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Falsche Angaben bei mobile.de durch gewerblichen Verkäufer

Themenstarteram 23. November 2019 um 3:07

Hallo,

wir haben ein Ende September ein Auto bei einem freien Händler gekauft. Laut Internetbeschreibung im Inserat hat dieses folgende Ausstattung:

- Abgasnorm Euro 5

- Xenon

Beide Ausstattungen stimmen aber nicht. Das Auto hat gar kein Xenon, sondern normale Glühbirnen. Von außen sind die Scheinwerfer für den Laien von Xenon aber nicht zu unterscheiden. Das Auto wurde bei Tageslicht besichtigt und gekauft.

Die Abgasnorm des Autos ist auch nur Euro 4, und nicht Euro 5 wie im Inserat angegeben.

Welche Möglichkeiten hat man hier?

Ich habe mal etwas gegooglt und meiner Recherche nach sind solche Angaben im Internetinserat bindend, sofern der Verkäufer dies vor Kauf nicht korrigiert. Das hat er nicht.

Danke

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61 Antworten

Zitat:

@camper0711 schrieb am 25. November 2019 um 20:04:28 Uhr:

Zitat:

@go-4-golf schrieb am 25. November 2019 um 19:42:43 Uhr:

.

Hier ein vergleichbarer Fall: https://www.webshoprecht.de/IRUrteile/Rspr3158.php

Am 01.04.2015 ließ der Kläger über seine Prozessbevollmächtigten den Rücktritt vom Kaufvertrag erklären

hier wurde binnen weniger als 4 Wochen 1. das Fehlen einer für den Käufer und dessen Entscheidung/Fahrzeugwahl wichtigen Ausstattung reklamiert, 2. hin-und-her-telefoniert und -gemailt, und 3. der Kaufvertrag widerrufen!

Der Kläger hat ausgeführt, dass das fehlende Austattungsmekmal für den Käufer wichtig war. Es war also ein Parteivortrag

Im Prozess kommt es auf die Entscheidung des Richters an, der hier den Rücktritt vom Kaufvertrag als zulässig einstufte. Auf die Frage der Wichtigkeit des Ausstattungsmerkmales für den Käufer ist er in seiner Begründung überhaupt nicht eingegangen. Sie war ohne Relevanz für die Entscheidung.

O.

 

Die Einstufung der Wichtigkeit hat der Richter eh gemacht, auch wenn er er es in seiner Urteilsbegründung nicht erwähnt hat. Wie gesagt, es kommt letztlich darauf an, wie der Richter entscheidet. Wir können hier noch wochenlang weiter diskutieren, es wird sich kein neuer Aspekt mehr ergeben.

Letztlich muß sich der Käufer eben die Frage stellen, ob er, insbesondere bei fehlendem Rechtschutz, bei einem gerichtlichen Verfahren in Vorleistung gehen will, und die Zeit bis zur Entscheidung mit allen Nachteilen, wie Nutzungsabzug etc. in Kauf nehmen möchte, oder nicht.

Das hängt natürlich auch vom Kaufpreis ab. War der niedrig, lohnt es sich eher nicht.

Wurde der Wagen gekauft, weil er Euro5 für die Einfahrt in einer Stadt benötigt, dann vielleicht schon. Allerdings hätte ich mich als Käufer schon vor dem Kauf über das Modell informiert, und mir die wichtigen Merkmale auch im Kaufvertrag bestätigen lassen. Bei einem älteren Gebrauchtwagen dieser Klasse erscheint mir das Ausstattungsmerkmal Xenon oder nicht Xenon eher untergeordnet.

Letztlich kann man nur jedem raten, bei künftigen Käufen entsprechend vorsichtig zu sein, und alle wichtigen Details des Fahrzeugs auch im Kaufvertrag nieder zu schreiben. Letztlich wären auch mündliche Verträge Verträge, aber da wird das mit dem Beweis eher schwierig und man landet häufig bei Aussage gegen Aussage und bleibt nur auf seinen Kosten sitzen. Das ist hier sicher besser, aber eben nicht wasserdicht.

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