahren. Ich hatte wirklich auf hängende Bremsen hinten getippt, aber beim Prüfen hat nichts geschliffen und alle Werte auf dem Bremsenprüfstand waren OK. Also entweder bei Vermessen kommt was raus...oder vielleicht habe ich die Reifen anfangs beim Einfahren der neuen Beläge verschlissen und es erst letzte Woche bemerkt...ich muss gestehen, dass ich das Profil (insbesondere wenn die Reifen neu sind) ja nicht wirklich ständig im Blick habe...

Hört sich soweit schon gut an, auch dass nur 30,-€ für die neuen Beläge (ich nehme inkl. Montage an) gezahlt wurde.

 

Bist du mit einer Felge mal gegen einen Bordstein geditscht? Vielleicht ist eine leicht krumm und verfälscht die Achsvermessung. Vielleicht saß das Gerät auch nicht richtig.

 

Halte und auf dem Laufenden.

Reifen aus China?

Typischer Fall für wer billig kauft, kauft zweimal.

MfG kheinz

Hankook sind sicherlich nicht die Besten, gehören aber vermutlich auch nicht mehr zu den schlechten.

 

China muss nicht immer schlecht sein, sonst hätten die wohl weniger zu tun. Es kommt ja sehr vieles aus China. Sogar der Locher und das Telefon auf meinem Schreibtisch und beides funktioniert sehr gut.

Themenstarteram 8. August 2020 um 20:06

Zitat:

 

Reifen aus China?

Typischer Fall für wer billig kauft, kauft zweimal.

Ich denke Hankook hat mit den (zu recht) verpönten Chinaböllern wenig gemein, wie die Testberichte zeigen. Und ich hatte genau den Hankook Ventus Prime 3 zuvor über 3 Jahre problemlos gefahren. Und wirklich billig ist er auch nicht. Und das Made in China erklärt auch nicht den hohen Verschleiß hinten...

Dieses ständige/allgemeine Verpönen wegen "Made in China" nervt, ich mag z.B. mein iPhone und auch andere Produkte aus China.

Meines Erachtens kann dieses Verschleißbild nur von sehr viel zu viel Vorspur an der Hinterachse kommen (was man im Fahrverhalten kaum merkt, da eher stabilisierender Effekt). Du hast geschrieben, dass die Gummilager der Querlenker erneuert wurden? Das ist für mich der springende Punkt an der Sache! Möglicherweise hat man sich da in der Teilenummer vertan und/oder die Achsvermessung nicht wirklich sauber durchgeführt. Anders ist es kaum zu erklären.

Eine klemmende Bremse würde die beiden Reifen nicht so abnutzen, da ist die Bremse viel schneller verglast und am Stinken, als der Reifen verschlissen. Außerdem: wenn die Hinterreifen so viel bremsten, träte mindestens der gleiche Verschleiß ja auch vorne auf! Dieser Widerstand müsste ja ständig durch Antriebskraft überwunden werden, also dort nochmal der gleiche Schlupf, zusätzlich zu den sonstigen Antriebskräften. Von daher kann solch ein Verschleiß an einer antriebslosen Achse nach nur 6.000km wirklich nur von der Hinterachsgeometrie kommen.

Vielleicht haben sich Schrauben der ersetzten Teile gelockert oder wurden gar nicht richtig angezogen.

Mein Nachbar (KFZ-Mechaniker) war vorgestern auch nochmals bei mir auf der Bühne, da ihm irgendwann aufgefallen war, dass er die beiden Bolzen, welche bei ihm die Hinterachse halten, nicht festgezogen sind. Sollte nicht passieren, kann aber passieren.

Ich habe die Hinterachse des Passat nun nicht so im Sinn, aber wenn die Lenker durch fehlenden Druck nicht richtig gehalten werden, dann hätten wir vielleicht eine verstellte Spur. Bei der Achsvermessung vielleicht nicht aufgefallen, und erst durch mehrfaches Bremsen verursacht. Unwahrscheinlich aber vielleicht nicht unmöglich. Die können ja nochmals mit einem Drehmomentschlüssel die Teile nachziehen.

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