Ford/Kuga und Anhänger-Nebelschlussleuchten
Hallo Motor-Talker und Ford-Freunde!
Nach Lesen vieler Beiträge zu den Themen "Kuga und Wohnwagen" sowie "Galaxy und AHK" muss ich wohl auch was nachschieben.
Nach dem Vormodell habe ich jetzt einen Kuga 2,0 TDCI, 150 PS, 370 Nm, 4x4, EZ 29.08.17 mit schwenkbarer AHK, die zwar elektr. entriegelt, aber von Hand aus- bzw. eingeklappt wird sowie eine elektr. Heckklappe ohne Fußsensor.
Ich ziehe damit einen WW Fendt, 1700 Kg zGG, EZ 12.2017. Und wie viele andere auch bin ich mit dem Kuga, wie auch schon mit dem Vorgänger, als Zugfahrzeug bestens zufrieden. Fahrleistungen, Verbrauch usw. alles prima. Übrigens auch im Solobetrieb.
Aber:
Der WW hat zwei Nebelschlussleuchten, was heute fast bei allen WW üblich ist.
Schalte ich bei laufendem Motor die NSL ein, so blinken sie nur kurz auf und bleiben dann aus.
Trotzdem leuchtet im Multi-Funktionsdisplay die rote LED im Fahrzeugpiktogramm für die NSL und auch die orangfarbene Kontrollleuchte im Drehzahlmesser. Zwei Kontrollen zeigen also die korrekte Funktion der NSL, in Wirklichkeit sind sie aber aus.
Schalte ich aber bei stehendem Motor mit eingeschalteter Zündung die NSL ein, so brennen sie einwandfrei.
Bei einem Anhänger oder Fahrradträger mit nur einer NSL tritt das Problem nicht auf, die eine brennt dann einwandfrei.
Die Schilderung der Überzeugungsarbeit, die ich bei meiner Werkstatt und die Werkstatt und ich bei Ford leisten mussten, erspare ich uns an dieser Stelle. Und es liegt auch nicht am WW, was Tests mit mehreren anderen Zugfahrzeugen bewiesen haben.
Aber beim Test mit einem Neuwagen Ford EcoSport trat das Phänomen ebenfalls auf. Es scheint also kein Kuga-spezifischer Fehler zu sein.
Auf E-Mails antwortet Ford mir nicht, dem Meister gab man schließlich (und erst auf ausdrücklichen Wunsch schriftlich) die Weisung mir mitzuteilen, es läge an der "Strategie Stromaufnahme BCMII" und ob es Änderungen gäbe, kann man momentan nicht beantworten. Ich solle bitte das Leuchtmittel auf der rechten Seite entfernen und sollte ich mit dem WW in Land mit Linksverkehr fahren, so müsse natürlich das Leuchtmittel auf der anderen Seite entfernt werden.
Im Hinblick auf die Beitragsregeln ersparen ich mir eine Kommentierung dieser Idee, Ford ist ja nach eigener Aussage eine weiter!
Ich halte den Fehler für gefährlich und denke, jeder mit einem neueren Ford mit werksseitig montierter AHK sollte es mal testen.
Und wie Ford für diese Technik eine Betriebserlaubnis und/oder ABE erhalten konnte, wäre auch mal zu hinterfragen. M.E. entspricht das Fahrzeug so nicht der StVZO.
Zwischenzeitlich habe ich dem ADAC einen ausführlichen Bericht übergeben und bin mal auf Reaktionen (ADAC/Ford/KBA) gespannt.
Meinem Meister stehe ich natürlich weiter auf den Füssen.
Gruss an alle Leser
Seehund005
Beste Antwort im Thema
Update Nr. 16 ...und es werde Licht...
Nicht nur das neue Jahr hat nun das Licht der Welt erblickt, nein jetzt auch die NSL meines WoWa bei laufendem Ford-Motor!
Heute waren tatsächlich zwei Ford-Mitarbeiter hier vor Ort in Wilhelmshaven. Sie kannten zwar angeblich nicht den ganzen Vorgang und hätten nur kurzfristig den Auftrag erhalten, hier und heute die Software meines Kugas "up zu daten". Sagten sie (ich glaub`s auch), der Mann vom Telefon in der letzten Woche war jedenfalls entgegen seiner Ankündigung nicht dabei.
Nach ca. 30 Minuten PC- und Lenkradtasten drücken sowie Zündung an und aus war es geschafft.
Das Modul selbst blieb unangetastet, es wurde nicht ausgetauscht.
Leider konnte ich wenig zum eigentlichen Problem herauskriegen, aber die schon anfangs von hucky0611 erstellte Diagnose ist wohl korrekt. Wenn ich es richtig verstanden habe, wurde per Software jetzt die Stromversorgung für das Anhängermodul so geändert (BCM?), daß die anliegende Spannung geringer bleibt.
Die erforderliche Software soll neu sein und jetzt/demnächst den Händlern auf dem Ford-Server zur Verfügung stehen.
Ob es noch einen Rückruf bzw. eine Service-Info für die die zig-tausende anderen Betroffenen geben wird, konnten die Fordler nicht sagen.
Soweit so gut. Der WoWa ist jetzt beim fFH (freundlichen Fendt-Händler) zwecks Gas- und TÜV-Prüfung.
Der nächste Akt wird jetzt die Auseinandersetzung mit Ford über die Gerichts- und Anwaltskosten. Und an KBA und ADAC werde ich wohl auch noch mal einen Brief schreiben.
Update Nr. 17 wird dann nochmal folgen und wohl das letzte sein.
Gruß an alle MT-er und Ford-Fahrer
Seehund005
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Sorry, es war natürlich hucky0611, nicht Gesi0611. Den gibt`s ja nicht, das war Gesi6. Aber hat ja wohl jeder gemerkt.
Gruß
seehund005
Euer Wissen ist noch einmal gefragt. Habe einen Ford Kuga BJ 2017 und einen Tabbert Rossini BJ 2021. Jedoch stellte sich auf dem Heimfahrt vom Wohnwagen-Handler heraus das über Kuga ein Problem mit den im Wohnwagen verbauten LED Cateye Blinkern hat. Der FFH bot als Option ein Update für knapp 100€ an - jedoch ohne Erfolg.
Laut FFH und dessen technischer Datenbank von Ford gäbe es als Option einen Adapter Stecker von Schüco für die Anhängerkupplung mit einer 50/50 Chance. Könnt ihr mir weiterhelfen?