Feststellbremse: Pedalweg einstellen
Hallo zusammen,
bei meinem S212 ist der Pedalweg der Feststellbremse sehr lang, die Wirkung beginnt erst ab 8-10 Zähnen.
Kann man (wie bei den älteren Modellen W124 oder W126) die Vorspannung der Züge erhöhen?
An die Verteilmechanik kommt man nicht von unten ran, da ist die Kardanwelle im Weg.
Es geht mir nicht um das Einstellen der Gleichmäßigkeit an den Bremsbacken hinten links und rechts, das ist bekannt und dazu findet man auch jede Menge Anleitungen im Netz.
Danke und Gruß
Wilhelm
4 Antworten
Wenn über die stellrädchen durch eine Radschraube hindurch die Backen rangestellt werden verringert sich doch automatisch der Pedalweg soweit ich weiß.
Hi,
vielen Dank, Ihr habt recht. Ich habe an beiden Seiten nachgestellt und jetzt ist der Weg des Pedals deutlich kürzer.
Damit alles an einer Stelle zu finden ist, hier die Anleitung:
- Fahrzeug abstellen, Feststellbremse lösen
- Gegen wegrollen sichern
- Automatikgetriebe auf N, Schaltgetriebe in Leerlauf
- Fahrzeug hinten anheben, es geht auch einseitig
- Rad abnehmen
- Bremsscheibe so drehen, dass ein Loch für die Radbolzen an der Position des Zahnrads zum Einstellen ist
- Das Zahnrad liegt gegenüber vom Eintritt des Zuges (siehe Rückseite der Bremse) und nicht mittig in dem Loch, sondern leicht außen
- Mit einem schmalen Schraubendreher so lange am Zahnrad drehen, bis die Bremsbacken fest anliegen.
- Drehrichtung zum Anlegen ist an der linken Seite in Fahrtrichtung, an der rechten Seite gegen die Fahrtrichtung
- Bremsscheiben dürfen sich nicht von Hand drehen lassen
- Dann das Stellrad um 10 Zähne in die entgegengesetzte Richtung lösen
- Bremsscheibe muss sich von Hand drehen lassen
- Räder montieren, Radbolzen über Kreuz mit Anzugsdrehmoment von 120 Nm anziehen
- Fahrzeug ablassen und prüfen, ob Fahrzeug bei gelöster Bremse rollbar ist
- Pedalweg kontrollieren. Nach 2 Zähnen sollte eine Wirkung spürbar sein, nach 5 Zähnen muss die Brems fest schließen
Viele Grüße
Wilhelm
Die Radschrauben beim 212er werden mit 130nm festgezogen. 😉
Gruß
Achim