Erhaltungsladegerät für Batterie ohne Stromanschluss

Hallo,

ich habe genau dieselber Frage wie bereits ein Mitglied vor 6 Jahren, aber Elektronik entwickelt sich ja schnell weiter 🙂
https://www.motor-talk.de/.../...ohne-stromnetzanschluss-t6119242.html

Ich möchte mein Auto im Winter 5 Monate in der Tiefgarage stilllegen und habe dort keinen Stromanschluss. Es handelt sich um einen CLS 500, Baujahr 2016. Ich könnte natürlich die Batterie abklemmen, möchte ich aber nicht unbedingt, wenn vermeidbar.

Gibt es eine Möglichkeit ein Erhaltungsladegrät, z.B. von CTEK, mithilfe einer Powerbank oder einer Batterie zu betreiben? Oder gibt es so ein Gerät mittlerweile mit Akku?

Gruß,
Tomekk S.

58 Antworten

Zitat:

@Unentschlossenhoch10 schrieb am 6. Januar 2024 um 13:17:07 Uhr:


Wieso so lange streiten? Ist zwar schon etwas her, aber einfach eine Powerbank kaufen welche groß genug ist. Je nachdem wie lange man die Erhaltungsladung haben möchte ohne Nachzusehen. Wie viel das ist denke ich ist schwer raus zukriegen. Entweder man testet sich ran über die Monate/Jahre oder man kauft sich gleich etwas vielleicht überdimensioniertes.

Berechnen lässt es sich ja alles, sind aber ja alles theoretische Idealwerte ohne Verluste oder Umwelteinflüsse

Ah der Batterie x 12v = Wattstunden
100Ah x 12v = 1200Wh

So viel müsste ein Akku laden können um die Batterie 1x voll zu Laden.

Das würde bedeuten, dass man davon ausgeht, dass die Zielbatterie nach längerer Zeit nahezu vollständig entladen ist.
So weit sollte man es bei Bleibatterien bekanntlich nicht kommen lassen.....bei sehr geringer Entladung sollte spätestens bei Unterschreiten eines Ladezustands von 70% nach geladen werden.

Je nachdem, wann das voraussichtlich der Fall sein wird, muss man dann halt laden und dazu braucht es dann im o.a. Fall, ohne Verluste gerechnet, nur einer Hilfsbatterie mit 30Ah.

@Tomekk S.
Welchen Weg bist Du gegangen? Ich stehe vor einem identischen Problem und überlege, eine kleine Brennstoffzelle anzuschaffen. Was hast Du ausprobiert?

Zitat:

@keksemann schrieb am 9. Januar 2024 um 18:35:09 Uhr:


@Tomekk S.
Welchen Weg bist Du gegangen? Ich stehe vor einem identischen Problem und überlege, eine kleine Brennstoffzelle anzuschaffen. Was hast Du ausprobiert?

Mein Problem hat sich (vorerst) auf anderem Wege erledigt, da ich das Auto verkauft habe.

Ähnliche Situation wie oben, aber vielleicht gibt es zwischenzeitlich Praxiserfahrung (?):

  • Fahrzeug hat Saisonkennzeichen (03-09; keine Bewegungsfahrt im Winter möglich)
  • Fahrzeug steht im Winter in TG
  • regelmäßige Kaltstarts sollen vermieden werden
  • kein Stromanschluss verfügbar (auch nicht in 50 m Entfernung)
  • kein Sonnenlicht
  • kein Ausbau der Batterie (auch wenn das für viele offensichtlich nicht nachvollziehbar ist)
  • Ein Abklemmen ist ebenfalls nicht bevorzugt (erneutes Anlernen etc.)
  • Fahrzeugbatterie soll durch regelmäßiges Nachladen über den Winter fit bleiben

Mein Ansatz:

An die Starter-Batterie möchte ich einen CTEK Komfort-Anschluss anbringen und an diesen einen CTEK-Lader mit Erhaltungsenergie-Funktion temporär anschließen. Befeuert wird dieser durch eine Powerbank (in dem Fall eine Anker Solix C800 mit 768 Wh), die ich jede (zweite) Woche für eine (halbe) Stunde dranhängen würde.

Hat das jemand von euch so umgesetzt oder habe ich was übersehen?

Kann die Powerbank ggf. mit einem entsprechenden Kabel mit Sicherung direkt an die Batterie angeschlossen werden?

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Die Powerbank ist eine gute Idee.

Ich habe es anders geregelt. Auch laden über CETEK aber das mit einem Spannungswandler von Conrad versorgt der über einen Camping Entladeschutz von einer anderen Autobatterie versorgt wird. So braucht man nur die Externe Batterie laden. Die kann man gut transportieren. Nur der Wirkungsgrad liegt dabei bei etwas 2/3... das könnte besser sein.

Ich hatte lange Zeit bei meinem Saisonfahrzeug einen Batterietrennschalter verbaut, mir war es aber auch komplett egal, dass das Fahrzeug bei Nichtgebrauch vollständig stromlos war.

Ich würde nochmal einen DCDC Ladebooster (z.B. den Victron Energy Orion XS) in den Raum werfen. Mit einer externen Batterie, ein paar Kabeln und Sicherungen ist das relativ einfach zu machen. Ist im Campingbereich sehr gängig, um Aufbaubatterien über das Fahrzeug zu laden/erhalten.

Für festen Einbau in Wohnmobilen ist das Gerät ok und dafür ist es auch gedacht.

Nur für Erhaltung (auch wenn die spoardisch erfolgt), ist ein 50A Wandler m.E. deutlich überdimensioniert.

Da gibt es, selbst von Victron, günstigere Möglichkeiten.

Das ist richtig. Den Orion XS habe ich verwendet, da sich damit die Stromaufnahme und auch die Stromabgabe limitieren lässt. Das macht bei einem WoWa Sinn. Wenn man nur Erhaltungsladung benötigt, reichen vermutlich auch preiswertere Ladebooster.

....macht bei einem WoWa, der in werkseitiger Weise über die 13-pol-Dose mit dem ZugFz verbunden ist, für sich gesehen, m.E. keinen großen Sinn, denn für mehr als 20A (Maximum...) ist die ganze Geschichte werkseitig üblicherweise nicht ausgelegt.

Dafür reicht z.b. ein Victron Orion 12/12-18 (ab rund 100€, mit BT etwas teurer) , der maximal 220W Ausgangsleistung schafft und selbst der wird eventuell noch einige Fz-Absicherungen der PINs 10+11 oder 9+13 überfordern...

Sofern man nicht unbedingt bis zu 50A braucht (und das ist meist nur in Wohnmobilen oder Booten der Fall), würde ich kein teureres Gerät kaufen.

Für die reine Erhaltungsladung in keinem Fall.

Ist zwar jetzt Off-Topic, aber ich habe den Orion XS auf 5A limitiert, um nach einer Übernachtung auf dem Autohof die Aufbaubatterie wieder voll zu machen, damit ich auf dem Campingplatz nicht ohne Mover dastehe. Klappt gut, ist aber wirklich relativ teuer. Ich hatte auch erst einen anderen (preiswerteren) Booster im Blick (z.B. den von dir genannten), aber zum einen hatte dieser einen schlechteren Wirkungsgrad (mehr Abwärme) und zum anderen wollte ich mit relativ kleinem Strom laden. Hobbys kosten halt Geld.

Zitat:
@dv0569 schrieb am 4. August 2025 um 15:31:50 Uhr:
Ist zwar jetzt Off-Topic, aber ich habe den Orion XS auf 5A limitiert, um nach einer Übernachtung auf dem Autohof die Aufbaubatterie wieder voll zu machen,

und warum musstest du den Strom auf 5A begrenzen?

Die Aufbaubatterie nach zu laden ist doch eher eine Frage, ob man dafür genügend Energie bereit stellen kann, aber nicht, ob die Ladetechnik einen max. Strom von 5 oder 18A schaffen würde.

zummindest dann nicht, wenn man von einer üblich großen WoWa-Batterie, also 50 bis 100Ah, und Zuleitungen mit minimal 1,5mm² ausgeht.

Mir ging es primär darum, nochmal auf die Verfügbarkeit von 12V Ladeboostern hinzuweisen, die auch Erhaltungsladung können. Das scheint mir persönlich ein einfacheres Setup zu sein, als mit Powerbank, 230V Wechselrichter und (CETEC-)Ladegerät. Letzten Endes muss jeder die für sich passende Lösung suchen - ich würde bei mir auch die Batterie ausbauen und extern laden.

Ist zwar off-topic, aber trotzdem zur Erläuterung: Nein, ich muss den Strom nicht auf 5A begrenzen, ich habe es nur gemacht, da ich vor dem Urlaub keine Zeit mehr hatte (mal wieder Corona) und auf der sicheren Seite sein wollte. Dauerplus ist an meinem Wagen mit 25A abgesichert und mit 2,5mm2 zur Anhängersteckdose geführt, Schaltungsplus ist leider nicht aufgelegt. Im Wohnwagen gehen 2x2,5mm2 werksseitig parallel zum Lichtsteuergerät. Diese Leitung habe ich als Eingang für den Ladebooster verwendet. Bei den Leitungsquerschnitten, den Leitungslängen, den geschätzten Übergangswiderständen und der Absicherung würde vermutlich auch mehr als 5A funktionieren, es hat aber im Urlaub einwandfrei das funktioniert, was ich erreichen wollte.

Der gebrauchte WW hat eine 55Ah AGM Batterie für den Mover, die ich auch für gelegentliche Übernachtungen auf z.B. einem Autohof nutzen wollte, um nicht die Fahrzeugbatterie zu belasten. Demnächst kommt eine größere LiFePO4-Batterie um auch mal längere Zeit autark stehen zu können. Dann werde ich sicherlich den Ladestrom erhöhen und ggf. auch eine separate Ladeleitung ziehen. Mit dem von mir gewählten (teueren) Ladebooster ist das dann auch kein Problem, was mein Ziel war.

Zitat:
@dv0569 schrieb am 5. August 2025 um 11:18:50 Uhr:
Mir ging es primär darum, nochmal auf die Verfügbarkeit von 12V Ladeboostern hinzuweisen, die auch Erhaltungsladung können.

Du wolltest aufgrund der Threadlänge also nur wiederholen...?

Darauf (konkret: auf das Victron 12/12V-18A-Gerät) hatte ich in diesem Thread ja bereits vor fast 2 Jahren hin gewiesen.....

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