ForumKaufberatung
  1. Startseite
  2. Forum
  3. Wissen
  4. Kaufberatung
  5. Frage über Nachteile EU-Import (mit Beispiel Kia Stonic)

Frage über Nachteile EU-Import (mit Beispiel Kia Stonic)

Themenstarteram 12. Oktober 2020 um 13:40

Hallo liebes Community,

ich bin ein Neumitglied und freue mich schon auf die konstruktive Diskussionen :)

Meine Freundin und ich wollen unser erstes Auto kaufen und sind leider mit kleinem Budget unterwegs. Für Gebrauchtwagen würden wir nicht mehr als 9.000 € ausgeben und für Neuwagen könnten wir eventuell auf 13.000€ steigen. Da diesen Budget nur Kleinwagen oder Kleinstwagen ermöglicht, sind wir auf der Suche nach ähnliche Autos (von der Größe) wie z. B. VW Polo, Opel Corsa, Kia Rio / Picanto usw.

Mir wurde gesagt, dass Jahreswagen gute Idee sei aber ich finde nirgendswo gute Angebote für ein Jahreswagen mit Restgarantie (meistens 1.000 - 2.000€ niedriger als NP). Deswegen finde ich das eher sinnlos, da ich in dem Fall bisschen tiefer in Geldbeutel reingehen würde und ein Neuwagen beschaffen.

Ich hatte schon schlechte Erfahrung mit einem privaten Kfz-Kauf gemacht, deswegen bleibe ich fern von den privaten Angeboten. Bei Händler sind die Preise nicht wirklich günstig für die Autos die noch Restgarantie haben.

Wie oben schon zu verstehen, uns ist Garantie ziemlich wichtig, da wir keine Zeit und kein Geld für freien Werkstätten haben (ich wohne in Berlin hier sind Wartezeiten für einen Werkstattstermin über 3-4 Wochen). Ich finde den Hersteller KIA ziemlich gut, weil sie 7 Jahre Herstellergarantie geben.

Dann bin ich auf EU-Import Wagen gestoßen (ich wusste gar nicht sowas existiert...) es gibt Händler, die Jahrzehnten zum Thema gute Erfahrungen gesammelt haben und ich möchte gerne Mal verstehen, warum nicht jeder sowas nicht macht. Die Punkte, die mich wundern lassen sind:

1. Die Herstellergarantie muss (laut EU-Gesetze) EU-weit gelten.

2. Die Gewährleistung vom deutschen Händler lösen die Probleme eh nicht wie die Herstellergarantie (lt. Erfahrungsberichte online).

3. Einige Importeure geben schon Gewährleistung mit.

Ich habe mich bisschen tiefer mit einem bestimmten Beispiel auseinandersetzt und ein Kia Stonic mit dem ungarischen und deutschen Konfigurator konfiguriert. Ich hoffe sie sind vergleichbare Ausstattungslinien. Die PDFs von den beiden Konfigurationen füge ich zum Beitrag hinzu.

In Deutschland kostet das Fahrzeug mit Ausstattungslinie Vision 20.313 € (Listenpreis)

In Ungarn kostet das Fahrzeug mit Ausstattungslinie Style 5.449.000 Ft (15.280 € mit dem Wechselkurs am 12.10.2020). Beide mit 1.0 T-GDI Motoren.

In Ungarn beträgt die MwSt. 27 % und in Deutschland liegt sie gerade bei 16 % (bis Jahresende) wenn ich die Ungarn-Nettopreis mit deutschen MwSt. umrechne, lande ich auf 15.280 x 0,73 x 1,16 =ca. 12.950 € -Das entspricht ja die online gefundene Angebote vom deutschen EU-Wagen Importeure- Auch wenn ich für die Überführung / Lieferung 2.000 € -wenn ich selbst importiere- ausgebe, bin ich immer noch 5.000 € günstiger als die Listenpreise in Deutschland. (Ich weiß man bekommt i.d.R. mindestend 10- 15 % Rabatt auf Listenpreis, ich denke das kann man in Ungarn auch erhalten.)

Ich möchte nur wissen warum nicht alle Käufer EU-Wagen kaufen, wenn die o. g. Konditionen so attraktiv sind.

ich weiß schon die Ausstattungslinie nicht immer gleich sind, aber bitte schön in welchem anderen Land zählt ein Auto ohne Klimaanlage akzeptabel? In Deutschland sehr oft gibt's keine Klimaanlage im Basismodel.

Vielen Dank für die Antworte und ich bitte um Entschuldigung, da ich kein Muttersprachler bin könnte es Fehler in meiner Schreibweise bzw. Grammatik geben.

Ähnliche Themen
8 Antworten

"In Ungarn beträgt die MwSt. 27 % und in Deutschland liegt sie gerade bei 16 % (bis Jahresende) wenn ich die Ungarn-Nettopreis mit deutschen MwSt. umrechne, lande ich auf 15.280 x 0,73 x 1,16 =ca. 12.950 €"

hier machst du einen rechenfehler (denn um den ungarischen nettopreis zu errechen darst du NICHT einfach 27% vom bruttopreis abziehen...entsprechend ist dein faktor von 0,73 FALSCH)

Wenn das auto in ungarn 15280€ incl 27% mwst kostet, wäre der ungarische nettopreis 15280 / 1,27 = 12031€

auf den ungarischen nettopreis von 12031€ dann 16% deutsche mwst obendrauf also 12031 x 1,16 = 13956€ brutto

--------------

Der Rest deiner Betrachtung ist natürlich richtig.

Beim Kauf von Eu Importeur läßt sich viel sparen, häufig mehr als der Vertragshändler hierzulande bereit ist an rabatt zu geben. Die unterschiedlichen Fahrzeugpreise in der EU sind den Märkten angepaßt, einerseits was die dort gültige Mwst angeht aber auch an die konkurrenzpreise, das allgemeine Marktgeschehen usw.

So gibt es grob gesagt länder wo Autos netto tendenziell günstiger bei uns sind und andere da sind sie tendenziell teurer, oft hängt das aber auch noch vom konkreten Hersteler ab wie der seine Preisgestalltung im jeweiligen Land fährt usw.

Wenn du in der Lage bist dein Auto zu einem günstigem Preis im EU Ausland selbst zu kaufen kannst du ggf gegenüber hiesigen Eu Importeuren durchaus noch den einen oder anderen Euro sparen je nachdem wieviel Rabatt du eben raushandeln kannst. Häufig ist es so dass Eu Importeure schon recht große Kontingente abnehmen, größer als dein Vertragshändler vor Ort aber nicht selten auch größer als irgend ein Vertragshändler im Ausland - dementsprechend günstig ggf sein Einkauf der Fahrzeug beim Hersteller.

Es kann also sein, dass den Händler im Ausland trotz halbwegs erträglichem Rabatt auch mal teurer sein kann als der Eu Importeur hierzulande. Eben vom Konkretem Markt, Modell usw abhängig.

Auch der Händler an sich wird seine Rabatte nicht immer gleich geben - nimmt er das quartal 100 autos ab um einen günstigen einkauf beim hersteller zu haben und er hat in diesem quartal was bald zuende geht erst 95 autos verkaut ist dein rabatt vielleicht besser als wenn er schon 100 oder mehr autos geschafft hat.

Gleiches ggf auch bei Eu Lagerwagen. Da werden manchmal 20 gleiche Autos von diesem und 10 gleiche Autos von jenem Typ usw geordert - die warten dann auf Käufer. Geht das Kontingent zuende kann es sein dass die letzten beiden vielleicht günstiger sind als die ersten 18, weil eben schon wieder neue im Zulauf sind. andersherum kann es auch sein dass sie teurer sind, vielleicht weil sie gehen wie geschnitten brot und man eben gerne noch ein paar € gewinn mitnimmt, oder auch welch sich die einkaufspreise für die nächste bestellte charge erhöht haben.

Fassen wir zusammen:

1. diese Preisunterschiede gibt es

2. du kannst davon direkt profitieren (selbsteinkauf) oder indirekt (zb eu händler)

3. nicht jeder kunde traut sich direkt zum ausländischen händler, das trauen sich die wenigsten, hängt nicht nur an sprachbarrieren sondern auch gesetzen, zulassungs/überführungsmöglichkeiten, und auch der zahlung (mit bargeld ins ausland möchte nicht jeder. bei der überweisung hat man ggf auch angst das geld verschwindet in dunklen kanälen)

4. viele Leute finanzieren ihre Autos. Würde im Ausland vielleicht auch gehen aber nochmal schwieriger (welcher ausländische händler oder welche ausländische autobank möchte denn hier deine einkommensverhältnisse prüfen? und möchtest du nach abzahlung deinen kfz brief im ausland abholen müssen?). Denen bleibt oft nur der weg ihr Auto hier zu kaufen oder eben ratenkredigt über die Hausbank um frei entscheiden zu können wo man denn kauft. Einige Eu Fahrzeughändler bieten auch finanzierungen an, andere nicht.

5. dann noch der Punkt dass viele Kunden gerne den Lokalen Handel unterstützen, also ihren Händler vor Ort (der hoffentlich vor ort gewerbesteuer usw zahlt) und arbeitskräfte beschäftigt - das kann im übrigen der hiesige vertragshändler sein oder aber auch der hiesige eu Neufahrzeughändler , jedenfalls nicht der Händler in Ungarn. D Sind manchem Kunden die letzten 500 oder 1500€ an Kaufpreis dann ein Stück weit egal - mitunter auch einhergehend mit der Hoffnung auf zuvorkommenderen Service (was mal zutrifft oder auch nicht...).

6. wenn dir dein lokaler händler sagt er kann mit preis xy (zb den des eu importeurs) nicht mit dann kann das stimmen oder auch nicht, eben je nachdem wie billig oder teuer er seine fahrzeuge einkauft. die möglichkeit dir eines vom eu markt zu beschaffung wird er nicht nutzen sofern er nicht darauf spezialisiert ist. blöd wirds wenn händler dir märchen bzgl qualität, austattung etc pp erzählen wollen - es mag ding geben die zutreffen (austattungsunterschiede....mal besser mal schlechter da hilft nur konkret vergleichen), qualitativ gibt es normal keine unterschiede (wobei der unterschied irgendwo fließend ist. eine dämmatte weniger hier kann der eine als qualitätsmerkmal gegen lärm sehen, für den anderen ist es ein austattungsdetail, genau wie das vorhandene notrad...oft bei ostreuropamodellen vs dem pannenkit, oder auch schmutzfänger und solche geschichten...der eine freut sich drüber, für den anderen ein optisches nogo)

1. Zum Thema Jahreswagen:

 

Wir haben in unserer Großfamilie in den letzten 5 Jahren davon 3 gekauft und zwar 2x Kleinwagen und 1x Mittelklasse.

 

Alle 3 Fahrzeuge waren aus 1. Hand, unfallfrei, zwischen 13-15 Monate alt und hatten < 29.000 km auf dem Tacho. Sie wurden mit 1-2 Jahren Werksanschlussgarantie bei Vertragshändlern gekauft. Der (fiktive) Preisnachlass betrug zwischen 35-46% auf den ehemaligen Bruttolistenpreis in Deutschland.

 

2. Zum EU-Importfahrzeug:

 

Das hatte ich auch schon und ich sparte bei einem Volvo mit BLP von 39.000€ in D beim Direktkauf und Eigenimport im EU-Ausland vor 15 Jahren bei vergleichbarer Fahrzeugausstattung knapp 18% gegenüber dem besten Angebot in D, welches damals mit 12% Rabatt auf den BLP war.

 

Was man auch heute noch beim EU-Import unbedingt beachten muss, ist die oft unterschiedliche Ausstattung der Fahrzeuge zu deutschen Ausführungen (manchmal nur ein paar Kleinigkeiten), die Lieferzeit, das EZ-Datum, den Garantieumfang und die Tatsache, dass oft bereits eine Kurzzulassung erfolgt ist, so dass man als Käufer 2. Halter wird. Zumindest letzteres wirkt sich bei einen Weiterverkauf nach 2-3 Jahren Haltedauer merkbar wertmindernd aus.

 

Auch auf goßzügige Kulanz nach Ablauf der Garantie darf man bei manchen EU-Importmodellen nicht hoffen.

 

Fazit:

 

Je nach Modell kann sich ein EU-Importfahrzeug im Vergleich zu einem (fast)genau so ausgestatteten deutschen Neu-Fahrzeug rechnen, aber die Ersparnis wird i.d.R. bei unter 15% liegen, wenn ich in D ca. 16-18% Neuwagenrabatt aushandeln kann. Wird das Fahrzeug nach 2-3 Jahren wieder verkauft, verliert man oft 3-5% der ursprünglichen Ersparnis.

 

"35-46% auf den ehemaligen Bruttolistenpreis in Deutschland."

wenn der eu-import schon ca 30% bringt sparst du mit 35% oder 40% gegenüber dem listenpreis beim jahreswagen kaum was, denn das auto ist dann:

- 1 jahr alt ->du wirst also quasi ein jahr später wieder ein neues auto kaufen oder wenn du es gleichlange behälst wie den neuwagen dann hat letzterer einen besseren restwert (der die 5 oder 10% ggf wieder egalisiert, einmal durch das alter und eben den umstand 1.hand vs 2.hand...die erste war dann häufig eine firma)

- 29tkm ->manch einer fährt nur 10 oder 15tkm im jahr. kilometermäßig betrachtet ist für so jemandem ein auto mit 30tkm auf dem zeiger dann nicht ein jahr alt sondern eben bereits 2 oder 3 jahre. du wirst also wenn du dir nach kilometern ein neues kaufst (zb der typische 80 oder 100tkm verkauf) quasi 2 oder 3 jahre eher ein neues auto kaufen

- die genannten 46% beim jahreswagen entstehen eher nur bei höherpreisigen fahrzeugen bzw fahrzeugen wo eine liste an extras angekreuzt wurde. diese extras treiben den neupreis ordentlich hoch, das erhöht schon beim neukauf oftmals den dort möglichen rabatt, der mit extras vollstopfte jahreswagen muss sich dann ggf preislich fast mit mittelmäßig ausgestatteten eu-neuwagen messen....da steht der potentielle neukäufer dann schnell vor der entscheidung a) den gebrauchten sofort lieferbar zum brauchbarem(-40%+x) preis, b) den neuen als eu-neufahrzeug mit weniger austattung fürs gleiche geld. ggf braucht man manche austattung ja gar nicht c) das eu-neufahrzeug auch gut austatten, kostet dann mehr aber vielleicht sinds eben auch nur 10% über dem preis des gebrauchten ggf sogar nur 5 oder der gleiche preis da stellt man mitunter fest dass der gebrauchte preislich unattraktiv ist (bzw eben aus den 40% per verhandeln doch noch 46% werden müssen

was sich dann lohnt oder nicht lohnt hängt letztendlich vom konkretem fahrzeug und angebot ab. das läßt sich so natürlich nicht pauschalisieren. es gibt leute die kaufen jahreswagen zum eu-neufahrzeugpreis und das bei gleicher austattung. eben weil sie preise nicht vergleichen oder diret angetan sind vom "hauspreis" des händlers bei dem sie besichtigen/probefahren. oder aber auch einfach weil der alte schlappgemacht hat/verunfallt ist und sie keine zeit für lieferzeiten haben. oder weil sie ohnehin keine (in aller regel unverbindliche) lieferzeit wollen sondern probefahren und direkt mitnehmen.

natürlich gibt es auch bei eu neufahrzeugen lagerwagen zum direkt mitnehmen. häufig auch gute angebote. manchmal läut die garantie schon ein paar wochen oder monate. oft fällt das aufs autoleben gesehen gar nicht ins gewicht gerade bei den sehr langen garantien der koreaner. bei unserem fehlten ca 6 monate an garantie (was ich auch wußte da ich informiert war wo ich hinschauen muss) - war egal bei 7 jahren garantie wenn man eh nach 4,5 die 150tkm reißt die als kilometergrenze für die maximal 7 jahre vorgegeben ist.

natürlich gibt es auch bei eu-fahrzeugen autos mit tageszulassung aber tendenziell eher weniger als beim händler vor ort. manchmal müssen lagerfahrzeuge zugelassen werden weil die abgasnorm des autos ein paar wochen später nicht mehr zulassungsfähig ist. manchmal geht es seitens der hersteller um zulassungszahlen - die möchte man in monat x oder jahr y eben möglichst hoch haben ggf um das modelle eines anderen herstellers zeitweise in den zulassungszahlen zu überholen usw. es gibt auch vorführwagen die nie als vorführer gefahren sind aber ein paar monate auf den händler zugelassen bevor sie der kunde übernimmt (sind dann halt tricks der händler - einerseits guten rabatt beim hersteller, andererseits dem kunden einen guten preis. der kunde fährt das auto mitunter ab dem ersten tag selbst)

Themenstarteram 12. Oktober 2020 um 18:55

@newt3 danke für den Korrektur, du hast völlig recht mit meiner Berechnun. Es sollte bei 13.956 € sein.

zu den Punkten:

1. und 2. die waren ja klar :)

3. Über Zulassung und Überführung kann man sich ja mittlerweile online ziemlich gut vertraut machen. Aber ich kann es verstehen, dass viele Kunden das nicht machen wollen. Überweisung sollte ja über SEPA nicht in dunklen Kanälen verschwinden (hoffentlich :) ).

4. Wer das Geld bar im Konto nicht hat, finanziert. Das ist klar. Genau aus diesem Grund würde ich versuchen, das Auto günstig wie möglich zu kaufen... Außerdem kann man mittlerweile Kredite zur freien Verwendung mit Zinzen ab 1,99 - 2,99 % nehmen. Bei vielen Autohändler ist sogar bei Neuwagenfinanzierung weit über 4 % (z. B. bei einem Opel Händel wurde ich eine Finanzierung mit ab 4,66 % Zinsen angeboten. ). Ich würde dann eine Kredit zur freien Verwendung nehmen und das Fahrzeug so finanzieren, statt Neuwagenfinanizerung.

5. Es würde mich echt interessieren, wie weit würde eine Kunde fahren würde um einen besseren Preis zu haben. Wenn ich für einen Preisvorteil vom 7.000-8.000 € erhalten kann, fahre ich gerne nach Walachei :). Das Geld ist nicht einfach zu verdienen (leider). Außerdem wurde ich bis jetzt außer 1 Händler in Berlin echt unfreundlich behandelt. Als potentielle Kunde erwarte ich eine Betreute Besichtigung eines Autos mit allen Kaufmöglichkeiten und wenn möglich eine Vergleichstabelle mit den anderen Ausstattungsvarianten das habe ich wie gesagt nur bei einem Händler erhalten. Bei allen anderen haben die Verkäufer versucht die Variante zu verkaufen, die am meistens Gewinn bringt, nicht was ich möchte bzw. was ich leisten kann. Mir wurde immer Leasing angeboten, obwohl ich kein Mietwagen-Stress haben möchte. Ich denke die Verkäufer erhalten gute Provisionen wenn sie Autos mit höheren Ausstattung per Leasing verkaufen. Wenn die Händler mich als $$$ sehen, möchte ich sie nicht unterstützen.

6. Ich meine nicht warum nicht alle Verkäufer EU-Wagen importieren, sondern warum nicht alle Käufer das nicht machen :) aber ich verstehe was Du meinst.

Neben mir arbeitet eine Arbeitskollege, welche hat schon zweite EU neu Wagen gekauft bei Deutschen Händler.

Preisunterschied zu Deutsche Ausführung, mit Rabat, war bis zu 7.000€ groß.

Zur Zeit erste Auto ist schon weiter verkauft, für gute Kurs und weitere Betzer hat Garantie bis zu 7 Jahre alter.

Anleitugs Buch bei EU Wagen hat andere Sprache, nicht Deutsch. Detsche Anleitung kanns, fürs Geld, bei nächsten Handler bestellen/kaufen.

Das Argument - EU Wagen haben anderen Ausstatung kann ich nicht ganz verstehen, weil in Deutschland, nach Kundenwunsch, Autos haben verschiedene Ausstatungen - eine möchte Pano, andere keine Leder, Drite Sportpaket, usw...

Am besten, hier in https://www.motor-talk.de/forum/kia-b362.html fragen, Sie wissen Bescheid, diese Thema ist schon mehr mals durch.

Gruß. I.

Zitat:

@newt3 schrieb am 12. Oktober 2020 um 18:42:51 Uhr:

.....

 

was sich dann lohnt oder nicht lohnt hängt letztendlich vom konkretem fahrzeug und angebot ab. das läßt sich so natürlich nicht pauschalisieren. ....

Das trifft es auf den Punkt.

 

Ich schrieb ja bereits oben,, dass sich. der Eigenimport meines Volvo finanziell lohnte.

 

Hingegen war der Kauf meines BMW 330d finanziell für mich persönlich als JW lohnender als dessen Kauf neu mit 19% Rabatt auf den BLP.

 

Ich suchte einen (fast) vollausgestatteten 3er mit 6-Zylindern (BLP 60-70k €) und fand ihn als Premium Selection Jahreswagen mit 24 tkm beim BMW-Vertragshändler mit ca. 47% Rabatt auf den ehem. BLP.

Da wäre auch ein EU-Import weit preislich von entfernt gewesen.

 

Bei Kleinwagen mit weniger Ausstattung rechnet sich ein EU-Import eher. Aber dort sind 10% Differenz von angenommenen 13k Verkaufspreis dann auch "nur" 1300 € und nicht 5K € wie bei einem Kaufpreis von 50k €.

 

Bei Jahreswagen mit hohen Nachlässen und Laufleistungen zwischen 23.000 und 25.000 km sollte man beachten, dass diese u.U. auch aus Mietwagenflotten stammen können. Das muss kein Nachteil sein - ist aber modellabhängig. Sportwagen und hochmotorisierte Cabrios / Coupés würde ich eher meiden. Die hatten wahrscheinlich Halbstarkenkontakt (die mal für ein Wochenende auf dicke Hose machen). Gehobene Mittelklasse- und Oberklassefahrzeuge waren überwiegend in Händen gut situierter Geschäftsleute.

Selbst war ich in 2017 auf der Suche nach BMW 530d und 535d. Aus Mietwagenflotten waren über das BMW-Händlernetz etliche interessante Fahrzeuge (Listenpreise zwischen 92 und 98.000 EUR) dabei die weit über 50% unter Liste lagen. Ich war hin und hergerissen zwischen einem solchen so gut ausgestatteten Fahrzeug und einem neu konfigurierten Tiguan - die Vernunft hatte jedoch gesiegt und es wurde ein Tiguan. Meinen Z4 hatte ich in 2015 als Halbjahreswagen mit Werkzulassung und Vollausstattung (nur Fernsehfunktion und Isofix fehlen) mit 16.700 km für 37% unter Liste kaufen können - und das noch im August !

Meinen Tiguan hatte ich Ende Juni 2017 dann bei einem EU-Importeur bestellt in persönlicher Konfiguration. Er stammt aus DK und was soll ich sagen - die Lieferzeit von 6 Monaten wurde exakt eingehalten. Am 11.01.2018 konnte ich ihn zulassen und abholen. Die Aussstattung entsprach weitestgehend der in Deutschland - in der Highline-Ausstattung war das AID enthalten (in D als Extra bestellbar), dafür fehlte die Scheinwerferreinigungsanlage. Der schwarze Innenhimmel war in DK separat berstellbar - in D nur in Verbindung mit dem R-Line-Paket.

Damals gab der günstigste deutsche Händler 14,1% Rabatt, der örtliche gar nur 10,4% - als EU-Import gab es ca. 23% (genau kann ich es nicht sagen wegen Innenhimmel und SWRA).

Bei der Mängelbeseitigung und bei den Wartungen gab es keine Probleme mit dem örtlichen VW-Händler. Ich wurde auch nicht schlechter behandelt (bin aber schon weit über 10 Jahre dort Werkstattkunde gewesen).

Ich würde das immer wieder machen.

Bei den Lagerfahrzeugen muss man aufpassen. Tageszulassungen im Ausland können schon mehr als 1 Jahr her sein. Bei der Suche bin ich viele Fahrzeuge gestoßen, die sich die Räder platt gestanden hatten und auch veraltetes Intertainment montiert hatten.

Bei einem Kleinwagen ist die Ersparnis in EUR nicht so hoch (prozentual schon).

Gruß aus'm Ländle

Ulrich

Zitat:

@usisseven schrieb am 12. Oktober 2020 um 13:40:29 Uhr:

Ich möchte nur wissen warum nicht alle Käufer EU-Wagen kaufen, wenn die o. g. Konditionen so attraktiv sind.

Weil die Konditionen nicht so sind wie von dir angenommen. Je nach Land ist das Rabattniveau extrem unterschiedlich. Zum Teil nicht wirklich vorhanden. Daher lohnt es sich nur die Endpreise des EU-Importeur und des Verkaufspreises eines deutschen Fahrzeugs zu vergleichen. Bei manchen Modellen/Herstellen ist der Unterschied erheblich - in anderen Fällen aber praktisch nicht vorhanden.

Bei meinem Ceed wäre die Differenz im niedrigen dreistelligen Bereich gewesen.

Für so Fahrzeuge wie den Stonic empfehle ich auch bei den deutschen Onlinehändlern zu schauen. Habe mal den Rio genommen (Stonic hat eine anstehende Modellpflege und ist aktuell nicht bestellbar). Als Spirit mit 1.0 T-GDI und technologie Paket.

Kostet nach Liste 20.900€+Überführung.

Als deutscher Neuwagen inkl. Überführung für 17.600€ (-19,4%)

Die EU-Ausführungen weichen in der Ausstattung etwas ab. Das beste Angebot was ich finden konnte lag bei 16.900€. Also durchaus eine merkliche Ersparnis - aber "nur" 700€, Das ist auch Geld aber bei weitem nicht so viel wie von dir postuliert. Ich habe schon Fälle gesehen bei denen deutsche Händler im Internet billiger als EU-Importeure waren. In meinem recherchierten Fall würde sich EU immerhin noch lohnen.

Großartige Nachteile hat ein EU-Import übrigens nicht. Die Garantie gilt Europaweit. Händlergewährleistung hast du immer - dann halt durch den Importeur. Dürfte aber nur in Einzelfällen überhaupt relevant sein (Schäden an Verschleißteilen). Da ist es nur hilfreich wenn der Verkäufer nicht am anderen Ende der Republik sitzt. Angeblich sind Hersteller bei EU-Importen weniger kulant. Zum einen ist das eher eine Behauptung - zum anderen bei 7 Jahren Garantie bei Kia völlig irrelevant. Nach mehr als 7 Jahren sind die wenigsten Hersteller noch kulant.

Deine Antwort
Ähnliche Themen
  1. Startseite
  2. Forum
  3. Wissen
  4. Kaufberatung
  5. Frage über Nachteile EU-Import (mit Beispiel Kia Stonic)