Firmenwagen 1% Regelung und 0,03% Regelungen

Hallo liebe Leute!

Mir liegt ein Jobangebot vor bei dem ich einen Firmenwagen "Ford Mondeo" gestellt bekommen würde.
Der Preis des Wagens würde bei ca. 30.000€ liegen. Die Firma wendet die 1% Regelung an, somit würde ich 300€ von meinem Brutto zahlen müssen, was natürlich auf mein Gehalt draufgerechnet würde. Der Firmenwagen ist auch zur privaten Nutzung freigegeben - Spritkosten werden komplett bezahlt!

Bei dem Job handelt es sich um eine Servicetechniker Stelle wo ich von meinem Wohnort aus zu den einzelnen Kunden fahren würde und dort Anlagen instandsetzen müsste etc. Also würde ich nicht zum Betrieb fahren, sondern zu den Kunden.

Steuerklasse 1.

Meine Frage-/n:

- Durch die Pendelei zwischen meinem Wohnort und den Kunden fahre ich in der Regel nicht zu meinem Arbeitgeber, werden diese einzelnen Fahrten abgesehen von der 1% Regelung extra mit der 0,03% Regelung versteuert bzw. kommen da dann extra Kosten auf mich zu? (Dies wäre natürlich bei einer Kilometerleistung von ca. 50.000 im Jahr sehr happig!)

- Kann ich im Vorfeld eine gute Abschätzung treffen was ich im endeffekt bei einem Brutto Gesamtverdienst von 3000€ (Annahmewert) an Netto rausbekommen würde? Bzw. ob es bei mir ein Vorteil oder Nachteil wäre einen Firmenwagen zu nutzen?

Ich freue mich auf eure Antworten

Danke!

Beste Antwort im Thema

Zitat:

Original geschrieben von Chaosmanager



Zitat:

Original geschrieben von devito88


Hier mal grob meine Daten :
Einkommen: 2800€ brutto
Preis des Wagens: 40.000€
Entfernung: 36km
Steuerkl.1
Ohne Kirchensteuer
Ohne Kinder
Die im Netz erhältlichen Brutto-/Nettorechner sind sicher hilfreich für die Berechnung der Steuer.
Was Du monatlich versteuern musst, berechnet sich wie folgt:
(400 € (= 1%)) + (12 € (= 0,03%) * 36) = 832 €
davon ab: 36*0,30*15 = 162 € (entweder bei der jährl. Steuererklärung oder monatlich durch Freibetrag)
--> somit zu versteuern: 670 €

Ich ergänze mal mit ca. Werten (ohne Sonderzahlunen etc.)

Brutto 2800€ -> Auszahlung netto ca. 1780€

Brutto 2800€ + Firmenwagen mit geldwerten Vorteil von 832€ -> Auszahlung 1360€ +Rückzahlung bei jährlicher Steurerklärung ((1447-1360)*12=1044€)

Brutto 2800€ + Firmenwagen mit geldwerten Vorteil von 670€ -> Auszahlung 1447€ und keine weitere Erstattung mehr bei der Steuererklärung

Fazit: für ca. 1780-1447= 333€ im Monat fährst du einen 40.000€-Schlitten all inkl. besser geht es gar nicht.

Wenn es über Gehaltsverzicht geht, sieht es meiner Meinung nach etwas anders aus. Denn statt des Autos könnte der Chef dir auch z.B. 2800+670€ Gehalt anbieten. Das würde dann ein netto von ca. 2117€ bedeuten. Sprich das Auto würde dich 2117-1447=670€ kosten. Das wäre mir z.B. zu viel, da würde ich lieber zu einer Gehaltserhöhung greifen, falls es diese Auswahl überhaupt gibt (eher wohl nicht).

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Zitat:

Original geschrieben von Howard Dillier


Hallo Hannes1971

Zum Verständnis: Die 8874 € musstest du als Einkommen versteuern, oder wurden dir diese abgezogen?
So wie ich es verstanden habe ersterers?

Sonniger Gruß Howard

Die 8874 € konnte ich als Werbungskosten bei der Steueurerklärung absetzen.die wurden dann von meinem zu versteuernden Einkommen abgezogen.

Zitat:

@waschbaer123 schrieb am 16. September 2011 um 18:26:46 Uhr:


erstens hast du vergessen:

reparaturen, inspektionen
Sprit wird immer teurer
tüv/AU

und ganz besonders: Wertverlust !!!

Sorry, aber mit 250€ im Monat hast du bei deinen KM auch keinen Gebrauchten

Das wären ja unter 10ct pro KM.
Selbst 377,- ist noch günstig.

Und: fährst du nix privat?

Dazu kommt noch:

- keine Risiken (Unfall, Höherstufung, Motorschaden, Reifenschaden......undundund)
- du kannst mal ruhig etwas schneller fahren und früher bei deiner Freundin/Frau (oder gar beides) sein

Nachteil:
- du gewöhnst dich an einen Neuwagen, Rückschritt ist immer schwierig
- wenn du die Arbeit wechselst und dort kein Firmenwagen kriegst, musst du Geld gespart haben oder finanzieren
- du wirst dicker (weil du auch mal 300m zum Bäcker mit dem Auto fährst anstatt mit dem Fahrrad)

Hallo zusammen,

ich krame mal den Fred heraus, da die markierte Stelle 1:1 meine Frage betrifft:
auf dem Weg in den Urlaub habe ich mir vor 2,5Wochen um 4 Uhr Nachts einen Reifenschaden in der Abfahrt von der A6 auf die A5 mit meinem Firmenwagen geholt. Ich kann mir nicht erklären, wie es passiert sein kann...Schlagloch, Gegenstand auf der Fahrbahn...jedenfalls war die Reifenflanke an 2 Stellen beschädigt und nicht mehr mit Reifenoilot zu flicken. Also abschleppen, 2 Stunden im Auto totschlagen, bis die Werkstatt öffnet, neuen Reifen montieren [zum Glück der gleiche Reifen auf Lager] Rechnung begleichen, Weiterfahren.

Meine erste Überlegung war, persönliches Pech, hätte mir auch mit meinem privaten Fahrzeug auch passieren können. Jedoch meinen einige Kollegen und Freunde, dass die Rechnung sehr wohl vom Arbeitgeber getragen werden muss und ich meine Bescheidenheit ruhig ablegen soll, die Kosten werden eh abgeschrieben und meinem Arbeitgeber entstehen dadurch keine Nachteile.

Nun die Frage, wer trägt die Kosten? Die Rechnung beläuft sich auf ca. 135€
Der FW steht mir zur uneingeschränkten Privatnutzung frei zur Verfügung und wird über die 1%+0,003% Regel versteuert.

Wie würdet ihr an meiner Stelle die Angelegenheit bewerten?

MfG

Zitat:

@be_crazy schrieb am 8. Juli 2020 um 12:00:16 Uhr:


Jedoch meinen einige Kollegen und Freunde, dass die Rechnung sehr wohl vom Arbeitgeber getragen werden muss und ich meine Bescheidenheit ruhig ablegen soll, die Kosten werden eh abgeschrieben und meinem Arbeitgeber entstehen dadurch keine Nachteile.
MfG

aha 😰

Zitat:

Nun die Frage, wer trägt die Kosten?

Siehe Firmenwagen Policy

Ich bedanke mich für die ausführliche und aufschlussreiche Antwort.

😁

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Zitat:

@be_crazy schrieb am 8. Juli 2020 um 12:00:16 Uhr:



Nun die Frage, wer trägt die Kosten? Die Rechnung beläuft sich auf ca. 135€
Der FW steht mir zur uneingeschränkten Privatnutzung frei zur Verfügung und wird über die 1%+0,003% Regel versteuert.

Wie würdet ihr an meiner Stelle die Angelegenheit bewerten?

In unserer Firma würde die Firma den Schaden bezahlen. Laut Policy werden alle Schäden bezahlt, sofern sie nicht vorsätzlich oder grob fahrlässig oder durch unsachgemäßen Gebrauch entstanden sind. Stoppelfeldrennen mit dem Dienstwagen muss ich mir also verkneifen.

Wie es in Deiner Firma läuft, kann dir aber tatsächlich nur ein Blick in die Policy (nennt sich bei uns Überlassungsvertrag) oder der Fuhrparkleiter beantworten.

Solltest Du den Schaden selber tragen müssen, kannst Du ihn aber absetzen...

Vielen Dank für die Rückmeldung!

Ich muss wohl etwas differenzieren: wir sind ein Unternehmen mit weniger als 50 Angestellten, bis auf die Geschäftsführung gibt es lediglich 2 weitere Kollegen, die einen FW fahren dürfen, es gibt keinen Fuhrparkleiter, geschweige eine Police zum Nachschlagen. Sonst hätte ich vermutlich hier nicht nachgefragt🙂
Würde ich die Geschäftsebene, oder beim Sekretariat, diesbezüglich nachfragen, würde ich 4 unterschiedliche Antworten erhalten.
MfG

Zitat:

@be_crazy schrieb am 8. Juli 2020 um 20:59:39 Uhr:



Würde ich die Geschäftsebene, oder beim Sekretariat, diesbezüglich nachfragen, würde ich 4 unterschiedliche Antworten erhalten.
MfG

Dann hilft wohl nur ein Gespräch mit demjenigen, mit dem Du einmal über den Firmenwagen verhandelt hast bzw. über den die Bestellung lief.

Grundsätzlich würde ich aber einen Reifenschaden nicht viel anders betrachten als z.B. einen Parkrempler oder einen Steinschlag.

Mit einem Unterschied: solltest Du Dich tatsächlich an den Kosten beteiligen müssen, würde ich meinen Anteil vom Verschleißgrad der Reifen abhängig machen. Wenn die eh bald fällig gewesen wären, würde ich einer vollen Kostenübernahme sicher nicht zustimmen...

Verhandelt? Fehlanzeige
Aufklärung bzw. Vorgespräch über Pflichten, Rechte usw.? Fehlanzeige
So kann das auch laufen...

Es liegt kein Vorsatz bzw. Fahrlässigkeit meinerseits vor. Die Reifen sind 10 Monate und 15Tkm jung, also neuwertig. Sonst hätte ich vermutlich beide tauschen müssen, wegen dem Profilunterschied.

Ich werde die Rechnung an das Sekretariat weiterleiten und mich hoffentlich bald hier mit positivem Ergebnis zurückmelden 😉

Rechnung direkt auf die Firma ausstellen lassen und abwarten...

Letzte Woche die Rechnung eingereicht, bereits gestern beglichen.

Moin liebe Firmenwagennutzer,

ich würde gerne nochmal eine Verständnis-Frage stellen:
Ich bekomme im laufe des Jahres meinen ersten Firmenwagen inkl Privatnutzung.
Einfacher Weg zur Arbeit beträgt 25km, was die Besteuerung über die 1% in der Summe fast verdoppelt -> von 250€ netto auf 460€ netto...
Dies zumindest spuckt der Firmenwagenrechner aus, also die 1% + 0,03%....jetzt kann man aber ja über die Lohnsteuer etwas Geld wiederbekommen/der AG im voraus Pauschalversteuern....gibt es irgendwie einen Rechner wie viel man dann effektiv im Monat zahlt für das Auto?
Finde die 200€ Netto monatlich, für den Weg von Daheim zur Arbeit schon relativ viel....
Wie versteuert ihr das? Ob sich die 0,002% rechnen wird erst die Zukunft zeigen, habe 30% Außendienstanteil...

Die 200,- sind nicht viel. Rechne mal 50km täglich mal 6 l mal 1,55l Diesel, macht schon gut 100,- Kosten, dazu noch 40,- Versicherung oder mehr, Kfz-Steuer auf den Monat umgelegt, Inspektion und Verschleiß usw. dann ist das schon ok, wenn du einen gleichwertigen Privatwagen dagegen rechnest.

@Timo495
Was meinst Du mir "Einfacher Weg zur Arbeit beträgt 25km, was die Besteuerung über die 1% in der Summe fast verdoppelt -> von 250€ netto auf 460€ netto..."?

Wo kommen denn die 2 Werte her?
Was verdoppelt sich ?

1 Prozent plus 25 mal 0,03 Prozent halt…

Ka was er da teuer findet. Das ist ja erstmal Brutto…

Günstiger fährt er halt mit dem Fahrrad

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