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Ewiger Zwiespalt ... VW Polo zur Schlussrate kaufen oder neues (größeres) Auto finanzieren?

Themenstarteram 10. April 2019 um 9:26

Hallo zusammen!

Ich hab folgendes (Entscheidungs-)Problem:

Ich habe einen VW Polo als Neuwagen Mitte 2016 finanziert.

Mitte 2020 läuft der Vertrag mit 10.000€ Schlussrate aus bzw. wird zu der Summe auch vom Händler zurückgenommen.

Der Wagen wird dann ca. 65.000km drauf haben. Kalkuliert ist die Schlussrate auf Basis von 60.000 km also ca. 500€ Mehrkilometerkosten, sagen wir einfach mal grob 11.000€ würde er mich effektiv am Ende kosten.

Der Polo ist mit dem 90PS 1,2l 4 Zylinder, DSG, Sportfahrwerk, R-line, 17“, Navi und vielen weiteren Extras ausgestattet. Mein „rundum glücklich“ Paket. Neupreis lag bei 22.500€.

Ich bin bisher auch sehr von dem Auto angetan, freue mich jeden tag einzusteigen und zur Arbeit zu fahren (früh morgens, freie Fahrt :D).

Das Auto wurde penibel von mir gepflegt, sieht wie neu aus.

Die Fahrtstrecke ist denke ich auch optimal, welche er täglich ausgesetzt ist: 2km Ortschaft (behutsam aufwärmen), 10km Landstraße, 15 km Autobahn bei 100-120kmh.

Natürlich auch immer Inspektion gemacht (hab da ne Flat) und 5 Jahre Garantie insgesamt.

Hat einen Unfall hinter sich, wo jemand an meinem parkendem Auto hinten links "entlang" gefahren ist. Wurde bei VW repariert. Die Versicherung hatte mir 300€ Wertverlust ausgezahlt.

Sooooo, wenn das Auto ausläuft, bin ich 30. Das Fahrzeug ist ein zwei Türer. Habe noch keine Kinder aber eine Freundin (27). Freunde/Familie fahren selten im Auto mit. Bisher hat der Kofferraum für alles ausgereicht.

Ich bin täglich im Zwiespalt… das Auto nächstes Jahr bar kaufen, Liquidität aufgeben und in einen Bereich reinkommen, wo die Kosten durch ggf. Werkstattbesuche nicht so gut kalkulierbar sind, wie aktuell (30€ Vollkasko von VW, 10€ Inspektionsflat inkl. Ersatzwagen, 5 Jahre Garantie); ein kleines Auto besitzen, wo man jetzt in ein Alter kommt, wo Kinder kommen könnten und ein Kombi ne sicherer Investition wäre …. oder einfach damit abschließen und zu ca. 250€ Rate im Monat (Tilgung + Zinsen) einen Neuwagen holen und das ganze von neuem beginnen ohne Anzahlung und dadurch auch weiterhin Liquide bleiben.

Mein Ziel war es ursprünglich nicht den Polo zu übernehmen… aber da ich das Geld dafür haben werde und im Moment so eine Stimme der Vernunft in mir habe (falls es den vernünftig/rentabel wäre), wäge ich andauernd ab, mal ein Auto wirklich zu besitzen vs. wieder bei 0 anzufangen, aber dafür auch ein Auto zu fahren, dass Zukunft hat.

Ich höre auch andauernd im Freundes-/Bekanntenkreis von teuren Reparaturen an „älteren“ Gebrauchtwagen (ab 60.000km) mit hohen Kosten… was mich halt auch wieder sehr abschreckt. Mal eben hier und da im Jahr 200-1000€ knallt schon ordentlich rein. Ich würde dann zwar vorsichtshalber 50€ im Monat beiseite legen, aber trotzdem...

Mein Traum wäre etwas in Richtung Seat Leon ST, Kia ProCeed GT, Ford Focus Turnier. Möglichst auch mit nem vernünftigen Motor mit mind. 150 PS.

Oder halt weiter den Polo fahren…

Was denkt Ihr, ist sinniger?

Ist meine Angst vor den Reparaturkosten übertrieben?

Was denkt ihr, ist der Polo bei einem Verkauf nach bspw. 10 Jahren mit 150.000km noch wert?

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12 Antworten

Naja, wenn man so bei Mobile schaut, ist der Auslösepreis realistisch, Polo aus 2015 werden mit ~60.000 so 10-12.000€ gehandelt. Polos aus 2010 mit 150.000+KM liegen erstaunlicherweise auch noch so bei 4-5.000€, insofern trifft es schon mal wieder zu, du hast den größten Wertverlust hinter dir & bezahlt.

Dass nun bei einem 4 Jahre alten Auto mit 60.000KM horrende Reparaturkosten anfallen halte ich für maßlos übertrieben. Irgendwann sind Verschleißteile fällig, zuerst wohl Bremsen, aber das ist alles überschaubar. Du hast halt nur keine Sicherheit mehr, wenn der Motor futsch ist, ist es teuer ;-)

Meine Meinung: Der Wagen scheint dir ja zu gefallen und wenn du das Geld hast, lös das Auto aus. Du kennst den Wagen und kannst dir da einigermaßen sicher sein. Leg die 250€ im Monat zurück und wenn sich an deiner familiären Situation etwas verändert, bekommst du den Polo auch relativ gut los ohne nochmal viel Wertverlust zu haben und kannst dann kurzfristig reagieren.

Noch ein kleiner Hinweis: Wenn du das Auto für die angegebene Schlussrate übernimmst, spielen die Mehrkilometer wie auch die Wertminderung von 300,- € im Regelfall keine Rolle mehr. Gibst du das Auto hingegen ab, darfst du die Mehrkilometer zahlen und die Wertminderung weiterleiten.

Was das Auto in 2026 wert sein wird, kann dir niemand mit Gewissheit beantworten. Heute sagt mit bei einem vergleichbaren Polo (10 Jahre alt, 150.000 km) die ADAC Gebrauchtwagenbewertung einen Händler-VK von 4.750,- €.

Wenn die Angst vor größeren Reparaturen hast, schließ nach den 5 Jahren die VW-Anschlussgarantie ab. Kostet um die 500,- € im Jahr und deckst ziemlich viel ab. Mein EOS wird jetzt 12 Jahre, hat gute 90.000 km gelaufen und hat bisher keinerlei größeren Reparaturen gehabt.

Schrieb snegel ja schon, den richtigen Wertverlusts hast du hinter dir. Bei einem Neuwagen steht der dir dann noch bevor. Logisch, mit Kindern ist ein Zweitürer nicht ideal. Aber Kinder kommen meist nicht überraschend, fast immer hast du um die 8 Monate Zeit, bis die einen eigenen Platz im Auto brauchen.

Wenn du die gesamte Liquidität nicht opfern willst, kannst du ggfls. auch eine Anschlussfinanzierung bekommen.

Zitat:

@Mogwaei schrieb am 10. April 2019 um 09:26:31 Uhr:

Sooooo, wenn das Auto ausläuft, bin ich 30. Das Fahrzeug ist ein zwei Türer. Habe noch keine Kinder aber eine Freundin (27). Freunde/Familie fahren selten im Auto mit. Bisher hat der Kofferraum für alles ausgereicht.

Wenn ihr Nachwuchs habt, braucht ihr vielleicht eh ein zweites Auto. Das kann dann eine Familienkutsche sein. Als Zweitwagen ist doch der Polo dann immer noch spitze. Aber es ist ja nicht so, dass man in den Polo im Bedarfsfall nicht auch einen Kindersitz auf die Rückbank bekäme. Es ist nur auf die Dauer lästig.

Wenn Du jetzt den Polo übernimmst, die hier beschriebene Anschlussgarantie wählst,

bist Du, solltest Du Vater werden, frei eine "Familien-Kutsche" zu kaufen und den Polo

dann immer noch in Zahlung geben. Bis Dies geschieht, kannst Du sparen, damit Du

"flüssig" bist,wenn es notwendig wird. "Vorrausdenkendes Zielsparen " halt.

Ich würde dann einen Focus ST Kombi holen, der bietet zu einem vernünftigen Preis alles, was dir so vorschwebt und bei Ford bekommt man meist ordentliche Rabatte. Damit bist du wohl gerüstet für die Zukunft. Bei Ford gibts auch den Garantieschutzbrief bis zu 7 Jahre/140tkm soweit ich weiß. Gibt also auch Sicherheit. Nur die Versicherung wird wohl nicht so günstig sein, wie die 30€ von VW.

Einen Focus ST für 30.000€ mit 250€ im Monat frisst dann ja aber auf sehr lange Zeit die Flexibilität...

Wer weiß,was bis Mitte 2020 noch alles passiert....

Erstmal weiterfahren und abwarten.

Wenn du mit dem Auto zufrieden bist und noch keinen Bedarf für ein größeres hast, warum dann abgeben?

Der Kombi ist immer noch geholt wenn es denn soweit ist dass du Vater wirst etc.

Warum bis dahin schon damit rumgondeln?

Lieber die Kohle sparen. Den Polo wirste, wie schon erwähnt wurde, dann noch los.

Einfache Rechnung;

wenn du bereit bist ca. 250,- € als Finanzierung / Leasingrate zu zahlen, dann sind das ca. 3000,-€ pro Jahr.

Solltest du den Polo übernehmen dann würdest du bereits in den nächsten 3 1/2 Jahren durch die entfallenden Finanzierungskosten die Kaufsumme für die Fahrzeugübernahme gespart haben.

Dir verbleibt jedoch ein gefragtes Fahrzeug was dich entweder weiterhin begleiten kann, oder aber nach den 3 1/2 Jahren für einen Restwert von über 4000.- € wieder zu verkaufen wäre.

Das Reparaturkostenrisiko halte ich für übersichtlich/gering, da du ja genau weißt wie du mit dem Fahrzeug bisher umgegangen bist.

Solltest du den Polo behalten, dann bietet euch dies die Möglichkeit flexibel auf die kommenden Anforderungen zu reagieren. Da kann es auch sein das ein Zweitwagen für die Familie die bessere Lösung darstellt, während der Polo dir weiterhin für den Arbeitsweg zur Verfügung steht.

Alternativ wird sich in den nächsten Jahren noch einiges im Bereich der automobilen Technik ändern. Da mag es gute Gründe geben heute nicht mehr allzu viel Geld in neue Fahrzeuge mit alter Technik zu investieren.

Zitat:

@Horstmen schrieb am 10. April 2019 um 13:55:11 Uhr:

Wer weiß,was bis Mitte 2020 noch alles passiert....

Erstmal weiterfahren und abwarten.

Seh ich auch so - ausser es besteht akuter Bedarf... (so wie bei mir ab August 6 Personen aber nur Autos mit 5 Sitzplätzen)

Zitat:

 

Was denkt Ihr, ist sinniger?

Ist ja lustig. Als ich ungefähr so alt war wie du, stand ich vor ganz ähnlichen Überlegungen. Hinzu kam, dass ich eine berufliche Selbstständigkeit erwog, für die ich auch ein streckentaugliches Auto mit mehr Platz benötigen würde. Also Kombi gekauft.

Nur blöd, dass weder die Selbstständigkeit noch die Familiengründung in den kommenden vier Jahren stattfand. Völlig umsonst viel Geld für ein spaßbefreites, viel zu großes Auto ausgegeben.

Mein Fazit: Wenn irgendwie möglich, Autos für bestimmte Zwecke dann kaufen wenn sie wirklich benötigt werden. Nicht perspektivisch für Möglichkeiten die eintreten können oder auch nicht.

Eine ganz andere Frage ist, ob deine Überlegungen zur Neuanschaffung so durch den Verstand gesteuert sind wie es scheint. Könnte es auch sein, dass du einfach nach vier Jahren ein neues/anderes Auto haben willst?

Wenn ich ehrlich bin, habe ich mir bisher so gut wie jeden Autokauf irgendwie vernünftig geredet. Tatsächlich aber war ich vor allem scharf auf was Neues. ;)

@Mogwaei , mit veranlasst durch den Beitrag von @Bloedbaer,

schlage ich die "Vertagung" des Ganzen bis wenigstens "mitte 2020"

vor. Dann stehst Du nämlich am "Scheideweg" bezüglich einer

langfristigen Entscheidung. Du hast geschrieben, Du magst den Polo,

weil Er nach Deinen Wünschen zusammengestellt ist. Deshalb kann

der Wunsch nach etwas "Neuem" nicht der Grund sein.

Wie ich Dir schon anfangs schrieb, wäre ich für Abwarten und nur

reagieren, wenn die Umstände dafür sprechen......Viel Glück

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