ForumKarosseriearbeiten & Lackierungen
  1. Startseite
  2. Forum
  3. Wissen
  4. Fahrzeugtechnik
  5. Karosseriearbeiten & Lackierungen
  6. Erster Versuch lackieren mit Pistole

Erster Versuch lackieren mit Pistole

Themenstarteram 2. Juni 2020 um 17:07

Moin zusammen,

ich möchte eine Tür und einen Kotflügel lackieren.

Vorhanden sind Kompressor mit Wartungseinheit und Billigpistole von IPOTOOLS.

Nun, da es das erste mal war sollte es preislich im Rahmen bleiben, die Tür und Kotflügel sollen

irgendwann mal angebaut werden diesen aber jetzt als Testobjekte.

Wie bin ich vorgegagen:

Kotflügel und Tür nass geschliffen bis 800er Papier, dann gereinigt und mit Silikonentferner sowie Staubfangtuch saubergemacht. Handschuhe an und 2k Epoxidfüller drauf bei 1,5 Bar und 1,7er Düse das sah auch alles gut aus. 2 Tage trocknen lassen, dann mit 800er und schließlich 1000er nass glatt geschliffen.

Silikonentferner und Staubfangtuch, dann 1,3 er Düse und den Decklack drauf, erst Breitstrahl bei ca.20 cm Abstand ablüften lassen und dann nochmal deckend. Sah da schon sprenkelig und uneben aus.

Breitstrahl etwas in richtung Punkstrahl umgestellt und 3x rüber. Achja Druck war zwischen 1,5 und 2 Bar wie auf der Dose stand.

Das Ergebnis war das dann (Foto´s)

Ich denke ich hab zuviel Farbe draufgemacht bzw. nicht gescheit ablüften lassen...weiß es aber nicht.

Jemand einen Tip was falsch gelaufen ist ?

Danke und Grüße

Stefan

Kotflügel
Tür
Beste Antwort im Thema

Sieht aus wie zu wenig Lack oder zu dick angemischt und viel zu wenig Druck. Bei zu geringem Druck schießt die Pistole zu große Tropfen raus

40 weitere Antworten
Ähnliche Themen
40 Antworten
Themenstarteram 26. Juni 2020 um 17:17

Das mit dem Verdünner ist eine Klasse Idee, müßte man einen zweiten Becher bereithalten und schnell reagieren....wäre einen versuch Wert.

Ich werde es bei der Tür mit weniger Basislack versuchen und das Ergebnis posten, wird aber 3 Wochen dauern,

jetzt geht es erstmal in Urlaub !

... schönen Urlaub und bleib gesund :).

Ich weiß aber nicht, ob jeder Verdünner geeignet ist. Es soll dafür Spezielle geben.

''Verdünner'' rüber um sich die Effektausrichtung der Pigmente vollends zur Sau zu machen?

Der Lackfilm als solches findets auch nicht so überragend wenn das Bindemittel oberflächlich von den Pigmenten gespült wird.

Auf welche Ideen man kommen kann *schmunzel*

Zitat:

@DerSterni schrieb am 26. Juni 2020 um 23:17:14 Uhr:

''Verdünner'' rüber um sich die Effektausrichtung der Pigmente vollends zur Sau zu machen?

Der Lackfilm als solches findets auch nicht so überragend wenn das Bindemittel oberflächlich von den Pigmenten gespült wird.

Auf welche Ideen man kommen kann *schmunzel*

statt nur zu schmunzeln und zu kritisieren wäre (D)ein Fachbeitrag dazu hilfreicher. Habe nur angedeutet, wie sich Profis in so einer Situation helfen.

Das Handwerk sucht händeringend Lehrlinge, scheu dich nicht dich zu bewerben.

Es gibt einfach Sachen die man nicht mal eben schnell in nem Post runterbrechen kann.

Da hilft nur eins: Es von der Pike auf zu lernen oder denen zu überlassen die es können.

Wer gerne Lotto spielt versucht es halt selbst und verbucht es meist unter Lehrgeld.

Leider ein weiterer Beitrag ohne Substanz!

Waren die 43 davor ebenso destruktiv?

Du solltest in die Politik gehen und versuchen die Welt zu verbessern. So lange, wie fast jeder Abitur machen kann und dann auch noch 2/3 der Abiturienten mit einer 1 vor dem Komma abschließen, muss das Handwerk noch lange mit den Händen ringen. - Und viele potentielle Aufträge an alle möglichen Handwerksberufe werden weiterhin abgelehnt, da an diesen Kleinaufträgen dort keinerlei Interesse besteht. - Und die aufgerufenen Preise dafür nicht gezahlt werden können oder wollen.

Im übrigen gibt es auch Forenteilnehmer, die das Arbeitsleben - teils mit mehreren Berufen - bereits hinter sich haben und noch Spaß und Interesse daran haben neue Aufgaben in ihrem wohlverdienten Unruhestand anzupacken. Diesen Wissensaustausch hier im Forum sollten Neider nicht stören, sondern akzeptieren und wenn möglich sich konstruktiv daran beteiligen.

In diesem Sinne beste Grüße - Reinhard

Für einen Anfänger gar nicht schlecht!

Zwei Möglichkeiten, warum das Ergebnis nicht ganz perfekt war:

Pistole ist halt doch arg billig oder zu große Düse.

Lack und/oder Lufttemperatur zu warm.

Ich hätte von Anfang an auf K 1100 geschliffen (hat aber wenig mit diesem Spritzbild zu tun).

Die Lackierarbeiten sollten unter diesen Bedingungen idealerweise bei einer Umgebungstemperatur nahe bei 20 Grad c. erfolgen.

Düse und Düsenhorn 1,3 für die Spritzpistole. Einstellung des Spitzbilds auf Breitstahl - Bei Flächen.

Luftdruck um 3 - 3,5 bar. Wichtig ist die Viskosität des Deck -und Klarlacks beim Spritzen.

Dazu muss man die Lacke mit der zugehörigen Verdünnung aufbereiten. Mit dem entsprechenden Fliessmessbecher wird der Lack auf 20 Sek.

Durchflusszeit angemischt..Beim Lackiervorgang wird an den Kanten und Ecken des Objekts angefangen und geht dann auf die Flächen über.

Es wird im Kreuzgang überlappend lackiert.Die Pistole sollte so eingestellt sein, dass bei Bedienung der Lackierpistole erst Luft herausströmt

und bei weiteren Durchziehen des Hebels die Farbe mitströmt. Der Farbauftrag wird dadurch kontrollierter und dosierbar.

Der Klarlack wird ca.20 min. nach Auftrag des Decklacks aufgespritzt. Nach 5 min. Ablüftzeit kann man mit der reinen Verdünnung nochmal das

lackierte Objekt überspitzen, aber vorsichtig dosieren. Das bringt schönen Tiefenglanz und beseitigt Spritzschatten. Grundsätzlich wird dünn

lackiert und somit sind 3 - 4 Spritzaufträge pro Lack erforderlich. Nach jedem Spritzauftrag erhöht sich der Glanz. Bei zu viel Farbe bei einem

Spritzauftrag gibt es gleich Glanz und dazu Läufer.

Lackieren scheint eine Wissenschaft für sich zu sein...

Der von mir beschriebene Lackiervorgang bezieht sich auf Material von 2 K Lacken, die für den erfahrenen Autoschrauber am besten geeignet sind und

bei Reparatur - und Ganzlackierungen eingesetzt werden. Autolack auf Wasserbasis sind für den Privatschrauber meiner Ansicht nach zu aufwendig

einsetzbar und setzt eine Heissluftkabine voraus. Die bei dieser Farbe entstehenden Farbnebel beim Spritzen sind ausserdem sehr gesundheitsschädlich, da der eingeatmete Spitzstaub sich unlösbar in der Lunge festsetzt.

Sauberkeit und geeignete Umgebung sind für solche Arbeiten Voraussetzung. Natürlich sollte man bei Lackierarbeiten immer mit Atemschutz und

Einweganzügen arbeiten.

@oldtimerdriver

...keine Kritik, aber eine kurze Aufklärung...

Und zwar, warum spritzt du Klarlack... vermutlich 2 Gänge... ,um anschließend nochmal nach 5 min Ablüftzeit mit reiner Verdünnung drüberzugehen?

Das habe ich in meinen 25 Jahren als Lackierer noch nie gemacht.

Ich stelle den Klarlack schon so ein...je nach Temperatur bis zu max. 20% Verdünnung auf das komplette Material...also Klarlack+Härter, da verläuft eigentlich alles sehr zufriedenstellend und nach Trocknung ist auch der gewünschte Oberflächenglanz vorhanden.

Wenn ich nach der Klarlackorgie auf das schon "gut" glänzende, glatt verlaufene Objekt noch Mal mit reiner Verdünnung drübergehen würde, würde ich bestimmt meine ganze "Vorarbeit" versauen...

Lackiert wird ausschließlich mit gepflegten, sauberen Sata Pistolen und bei Klarlack mit 1,4er Düse, verwendetes Material an Klarlack Standox oder Glasurit

Gemischt wird 2:1 + Verdünnung...nach Messstab, nix Durchfluß, wenn halt noch ein Müh Verdünnung fehlt, wird der Schluck manuel dazugemischt...das hat man nach den Jahren im Gefühl...

Also, warum nach hoffentlich erfolgreichem Klarlackauftrag nochmal mit reiner Verdünnung drübergehen?

Vielleicht ist die Antwort so einleuchtend, das ich es Mal probiere...

Gruß

Die letzte Anwendung mit reinem Verdünner bezieht sich weitestgehend bei Auftrag mit Unilacken, die eigentlich keine Klarlackschicht mehr aufgetragen bekommen. Damit werden die Spritznebel beseitigt.

Das musst du aber den "Lackierlaien" genau aufschreiben, sonst geht bei dem einen oder anderen nochmehr schief, als es bei vielen selbsternannten Lackierern eh schon schief geht...

Egal... Unilacke ohne Klarlacküberzug werden immer seltener....hab zwar noch das komplette Programm auf Lager, aber zum Nutzen kommt es eher weniger.

Gruß

zunächst möchte ich mich für Deine kurze Aufklärung bedanken und setze zur Kenntnis, dass ich kein Autolackierer bin. Meine Kenntnisse

und daraus resultierender Praxis fundamentalistieren sich aus diversen Fachbüchern. Die von mir erstellten Lackierungen waren im Ergebnis

in Ordnung. Ich nehme stark an, dass Du in einer Spritzkabine gearbeitet hast, wo optimale Bedingungen herrschen.

Die Beigabe von Verdünnung beim Anmischen der Lackes bis zur vorgeschriebenen Viskosität wird halt in meinem Fachbuch so beschrieben.

Auch bei Klarlackauftrag könnte es zu Nebelstellen kommen und deshalb der Finish mit reiner Verdünnung , was auch im Fachbuch zu entnehmen ist.

Nebenbei mal eine kurze Frage : wie lange kann man Autolacke ungemischt in den Dosen lagern ?

Hab 2K RAL Lackdosen (2,5l) original verschlossen seit bestimmt 10 Jahren stehen, Hersteller des Lackgebindes sind namhafte Hersteller wie Spies Hecker, Glasurit, Standox und sogar Mipa.

Bisher waren alle Dosen bzw.deren Inhalt ohne "Haut" ...wie frische Farbe... gelagert in einem Schrank im Schatten bei rund 10-15°C.

Zu deiner Frage zu den Arbeitsbedingungen...

Jo, ich bin selbstständiger Lackierermeister mit Werkstatt und 2 kompletten Lackierkabinen.

Gruß

Deine Antwort
Ähnliche Themen