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Nochmal zum Thema "2 Takt Oel im Diesel"

Themenstarteram 20. Januar 2009 um 11:13

Hallo,

habe mal bei Bosch wegen diesem Thema angefragt und bekam folgende Antwort:

Sehr geehrter Herr Mueller,

vielen Dank fuer Ihre eMail an unsere Internet-Redaktion, welche zur Beantwortung

an die Bosch Kundenberatung KFZ-Technik weitergereicht wurde.

Im Moment kursieren Information im Internet, welche in der Tat Fzg-Besitzer dazu

Veranlassen koennten, 2-Takt-Öl dem Kraftstoff zuzusetzen, um die Lebensdauer

des Motors bzw. der Injektoren zu verbessern.

Unsere Einspritzsysteme werden auf Basis der gültigen Dieselkraftstoffnorm EN590

auf eine ausreichende Lebensdauer hin entwickelt und brauchen deshalb bei der

Verwendung normgerechter Kraftstoffe keinerlei zusätzliche Beimischungen. Durch

die Überarbeitung der EN590 hinsichtlich der zulässigen Beimischung von 5%-Biodiesel

wird die Schmierfähigkeit des Dieselkraftstoffs sogar noch erhöht!

Beimischungen zum Kraftstoff müssen, wenn die Verwendung in besonderen Fällen

angezeigt ist, vom Fahrzeughersteller freigegeben werden, weil dabei die Einsatz-

bedingungen und das Kraftstoff- und Abgassystem und der Motor berücksichtigt werden

müssen. Hinsichtlich der Beimischung von 2-Takt-Ölen müssen wir darauf verweisen,

dass wir für Schäden, die aus der Verwendung ungeeigneter Kraftstoffe herrühren,

keine Gewährleistung übernehmen können. Risiken sehen wir insbesondere hinsichtlich

Düsenverkokung, Beeinträchigung der Funktion des Partikelfilters und Unverträglichkeit

mit den Kraftstoffadditiven.

Es ist somit nicht auszuschliessen, dass nach einiger Zeit erhebliche Schäden auftreten,

die zu teuren Reparaturen zwingen. Wir raten deshalb dringend von Beimischungen in

jeglicher Form ab und damit auch von der Beimischung von 2-Takt-Ölen, zumal deren

lebensdauerverlängernde Wirkung nach unserem Kenntnisstand nicht nachgewiesen ist.

 

Mit freundlichen Grüßen / Best regards

Jürgen Gräber

Robert Bosch GmbH

Automotive Aftermarket

Sales Europe Central

Kundenberatung (AA/SEC3)

Postfach 41 09 60

76225 Karlsruhe

GERMANY

www.bosch.com

 

Beste Antwort im Thema

Wie Sir Donald schrieb, kann eine Antwort von Bosch gar nicht anders lauten. Immerhin schreibt Bosch ja, dass die Einspritzsysteme für den Kraftstoff nach EN590 entwickelt werden. Das heißt aber auch, daß die Änderungen der EN590 alte Einspritzsysteme nicht hinreichend berücksichtigen.

Bei der Einführung von schwefelfreiem Kraftstoff kam es vermehrt zu Schäden am bestimmten Einspritzsystemen. Als Beispiele seine hier die Lucas V-ESP im MB 220 Diesel (Vorkammer Sauger) oder die Bosch VP 44 bei Opel , VW und Audi genannt. Diese Pumpen sind Anfang bis Mitte der neunziger Jahre Entwickelt worden und gingen ab ca. 1994 (MB) 1996 (Opel) in Serie. Der Damalige Kraftstoff unterschied sich wesentlich vom heutigen, insb. bei der Schmierfähigkeit. Aus Skandinavien waren bereits sehr früh häufige Schäden an den ESPs bei Verwendung von Dino-Diesel (schwefelfrei) bekannt. Warum sich das Thema inzwischen sehr beruhigt hat, hat Bosch ja selbst geschrieben: durch die Beimischung von RME ist die Schmierfähigkeit des Kraftstoffs wieder viel besser geworden...

Jetzt aber:

1. Hätte jemand z.B. 1996 bei der Einführung der VP44 Bosch angeschrieben und gefragt, ob er 5% RME zum Diesel mischen kann, wie wäre wohl die Antwort ausgefallen????

2. Mit einer Beimischung von 0,5..1% 2T-Öl zum DK entspricht dieser immernoch spielend in allen Kategorien der EN590, für die ja Bosch die Einspritzsysteme entwickelt.

3. Bosch hat hausintern sicherlich keine gezielten Versuche mit 2T-Öl gefahren - jemand muss diese ja bezahlen, sogar beim Bosch... Das Thema Düsenverkokung zeigt deutlich, dass die Wirklichkeit genau andersrum ist, als die Aussage von Bosch.

4. Ich kann nur jedem raten den gesunden Menschenverstand zu benutzen. Auf dem Prüfstand heißt es: der Motor hat immer recht!! Ich habe noch keinen getroffen, der durch intensives bequatschen einem Motor andere/bessere Ergebnisse entlockt hätte...

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Hast du eine andere Antwort erwartet?

Der kann dir auch nur das schreiben was der Konzern vorgibt,seine private Meinung muß er für sich behalten.

Dazu kommt noch erschwerend das die Antwort aus der Kundenberatung kommt und nicht von den Ingenieuren die die Einspritzsysteme entwickeln. 

Wenn du mal einen bei Bosch der sich wirklich mit den Einspritzsystemen auskennt im Vertrauen fragen würdest könnte die Antwort ehrlich ausfallen,aber du würdest es nie schriftlich bekommen.

Die Kundenbetreuer werden von ihren Geldgebern gelegentlich auch darauf geprüft was sie den Kunden antworten und wenn die Antwort von dem abweicht was sie sagen sollen kann es Ärger geben.

Könnte sein das sie wirklich nie Zweitaktöl getestete haben.Könnte aber auch sein das sie es getan haben und nur das Ergebnis nicht rausrücken wollen.Wäre ja auch peinlich wenn eine solch billige Methode Erfolg hätte.Und sie würde Endkunden und Autoherstellern zeigen das sie bei ihren Pumpen nicht das Optimum rausgeholt haben,die Mineralölindustrie wäre wohl auch weniger begeistert.

Und zu guter letzt können sie solche Zumischungen aus Gewährleistungsgründen nicht zulassen.Wenn die schreiben eine Mischung 1:200 ist kein Problem und irgendein Hirsch fährt das Zeug mal 1:2 oder 1:2000 könnte der auf die Idee kommen Bosch dafür haftbar zu machen.Deswegen werden alle Zusätze erst mal generell verboten,einige bekommen das über die Werkstattschiene eine Freigabe.Aber dort gibt es dann auch Personen die (hoffentlich) wissen was sie tun und wenn was kaputtgeht sind die in der Haftung.

 

PS:Wer meint der Staat sein ein Bürokratiemonster kennt Bosch nicht. :D

Hallo, es wird soviel über diesem Thema berichtet, da fällt es immer schwerer eine Endscheidung zu treffen.

Obwohl ich auch 2 T Öl zugebe.

Zu der Antwort von Bosch, möchte ich nur anmerken, ich würde auch nicht bestätigen das ein Zusatz die Lebensdauer erhöht.

Denn dann verkaufe ich auch weniger.:rolleyes:

 

Gruß fumler

 

Kein Hersteller würde zugeben, dass sein Produkt, ESP oder Motor oder sonstwas für eine optimale Haltbarkeit etc. einen Zusatz irgendwo benötigt.

Meine Ergebnisse aus dreieinhalb Jahren schrieb ich :)

Als bei Mercedes bei den ersten Modellen mit CR,zb die berüchtigten C220 CDI,die CR-Pumpen sich der Reihe nach in Späne zerlegten bekam man von Mercedes wie auch von Bosch auch nur die Auskunft das es sich um Einzelfälle handeln würde.Sind dann schon merkwürdige Zufälle wenn in einer Flotte von 10 ungefähr gleich alten Autos die Hälfte bei fast identischen Kilometerständen neue Pumpen benötigen.Aber laut Mercedes waren das alles Einzelfälle.Die Foren und der Bekanntenkreis wusste es besser.

Wie Sir Donald schrieb, kann eine Antwort von Bosch gar nicht anders lauten. Immerhin schreibt Bosch ja, dass die Einspritzsysteme für den Kraftstoff nach EN590 entwickelt werden. Das heißt aber auch, daß die Änderungen der EN590 alte Einspritzsysteme nicht hinreichend berücksichtigen.

Bei der Einführung von schwefelfreiem Kraftstoff kam es vermehrt zu Schäden am bestimmten Einspritzsystemen. Als Beispiele seine hier die Lucas V-ESP im MB 220 Diesel (Vorkammer Sauger) oder die Bosch VP 44 bei Opel , VW und Audi genannt. Diese Pumpen sind Anfang bis Mitte der neunziger Jahre Entwickelt worden und gingen ab ca. 1994 (MB) 1996 (Opel) in Serie. Der Damalige Kraftstoff unterschied sich wesentlich vom heutigen, insb. bei der Schmierfähigkeit. Aus Skandinavien waren bereits sehr früh häufige Schäden an den ESPs bei Verwendung von Dino-Diesel (schwefelfrei) bekannt. Warum sich das Thema inzwischen sehr beruhigt hat, hat Bosch ja selbst geschrieben: durch die Beimischung von RME ist die Schmierfähigkeit des Kraftstoffs wieder viel besser geworden...

Jetzt aber:

1. Hätte jemand z.B. 1996 bei der Einführung der VP44 Bosch angeschrieben und gefragt, ob er 5% RME zum Diesel mischen kann, wie wäre wohl die Antwort ausgefallen????

2. Mit einer Beimischung von 0,5..1% 2T-Öl zum DK entspricht dieser immernoch spielend in allen Kategorien der EN590, für die ja Bosch die Einspritzsysteme entwickelt.

3. Bosch hat hausintern sicherlich keine gezielten Versuche mit 2T-Öl gefahren - jemand muss diese ja bezahlen, sogar beim Bosch... Das Thema Düsenverkokung zeigt deutlich, dass die Wirklichkeit genau andersrum ist, als die Aussage von Bosch.

4. Ich kann nur jedem raten den gesunden Menschenverstand zu benutzen. Auf dem Prüfstand heißt es: der Motor hat immer recht!! Ich habe noch keinen getroffen, der durch intensives bequatschen einem Motor andere/bessere Ergebnisse entlockt hätte...

Kann mich den Vorrednern nur anschließen. Vertriebsleuten wird verständlicherweise immer nahegelegt, technische Probleme "schönzureden". Man will ja schließlich ordentlich verkaufen. Die Mitarbeiter in der Bosch-Entwicklungsabteilung / Technik könnten mit Sicherheit besser schlafen, wenn unsere Norm für Dieselkraftstoff (DIN EN 590) endlich mal einen guten und praxisgerechten Wert für die Schmierfähigkeit verpasst bekäme. Wie wichtig dieser Wert ist, hat Bosch seinen Lehrlingen schon zu den Zeiten vermittelt, als die Common Rail Technik noch am Start stand. ( --siehe Anlage unten--)

Es ist sowieso sehr lehrreich, einmal in den Bosch - Berufsschulinformationen "zwischen den Zeilen" zu lesen (siehe z.B. "Schäden an Common Rail Hochdruckpumpen CP1 und CP3"):

http://aa.bosch.de/aa/de/berufsschulinfo/

Würde sagen --lang lebe die Pumpe-- Fazit:

- regelmäßig 2T-Öl beimischen

- planmäßig Dieselfilter wechseln

- planmäßig Dieselfilter entwässern

Für Zweifler spricht immer noch die Praxis Bände. Viele von uns mischen bereits seit vielen Jahren und Kilometern 2T-Öl bei und in allen bekannten Foren, die dieses Thema behandeln ist mir persönlich nicht ein einziger !! Anwender bekannt, der sich einmal darüber beschwert hätte, das seine CR-Pumpe oder ein Injektor frühzeitig das Zeitliche gesegnet hätte....

Grüße

Themenstarteram 21. Januar 2009 um 23:39

Vielen Dank für eure hilfreichen Tipps!!

Wollte mir das hier oft empfohlene 2-Taktoel von LM kaufen,aber das gibt es bei uns nicht unter 9 € pro Literflasche.

Im Globusmarkt gibt es die Marke "Pentosin SM" für 5,20€./liter.

Könnt Ihr das empfehlen ?

Das Produktdatenblatt von dieser Firma habe ich mal eingefügt.

http://www.pentosin.com/flexxtrader/data/usf/Pentosin%20SM_D.pdf

Man kann es nehmen auch wenn es für den Zweck nicht optimal ist.Es erfüllt die ISO-L-EGD was wohl wegen der Additive beim Einsatz in einem Diese nicht ganz so gut ist,die ISO-L-EGC wäre da besser.Im Gegensatz zum Motoröl ist es beim Zweitaktöl nicht optimal wenn man Vollsyntetisches nimmt,was die meisten nach ....EGD wohl sind.Wenn man das Zweitaktöl in den Diesel kippen will reicht mineralisches oder teilsyntetisches Zweitaktöl.

Habe aber auch rund 40000km lang Vollsyntetisches verfeuert,ohne DPF ist der Aschegehalt ja zum Glück uninteressant.:D Mit DPFmuß sollte man dann allerdings darauf achten das es Aschearm ist.

Seit mein Vorrat an Vollsyntetischem aufgebraucht ist nehme ich das was ich irgendwo günstig finde,egal welcher Hersteller so lange die Norm erfüllt wird.

Mischungsverhältnis ca 1:200,sind dann ein Viertelliter beim Volltanken.

Du wirst am Anfang vermutlich nicht viel merken,dauert auch seine Zeit bis es wirkt.

Was aber eindeutig hilft ist mal 100-150km am Stuck zu fahren damit der Dreck im Motor mal wegbrennen kann,vor allem dem AGR tut das gut.

Wie ich oft schrieb:

Meine beim TÜV gemessenen Trübungswerte sind von 1,3 innerhalb von 3 Jahren auf jetzt 0,27 gefallen.

Das muss auch einigen vom Abgas betroffenen Bauteilen sehr gefallen :)

Wozu dieser neue Thread ?

Unbestätigten Gerüchten zufolge gibt es bereits einen langen Thread zum Thema " 2-Takt-Öl + Dieselkraftstoff".

Wäre es nicht sinnvoll diesen Thread zu schließenn und den "Originalthread" weiter zu führen ?

 

Mit Gruß aus Wien

 

 

 

 

Bitte im Thread hier weiter: -> 2-Takt Öl + Dieselkraftstoff?

 

*** CLOSED ***

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