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Fehlercodes bei Autoreparaturen (mit und ohne Diagnosegerät) - Studentenprojekt

Themenstarteram 21. April 2015 um 18:00

Hallo zusammen,

im Rahmen eines Projektes, das ich dieses Semester bearbeite, sind einige Fragen aufgetaucht die ich mir nicht selbst beantworten kann und bin davon überzeugt hier an der richtigen Anlaufstelle zu sein um kompetentes Feedback zu bekommen. Aus diesem Grund poste ich hier den Fragenkatalog, den ich erstellt habe, falls es einen Experten für dieses Thema würde ich mich sehr über persönlichen Kontakt freuen.

Fragenkatalog:

1.Wie viel % der Fehler kann man mit einem Diagnosegerät abdecken? (Annahme das beste Diagnosegerät) - Ich habe gehört es geht wohl auch OHNE Diagnosegerät durch bestimmte “Befehle” die man dem Auto gibt. Würde hier das Ergebnis vergleichbar sein mit dem des Diagnosegerätes bzw. kann man sich so ALLE Fehler anzeigen lassen? (Bei wie vielen Autos kann man die Auslese manuell (ohne Diagnosegeräte) machen (Marke, Modell, Baujahr)?

2. Inwiefern werden bei Fehlercodes lediglich Symptome angezeigt, jedoch nicht die direkte Ursache bzw. kann man anhand der Symptomen auf die genauen Ursachen schließen? Als Beispiel: Der Fehlercode heißt: B0132 Batterie Spannung hoch C-123 oder B0132 Batterie Spannung niedrig C-123. Dies sagt zwar aus, dass ein Problem mit der Batterie vorliegt, aber kann auf der Basis der Autodaten (Automarke, Km Stand) auf die genaue Ursache Rückschlüsse ziehen oder sind in Folge dessen weitere Untersuchungen oder Auslesen an der Batterie selber durchzuführen.

3. Wie viele (%) “Standartreparaturen” kann man basierend auf der Fehlerauslese (Symptome)ca. machen?

4. Wenn man die Auslese gemacht hat, wie viele “Nachuntersuchung” müssen gemacht werden?

5. Könnte man auf Basis der Auslese/Analyse einen Kostenvoranschlagen erstellen?

Also sagen: Teil A könnte kaputt sein ? das kostet dann Betrag X oder Teil B könnte kaputt sein ? das kostet dann Betrag Y

Habt ihr bereits Erfahrungen damit gemacht, ob Werkstätte Kostenvoranschläge alleine auf Basis der Fehlerauslese machen oder wollen die Werkstätten in jedem Fall erstmal das Auto selbst auslesen?

6. Unterscheiden sich die Auslesegeräte und Software bei verschiedenen Autoherstellern?

Gerne könnt Ihr mir auch per Mail antworten: CarstenLeverenz@outlook.de

 

Vielen Vielen Dank im Voraus ich hoffe ich könnt mir weiterhelfen :)

 

 

Beste Antwort im Thema

Ohne Dir zu nahe treten zu wollen: Deine Fragen zeigen, dass Du nicht mal über die einfachsten Grundlagen der Onboard-Diagnosesysteme im PKW verfügst. Was ist das denn für ein Studiengang? Welche Uni/FH? Normalerweise sollte man erst die Grundlagen lernen, bevor man ein Projekt startet.

Nur meine persönliche Meinung!

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Ohne Dir zu nahe treten zu wollen: Deine Fragen zeigen, dass Du nicht mal über die einfachsten Grundlagen der Onboard-Diagnosesysteme im PKW verfügst. Was ist das denn für ein Studiengang? Welche Uni/FH? Normalerweise sollte man erst die Grundlagen lernen, bevor man ein Projekt startet.

Nur meine persönliche Meinung!

Was sind das für Fragen:confused: Kommen die von deinem Prof?

Ehrlich gesagt, ergeben diese Fragen überhaupt keinen Sinn. OBD-Diagnose ist ein komplexes Thema und kann wohl kaum mit diesen Fragen umschrieben werden. OBD ist ein Hilfsmittel zur Fehlererkenung und keine Glaskugel. Wenn Du aber einfach nur Statistiken benötigst ohne dich mit der Materie zu beschäftigen, kontaktiere Fachwerkstätten und befrage diese. Auch die werden die diese Fragen nicht beantworten können.

Ansonsten schaue bitte mal in die OBD-Abteilung hier im Forum und versuche dich da einzulesen.

 

Themenstarteram 21. April 2015 um 23:05

Hallo Zusammen,

ich bin Business & Management Student und habe deshalb nicht das Know-How wie viele andere hier. Über die Sinnigkeit der Fragen lässt sich bestimmt viel diskutieren, jedoch liegt mir viel an empirschen Beweisen basierend auf Erfahung von autoaffinen Menschen. Aus diesem Grund habe ich mich auch zusätzlich zu den Nachfragen bei Werkstätten an dieses Forum gewendet, da ich hier die Hoffnung hatte Erfahrungswerte und subjektive Betrachtungen zu erfahren.

Das es bei der "OBD-Diagnose" es sich um ein komplexes Thema ist mir durchaus bewusst, sonst würde ich mich diesbezüglich ja nicht weiter informieren wollen.

Aus diesem Grund würde ich mich freuen nicht die Sinnhaftigkeit der Fragestellung zu analysieren, sondern konstruktives Feedback zu erhalten mit dem ich arbeiten kann. Sicherlich gibt es immer spezielle Fälle und Ausnahmen, jedoch hierbei geht es mir vielmehr um generelle Tendenzen und grobe Abschätzungen.

Danke!

Zu 1.) Schätzungsweise etwa 25 %. Die häufigsten Schäden lassen sich leider schlecht per Elektronik überwachen z.B. ausgeschlagene Kugelgelenke an Achsteilen, mangelndes Tragbild der Bremsscheiben, gebrochene Fahrwerksfedern usw. Früher konnte man die Fehler per Blinkcode anzeigen lassen. Geht heute meines Wissens in der Regel nicht mehr. Bei dem Fahrzeuge meiner Eltern, einem Toyota Prius 2 Bj 2006 geht es aber ;-).

Zu2.) Abgesehen von dem Fehlercode für Katalysatorwirkungsgrad kann nie auf die eigentliche Ursache geschlossen werden. Es heißt z.B. lediglich Saugrohrdrucksensor Signal unplausibel. Ob der Sensor defekt ist, oder irgendwo ein Stecker oxidiert ist kann man so nicht sagen. Einige Mercedesfahrzeuge zeigen den Fehlercode übrigens an, wenn der Luftmassenmesser defekt ist ;-)

Zu3.) Eigentlich praktisch gar keine. Wird aber trotzdem gemacht.

Zu4.) Praktisch immer. Allerdings fehlt dazu in den Werkstätten in der Regel das Fachpersonal.

5.) Wenn man seriös arbeitet geht das nicht.

Wird aber gemacht. Z.B. wird der Fehler angezeigt "Ansaugtemperatursensor Signal unplausibel". Dem Kunden wird dann ein Kostenvoranschlag gemacht zum Austausch des Sensors. Bei der Reparatur stellt sich dann heraus, dass die Ursache ein oxidierter Stecker ist. Dieser wird dann gereinigt und gefettet. Der neue Sensor trotzdem verkauft. Der Kunde ist zufrieden, weil die Werkstatt sofort den Fehler richtig diagnostiziert hat, und die Werkstatt ist auch zufriedenen, weil an den Teilen das Geld verdient wird.

6.) Ja, deutlich. Jeder hat ein eigenes System. Genormt sind nur der Stecker und die Codes für das Motorsteuergerät. (EOBD). Auch der Umfang der Diagnosemöglichkeiten ist sehr unterschiedlich. So hat beispielsweise BMW schon sehr früh sehr umfangreiche Überwachung gehabt.

Zitat:

@carstenl33 schrieb am 21. April 2015 um 18:00:24 Uhr:

1.Wie viel % der Fehler kann man mit einem Diagnosegerät abdecken? (Annahme das beste Diagnosegerät)

Daß das Gerät sagt xy defekt? Ich würde sagen 0%, auch wenn viele Werkstätten nicht mehr reparieren können ohne FC.

Zitat:

- Ich habe gehört es geht wohl auch OHNE Diagnosegerät durch bestimmte “Befehle” die man dem Auto gibt. Würde hier das Ergebnis vergleichbar sein mit dem des Diagnosegerätes bzw. kann man sich so ALLE Fehler anzeigen lassen? (Bei wie vielen Autos kann man die Auslese manuell (ohne Diagnosegeräte) machen (Marke, Modell, Baujahr)?

Opel kann das (Kadett E, Astra F/G/H, Vectra A/B, ...).

Wie viele andere Marken das können, weiß ich nicht.

Zitat:

2. Inwiefern werden bei Fehlercodes lediglich Symptome angezeigt, jedoch nicht die direkte Ursache

Immer.

Zitat:

4. Wenn man die Auslese gemacht hat, wie viele “Nachuntersuchung” müssen gemacht werden?

Hä?

Zitat:

6. Unterscheiden sich die Auslesegeräte und Software bei verschiedenen Autoherstellern?

Ja, gibt aber auch multifunktionale Geräte und ein teil des Protokolls ist genormt.

Gruß Metalhead

Zitat:

1.Wie viel % der Fehler kann man mit einem Diagnosegerät abdecken?

welcher fehler? die der per obd gespeicherten?

Zitat:

2. Inwiefern werden bei Fehlercodes lediglich Symptome angezeigt, jedoch nicht die direkte Ursache bzw. kann man anhand der Symptomen auf die genauen Ursachen schließen?

fehlercodes sind immer nur eine hlife zur diagnose.

Zitat:

3. Wie viele (%) “Standartreparaturen” kann man basierend auf der Fehlerauslese (Symptome)ca. machen?

geschätzt <1%

Zitat:

4. Wenn man die Auslese gemacht hat, wie viele “Nachuntersuchung” müssen gemacht werden?

siehe frage 3.

Zitat:

5. Könnte man auf Basis der Auslese/Analyse einen Kostenvoranschlagen erstellen?

keinen seriösen.

Zitat:

6. Unterscheiden sich die Auslesegeräte und Software bei verschiedenen Autoherstellern?

ja, sehr stark.

Zitat:

1.Wie viel % der Fehler kann man mit einem Diagnosegerät abdecken? (Annahme das beste Diagnosegerät) - Ich habe gehört es geht wohl auch OHNE Diagnosegerät durch bestimmte “Befehle” die man dem Auto gibt. Würde hier das Ergebnis vergleichbar sein mit dem des Diagnosegerätes bzw. kann man sich so ALLE Fehler anzeigen lassen?

Das hängt nicht nur von Auto und Baujahr, sondern auch vom System ab. Fehlerspeicher aus zu blinken (z.B. Kadett E Motorsteuerung, Mercedes Typ 201, 124, 126, 129, etc. automatische Differentialsperre), etc. hat dann oft den gleichen Erfolg wie dies mit einem Tester zu tun, der auch nur die Blinkimpulse zählt und als Klartext anzeigt.

Dann gibt es die Möglichkeit einzelne Werte (z.B. Motorsteuerung, Klimaanlage, etc.) über Bordsysteme ab zu fragen wie beim W140, aber das hat sehr enge Grenzen und ist dann eher etwas für Hobbyschrauber.

Zitat:

2. Inwiefern werden bei Fehlercodes lediglich Symptome angezeigt, jedoch nicht die direkte Ursache

Eigentlich immer. Immer wenn ein Fehler oder ein Bauteil als Fehler im Fehlerspeicher liegt, kann dies andere Ursachen haben. Woher soll der Computer wissen, ob ein Temperaturfühler defekt ist, das Kabel, der Stecker, ob er fehlt oder ob er nicht angesteckt ist oder ob er verkehrt ist?

Zitat:

3. Wie viele (%) “Standartreparaturen” kann man basierend auf der Fehlerauslese (Symptome)ca. machen?

Sehr wenige. Der Fehlerspeicher ist erster Anhaltspunkt, danach geht die eigentliche Suche im Istwerteblock und real am Fahrzeug weiter.

Zitat:

4. Wenn man die Auslese gemacht hat, wie viele “Nachuntersuchung” müssen gemacht werden?

Das kommt darauf an, was für ein Fehler vor liegt und ob dieser sporadisch oder laufend auftritt.

Zitat:

5. Könnte man auf Basis der Auslese/Analyse einen Kostenvoranschlagen erstellen?

Nein.

Zitat:

6. Unterscheiden sich die Auslesegeräte und Software bei verschiedenen Autoherstellern?

Ja, total, jeder kocht seine eigene Suppe.

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