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erhöte Beimischung von Biodiesel im Diesel

Themenstarteram 9. März 2009 um 20:34

Hi,

seit Anfang des Jahres wird ja noch mehr Biodiesel zum Diesel gemischt.

Mir wurde vom Boschdienst gesagt,dass dadurch die Injektoren und die Pumpe wieder besser geschmiert werden.

Hat der Boschdienst recht und macht das die event. Beimischung von 2 Taktoel überflüssig?

Welche Meinung habt ihr dazu?

Ich weiß nur,dass Biodiesel sehr aggresiv ist und ggf. Gummileitungen zerfrisst.

Haut rein ;-)

Beste Antwort im Thema

Ein weiteres "Risiko" beinhaltet die Tatsache, dass nur wenige, ganz bestimmte Dichtungswerkstoffe, Kunststoffe und Metallbeschichtungen beständig gegenüber reinem Biodiesel sind. Betroffen sind alle "medienberührten Bauteile" vom Tankdeckel bis zum Injektor. Was den Bereich der Dichtungsmaterialien betrifft, gelten nur Dichtungen aus Fluor-Kautschuk (FKM), Teflon (PTFE), bestimmte Compounds aus hydriertem Nitril-Butadien-Kautschuk (HNBR) und metallische Dichtungen - sofern sie nicht kupferhaltig sind - als beständig gegen 100% Biodiesel. In vielen PKW älterer Baujahre wurden oft jedoch preisgünstige Dichtungen aus Nitril-Butadien-Kautschuk (NBR) verwendet, die zwar sehr gute Beständigkeit gegenüber damaligen Dieselkraftstoff hatten, aber nicht gegenüber Biodiesel. Bis zu 5% oder zunehmend bis zu 7% Biodieselanteil im Kraftstoff sind zwar sicher deutlich weniger agressiv als "Blend 100" und der Einsatz von Biodieseltauglicheren Materialien bereits auf den Vormarsch, aber man hat das Gefühl mit einem 4 Jahre alten PKW ungewollt an einem großen "Feldversuch teilzunehmen".... (0,5 % 2T-Öl im Tank sind mir ehrlichgesagt lieber..)

Anbei die große Masse der Hersteller-Freigaben für 100 % Biodiesel:

http://www.ufop.de/biodiesel_fahrzeughersteller.php

Grüße

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Moin,

Ich würde ab 25% und mehr Bedenken bekommen.

MFG Kester

Zitat:

Original geschrieben von rodneX

Zitat:

Original geschrieben von Rotherbach

Moin,

Bei den Prozentsätzen von denen wir reden, ist das mit den Löseeigenschaften von RME und Co. noch nicht der Rede wert.

Kann in der Tat vernachlässigt werden.

MFG Kester

Moin Kester,

ab welchem Prozentsatz genau sind die Löseeigenschaften denn der Rede wert :confused:

MfG Rod

Die Automobilzulieferer (z.B. von Filtern und Dichtungen) sind - im Gegensatz zu unseren Gesetzgebern - etwas vorsichtiger mit Ihren Aussagen zu Biodieselanteilen von über 5% :

 

http://www.mann-hummel.com/company/upload/doc/HBAOBHobakn.pdf

http://imperia.mi-verlag.de/.../flu07_10_036.pdf

 

Die Deutsche Wissenschaftliche Gesellschaft für Erdöl, Erdgas und Kohle e.V. (DKMK) hat Untersuchungen zu z.B. 10% FAME-Anteil im DK durchgeführt und stellt dabei eindeutig eine "SIGNIFIKANTE"  (d.h. erhebliche) Motorölverdünnung fest:

 

http://www.dgmk.de/downstream/publikationen/abstracts/639-2.html

 

Agiert man mit Vorsicht, würde ich sagen, geht man zur Zeit besser vielleicht entweder auf die Suche nach guten alten DIN 590 -Zapfsäulen, die noch bis zu max. 5% Biodiesel "ausschenken" oder zieht doch besser den nächsten Ölwechsel ein paar hundert Km vor....

 

Grüße

 

p.s. ....zur Not soll ja der Dieselmotor an sich auch mit reinem Zweitaktöl bestens laufen...;)

... ja aber nur unwesentlich teurer :D :)

...Es war einmal vor einem Jahr...

 

...erst warnt der TÜV-Süd am Sonntag, den 20.04.08 vor Biodiesel "B7":

http://www.auto-motor-und-sport.de/eco/...-vor-mehr-anteil-809103.html

...am Abend ruft Umweltminister Gabriel schweißüberströmt persönlich beim TÜV an :D und der TÜV-Süd dementiert, so gut er kann:

http://www.tuev-sued.de/.../...ued_sieht_kein_problem_bei_biodiesel_b7

..am Montag den 21.04.08 dann schnell eine Regierungspressekonferenz nach dem Motto Schwamm drüber, Ball flach halten:

http://www.bundesregierung.de/.../2008-04-21-regpk.html

... was hat der Minister bloss mit dem Bericht der "Bio-Task-force" des Deutschen Instituts für Normung (DIN) gemacht, der ihm seit August 2007 vorlag ? (vielleicht liegt er ja inzwischen als Anlage dem Entscheidungsprotokoll zur Verschrottungsprämie bei...)

- Zitat aus dem obersten AMS-link:

"Die Zeitung berichtet dagegen, dass die "Bio-Task-Force" des DIN - zu der Fischer gehört - Einwände gegen den neuen Dieselkraftstoff hat. Bundesumweltminister Sigmar Gabriel (SPD) liege seit August 2007 ein Bericht vor, in dem es heiße: "Selbst bei Verwendung von B5 (Diesel mit fünf Prozent Bio-Anteil) kann es zu einer grenzwertigen Ölverdünnung kommen, so dass mit B7 (sieben Prozent Bio-Anteil) bereits sicher fahrzeugtechnische Probleme zu erwarten sind. Daher stellt B7 keine geeignete Interimsmaßnahme zur Gewährleistung des Bestandsfahrzeugschutzes dar."

Grüße

am 25. April 2009 um 0:41

Irgendjemand warnt immer vor irgendwas.

Ich WARNE hiermit vor WARNUNGEN und sonstigem Unsinn:

..."Nicht zu vernachlässigen ist die nicht vorhandene Schmierwirkung des Biodiesels, was ebenfalls zu Ausfällen und zu erheblichen und teuren Schäden führen kann."........

Man betrachte den Interview"partner" Bild am Sonntag.......

 

aktueller Stand v. 23.04.09

http://www.n-tv.de/1142835.html

........" Die Beimischungsanteile von Biosprit zu fossilem Diesel und Benzin werden 2009 rückwirkend verringert: von 6,25 auf 5,25 Prozent. 2010 bis 2014 werden sie auf 6,25 Prozent eingefroren. Die Opposition warf der Koalition Versagen vor. "............

 

Zitat:

Original geschrieben von Smileymanni

Irgendjemand warnt immer vor irgendwas.

Ich WARNE hiermit vor WARNUNGEN und sonstigem Unsinn:

..."Nicht zu vernachlässigen ist die nicht vorhandene Schmierwirkung des Biodiesels, was ebenfalls zu Ausfällen und zu erheblichen und teuren Schäden führen kann."........

Davor ist in der Tat zu warnen, denn RME schmiert besser als Diesel, falls Du das nicht schon eh so gemeint hast.

Hallo,

der Thred ist zwar schon älter, aber ich hol ihn jetzt mal wieder vor.

Ich fahr zwar einen Audi, aber trotzdem.

Ist es bei euch (Mercedes Fahrer) auch so. das eure Auto´s bei unter -10Grad schlechter anspringen, als noch letztes Jahr.

Bei mir und einigen anderen ist es so, genau ab dem Zeitpunkt, ab dem der Biodieselanteil erhöht wurde.

Ist es bei euch genauso??

Mein Auto ist letztes Jahr bei ca. -20Grad super angesprungen, jetzt springt er nur noch nach einigen male orgeln an.

Ich denke es liegt an dem drecks Biodiesel, wie ist es bei euch???

Springt euer Auto noch gut an???

mfg

Ich stelle bisher keinen Unterschied fest.

Tank doch mal eine Füllung Aral-Ultimate. Da ist kein Bio drin. Dann hast Du den direkten Vergleich ob er wieder besser startet.

Bericht hier aber nicht vergessen. ;)

Gruß k.krapp

Ok danke.

Versuch ich auf jeden Fall mal bei der nächsten tankfüllung.

Habe einfach den Verdacht, dass es am Biodiesel liegt.

Berichten werde ich auf jede Fall :)

Hallo zusammen,

 

mich würde interessieren, was die Hersteller von Dieselmotoren zu dem "neuen" DK nach DIN 51628 sagen. Gibt es dazu explizite Freigaben oder Warnungen? Ich hab einem der Grossen mal diese einfache Frage gestellt, die aber (bisher) nur ausweichend beantwortet wurde. Darin wird u.a. gesagt, Zitat: "Dieses Fahrzeug ist für Dieselkraftstoff nach DIN EN 590 zertifiziert."

Wenn man's jetzt (juristisch) ganz genau nimmt, dann frag ich mich, ob beim Tanken von B7 eventuell Garantieansprüche erlischen, denn der B7 DK ist ja gerade NICHT nach DIN EN 590.

Das ist sicher ne Grauzone, aber falls ein Motor letztendlich tatsächlich früher Schäden oder Wartungsfälle hat, wenn er mit B7 betrieben wird, dann ist das unschön - und ganz nebenbei sicher extrem schwer nachzuweisen. Und falls bei einem echten Garantiefall die Betankung mit "falschem" Kraftstoff zum Verlust der Garantie führen würde, dann wär das ganz schlecht. Ich kann mir das zwar beim besten Willen nicht vorstellen, aber die Tatsache, dass man auf diese einfache Frage (bisher) nur schwammige Aussagen vom Hersteller bekommt, macht schon stutzig.

Vielleicht weiss ja jemand hier noch mehr dazu. Die Links von oben sind schon mal sehr hilfreich und interessant. Ich hätte nicht gedacht, dass dieses Thema so verwoben ist.

 

Frohes Neues noch in die Runde!

P.S.: Auszug aus der Bedienungsanleitung:

"Es kann zu erhöhtem Verschleiss oder Motorschäden führen, wenn Sie (...) Diesel verwenden, der nicht die Anforderungen der EN 590 erfüllt (...) Wenn Sie solche nicht zugelassenen Kraftstoffe (...) verwenden, sind Ihre Gewährleistungs-Ansprüche eingeschränkt." - Und nu?

Du sprichst mir aus der Seele!

Spitze auf Knopf ausgelegt müsste man Ulitimate von Aral tanken, da der noch die "richtige Norm" hat.

Somit wäre man auf der sicheren Seite. :confused:

Yup, genau da bin ich mittlerweile auch.

Aber: Recherchieren macht die Sache interessanter - ich hab ja Urlaub und sonst nix zu tun. ;-)

Hier zwei Zitate:

i) Jahresbericht 2009 des VDA - http://www.vda.de/de/downloads/636/ :

"B7 ist im Markt

Seit Ende Januar 2009 ist B7, Diesel mit bis zu 7 Prozent Biodieselanteil, in Deutschland verfügbar. Damit kann gegenüber letztem Jahr der Biodieselab- satz via Beimischung um 40 Prozent gesteigert werden. Alle Dieselfahrzeuge unserer Hersteller vertragen den neuen B7-Kraftstoff, der der Norm DIN 51628 entspricht. Der Kunde muss allerdings weiterhin, nicht zuletzt aufgrund einer möglichen Ölverdünnung des Biodiesels, die von Hersteller vorgegebenen Ölwechselintervalle streng einhalten. In Zusammenarbeit mit dem VDA hat das Bundesumweltministerium eine Broschüre herausgegeben, welche über die Einführung des neuen Kraftstoffs informiert."

Besondere Stilblüte für die Germanisten: "Ölverdünnung des Biodiesels" - aber egal.

 

ii) Daimler Nachhaltigkeitsbericht 2009 - http://www.daimler.com/.../...nachhaltigkeitsbericht_FAK_Gesamt_de.pdf :

"Um auch für Dieselfahrzeuge eine stärkere CO2-Reduzierung über den Kraftstoff zu ermöglichen, wird der Anteil von Biodiesel (Fettsäuremethylester, FAME) in Deutschland ab Januar 2009 von derzeit 5 Prozent auf 7 Prozent (B7) erhöht. Durch einen umfangreichen Flottentest mit Neu- und Bestandsfahrzeugen der Mercedes-Benz Cars wurde die Eignung von B7 unter Einhaltung der deutschen Qualitätsnorm DIN 51628 belegt."

Frage an die Juristen unter euch: Bedeutet ".. wurde die Eignung ... belegt." automatisch, dass die Gewährleistung durch B7 nicht beeinflusst wird?

 

Na ja, mit den beiden Aussagen sollte technisch eigentlich alles klar sein. Allerdings frag ich mich, warum die Hersteller sich nicht direkt dazu bekennen und Ihre Gewährleistung explizit auf Diesel nach DIN 51628 ausdehnen, wenn das alles so gut klappt. Aber vielleicht hab ich's einfach nur nicht gefunden. Ich such und frage weiter...

Das ist halt so'n Ding.

Welcher Hersteller will sich hinstellen und sagen "unsere Bestandsfahrzeuge vertragen das Zeug nicht"?

Da gehts nicht zuletzt auch ums Image! (Dann sagt der Mitwettbewerber: Kein Problem, kauft unsere Fahrzeuge. Die stecken das mit links weg, bla, bla.....) Die Kunden würden doch denken, was bauen die denn da für einen Schrott, die anderen können das ja viieeel besser.

Wenn die Sache dann aber doch in die Hose geht will natürlich keiner für irgentwas garantieren (also blechen müssen).

Und wenn etwas verreckt, wie will/sollte der Kunde "beweisen", dass es durch den B7 kommt und nicht normaler Verschleiß oder sonst was war?

So, Nachfragen lohnt sich:

Zitat Customer Service Mercedes-Benz: "Das Tanken von oben genannten Kraftstoffen (DIN 51628 und EN 590, Anmerkung meinerseits) führt zu keiner Beeinträchtigung der Garantien oder der Gewährleistungen."

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