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Erfinder entwickelt Anti-Rost-Paste für W 210 :o)

Mercedes E-Klasse W210
Themenstarteram 19. Januar 2013 um 19:09

Hallo, ich weiss nicht ob ihr es schon gehört habt, es hat sich jemand hin gesetzt und eine Creme erfunden die direkt auf rost aufgetragen wird, ähnlich dem Rostumwandler. Ich zitiere mal eine Zeitung:

"Münster-Schmirgeln,flexen,schweißen:das Entfernen von Rost ist echte Schwerstarbeit. Erfinder Robert Lehmkuhl(57) aus Gescher (NRW) wollte das ändern-und entwickelte eine Anti-Rost-Paste.Damit soll alles ganz leicht sein: Paste auftragen, einwirken lassen, abspühlen-fertig!

Die Creme "Rostdelete" (Liter/19,95€)enthält Zitronensäure,Holzpulver,Lebensmittelverdicker und-eine geheime Zutat. Sie entzieht dem rost den Sauerstoff, der wird quasi verflüssigt und lässt sich abspühlen. Lehmkuhl:"Er löst sich auf wie Zucker im Kaffee."

Die behandelte Fläche (z.B. Autobleche) kann sofort wieder neu Lackiert werden. Der erfolg der Wunderpaste hat sich rumgesprochen-Dutzende Bestellungen erhält Lehmkuhl über seine Seite www.rostdelete.de pro Tag. Jetzt will er ein Patent für sein Produkt anmelden."

Im TV soll auch schon ein kleiner bericht gelaufen sein, bei RTL now glaub ich, den ich aber leider nicht gesehen habe.

Gruss

Beste Antwort im Thema

FeO(OH) ("Rost") + H3PO4 (Phosphorsäure) ----> FePO4 2H2O (Eisenphosphat-

hydrat-Komplex)

Diese chemische Reaktion ist "schwach" exotherm, aber exergonisch ( deltaGr [freie

Reaktionsenthalpie] < 0 kJ/mol --> pro Formelumsatz etwa - 230 kJ/mol ), läuft also

von links nach rechts unter Normalbedingungen ( 1 bar, 25 °C ) freiwillig ab.

Der Eisenphosphathydrat-Komplex ist praktisch in Wasser unlöslich, und schützt

somit die darunter liegenden Schichten vor weiterer Oxidation.

Nun gibt es bei Rostumwandlern noch Tannin(e)[Polyhydroxyphenol(e)]-Zusätze,

die mit Zusatzstoffen ( z. B. Formaldehyd ----> O=CH2 ) wasserabweisende Poly-

merisate bilden. - Aber hier wird es nun recht kompliziert!:D:o

Diese Stoffe sind in dem Rostumwandler Presto enthalten, den ich mit guten

Ergebnissen bei Rost in einem Radlauf meines Audi 80 (5/1987) eingesetzt habe.

Ja, auch die Verzinkung wird mit der Zeit geopfert! In diesem Fall war ein

Korosseriestopfen nicht ordentlich abgedichtet: Pfusch ab Werk!:cool::cool:

Gruß vom Harz!

Dacon

 

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Ich finde es toll!

Wenn's denn so gut funktioniert sollte er sich aber mit dem Patent beeilen, da sind schon so manche große Erfinder auf der Strecke geblieben!

Der 210er ist natürlich ein idealer Prüfkandidat! :D

...und da die auch so schnell rosten, kommt die Erfindung am Ende zu spät, weil die 210er alle schon weg gerostet sind:eek::D

Das Video wurde zwischenzeitlich leider von RTL gesperrt:

http://www.rostdelete.de/download-links.html

Super! :D :cool:

Vielleicht probiert es jemand aus dem Forum aus und erzählt von den Ergebnissen...? ;)

Wäre großartig, wenn das funktioniert!

Aus rostdelete wurde videodelete?

am 19. Januar 2013 um 20:24

Zitat:

Original geschrieben von Austro-Diesel

Aus rostdelete wurde videodelete?

Schönes Wortspiel..gefällt mir.

Ich werde es mal probieren,habe noch zwei ,drei Kandidaten in der Garage stehen und mal schauen ob man sich damit nur von Saison zu Saison rettet oder doch mal zwei Jahre Ruhe hat.

Obwohl ich dem Ganzen eher kritisch gegenüber stehe.

Wenn man es odern will kommt folgende Meldung:

 

"Liebe ROSTdelete-Besucher,

 

aufgrund der unerwartet hohen Nachfrage,

können zur Zeit keine Anfragen beantwortet werden.

 

Des Weiteren können wir, aufgrund logistischer Engpässe,

voraussichtlich bis zum 28.02.2013 keine weiteren

Bestellungen entgegen nehmen.

 

Wir bitten um Ihr Verständnis.

Ihr ROSTdelete-Team"

 

Noch Fragen?:confused:

Themenstarteram 19. Januar 2013 um 20:30

Also ich denke, wenn du nach dem blankmachen alles ordentlich machst, sprich grundieren,schleifen,füllern,schleifen,grundieren,schleifen,lacken usw dann sollte das ergebniss schon gut ausfallen. Im Übrigen kann man erst mitte Februar wieder bestellen, die sind Ausverkauft... Ich wollte mir mal nen Eimer bestellen und testen...

Gruss

am 19. Januar 2013 um 21:07

Ab Februar steht dann auch die Sonne wieder weiter oben und dann macht das mehr Spass.

Wenn ich das richtig verstanden habe,ging es dem Erfinder darum,ein Mittel zur Entrostung herzustellen um die Stellen zubearbeiten wo man mit dem Schleifer,Drahtbürste etc nicht hinkommt-richtig?!

Aber was bringt mir eine blanke Stelle wo ich nicht grundieren und danach schleifen kann,weil kein Platz ist?

Oder die Stelle nur grundieren und lacken?

Mich persönlich spricht die Konsistenz an,besser als irgendwelche flüssigen Mittel welche ich nur auftragen kann,wenn ich meinen Wagen in einem Pool geparkt habe.

Mal schauen was im Februar passiert oder ob dann der Multimillionär seinen Laden verkauft hat.

halole zusammen

Nun wer sich mit Werkstoffkunde und Rost auskennt wird da seine Zweifel haben ich traue dem nicht den sogenannte Wundermittelchen gibts auch wenn dir die Haare ausfallen.. aber meine Skeptis soll keinen davon abhalten das zu testen.. könnte ja sein das es wirklich hilft. es gibt ja auch menschen die korrodiertes Blech wieder in unkorrodiertes umwandeln wollen und können ???!! Die einzge Art die ich kenne ist einschmelzen und neu walzen.. aber sei es dahiongestellt ob es nun funktioniert.-. ich lausche gerne Euren Erfahrungsberichten..

Rost ist zersetztes metall und das ist in meinen Augen nicht umwandelbar zumindest nicht in unzersetztes material.. der ansatz das dem Material der Sauerstoff entzogen werden soll ist schonmal glaubwürdig aber mehr auch nicht.. Jol.

Rost zurück in blankes Metall umzuwandeln ist nicht das Problem, chemisch ist das problemlos machbar, "den Sauerstoff zu entziehen" die Methode der Wahl ("reduzieren"). Ich bezweifel nicht, dass nach der Entrostung eine metallisch schimmernde Oberfläche zum Vorschein kommt.

Was aber nicht gelingt ist die Wiederherstellung de Struktur des Blechs. Ein Stahlblech ist ja eine Legierung aus Eisen, ein wenig Kohlenstoff und kleinen Mengen Legierungsmetallen, welche die Eigenschaften teils heftig beeinflussen. Das Ganze in Körnern auskristallisiert, welche in verschiedenster Form dicht gepackt sind und auch keine homogene chemische Zusammensetzung zeigen.

Auf der verbleibenden genarbten und porösen Oberfläche ist es aber kaum möglich, einen haltbaren Schutz in Form eines klassischen Lackaufbaus aufzubauen, das widerspräche jeder Erfahrung.

Und genau das verspricht aber der Erfinder kluger Weise auch gar nicht.

am 20. Januar 2013 um 9:58

Zitat:

Original geschrieben von Austro-Diesel

Rost zurück in blankes Metall umzuwandeln ist nicht das Problem, chemisch ist das problemlos machbar, "den Sauerstoff zu entziehen" die Methode der Wahl ("reduzieren"). Ich bezweifel nicht, dass nach der Entrostung eine metallisch schimmernde Oberfläche zum Vorschein kommt.

Was aber nicht gelingt ist die Wiederherstellung de Struktur des Blechs. Ein Stahlblech ist ja eine Legierung aus Eisen, ein wenig Kohlenstoff und kleinen Mengen Legierungsmetallen, welche die Eigenschaften teils heftig beeinflussen. Das Ganze in Körnern auskristallisiert, welche in verschiedenster Form dicht gepackt sind und auch keine homogene chemische Zusammensetzung zeigen.

Auf der verbleibenden genarbten und porösen Oberfläche ist es aber kaum möglich, einen haltbaren Schutz in Form eines klassischen Lackaufbaus aufzubauen, das widerspräche jeder Erfahrung.

Und genau das verspricht aber der Erfinder kluger Weise auch gar nicht.

Also kommt man um das nachfolgende Schleifen der bearbeiteten Stelle nicht herum?

Ich hatte das so verstanden,dass die Stelle problemlos lackierbar sei?!

Hier kommen die Juristen und Haarspalter ins Spiel: "Problemlos lackierbar" bedeutet ja nicht "haltbar lackierbar"!? :D

Ich sehe jetzt an den gezeigten Beispielfotos nichts, was man mit Phosphorsäure (als Rostumwandler) nicht auch erzielen würde.

Ich bin ja auch kein Lackierer, hatte aber 11 Jahre 210er am Hals. :cool: Da lernt man etwas fürs Leben ... und nebenbei hat man ja Kontakt zu unzähligen Mitarbeitern aus der Blech- und Lackbranche. ;)

Wenn sich die Herren da in etwas einig sind, dann in diesem Standpunkt: "Wenn der Rost mal im Blech drinnen ist und es Poren hat, dann muss das vor dem Lackieren restlos weg, sonst hält das nicht." Sprich: Wenn nach dem Schleifen noch nenneswert Pickel übrig sind muss das rausgeschnitten und per Reparaturblech saniert werden.

Ich vermute mal, das Problem liegt an der großen Angriffsoberfläche, die die poröse Struktur dem Sauerstoff bietet. Der Lack kann die feinen Lücken an den Korngrenzen nicht ausfüllen, möglicherweise kommen noch andere korrosionsrelevante Effekte dazu (Absenkung des nötigen Energieniveaus, das zum Anstoßen der Oxidation nötig ist, wie es ja Salze auch machen).

Möglicherweise ist hier ein Tränken der schwammigen Oberfläche mit länger flüssigbleibenden Mitteln wie Owatrol eine Option, nur ist da wegen der öligen Substanz nicht jeder Lackaufbau möglich.

Themenstarteram 20. Januar 2013 um 11:05

Doch Medlock, kommst du. Du hast dann das blanke metall/blech vor dir, darauf kannst du deine erste schicht Rostschutzgrundierung aufbringen....

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