Etwas Sachlichkeit für einen potentiellen Umsteiger
Hallo
Ich lese jetzt seit ca. 6 Monaten in diesem und in diversen anderen Foren zum Thema Tesla mit, seit ich eine Probefahrt gemacht habe - ich bin also wirklich interessiert. Die Mitleserei hat also für mich den Zweck eine vernünftige Entscheidungsbasis zu finden, ob es sich bereits jetzt rentiert bei meinem nächsten Fahrzeug einen komplette Neuausrichtung zu machen. Zum Vergleich, im Moment fahre ich einen MB CLS SB mit dem 3 l Diesel und das Auto ist extrem gut ausgestattet. In absehbarer Zeit wird er aber auch eine Ablösung brauchen und der Tesla ist mir als eine mögliche Alternative aufgefallen, ich möchte mich also informieren.
Mein Versuch belastbare Aussagen zu sammeln gestaltet sich aber wider Erwarten sehr schwierig. Wenn ich meine Erfahrungen zum Beispiel in den Audi, VW oder Mercedes-Unterforen hernehme, dann konnte man dort immer sachlich fundierte Diskussionen führen. In diesem Unterforum ist das schwierig bis unmöglich. Ich gehöre nicht zu den Weltverbesserern, die glauben, dass die Welt nur durch Photovoltaik und Elektrofahrzeuge gerettet werden kann. Ich sehe das ganz nüchtern und es ist mir wohl bewusst, dass damit ein positiver Beitrag erbracht werden kann, aber halt nur ein kleiner.
Die Investition ist ja auch nicht ohne, deshalb ist es mir sehr wichtig, dass die Pros und Contras richtig dargestellt und bewertet werden. Ideologie wird bei meiner Entscheidung keine Rolle spielen – genau das bekomme ich aber in diesem Tesla-Unterforum nicht, es fehlt hier schlich und ergreifend an Sachlichkeit.
Ich bin der Meinung, wenn die Elektromobilität und die damit verbundenen Ziele realisiert werden sollen, muss das Thema versachlicht werden. Diese teilweise reflexartige auf Biegen und Brechen angelegte Verteidigung von Tesla als die Lösung für alles und alle Andersdenkenden sind Idioten, selbst bei offensichtlich sachlichen Argumenten finde ich schlicht und ergreifend zum K… Das hat fast etwas Sektenartiges für mich und dem Thema Elektromobilität wird nach meiner Meinung damit ein Bärendienst erwiesen.
Ich spreche diejenigen von Euch an, die mir auf der sachlichen Ebene weiterhelfen wollen. Mein Fahrprofil ist so, dass ich ca. 20 km zur Arbeit habe, dazu kommen noch sehr viele Fahrten über eine Strecke von ca. 800 km (sehr oft auch über ein verlängertes Wochenende, das muss dann schon zügig gehen). Lademöglichkeit in der Firma ist vorhanden, in meiner künftigen Wohnung muss ich noch abklären, ob und mit welchem Aufwand eine Lademöglichkeit in der Tiefgarage nachgerüstet werden kann. Der Wagen wird täglich genutzt und muss im Wesentlichen alles mitmachen, was mein jetziger kann.
Ich bin aber schon bereit, mich in gewisser Weise auf die geänderten Randbedingungen der E-Mobilität einzulassen. Genaueres Planen, wann wo wieviel geladen wird, dazu gehört auch auf den längeren Fahrten zwei kürzere Stopps in Kauf zu nehmen. Man profitiert ja andererseits durch die Zeitgewinne, dass man sonst im Alltag ja nie zur Tankstelle muss, da das Laden ja nebenbei in der Nacht, während der Arbeit, etc. erledigt wird.
Fragen:
- Kann man bei freier Autobahn und günstigen SuC-Verteilung auch mal 200 km Stoff geben (ich rede da von 200km/h und mehr)?
- Wie ist das dann mit dem Leistungseinbruch – gibt es Unterschiede zwischen dem 85D und dem P85D und wenn ja welche?
- Welchen Einfluss hat eine grössere Batterie auf das Leistungsvermögen (abgesehen von der Reichweite)?
- Die Leistungsangaben speziell beim Performance-Modell waren ja gelinde gesagt ziemlich geschönt, von 700 PS ist ja im Moment bei weitem nicht mehr die Rede. Wenn man von der enormen Beschleunigung absieht, in welchem Mass ist dieses Beschleunigungspotential bei einer längeren schnellen Autobahnfahrt dann noch abrufbar?
- Wie weit kommt man bei solchen Bedingungen wirklich, sind 200 km dann möglich?
- Irgendwo bin ich über Angaben betreffend getauschter Drive-Units gestossen, da hatte man das Gefühl, jeder hat schon mindestens einmal getauscht ? ist das ein potentiell teures Problem nach der Garantie?
- Ähnlich geht es mir mit Batteriesätzen?
- Wie oft kommt es vor, dass man an den SuC kommt und keine Station ist frei?
- Wie hat das mit der Kühlung im Hochsommer funktioniert – merkt man das deutlich bei der erreichbaren Strecke?
- Wie ist es im umgekehrten Fall bei sehr tiefen Temperaturen und kann man den Tesla dann problemlos auch über tage draussen stehen lassen?
- Kriegt man jeweils ein vernünftiges Klima hin, sprich stellt man wie beim Benz 21° ein und das wars dann, Somme wie Winter (abgesehen von den Sitzen, die man mal heizt oder kühlt)?
- Störende Geräusche von den D-Modellen wurde auch des Öfteren erwähnt, wie sind eure Erfahrungen dazu?
- Sind die bei Autobahntempo und bei eingeschalteter Musik überhaupt vernehmbar oder ist das eher ein unangenehmer Frequenzbereich, bei dem selbst ein leises Geräusch sehr nervig ist?
- Wie stark ist realistisch (unter Berücksichtigung des sehr fortschrittlichen Batteriemanagements des Tesla) der realistischer Kapazitätsverlust der Batterien nach 100‘000 km – macht es einen Unterschied ob man das in 2 oder 5 Jahren fährt?
- Würdet ihr auch einen Tesla fahren, wenn es vergleichbare Angebote von Audi, BMW, Mercedes oder VW gäbe?
- Wenn ihr euer Ziel, etwas für die Umwelt tun zu müssen, ausklammert, würdet ihr auch denn einen Tesla fahren?
- Wer hat sich nach einem Tesla enttäuscht wieder einen anderen Wagen gekauft?
- Oder gilt für euch zum Schluss, einmal Tesla immer Tesla?
P.S.:
Anhand der verfügbaren Fotos gefällt mir vor allem das Modell X extrem gut, ich muss das aber erst in Natura sehen, da die Kiste verglichen mit meinem CLS ja schon noch um einiges grösser ist und ich mir nicht sicher bin, ob das in den bei uns üblichen Verkehrsbedingungen (Autobahnbaustellen, Parkhäuser etc.) noch einigermassen komfortabel ist. Das wird aber noch dauern, vermutlich wird man ihn sowieso frühestens erst ab Mitte 2016 bei uns zu sehen kriegen, wenn ich die Postings im „TESLAMOTORSCLUB“-Forum zum Thema Probleme beim Hochfahren der Produktion richtig deute.
Gruss Reinileini
Beste Antwort im Thema
Hallo Reinileini,
schon mal danke von mir, für den sachlichen Beitrag.
Ich hoffe, wir können hier mal auf der Sachebene bleiben.
Die täglichen 20 km zur Arbeit sind, wie zu erwarten kein Problem und du wirst später merken, dass du den Tesla nicht mehr täglich anschließt. Nur wenn du weißt, das du am Folgetag eine große Strecke fahren musst.
Zu den 800km Strecken kann ich nur sagen, schau hier nach, ob deine Routen gut mit Superchargern abgedeckt sind:
http://supercharge.info/
1. Bei 200km/h wird es je nach Wetter knapp mit den 200km. Die größte Frage ist dann nach der Lademöglichkeit am „Ziel“. Such mal bei youtube nach Videos, da haben einige mal längere Zeit 200km/h gefahren und aufgenommen und dabei ihre Verbräuche gezeigt.
2. Beide Modelle, der P85D und der 85D haben die gleiche Dauerleistung. Von daher ist der Einbruch beim P85D deutlicher spürbar, als beim 85D, da es ja eh nicht so viel Leistung hat.
3. Nur der neue 90er Akku soll stärkere Sicherungen haben (85kWh = 1.300A, 90 kWh = 1.500A) und somit eine bessere Leistungsabgabe. Aber genaue Fakten und Berichte sind noch Mangelware.
4. Wenn der Akku/Antrieb nicht überhitzt ist, kannst du die „volle“ Leistung auch mitten auf der Autobahn abrufen. Aber sei dir gewiss, das die Leistung einbrechen wird, was aber dann immer noch mehr ist, als die meisten Autos maximal haben.
5. Reichweite hängt vom Wetter und dem rechten Fuß ab. Aber wo kann man denn heute noch 200km am Stück 200 km/h fahren. Aber ich schweife ab.
6. Die alten Motoren hatten noch Probleme mit den Lagern. Die aktuellen nicht mehr. Die aktuellen Motoren sind auf 1.000.000 Miles ausgelegt! Und 8 Jahre Garantie hast du ja sowieso.
7. Auch bei den Akkus ist Tesla jetzt deutlich weiter. Vor Ausfällen ist aber niemand gefeilt, wie bei jedem anderen Auto auch, aber auch hier gilt 8 Jahre Vollgarantie auf Defekte!
8. Wenn nicht durch Verbrenner zugeparkt, habe ich noch nie warten müssen. Es werden ja auch täglich mehr.
9. Klimaanlage funktioniert prima. Reichweitenreduzierung ist aus meiner Sicht vorhanden, aber vernachlässigbar. Wenn du allerdings Stundenlang den Wagen im Stand kühlst, ist das natürlich nicht gut.
10. Ja, der Tesla wird selbstständig dafür sorgen, dass der Akku und Wagen keinen „Schaden“ nimmt und notfalls den Akku heizen. Kostet natürlich, wenn er nicht am Strom hängt, Reichweite.
11. Ja, klappt auch im Tesla gut. Es gabt bei Software 7.0 ein Problem, das man die Temperatur auf einmal höher stellen musst, ist jetzt aber soweit ich weiß, wieder behoben.
12. Ich habe kein D-Modell, aber man soll den vorderen Motor leicht hören.
13. Bei konstanter Fahrt wirst du es, vor allem bei eingeschaltetem Radio kaum hören. Die unangenehmen Frequenzen, war ein Problem bei den alten Motoren. Deshalb habe ich auch schon einen neuen bekommen.
14. Im TFF wurden jetzt die 200.000 km überschritten und davon 120.000 km mit dem aktuellen Akku. Reichweitenverluste sind schwer zu beziffern, da die Berechnung im Tesla oft geändert und angepasst wurde. Aber der Fahrer sagt, er merkt kaum Unterschiede. So 2-3%.
15. Gute Frage, kommt auf Ausstattung, Preis und Verarbeitung an. Aber der größte Pluspunkt des Tesla sind die Supercharger, die dir kein anderer Hersteller bieten wird, weil sie ja alle sagen, das Laden ist Problem des Käufers.
16. Ja, wegen der Technik, ich liebe Technik.
17. Ich nicht.
18. Für mich gilt derzeit der Satz. Ich spare schon auf den nächsten Tesla, dann mit der Autopilothardware.
Gruß
Kaju
127 Antworten
Zitat:
@P85D-RudiL schrieb am 30. März 2017 um 17:40:35 Uhr:
@chrisschorsch,Ich denke nicht, daß Du mir vorschreiben kannst welche Inhalte ich hier poste und welche nicht. Außerdem, Du unterstellst mir schon wieder was, nämlich Frust und Häme gegenüber anderen, beides ist glatt gelogen! Ich denke Du hast Dich damit als Gesprächspartner für mich endgültig disqualifiziert.
Dies ist daher mein letztes Posting an Dich.
Moin,
@P85D-RudiL Du bist für mich nach allen zu-und abwägen der einzige den ich vom Gefühl her, als noch "objektiv" bezeichnen kann. Auch weil Du dich kritisch aber inhaltlich Verständlich ausdrücken kannst!
Bei den anderen Kommentatoren habe ich das Gefühl nur angegangen zu werden! Man will den anderen mit aller Macht seine Meinung platt machen. Das finde ich sehr schade, und leider bringt mich das TESLA Forum nicht viel weiter! Wie ich schon sagte: Ich mag den Tesla, aber auch meinen "Dreckdiesel!🙂 Und wünsche Euch alle noch viel Spaß mit Euren Autos, und verabschiede mich von den diversen E-Mobil Fanatikern TSCHÜß
Also weil er so super billig ist, hab ich mir meinen Tesla sicher nicht gekauft. Da gäbe es einige Autos, die viel billiger wären. Mit Elektromotor oder Verbrenner. Dass man damit so toll sparen kann, ist also als Vorteil des Model S nur bedingt tauglich.
Hi
Zitat:
@allesgeht schrieb am 30. März 2017 um 18:59:27 Uhr:
@P85D-RudiL Du bist für mich nach allen zu-und abwägen der einzige den ich vom Gefühl her, als noch "objektiv" bezeichnen kann. Auch weil Du dich kritisch aber inhaltlich Verständlich ausdrücken kannst!
Für jemanden der folgendes geschrieben hat, ist diese Aussage natürlich verständlich:
Zitat:
@allesgeht schrieb am 28. März 2017 um 18:05:56 Uhr:
Moin,gut das ich das gelesen habe, mein Mädel will unbedingt ein Tesla haben! Aber dazu ein Verbrenner halten, Nein Danke! Muß ich Ihr ausreden.
Zitat:
@allesgeht schrieb am 29. März 2017 um 18:12:16 Uhr:
Aber ich bin noch ein "Diesel" Freund, das kannst Du mir auch bei aller Liebe zu Tesla nicht weg reden!😉
Aber vom gleichen User, nämlich dir, kam auch folgender Beitrag:
Zitat:
@allesgeht schrieb am 18. November 2015 um 17:32:18 Uhr:
Hallo Tesla Freunde, das hat mal richtig Spaß gemacht und mir Infos gegeben, wie es um Eure Autos steht! Und reinileini hat mir förmlich die Fragen aus dem Mund genommen! Glückwunsch an "ALLE"!!
Schon komisch.
Aber da es hier ein ja jetzt ein Ende hat, ist das ja auch egal.
Bis auf ein zwei Ausnahmen ist der Umgang hier sehr sachlich. Ich finde es prinzipiell auch richtig, dass nicht nur die Vorteile dieses Autos sondern auch die andere Seite der Medaille dargestellt werden. Schließlich lesen hier viele mit , auch wenn sie nicht angemeldet oder eingeloggt sind.
Mehrere Leute aus meinem persönlichen Umfeld fragten mich warum ich mich von dem Tesla recht schnell wieder getrennt habe, ich hab ihnen die Antwort gegeben und empfahl darüberhinaus dieses Forum und zwei andere.
Statt für einen Model S entschieden sich die Leute wie folgt
1x 5er 2xQ5, 5x Passat, 1x Model X, 4x C-Klasse, 3x E-Klasse.
Die Beiträge tragen daher zur Entscheidungsfindung bei.
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Hallo in die Runde. Bin zwar (noch) kein Tesla Fahrer, finde es aber immer wieder spannend hier mitzulesen. Hatte vor einigen Monaten mal eine Probefahrt mit dem Model s gemacht und war rundum begeistert. Nicht nur das Fahrerlebnis war gigantisch gut, sondern auch die Kundenbetreuung so, wie ich das erwarte. Hatte wirklich einen spannenden und extrem informativen Nachmittag. Der Umstieg aus dem Model S in den BMW Diesel war gefühlt irgendwie zurück in ein Fahrzeug mit einer Antriebstechnologie von gestern. Das aber nur am Rande...
Ich persönlich finde die Beiträge der Tesla-Besitzer hier sehr sachlich und klar nachvollziehbar.
Zum eigentlichen Thema des Threads.
Energiebilanz E-Fahrzeug vs. Verbrenner:
In Deutschland ist der Naturstrom mittlerweile kaum teurer, als konventioneller Strom. Z.B. Greenpeace Energie verlangt derzeit mit 27,10 ct / kWh für reinen Naturstrom sogar weniger als viele konventionellen Stromanbieter. Damit kann doch jeder sein E-Fahrzeug zuhause wirtschaftlich laden und völlig ohne Kohle- und Atomstrom betreiben.
Reichweite:
Ich verstehe nicht, warum Elektrofahrzeuge immer nur an der maximalen Reichweite bei maximaler Geschwindigkeit gemessen werden. Es gibt doch alleine in Deutschland mehrere Mio. Haushalte, die mehr als ein Fahrzeug angemeldet haben. Es reicht bei den allermeisten Haushalten aus, wenn ein Fahrzeug Reichweiten > 300km / Tag abdecken kann. Für alle anderen Einsatzgebiete und vor allem in der Stadt, ist das Elektrofahrzeug doch schon heute die weitaus bessere Alternative. Gerade im stop-and-go dazu noch viel wirtschaftlicher.
Materialqualität:
Der Model S bei meiner Probefahrt war einwandfrei verarbeitet. Dass die Materialien an der einen oder anderen Stelle noch etwas besser sein könnten, ok. Ich war jedenfalls nach den ganzen Berichten hier über schlechte Materialqualität und Verarbeitung sehr positiv überrascht.
Das nächste Fahrzeug wird bei uns sicher durch ein Elektrofahrzeug ersetzt. Vielleicht wird's ja ein Tesla.
@allesgeht, Danke für die Blumen. 🙂
Manche Elektroautofahrer benehmen sich tatsächlich wie militante Ex-Raucher. Ich ignoriere die einfach.
Der Großteil der Nutzer hier hat ja ein normales Verhältnis zu den Dingen.
Drum bleib hier und hilf mir diese übertriebenen Lobeshymnen zu relativieren und für Aufklärung zu sorgen.
Grüße
Rudi
Zitat:
@P85D-RudiL schrieb am 30. März 2017 um 20:50:06 Uhr:
Manche Elektroautofahrer benehmen sich tatsächlich wie militante Ex-Raucher. Ich ignoriere die einfach.
Ja, dann braucht man auf Fakten nicht mehr eingehen, clever.
Zitat:
Drum bleib hier und hilf mir diese übertriebenen Lobeshymnen zu relativieren und für Aufklärung zu sorgen.
Wie soll dir jemand helfen, der keinen Tesla besitzt oder besitzen will? Verstehe ich jetzt nicht?
Zitat:
@berschle schrieb am 30. März 2017 um 20:44:37 Uhr:
Ich persönlich finde die Beiträge der Tesla-Besitzer hier sehr sachlich und klar nachvollziehbar.
Danke.
Zitat:
Energiebilanz E-Fahrzeug vs. Verbrenner:
In Deutschland ist der Naturstrom mittlerweile kaum teurer, als konventioneller Strom. Z.B. Greenpeace Energie verlangt derzeit mit 27,10 ct / kWh für reinen Naturstrom sogar weniger als viele konventionellen Stromanbieter. Damit kann doch jeder sein E-Fahrzeug zuhause wirtschaftlich laden und völlig ohne Kohle- und Atomstrom betreiben.
Selbst mich hat man mittlerweile überzeugt, dass aus jeder Steckdose nur der Strommix kommt.
Sonst würde ich meinen Tesla ja zu 70% nur mit Sonnenstrom laden.
Aber der Ansatz ist richtig, weil die Energieerzeuger dann gezwungen werden, saubere Energie anzubieten.
Wird das eigentlich kontrolliert? Oder verkaufen die Erzeuger bereits jetzt doppelt so viel saubere Energie, wie vorhanden?
Zitat:
Reichweite:
Ich verstehe nicht, warum Elektrofahrzeuge immer nur an der maximalen Reichweite bei maximaler Geschwindigkeit gemessen werden.
Da triffst du den Nagel so was von auf den Kopf.
Rudi tut nämlich so, als wäre sein Fahrstiel der einzig mögliche und größere Reichweiten wären nur unter Schmerzen möglich.
Dass das nicht der Fall ist, beweisen diverse Berichte.
z.B. der hier 2424km in 24 Stunden incl. Ladepausen, also über 100km/h Schnitt.
So viel zu Langstrecke ist mit dem Model S nicht möglich.
https://www.youtube.com/watch?v=Rr_vUPSxXrQZitat:
Materialqualität:
Der Model S bei meiner Probefahrt war einwandfrei verarbeitet. Dass die Materialien an der einen oder anderen Stelle noch etwas besser sein könnten, ok. Ich war jedenfalls nach den ganzen Berichten hier über schlechte Materialqualität und Verarbeitung sehr positiv überrascht.
Genau so ging es mir.
Selbst bei dem ersten von 2014 habe ich keine der schiefen Nähte gehabt, von der gerne berichtet wurde.
Zitat:
Das nächste Fahrzeug wird bei uns sicher durch ein Elektrofahrzeug ersetzt. Vielleicht wird's ja ein Tesla.
Der Schritt in die richtige Richtung.
Zitat:
@KaJu74 schrieb am 30. März 2017 um 22:02:07 Uhr:
Selbst mich hat man mittlerweile überzeugt, dass aus jeder Steckdose nur der Strommix kommt.
Aus der Steckdose kommt immer der Strom von dem Kraftwerk das netztechnisch am "besten" gelegen ist. Bei mir ist das ziemlich sicher ein Flusskraftwerk an der Donau.
Aber das ist nur die unmittelbare Physik. Wenn man Ökostrom von seinem Stromanbieter kauft, sorgt der dafür, dass er selbst entweder genug Ökostrom erzeugt oder zukauft, um alle seine Kunden, denen er vertraglich die Lieferung von Ökostrom zugesagt hat, auch entsprechend beliefern zu können.
Das heißt im Umkehrschluss, dass sich wahrscheinlich in der Summe nichts ändert, wenn ein Stromanbieter noch genug Kunden hat, denen die Stromquelle egal ist. Denn dann kann er dorthin ganz einfach irgendwelchen Strom liefern und der sowieso vorhandene Ökostrom bleibt für die Ökokunden.
Sobald aber mehr Kunden eines Stromanbieters nach Ökostrom verlangen als er im Netz verfügbar hat und der Energieversorger gezwungen wird mehr Ökostrom einzukaufen, tut sich was global betrachtet. Auf einmal bleiben Erzeuger von Kohle- oder Atomstrom auf ihrer Energie sitzen, weil ihnen die keiner mehr abnehmen kann.
Das ganze wird natürlich überwacht, in Österreich z.B. durch die E-Control.
Zitat:
@P85D-RudiL schrieb am 30. März 2017 um 20:16:25 Uhr:
Ich finde es prinzipiell auch richtig, dass nicht nur die Vorteile dieses Autos sondern auch die andere Seite der Medaille dargestellt werden. Schließlich lesen hier viele mit , auch wenn sie nicht angemeldet oder eingeloggt sind.
Das finde ich auch, aber du willst aktuell nur deine negative Sicht präsentieren, nennst aber die Rahmenbedingungen nur teilweise.
Positive Faktoren willst du erst gar nicht diskutieren ("Außer Abgas, aber das steht nicht zur Diskussion."😉
Aber auch andere fahren diese Schiene:
Zitat:
@sampleman schrieb am 30. März 2017 um 14:53:43 Uhr:
Vermutlich zahlt ein Vielverdiener mehr für die Zeit, die er an der Ladesäule steht, als er beim Sprit einspart;-)
Ein Vielverdiener ist vermutlich clever.
Wenn er clever ist, wird er die Zeit am Supercharger nutzen.
Das kann Arbeiten am Laptop sein.
Das kann Essen sein.
Das kann Sport sein.
Wie gsagt, wenn er clever ist, wird er die Zeit nutzen und es geht um 20-80 Minuten und nicht um 240-480 Minuten, wie bei den Lademöglichkeiten.
Um es all den Lesern klar zu machen, falls sie es noch nicht gewusst haben:
- Wenn man mit einem Auto schnell fährt, verbraucht es mehr Energie.
- Wenn man mit einem Auto normal fährt, verbraucht es weniger Energie.
- Wenn man mit einem Auto langsam fährt, kommt man sogar weiter, wie im Prospekt beschrieben.
Und wem Extras wie Massagesitze so wichtig sind, dass es kaufentscheidend ist, sollte lieber keinen Hersteller wählen, der gerade mal 4 Jahre in der "Großserienfertigung" (ja ich weiß auch nicht, ob das schon groß ist) tätig ist.
Wen aber die Nachteile eines Elektroauto so betonen will, muss auch fähig sein, die Vorteile zu nennen, wie:
- morgens immer voll geladen, wenn man einen festen Stellplatz mit Strom hat.
- lokal keine Emissionen.
- Rekuperation und dadurch Reduktion des Bremsstaubs.
- sofortiges Drehmoment
- wenig bewegte Teile, dadurch wenig Verschleiß.
- mehr Gestalltungsmöglichkeiten, weil kein Motor den vorderen Teil (oder hinteren Teil) blockiert.
- erhöhte Crashsicherheit, da kein Motor in den Innenraum gedrückt werden kann.
- niedriger Schwerpunkt.
- ideale Gewichtsverteilung.
....
Zitat:
@KaJu74 schrieb am 30. März 2017 um 22:45:30 Uhr:
muss auch fähig sein, die Vorteile zu nennen
0-100km/h in 2,5s und 0-200km/h in 10,5s !!! 😁
Nach meinem Kenntnisstand wird heute auch schon viel mehr Naturstrom produziert, als von den Kunden derzeit nachgefragt. Bei derzeit ca. 30% produziertem Naturstrom in Deutschland geht ein erheblicher Teil in den ganz normalen Strommix. Der Anteil von produziertem Naturstrom steigt derzeit schneller, als die Nachfrage. Ein Problem würde sich natürlich dann ergeben, wenn die Nachfrage von Naturstrom die derzeit ca. 30% übersteigen würde.
Zitat:
@MartinBru schrieb am 30. März 2017 um 22:48:18 Uhr:
0-100km/h in 2,5s und 0-200km/h in 10,5s !!! 😁
Die P100D Werte, schon beeindruckend.
Ja, der P100D ist das weiterentwickelte Spielzeug. Die Dinger sollen ja auch Spaß machen. Das ist ihre Bestimmung. Jetzt muss der Akku noch mehr Energie bunkern dann schaue ich mir den mal wieder an, wenn dann noch ein paar andere Dinge verbessert werden kaufe ich sogar wieder einen 😉
Eine Bitte, lieber Rudi, könntest du den Tesla nicht mehr Spielzeug nennen?
Übrigens mal eine andere Überlegung:
Was wäre z.B. mit einem 100D der nur 250PS und 180km/h VMax hat.
Würde der mehr Reichweite haben?
Zitat:
@KaJu74 schrieb am 31. März 2017 um 01:30:36 Uhr:
Eine Bitte, lieber Rudi, könntest du den Tesla nicht mehr Spielzeug nennen?
Ich betrachte den Tesla aber auch als Spielzeug. Sinn hat der von Sinnen Modus nämlich keinen 😁
Zitat:
Was wäre z.B. mit einem 100D der nur 250PS und 180km/h VMax hat.
Würde der mehr Reichweite haben?
Nein. Die maximale Leistung eines Elektromotors hat fast keine Auswirkung auf seinen Verbrauch bei niedriger Leistung. Das ist nicht wie ein V8, der auch säuft, wenn man wenig Leistung abruft.