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Erste HU eines KFZ, nicht bestandene AU. Fehler der Prüforganisation?

Themenstarteram 16. Dezember 2020 um 22:06

Hallo liebe Forengemeinde,

 

einem unserer Mitarbeiter ist aufgefallen dass eines unserer Fahrzeuge im September zu HU hätte müssen.

Nun ja, keine Ahnung wer da bei uns geschlafen hat, aber das ist nicht das Thema um dass es hier geht.

 

Ich habe den Kollege sodann zur DEKRA geschickt, er soll die HU machen. Das Fahrzeug ist erst drei Jahre alt, also ist es die erste HU des Fahrzeugs.

Dauerte auch nicht lange, dann war er wieder zurück.

 

Ergebnis: HU nicht bestanden mit erheblichem Mangel.

Das Fahrzeug (Diesel) hat die AU nicht bestanden weil es die Abregeldrehzahl nicht erreicht hätte.

 

Laut meinem Kollegen war sogar der Prüfer selbst so erschrocken dass er sich telefonisch rückversicherte ob alles stimmen würde oder hier ein Fehler vorliegt.

Alles wäre korrekt, das Auto müsse in die Werkstatt und nochmal vorgeführt werden (oder eben nach einer Reparatur eine AU gemacht werden).

 

Ich rief dann in unserem Mercedes Autohaus an und schilderte die Sache. Ich fügte auch hinzu dass wir es nicht einsehen Mehrkosten zu tragen wenn ein drei Jahre altes Auto die AU nicht besteht. Das Fahrzeug war vor sechs Monaten sogar zur Inspektion bei Mercedes.

Man sicherte uns zu das sorgfältig zu prüfen.

 

Das Auto war heute dann in der Mercedes Werkstatt.

Ergebnis: kein Mangel, alles bestens.

Das Fahrzeug hatte sogar einmal ein Software-Update bekommen, aufgrund dieser Diesel-Skandalgeschichte.

Es wurde eine AU gemacht und das Auto hat die Plakette bekommen (diesmal vom TÜV).

Eine Rechnung für eine Nachprüfung haben wir dennoch erhalten. Kann das Autohaus und der TÜV ja nichts dafür.

 

Scheinbar weichen die Werte für die Abregeldrehzahl bei DEKRA und TÜV voneinander ab.

Was bei der DEKRA die Mindest-Abregeldrehzahl ist, ist beim TÜV die Maximal-Abregeldrehzahl.

 

Natürlich sehen wir nicht ein dass wir die Kosten der Nachprüfung tragen müssen, wenn dies nicht auf unserem Mist gewachsen ist.

 

Wir möchten nun dass die DEKRA die Kosten der Nachuntersuchung bezahlt.

 

Ist das ein bekanntes Problem, oder ist das schonmal jemandem passiert?

Die Organisationen sollten ihre Software doch validiert haben, sodass alles immer aktuell ist. Wie kann es zu sowas kommen?

 

Habe die beiden Berichte mal fotografiert.

 

Grüßle

Steffen

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57 Antworten

gelöscht

Wenn das Fz aber die Eigenheit hat nicht höher zu drehen, was willst da machen?

Sollen 100te Euro investiert werden wg. 300 Umdrehungen Maximaldrehzahl??? Wenn sonst alle Abgaswerte ok sind.

Glaub mal nicht.

Gruß jaro

Zitat:

@jaro66 schrieb am 17. Dezember 2020 um 09:47:35 Uhr:

Wenn das Fz aber die Eigenheit hat nicht höher zu drehen, was willst da machen?

Sollen 100te Euro investiert werden wg. 300 Umdrehungen Maximaldrehzahl??? Wenn sonst alle Abgaswerte ok sind.

Glaub mal nicht.

Gruß jaro

Wenn die Vorgaben sagen das Fahrzeug muss Drehzahl X erreichen dann muss das Fahrzeug diese auch erreichen, sonst liegt ein defekt vor. Die Abgasmessung bei der AU ist eh ein Witz und sagt praktisch nix über die realen Abgaswerte aus, moderne Fahrzeuge werden ja teilweise gar nicht gemessen sondern eben nur ausgelesen.

Daher müssen die Fahrzeuge die Herstellervorgaben eben erreichen sonst muss man zwangläufig davon ausgehen das technisch was im argen liegt.

Wenn den Vorgaben natürlich nicht stimmen ist das ganze für den Allerwertesten, es kann aber nicht Sinn der Sache sein die Vorgaben dann manuell zu ändern bis es passt. Dann müssen die Datenbanken eben korrigiert werden.

Du hast den begehrten Stempel erhalten, obwohl der Wagen einen erheblichen Mangel hat. Du kannst nun ein Fass aufmachen, dem TÜV ans Bein Pinkeln und schauen wie Du für viel Geld die letzten Umdrehungen aus Deinem Wagen herauskitzelst. Du kannst aber auch Deine eigenen Regeln (Prinzipien) überdenken, die 25 Euro als preiswerte Reparatur verbuchen und die nächsten 2 Jahre entspannen.

Torbotobi,

Du würdest, wenn es Dein Wagen wäre, echt von Ponzius zu Pilatus rennen um diesen "Defekt" zu reparieren? Allen Ernstes? Wie hoch wäre Dein Preislimit und was wäre denn da kaputt???

Gruß jaro

Zitat:

@jaro66 schrieb am 17. Dezember 2020 um 10:40:13 Uhr:

Torbotobi,

Du würdest, wenn es Dein Wagen wäre, echt von Ponzius zu Pilatus rennen um diesen "Defekt" zu reparieren? Allen Ernstes? Wie hoch wäre Dein Preislimit und was wäre denn da kaputt???

Gruß jaro

Hier liegt ja wohl kein defekt vor sondern eine falsche Datengrundlage.

Wenn ein Motor aber laut Hersteller eine gewisse Parameter erreichen muss und das nicht tut lasse ich das natürlich reparieren denn wenn er läuft sonst nicht optimal was Auswirkungen auf verbrauch und Lebensdauer haben wird.

Es ist natürlich mit einem gewissen Sachverstand und Augenmaß zu sehen, bei der letzten AU hat mein Aygo die Leerlaufdrehzahl von 800 nicht erreich sondern pendelte sich bei ~ 825 ein.

Das lag aber wohl an den hohen Temperaturen von über 30° an dem Tag. Da war ich dem Prüfer natürlich dankbar das er den Wert manuell korrigiert hat.

Naja,

Die Maximaldrehzahl sollte beim Audi glaub (lang her) 5500 sein, er schaffte aber 17 Jahre lang nur 5200. Dabei hatte ich im Lauf der Zeit einige Motorrelevante Rep. (Turbo,Nockenwellen,Einsprizpumpe) und die Drehzahl blieb in Stein gemeißelt.

Ich war froh das es,wie Beschrieben, bei der AU ablief, sonst hätte ich den Wagen wohl wegschmeißen müssen.

Gruß jaro

Ich bin da bei jaro66, einfach den Ball flach halten. Manch Besitzer eines älteren Autos ist froh wenn so ne AU einfach Mal etwas "flexibel" gehandhabt wird. Ich wär der letzte der sich da beschweren würde.

 

Und selbst wenn gar keine AU durchgeführt würde und die als "bestanden" vermerkt ist, würde es mich nicht jucken.

Die deutsche Paragrafen Reiterei in Sachen HU & AU wird uns nicht vor dem Klimawandel schützen, also sch**** drauf.

Darum habe ich ja gesagt: "Augemnaß und Sachverstand" wenn ein alter Motor jenseits der 200tkm die Herstellervorgaben nicht mehr auf den Punkt einhält kann man da mal etwas großzügiger sein.

Wenn aber ein fast neuer Motor meilenweit von den Herstellervorgaben entfernt ist dann liegt da eben was im argen. Und wenn der Motor 6 Monate nach der AU hops geht weil z.b. die Einspritzanlage nicht richtig arbeitet dann ist das ja auch nicht Sinn der Sache.

 

Übrigens haben die Abgase und damit auch die AU wenig bis gar nix mit dem Klimawandel zu tun, es geht hier um Schadstoffe die Mensch und Natur direkt schädigen können.

Co2 ist ein an sich unschädlicher Verbrennungsrückstand das wird in der Abgasanlage nicht gefiltert oder sonstwas sondern ist direkt abgängig von der Menge des verbrannten Kraftstoff.

Zitat:

@jaro66 schrieb am 17. Dezember 2020 um 10:40:13 Uhr:

Torbotobi,

Du würdest, wenn es Dein Wagen wäre, echt von Ponzius zu Pilatus rennen um diesen "Defekt" zu reparieren? Allen Ernstes? Wie hoch wäre Dein Preislimit und was wäre denn da kaputt???

Gruß jaro

Das KFZ ist ja, wenn ich es richtig gelesen habe, zur ersten HU gewesen, da gerade mal 3 Jahre alt. Da wäre mein erstes Ansprechpartner der Hersteller, dem würde ich den Bericht mal zukommen lassen und die werden einem dann schon sagen, ob der Datensatz ne falsche Grundlage hat oder ob die Drehzahl des Fahrzeugs nicht stimmt. Dann kann man entsprechend weiterschauen und sich an die entsprechende Stelle wenden.

Aber Daten händisch zu ändern damit diese passen? Wofür braucht man dann überhaupt eine Prüfung?

Stelle mir gerade unser Qualitätsmanagement vor, welches die Toleranzen in der Fertigung nicht mit dem "Soll" Wert vergleicht, sondern "Soll" immer an den aktuellen "Ist" Wert anpasst. Da würden aber viele Autos liegenbleiben.

Wenn natürlich die Soll Vorgabe falsch ist, dann sollte die entsprechend angepasst werden, aber dies wäre ja erstmal zu klären.

Themenstarteram 17. Dezember 2020 um 12:17

Wir haben nach nicht bestandener AU das Auto dorthin gebracht woher wir es haben.

Zum Mercedes Autohaus.

Sollen wir bei der Fabrik klopfen? Die liegen auf dem Weg...

Hat der TE ja gemacht.

Auto zum freundlichen gebracht,die haben die HU beigesteuert mit nur einer Messung der AbregelDrehzahl und ein Prüfer im AH hat die Nachprüfung durchgeführt, ergo bestanden.

Ob der Datenstand bei der Dekra falsch war oder das AH die AU manipuliert hat, ist hier jeweils eine Vermutung.

Könnte der TE aber aufklären, indem er nochmal zur Dekra fährt.

Ein 3 Jahre alter Wagen, sollte die Vorgaben des Herstellers schon erreichen.

Schaffte mein 11.5 Jahre alter und 235tkm gelaufener ja auch, und Abregelerehzahl erreicht, drei Mal, wie es der Prüflauf fordert.

Zitat:

@windelexpress schrieb am 17. Dez. 2020 um 01:18:39 Uhr:

Bei der AU vom Autohaus wurde die Abregeledrehzahl nur einmal angefahren, 3 Messläufe wären Vorgesehen.

Das hast du mehrfach in diesem Thread geschrieben, stimmt aber nicht.

 

Zum einen verwechselst du die Messung von Leerlaufdrehzahl und Abregeldrehzahl mit der eigentlichen Trübungsmessung.

 

Zum anderen ist es schon lange nicht mehr so, daß immer drei Gasstöße erforderlich sind.

 

Es war früher Mal so .

 

Nach aktuellem Leitfaden genügt sehr oft nur eine Messung, wenn sie in der Toleranz liegt.

Also sage ich dem Prüfer in zwei Jahren, ich möchte,dass er nur einmal im stand die Abregeldrehzahl hoch jagt und dann macht er das? Da bin ich aber gespannt.

Das Programm was auf dem Laptop abläuft, schließt aber erst nach der dritten Messung auf iO um und lässt den Prüfer weiter machen.

Wenn Du also der Meinung bist,eine Messung reicht aus, steht aber immer noch im Raum,dass die Abregeldrehzahl bei der Dekra einen anderen soll Wert hat als auf der jetzt beigesteuerten AU.

Die Soll Werte denkt sich die Dekra aber nicht selber aus.

Zitat:

@windelexpress schrieb am 17. Dez. 2020 um 13:1:32 Uhr:

Das Programm was auf dem Laptop abläuft, schließt aber erst nach der dritten Messung auf iO um und lässt den Prüfer weiter machen.

Nein, das ist eben falsch, es WAR Mal so.

 

Oft schaltet das Programm weiter nach EINER freien Beschleunigung. Wie ich oben schrieb.

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