Federungskomfort W116-W126-W140-W220-W221

Mercedes S-Klasse

Hallo zusammen,
bin neu hier und ich möchte mich bei Euch gerne vorstellen.
Ich komme aus Österreich, bin 42 Jahre und würde hier bei MT gerne mit Euch "fachsimpeln".
Momentan fahre ich einen W211, halte aber Ausschau auf einen W221.
Meine Fahrzeuge bisher:
W123-280 E
W124-300 E
(C 123-280 CE, zusätzlich als Sommerfahrzeug für 4 Jahre)
W211-220 CDI Avantgarde-Mopf

Nun möchte ich ein neues Thema anstoßen was den Fahrkomfort angeht. (Suchfunktion brachte mich nicht weiter)

Meine Frage:
Gibt es hier im Forum S-Klasse Fahrer, die alle Modelle (W116, W126, W140, W220, W221) gefahren haben und den Federungskomfort vergleichen können?
Um was es mir geht:
ich suche nach einem sehr komfortablen Fahrzeug und bin mir nicht sicher, ob die neueren S-Klassen (zb. W221) den erhabenen Federungskomfort bieten können? Den W222 lasse ich mal außen vor, der ist für meine Brieftasche noch nicht "reif" genug.

Vor einigen Tagen habe ich mal eine Probefahrt mit einem W221 (350 BlueTec, Bj. 2012) gemacht und war vom Federungskomfort jetzt nicht gerade beeindruckt, vor allem Querfugen kamen entsprechend durch. Klar, mit meinem W211 kann man das jetzt auch nicht vergleichen, aber so überzeugt hat mich der Federungskomfort vom w221 jetzt auch wieder nicht.
Mir war das Ganze einfach zu wenig entkoppelt, irgendwie fehlte mit das Schwebegefühl.

Darum würde mich brennend interessieren, ob jemand von Euch alle S-Klassen schon mal für längere Zeit gefahren hat und den Federungskomfort entsprechend beschreiben/vergleichen kann.

Warum? Weil ich das entkoppelte Fahr-/Federungsgefühl vermisse (wie zb. vom W123/W124)
Oder bilde ich mir das Ganze einfach nur ein?

Oder gibt es das entkoppelte Fahrgefühl nur bei den älteren Modellen (W116/W126/W140) ?
Jetzt alle Modelle testen finde ich auch ein wenig übertrieben, möchte kein Probefahrt-Tourist sein....^^

Mag sein, dass ich in Euren Augen ein bisschen "bekloppt" bin, aber vielleicht versteht mich hier jemand was ich meine....

Freu mich schon auf Eure Eindrücke :-)

Vielen Dank!

schöne Grüße aus dem "Ösiland"

Beste Antwort im Thema

Hallo zusammen,
bin neu hier und ich möchte mich bei Euch gerne vorstellen.
Ich komme aus Österreich, bin 42 Jahre und würde hier bei MT gerne mit Euch "fachsimpeln".
Momentan fahre ich einen W211, halte aber Ausschau auf einen W221.
Meine Fahrzeuge bisher:
W123-280 E
W124-300 E
(C 123-280 CE, zusätzlich als Sommerfahrzeug für 4 Jahre)
W211-220 CDI Avantgarde-Mopf

Nun möchte ich ein neues Thema anstoßen was den Fahrkomfort angeht. (Suchfunktion brachte mich nicht weiter)

Meine Frage:
Gibt es hier im Forum S-Klasse Fahrer, die alle Modelle (W116, W126, W140, W220, W221) gefahren haben und den Federungskomfort vergleichen können?
Um was es mir geht:
ich suche nach einem sehr komfortablen Fahrzeug und bin mir nicht sicher, ob die neueren S-Klassen (zb. W221) den erhabenen Federungskomfort bieten können? Den W222 lasse ich mal außen vor, der ist für meine Brieftasche noch nicht "reif" genug.

Vor einigen Tagen habe ich mal eine Probefahrt mit einem W221 (350 BlueTec, Bj. 2012) gemacht und war vom Federungskomfort jetzt nicht gerade beeindruckt, vor allem Querfugen kamen entsprechend durch. Klar, mit meinem W211 kann man das jetzt auch nicht vergleichen, aber so überzeugt hat mich der Federungskomfort vom w221 jetzt auch wieder nicht.
Mir war das Ganze einfach zu wenig entkoppelt, irgendwie fehlte mit das Schwebegefühl.

Darum würde mich brennend interessieren, ob jemand von Euch alle S-Klassen schon mal für längere Zeit gefahren hat und den Federungskomfort entsprechend beschreiben/vergleichen kann.

Warum? Weil ich das entkoppelte Fahr-/Federungsgefühl vermisse (wie zb. vom W123/W124)
Oder bilde ich mir das Ganze einfach nur ein?

Oder gibt es das entkoppelte Fahrgefühl nur bei den älteren Modellen (W116/W126/W140) ?
Jetzt alle Modelle testen finde ich auch ein wenig übertrieben, möchte kein Probefahrt-Tourist sein....^^

Mag sein, dass ich in Euren Augen ein bisschen "bekloppt" bin, aber vielleicht versteht mich hier jemand was ich meine....

Freu mich schon auf Eure Eindrücke :-)

Vielen Dank!

schöne Grüße aus dem "Ösiland"

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Genau kenne ich den 126er und den 220er, kurz erfahren habe ich 116 und 140er und von denen war der W140 der bequemste und komfortabelste Wagen. Bei 1,96 die besten Sitze, das beste Raumgefühl, und Motor wie Fahrwerk von einer anderen Welt. Als langer 600er kein Wunder. Dem kommt der W220 mit Airmatic relativ nah, wobei ich die verstellbaren Dämpfer der Airmatic sehr zu schätzen weiß wenn es mal schneller gehen soll. W116 und W126 waren im Vergleich eher wie eine Barkasse die man auf Sicht fährt, durchaus komfortabel und auch schnell wenn es sein mußte, aber nie so souverän wie der 140er. Beim 116er merkte man den fetten V8 auf der Vorderachse währendder 300er in W126 etwas arbeiten mußte. Leider habe ich keinen gescheiten W140 mehr gefunden, bin aber mit dem 220er nicht unglücklich was Komfort, Leistung, und Alltagstauglichkeit angeht.

Ich bin ja von 1995-2005 W126 560SE gefahren und jetzt seit 2005 V140 500SEL.
Mein Bruder hatte bis vor ein paar Jahren noch einen W116 350SEL.

Und vom Club und vom Stammtisch kenne ich W220 und W221 auch recht gut,
bin zumindest W220 S350 Airmatic und V221 S500L Airmatic auch schon mehrfach
gefahren. Denn 222 kenn ich nur von einer kurzen Probefahrt.

Also mein Eindruck ist folgender:

W116 und W126 nehmen sich da nicht viel, im 126er sind nur vorallem die
Sitze etwas besser. Wobei man in beiden Querfugen und kurze Stöße schon
auch recht deutlich spürt.

V140 war eine deutlich Verbessung, deutlich leiser und nochmals bessere Sitze
als im 126. Rein vom Federungskomfort aber nur leicht besser als der 126,
was wohl vorallem an der größeren Masse des 140 liegt.

Mit Airmatic federt der W220 auf dem Nievau des 140, ggf einen Tick besser,
dazu kommt das der 220 gegenüber dem 140 weniger Windgeräusche hat.

Der 221 wiederum federt noch einen Hauch besser als der 220, zumindest
mit langem Radstand, Serienfelgen und Serienfahrwerk. Und der 221 ist auch
nochmal etwas leiser als der 220.

Der 222 hat aber wohl den besten Komfort aller S-klassen bisher, bin ich zwar
nur kurz (30km) probe gefahren, habe aber auch mal extra schlechte Straßen
gesucht, und da machte der 222 einen nochmals besseren Eindruck als der ohne
hin schon gute 221.

Also, wenn wir den 222 mal außen vor lassen, wären für mich 140 und 221
in Sachem Komfort erste Wahl. Aber immer nur mit LANGEM Radstand, und
mit Serienfahrwerk und Serienfelgen.

Dieses "entkoppelte Schwebegefühl" ist aber glaube ich nur ein
Missverständniss, eine Missdeutung bei alten Modellen, die ja i.d.R. viel
weicher, für heutige Verhältnisse zu weich, abgestimmte Federungen haben.
Ist das alte "US-Car-Syndrom", auch ein alter US Straßenkreuzer federt natürlich
subjektiv gut, eben weil sehr weich, was aber eben mit grenzwertigem
Fahrverhalten erkauft wird. Hier einen guten Mittelweg zu finden ist halt schwer.

Wurde aber beim 140er, für ein konventionelles Fahrwerk , am besten gelöst,
federt wirklich sehr gut, zeigt aber für ein so großes und schweres Fahrzeug
auch eine super Straßenlage ... das 140er Fahrwerk dürfte in Sachen
konventionellem Schraubenfeder-Fahrwerk wohl das Optimum in Sachen
Komfort & Fahrververhalten sein, oder wie ein Fahrwerksentwickler zum 140er
damals so nett meinte: "Wir haben dem Elefanten das Tanzen auf Eiern beigebracht". 🙂

Die Airmatic-Fahrwerke von 220 und 221 haben eben noch den Vorteil das die den
Härtegrad der Federung während der Fahrt verstellen können, sprich gerade aus
auf schlechter Straße weicher, und bei z.B. zügiger Kurvenfahrt entsp. härter.

Stufe 1: Sehr komfortables Fahren bei niedrigen Quer-und Längsbelastungen.
Stufe 2: Weiche Zugeinstellungen und harte Druckeinstellungen.
Stufe 3: Harte Druckeinstellungen und weicher Zug.
Stufe 4: Harte Zug- und Drucklasteinstellung für sportliche Fahrweise.

Mit besten Sterngrüßen
Sebastian

@Sebastian Nast :
wow, vielen Dank für Deine ausführliche und verständliche Erfahrungsberichte, echt toll :-)
hätte nicht gedacht, dass ein W116/W126 doch nicht soooo gut federn als die neueren Modelle.
Aber da sieht man mal wieder, wie einen die Vergangenheit dennoch täuschen kann. (den 116er hatte ich als Wolke 7 noch im Gedächtnis)
Dein Bericht verstärkt meine Gedanken doch nach einen w221 zu suchen. Einen W222 kann ich mir nicht leisten...^^
Gibt es wirklich einen gravierenden Unterschied zwischen "kurz" und "lang" bezüglich Federungskomfort? spürt man das schon deutlich?

LG

Ich fahre einen w220 mit dem abc fahrwerk, davor hatte ich einen w211 mopf als 320cdi und muss sagen das der w220 ein bisschen komfortabler ist. D.h. heute würde ich den w220 mit airmatic nehmen, denn das abc fahrwerk passt nicht so zum w220. Das gleiten wie im schiff gefühl hast du bei der airmatic, was zu dem wagen besser passt. Mit dem abc fahrwerk ist es wie mit dem ice auf gleisen fahren. Fazit: w220 mit airmatic, cl und sl und amg fahrzeuge lieber mit abc

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Heyo,

hmmm jetzt sag ich da doch auch noch was zu. 🙂 Einen W116 hab ich nie selbst lange genug gefahren, kann dazu also nichts sagen, aber alle anderen schon. Der W116 war meines Vaters Favorit in den fruehen 80ern, aber ich kann mich da kaum erinnern, ausser ebenfalls an Wolke 7. 😁

Hatte vor gut 10-12 Jahren lange einen W126 560er (ja W, kein V) und das war damals der Traum in Sachen Federung und Entkoppelt sein. Kann das Gefuehl gut nachvollziehen. Viel dazu beigetragen haben aber auch die nach heutigen Massstaeben wenig konturierten Sitze im Flauschformat und blauem Velours. Bin vor eineiger Zeit nochmal einen V126 gefahren fuer paar Tage, das Gefuehl war immer noch irre. Es liegt aber hier vermutlich wirklich an den Faktoren die Sebastian aufzaehlte. Damals war alles etwas "schwammiger". So gehts mir auch im R107 - das ist irgendwie gemuetlich schaukelig, aber nach heutigen Massstaeben nicht wirklich Fahraktiv. 😁

Den W140 kenn ich lange als 500er und fand den extrem komfortabel im Abrollen und Wegstecken. Wenn ich heute in einen Einsteige und fahre kommt er mir aber seltsam entrueckt vor. Irgendwie.... alt will ich mal sagen. Wahnsinnig komfortabel nach wie vor, aber im Fahren schwerfaellig und ungelenk.

Der W220 ist mir sowohl als Airmatic (500er) und ABC (600er) bekannt. Die Airmatic war sehr angenehm, meine Frau meinte immer irgendwie das sei "schiffig", also sehr weich und eigentlich total entkoppelt. Das ABC ist das erste Fahrwerk bei mir was genau das Gegenteil vermittelt - sehr direkt, sehr straff, dynamisch wenns sein muss - naja ganz sein Zweck eben. 🙂

Der W221 faehrt sich meiner Meinung nach identisch zum W220 - in jederlei Hinsicht, ich find ihn etwas unhandlicher, aber ob das am Fahrwerk liegt sei dahingestellt.

Den W222 kenn ich mit dem Magic Body-Fahrwerk und das ist ebenfalls keinen deut besser als das ABC im W220, allerdings wirkt der 222 leichter, fixer, irgendwie moderner. Mag aber auch am schweren V12 auf der Vorderachse im W220 liegen. Der 222 war ein 500er.

Diese Sachen sind aber in meinen Augen zu erwaehnen:
- Die Einstellungen der Airmatic, die hier schon mehrfach erwaehnt wurden sind meiner Meinung nach Augenwischerei. Sowohl im W220 als auch bei mir im C219 bewirken die nichts wirklich. Oder die Unterschiede sind derart fein, das ich sie nicht merke. Im ABC gibts auch nur eine Einstellung "Sport", die tatsaechlich einen Unterschied macht und das ganze Fahrzeug stark straffen. Davon kann bei Airmatic keine Rede sein.
- Wenn ich mich fuer etwas "schiffiges" entscheiden muesste waere es definitiv der W126 oder W220. Der Geraeuschpegel hat sich im Innenraum seit dem 126er zwar nochmal stark reduziert, seit dem 220er ist da aber nicht mehr viel passiert finde ich? Daher duerfte da das Alter egal sein. 🙂
- Und.... Laenge laeuft heissts so schoen, aber ein spuerbares Plus im Federungskomfort bringt es denke nicht. Eher in der Stabilitaet und Qualitaet des Laengslaufs.

Zitat:

@Mercedes-W211 schrieb am 6. Februar 2017 um 19:26:07 Uhr:


@Sebastian Nast :
Gibt es wirklich einen gravierenden Unterschied zwischen "kurz" und "lang" bezüglich Federungskomfort? spürt man das schon deutlich?
LG

Na ja "deutlich" spürt man das nicht, aber beim direkten Umstieg vom
Langen in den Kurzen merkt man schon einen durchaus spürbaren
Unterschied, besonders als Mitfahrer im Fond merkt man das der Lange
etwas geschmeidiger federt.

.... der Hauptgrund für den Langen wäre bei mir aber auch vorallem die
Optik, gerade beim 140 und 221 sieht der Lange in der Seitenlinie deutlich
besser aus, wie der Kurze. Bei 126 und 220 geht rein optisch auch der Kurze.
140 und 221 würde ich aber immer nur als Langen kaufen. 🙂

Mit besten Sterngrüßen
Sebastian

Kommt immer drauf an, was man als Federungskomfort bezeichnet...

W126 und W140 sind da schon recht weit auseinander. Die ungefederten Massen sind beim W126 deutlich höher, insbesondere beim V8 mit Anfahrabstützung etc. Das merkt man auf kurzen Fugen ganz gut.

Ist aber nicht so leicht, das ganze vom Fahrverhalten zu differenzieren.

Der W126 fährt wie ein großer /8er, klassischer Mercedes mit Schräglenkerachse, während W140 und aufwärts wie moderne Autos fahren.
Ich finde, zwischen W140, W220 und W221 sind die Unterschiede im Federungskomfort nur noch marginal.

Beim W124 gilt das Gleiche im Verhältnis zum W123.

Entgegen der landläufigen Meinung sind 124er auch alles andere als schiffig, die fahren eigentlich recht straff. Ich finde das Fahrwerk auch bequem, aber wer etwas "plüschiges" sucht, der ist hier falsch .

@S Klasse Fan

ich bezeichne einen Federungskomfort so:
Das Fahrwerk soll mit seinen möglichst langen Federwegen die Fahrbahnunebenheiten absorbieren ohne (so wenig wie möglich) das harte Stöße in den Fahrgastraum durchdringen.
Das hat für mich jetzt nichts mit Fahrwerksgeräuschen zu tun.
Die Fahrwerksgeräusche wurden mit den neueren Modellen natürlich immer weniger, aber die "plüschige" Federung ging meiner Meinung nach ziemlich verloren.
Wenn ich mich jetzt meinen damaligen W124 mit dem W123 vergleiche, dann hast du vollkommen Recht mit deiner Aussage, dass der 124er eigentlich recht straff war. Das wurde auch in damaligen Vergleichstest von damals moniert.
Beim 123er merkte man die weiche Auslegung sehr deutlich, vor allem beim Beschleunigen (280 E) sank der Kofferraum ordentlich ab und vorne stieg er auf :-)......störte mich überhaupt nicht.
Mein aktueller 211er ist von den Fahrwerksgeräuschen sehr gut, aber die Karosserie zittert und schwankt die ganze Zeit und das gefällt mir nicht so besonders :-(.....
Schade das es die eierlegende Wollmilchsau noch nicht gibt, aber der w221 kommt dem schon ziemlich nahe denke ich....

LG

Ich weiß was Du meinst.

Der W126 hat ein ganz eigentümliches Fahrverhalten. Ich hatte den Eindruck, dass sich das Fahrzeuge geschwindigkeitsunabhängig relativ gleich fährt, egal ob bei 70 oder bei 200 km/h, besser kann ich es nicht beschreiben.

Der Wagen hat einen exzellenten Geradeauslauf und ist sehr stoisch dabei. Und man fährt immer auf Sicht. Ein bisschen wie Yacht fahren quasi. Wie die Fahrbahn unter einem aussieht ist dabei nicht so wichtig, man bügelt da einfach drüber. Und das mit einer unglaublichen Stabilität.

Der W124 liegt viel sportlicher, der Fahrbahnkontakt ist direkter.

Fährt sich bei hohem Tempo aber auf lange Sicht weniger anstrengend, weil eben direkter Fahrbahnkontakt besteht.

Das was Sebastian mit dem US Car Feeling gut auf den Punkt gebracht hat meinte ich vorhin auch. Da dürfte der W140 von den konventionellen Fahrwerken her am besten sein.

Ich hole mal das Thema hoch - und werfe gleichzeitig ein paar weitere (möglicherweise an dieser Stelle unerwartete) Fahrzeuge ein: Renault Megane 1, BMW 5er E39 als R6 (die V8 sind straffer), Mercedes C - Klasse als W202 mit Vier, - oder Sechszylindermotor. Alle drei Fahrzeuge sind mir mit einem sehr hohen Fahr, - und Abrollkomfort aufgefallen.

Übrigens ist der Verlust von Fahrkomfort bei neueren Fahrzeugen durchaus (und zu meinem Erstaunen) auch von anderen Instututionen bemerkt worden:

http://www.spiegel.de/.../...des-s-klasse-federt-weniger-a-938949.html

Hallo.
Ich hatte w108, 280S
w116, 350SEL
w126, 420 SEL
w140, S 300
w220, S430

Alle einige Zeit (mind. 2 Jahre) gefahren, waren alle auch technisch gut.

Aus meiner Erinnerung: Der w140 ist auch vom Federn her top gewesen, danach w126.

Grüße
Pit aus Berlin

Zitat:

@pitberlin schrieb am 6. Oktober 2017 um 11:28:39 Uhr:


Hallo.
Ich hatte w108, 280S
w116, 350SEL
w126, 420 SEL
w140, S 300
w220, S430

Alle einige Zeit (mind. 2 Jahre) gefahren, waren alle auch technisch gut.

Aus meiner Erinnerung: Der w140 ist auch vom Federn her top gewesen, danach w126.

Grüße
Pit aus Berlin

Naja... Da bin ich dir nicht einig. Der 140er ist mir zu straff. Ist unter 40 km/h steinhart wie eine bäuerliche Ochsenkarre...
Es gibt hier in Schweden (und in Österreich auch) allzuvielen miserablen Landstraßen. Da ist einen Citroën DS aus den -60ern glaublich viel bequemer...

Wobei generell die S-Klasse jeder Generation schon sehr guten Lamgsamfahrkomfort hat.
Insbesondere im Kontext ihrer Zeit der jeweiligen Baureihe - aber sogar auch absolut noch heute betrachtet.
Das mag an der Achsgeometrie und Dingen wie Lagerbuchsen und Losbrechmomente der Dämpfer liegen.

Meine ehemaligen A8 4,2Q (den S8 lasse ich mal ganz außen vor, da bewusst sportlicher ab Werk) waren sehr viel unkomfortabler bei Langsamfahrt z.B. auf Kopfsteinpflaster und schlechten Wegen.

Ab W221 hat man halt den Vorteil, dass trotz weicher Grundabstimmung (Airmatik / 4matic betreffend) eine hervorragende Straßenlage bei hohen Geschwindigkeiten auf kurvenreicher welliger Autobahn oder Landstraße möglich wurde. Auch beim plötzlichen Notfallausweichen kann trotz weicher Abstimmung der W221 unglaublich viel (ich habe dabei Kurz- und Langversionen als VorMopf und Mopf schon oft im Notfallbereich / Grenzbereich bewegt / bewegen müssen).

Genau diesen Spagat konnten die älteren W116 und W126 aus heutiger Sicht betrachtet noch nicht so gut (etwas komfortabler waren sie abgestimmt, aber zu Lasten der Notfallreserven im Vergleich mit Jahrzehnten an Entwicklungszeit zu heute).

Leider sind die neueren Fahrzeuge tendenziell wieder etwas trockener abgestimmt, abermals mit kleineren Vorteilen im Notfallbereich.
Ich schrieb im Satz darüber mit Absicht "Notfallbereich" und benutzte nicht den Terminus Technikus "Grenzbereich", um damit deutlich zu machen, dass eine S-Klasse weniger zum harten sportlichen Fahren im Grenzbereich konzipiert wurde.

Vielleicht liegt die tendenzielle straffere Abstimmung bei neuen Modellen daran, dass man plötzlich fast 500 PS aus 3 Litern holen muss, warum eigentlich? Aber da es Leute gibt die das wahrscheinlich voll nutzen, ist mit Citroën DS Abstmmung oder auch W220 nichts mehr zu machen. Eigentlich schade, denn S-Klassen sind an sich keine Rennwagen bzw. waren denke ich auch nie so gedacht.

Stimmt schon ein Stück weit: Vor 30 Jahren wäre zur halbwegs sicheren Fahrbarkeit einer 2,2to Limousine mit 400 bis 500 PS ein extrem-Hoppel-Fahrwerk mit messerscharfem Grenzbereich erforderlich gewesen...
In so fern hat sich schon sehr viel getan.

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