Fakten zum Kurzzeitkennzeichen

Guten Tag,

nachdem die Umfrage einem voll aufs Auge springt hoffe ich, ich kann etwas Klarheit bringen.

Fakten:

1. Das Kurzzeitkennzeichen war nie dazu gedacht Fahrzeuge ins Ausland zu bringen.

2. Das Kurzzeitkennzeichen war nie dazu gedacht ein Fahrzeug mehrmals mit Kurzeitkennzeichen (ohne echten Grund) zu bewegen.

3. Das Kurzzeitkennzeichen war nie dazu gedacht im Ausland eine Fernzulassung vorzunehmen.

4. Das Kurzzeitkennzeichen war nie dazu gedacht mehrere Fahrzeuge (auf ein Kurzzeitkennzeichen) probezufahren.

5. Keine HU:
Man bekommt schon Kurzzeitkennzeichen.
Nur darf man damit eben nicht mehr durch ganz Deutschland fahren.

Wie ich in der Umfrage lesen konnte wenden sogar hier einige gerne 2. und 4. an.

Und 2. haben einige Mitglieder auch schon bei Schrottsammlern (die sicher keine HU mehr zusammenkriegen würden) gesehen.

Man vermeidet mit der Regel also:
- "Ketten/Mehrfach" Zulassungen des gleichen Fahrzeugs.
- gleichzeitige "Nutzung"/Probefahrten an mehren Fahrzeugen bei Samstagskäufen.
- Fern-Zulassungen im Ausland

Weiterhin ist zu sagen, daß die Links zur jetzigen Regelung wenig bringen, da der Bundesrat doch über eine Änderung abgestimmt hat.
Die (mit Änderungen des Bundesrats) wohl so durchgehen wird.

Kann man gern hier nachlesen
http://www.bundesrat.de/.../0335-14.html

Im Vergleich dazu die aktuelle Regel
http://www.gesetze-im-internet.de/fzv_2011/__16.html

Diese wurde von einige Zulassungsstellen auch schon so ausgelegt, daß die Fahrgestellnummer "unverzüglich" anzugeben/einzutragen war.
Also direkt vor Augen der Mitarbeiterin.

Ob das so 1000 % korrekt war? - Aber hat sich ab neuem § erledigt.
Bei diesen Zulassungsstellen ändert sich also wenig.

...............................x
Alternativen:

1. Richtig zulassen.
Wenn man schon HU und dazu den Brief hat - wozu noch Kurzzeitkennzeichen?
(außer man hat nur die Fg-Nr. per Briefkopie)

2. Vorab zugeteilte Kennzeichen.
Siehe Gesetz. Man kann sich Kennzeichen vorab zuteilen lassen. Auch ohne HU.
Im Prinzip fast ähnlich wie die Kurzzeitkennzeichen ohne aktuelle HU.

3. Hänger.

Fazit:
Gut, für wirklich Samstagskäufer, die sich mehrere Fahrzeuge ansehen - und diese nicht "illegal" gleich fünffach mit 1 Kurzzeitkennzeichen fahren - ist die Regel nicht so gut.

Aber Vorteil - man bekommt als Mensch mit deutschem Wohnsitz die Kurzzeitkennzeichen auch wieder in anderen Zulassungsstellen, nicht nur Zuhause.

.........................

persönliches Fazit:
Ich finde, man sieht hier im Forum, (beide Themen durchgelesen) die Änderung ist durchaus notwendig.

Beste Antwort im Thema

Zitat:

Original geschrieben von MartinSHL


Aber wegen einer Handvoll illegalen Auslandsüberführungen wurde nun so ein riesen Trara gemacht.

das Missbrauchsthema ist schon bedeutender. Wie oft wurden die Kennzeichen an verschiedene Fahrzeuge geschraubt. Wie viele Fahrzeuge existieren ohne Betriebserlaubnis (Umbauten, TÜV abgelaufen, etc.), die völlig unkontrolliert mit KZK auf Treffen gefahren werden. Ich habe mich immer gewundert, dass ausgerechnet in diesem sensiblen Bereich solche Anarchie geduldet wird.

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Das ist aber wirklich das einzig positive an dem ganzen.

Ändert aber nix daran,das wenn ich mir jetzt Freitags ein Kennzeichen für Samstag holen will ich aber noch garnicht weiß welches Auto ich Samstag nun kaufe,ich ein Problem habe....und das gleich in zweierlei Hinsicht. Einmal kann ich keine Angaben zum Fahrzeug machen und zweitens weiß ich nicht ob es TÜV hat.

Sofern du nicht jemand bist der mit dem Kurzzeitkennzeichen dann 5 Autos probefahren und mit 1 eingetragen heimfahren wollte - dann bist du ein unschuldiger Verlierer dieser Verschärfung.

Dann müßtest du nochmal hin.
Und wenn du HU brauchst dann müßtest du dort (wenn weiter weg) zur HU.

Aber vielleicht werden in Zukunft wieder mehr Autos zugelassen verkauft.
Dann sparst du sogar noch die Kosten fürs Kurzzeitkennzeichen.

Oder du mietest für das Kurzzeitkennzeichengeld einen Hänger.
Ok, falls du auch noch ein Zugfahrzeug brauchst - dann wird es teurer.

Aber immer noch überschaubar.

Zitat:

Dann müßtest du nochmal hin.

Im nahen Umfeld sicherlich kein Problem,wenns weiter weg ist keine Option.

Zitat:

Und wenn du HU brauchst dann müßtest du dort (wenn weiter weg) zur HU.

Wenn aber HU nicht möglich weil z.B. Airbagleuchte oder ABS Leuchte an......

Zitat:

Aber vielleicht werden in Zukunft wieder mehr Autos zugelassen verkauft.
Dann sparst du sogar noch die Kosten fürs Kurzzeitkennzeichen.

Gerade bei den kleinen Verkaufspreisen fährt doch der Besitzer meist den TÜV runter und verkauft weil ihm der TÜV zuteuer wäre....aus welchen Gründen auch immer. Jemand anderes sagt sich...kein Problem...und würde dieses ohne TÜV kaufen,heim bringen,TÜV fertig machen und dann ab zur HU.

Zitat:

Oder du mietest für das Kurzzeitkennzeichengeld einen Hänger.
Ok, falls du auch noch ein Zugfahrzeug brauchst - dann wird es teurer.

Ich würde nicht nur das Zugfahrzeug brauchen sondern auch noch ein Fahrer....die kosten würden in keinem Verhältnis stehen zum Kaufpreis...wenn wir mal im abseluten Low-Budget Segment bleiben.

Und ich weiß immer noch nicht wo der Unterschied liegt zwischen einem Auto mit TÜV aber Mängel die diesen nicht zulassen würden und einem Auto ohne TÜV aber soweit in Ordnung😉

Im absoluten Low Budget Bereich - warum muß es denn dann weiter weg sein?

Fahrer - ok die Frage ist, wie alt du bist.
Fahrer kennt man (Freunde, Familie) oder man macht eben BE.
Was kostet das heute? 600 €?
BE ist doch eine Investition. Dann könntest du deine Fahrerkraft auch an Freunde "verkaufen".

Der Unterschied in der HU liegt eben darin, daß die irgendwann "verbraucht" ist.
Damit war es das dann mit dem Zulassen.

Ein Auto das noch zugelassen ist, aber abgelaufene HU hat ist vielleicht die nächste Lücke die geschlossen wird.
Oder Autos ab X Jahren bekommen nur noch 1 Jahr HU. Oder zumindest Fahrzeuge mit Kurzzeitkennzeichen benötigen eine HU die maximal 12 Monate alt sein darf.
Da ist noch viel Luft.

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Zitat:

Im absoluten Low Budget Bereich - warum muß es denn dann weiter weg sein?

Die Frage muß lauten "Für was muß man den weit weg? 😉

Es gibt so Autos die kosten wenig sind aber nicht überall zubekommen....ich weiß wovon ich rede.

Zitat:

Fahrer - ok die Frage ist, wie alt du bist.
Fahrer kennt man (Freunde, Familie) oder man macht eben BE.
Was kostet das heute? 600 €?
BE ist doch eine Investition. Dann könntest du deine Fahrerkraft auch an Freunde "verkaufen".

Könnte man aber warum? Und das Geld muß man auch erstmal haben,sooft brauch ich den nicht,eigendlich garnicht....auser dann für solche Geschichten.

Was die Sache Gespann an sich angeht. Ich bin gern unabhängig und spontan was sowas angeht,ein Hänger und passendes Zugfahrzeug hab ich nicht,sowas kurzfristig zu besorgen ist nicht einfach und auch nicht billig(ich schrieb es weiter vorn schon)...für mich persönlich keine Alternative.

Zitat:

Ein Auto das noch zugelassen ist, aber abgelaufene HU hat ist vielleicht die nächste Lücke die geschlossen wird.
Oder Autos ab X Jahren bekommen nur noch 1 Jahr HU. Oder zumindest Fahrzeuge mit Kurzzeitkennzeichen benötigen eine HU die maximal 12 Monate alt sein darf.
Da ist noch viel Luft.

Mal ein kleines Beispiel

Das Auto was ich jetzt verkauft habe hatte noch TÜV bis Februar und hätte mit nem neuen ABS Sensor ganz leicht neuen TÜV bekommen....deswegen wäre er aber nicht komplett in Ordnung gewesen hätte aber offiziel am Straßenverkehr teilnehmen dürfen.
Das Auto was ich jetzt fahre hat im April diesen Jahres neuen TÜV bekommen...mit den Rostschäden und den SR die da drauf waren wäre er ein Fall für den Verwerter gewesen,trotzdem darf er offiziell am Straßenverkehr teilnehmen.

Du siehst...TÜV haben oder nicht sagt garnix über den Zustand des Wagen aus....selbst wenn bei meinem vorhergehenden Auto der TÜV abgelaufen wäre,wäre er immer noch in einem besseren Zustand gewesen wie mein jetziger mit fast zwei Jahren TÜV😉

Zitat:

Was kostet das heute? 600 €?
BE ist doch eine Investition. Dann könntest du deine Fahrerkraft auch an Freunde "verkaufen".

Die Argumentation ist jetzt nicht wirklich Dein Ernst? 😰

Wieviele Leute sollen denn bitte die BE machen, nur weil man alle Jubeljahre mal ein Auto überführen möchte?

Von den Kosten ganz zu schweigen....Kosten für die BE... Kosten für einen Hänger...Kosten für ein entsprechendes Zugfahrzeug (insofern nicht vorhanden)...

Wenn ich das zusammenrechne, kostet mich eine einmalige Überführung mal eben deutlich über 1.000€.

Die ganzen hier als Argumentation herangezogenen Extrembeispiele (Auslandsverkauf, ...) sind doch kein Massenphänomen und daher als stichhaltiger Grund absolut unrelevant.

Ebenso wie das Argument, Fahrzeuge zukünftig angemeldet zu verkaufen. Das mag bei Privat zu Privat noch gehen, aber selbst da gibt es genügend Gründe, welche dagegen sprechen. Aber sobald ich meinen PKW an einen Händler verkaufe wird der Wagen abgemeldet. Und da hat der nächste Käufer ab nun ein Problem, da er sein Wunschfahrzeug jetzt nicht mehr vom Hof des Händlers bekommt.

Früher hat man sich aufm Freitag Kurzzeitkennzeichen besorgt, hat dann am Samstag die Gebrauchtwagenhändler abgeklappert und irgendwo beim fünften oder sechsten Händler ist man fündig geworden. Schilder ans Auto, Kiste bezahlt, und ab nach Hause gefahren.
Kein Betrug, kein Schaden, nicht verbotenes.
Heute aber nicht mehr möglich - obwohl genau dieses Szenario sich täglich/wöchentlich tausendfach abspielt. Aber wegen einer Handvoll illegalen Auslandsüberführungen wurde nun so ein riesen Trara gemacht.

Zitat:

Original geschrieben von MartinSHL


Aber wegen einer Handvoll illegalen Auslandsüberführungen wurde nun so ein riesen Trara gemacht.

das Missbrauchsthema ist schon bedeutender. Wie oft wurden die Kennzeichen an verschiedene Fahrzeuge geschraubt. Wie viele Fahrzeuge existieren ohne Betriebserlaubnis (Umbauten, TÜV abgelaufen, etc.), die völlig unkontrolliert mit KZK auf Treffen gefahren werden. Ich habe mich immer gewundert, dass ausgerechnet in diesem sensiblen Bereich solche Anarchie geduldet wird.

Zitat:

Original geschrieben von Kai R.


Wie viele Fahrzeuge existieren ohne Betriebserlaubnis (Umbauten, TÜV abgelaufen, etc.), die völlig unkontrolliert mit KZK auf Treffen gefahren werden. Ich habe mich immer gewundert, dass ausgerechnet in diesem sensiblen Bereich solche Anarchie geduldet wird.

Da könnte man aber auch einfach mal kontrollieren.

Sie Fahren mit Kurzzeitkennzeichen, Führerschein, Fahrzeugpapiere und Kaufvertrag bitte.

Und aus die Maus.

Gruß Metalhead

Zitat:

Original geschrieben von Kai R.


Wie viele Fahrzeuge existieren ohne Betriebserlaubnis (Umbauten, TÜV abgelaufen, etc.), die völlig unkontrolliert mit KZK auf Treffen gefahren werden. Ich habe mich immer gewundert, dass ausgerechnet in diesem sensiblen Bereich solche Anarchie geduldet wird.

Ohne genaue Zahlen zu haben, gebe ich Dir recht, dass die Zahl von diesen "Delikten" sicherlich höher liegt als die Zahl der Auslandsverbringungen.

Und dennoch machen sie auf die Gesamtzahl der korrekt verwendeten KZKZ nur einen unbedeutenden Anteil aus.

Das ganze hat nichts mit Autos oder Kennzeichen zu tun.
Die Bundestagsabgeordneten wollen nur Arbeit vorteuschen.
Wichtige Angelegenheiten können vertagt werden.
Schulkinder machen das genau so: Jeder Quatsch wird gemacht, um sich vor den Hausaufgaben zu drücken.
Die Autofahrer haben hier nur Pech gehabt.

Zitat:

Original geschrieben von MartinSHL


Aber sobald ich meinen PKW an einen Händler verkaufe wird der Wagen abgemeldet. Und da hat der nächste Käufer ab nun ein Problem, da er sein Wunschfahrzeug jetzt nicht mehr vom Hof des Händlers bekommt.

Diese Argumentation kann ich nicht nachvollziehen.

Wer kauft denn als Privatmann beim Händler ein Fahrzeug und fährt es dann mit einem Kurzzeitkennzeichen vom Hof?

Standard ist, daß die Käufer sich die Papiere gegen den Kaufpreis aushändigen lassen und dann beim Straßenverkehrsamt eine "normale" Zulassung durchführen. Anschließend kommen sie mit den dazugehörigen Kennzeichen wieder zum Händler, schrauben die ans Fahrzeug und fahren nach Hause. Oftmals wird auch der Service des Händlers in Anspruch genommen und das Fahrzeug direkt durch diesen für den Kunden zugelassen.

..wenn man sich das auf der Bundesratseite genau durchliest stellt man fest, dass man nach wie vor ein Auto kaufen und überführen darf. Daher verstehe ich die ganze Aufregung nicht

Zitat:

@dodo32 schrieb am 8. Oktober 2014 um 19:52:31 Uhr:


Daher verstehe ich die ganze Aufregung nicht

Dito.

Noch unverständlicher wird die Aufregung, wenn man sich die Argumente der Kritiker in den beiden folgenden Threads durchliest:

http://www.motor-talk.de/.../...uer-das-fuenf-tage-blech-t5068657.html

http://www.motor-talk.de/.../...zeichen-strengere-regeln-t5070697.html

Da fußen die Argumente teilweise auf Grundlagen, die so überhaupt nicht in der Novelle umgesetzt wurden. Offenbar hat sich kaum einer der Kritiker die Mühe gemacht, den Text auf der Bundesratsseite auch mal durchzulesen.

Zitat:

@Drahkke schrieb am 8. Oktober 2014 um 20:00:11 Uhr:


Offenbar hat sich kaum einer der Kritiker die Mühe gemacht, den Text auf der Bundesratsseite auch mal durchzulesen.

So ist es

Absolut verwirrend hier der threat

Hatte mit Kurzzeitkennzeichen mein aus den USA importiertes Fahrzeug in Bremerhaven vom Spediteur abgeholt und problemlos nach hause gefahren. Natürlich hatte das Fzg keine HU, woher auch. Ist das künftig weiterhin möglich oder nicht??

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