Erfahrungsbericht - Wechsel der Windschutzscheibe

BMW 5er E39

"... und CRACK - die Scheibe kann reißen...". Wer kennt nicht die Werbespots dieses mittlerweile wohl größten Autoglas-Spezialisten im Lande.

Letztes Wochenende hat es mich erwischt. Und zwar nicht, wie durch die Werbung imer angedroht aufgrund eines bereits vorhandenen Steinschlags, sondern aus heiterem Himmel. Den Steinschlag, der sofort in einem Riß resultierte habe ich während des Fahrens nicht mal gemerkt und der Riß selbst war, obwohl etwa 15 cm lang von innen nicht sichtbar, da genau vom Rückspiegel verdeckt. Die Einschlagstelle auf Höhe der Spiegelbefestigung und etwa 3 cm vom oberen Scheibenrand entfernt war mikroskopisch klein - kleiner als ein Nadelstich und mit bloßem Auge kaum zu erkennen. Betroffen war nur die äußere Scheibe, die innere war noch heile.

Am Dienstag hab ich dann das Malheur eher zufällig entdeckt. Da ich nicht blindlings gleich zur großen Autoglaskette gehen wollte, habe ich erst mal noch im Branchebuch nach Alternativen gesucht. Ein Laden namens Junited irgendwas (ist wohl auch eine Kette aber auf Franchise Basis) machte mir telefonisch ein Angebot für 650 plus Steuer was dann knapp 775.- Euro für mich gewesen wären. Ok, mit dieser Größenordnung hatte ich gerechnet 🙁

Dann Carglass angerufen (ne 2. Meinung einholen ist ja nie verkehrt). Der Typ im Call-Center meinte, der reguläre Preis den BMW für einen Scheibentausch nimmt wären etwa 830 Euro und das würde auch Carglass mit der Versicherung abrechnen. Als ich ihm sagte, ich hätte keine Kaskoversicherung meinte er, dann würde er mal nach Rabatten gucken und nannte dann 575.- Euro als günstigsten Komplettpreis, den er mir bieten könne (wohlgemerkt inklusive Steuer und damit 200 Euro billiger als die anderen).

Also habe ich früh um 10 Uhr telefonisch einen Termin für 14.30 Uhr am selben Tag vereinbart.

Nachmittags da hin gefahren, die Formalitäten erledigt - ich wurde bereits erwartet. Dann kam das Auto auch schon in die Halle. Meine Frage ob ich während der Operation anwesend sein könne war kein Problem.

Ich konnte also jeden einzelnen Handgriff beobachten und muß sagen, daß ich bisher äußerst selten jemanden erlebt habe, der mit solcher Sorgfalt und Akribie einer handwerklichen Tätigkeit nachgegangen ist, wie der Monteur der mein Auto gemacht hat. Kann man sicher nicht auf die ganze Kette übertragen - ich hatte aber auf jeden Fall das Glück an einen Vollprofi geraten zu sein. Die Details woran ich das festmache würden hier zu weit führen. Aber ich würde in Zukunft selbst weitere Wege in Kauf nehmen um bei diesem Mitarbeiter zu landen.

Eine interessante Beobachtung am Rande war, daß entlang des Scheibenrahmens etwa je 30cm nach beiden Richtungen um die unteren Ecken herum die Schweißpunkte zum rosten neigen. Der Rost hatte bereits die Verklebung der Originalscheibe unterwandert und es wäre sicher im Laufe der nächsten 2-3 Jahre zu einer Durchrostung und damit verbundenen Undichtigkeit gekommen und das an einer Stelle, die bei montierter Scheibe absolut unzugänglich ist. Wie der Rost dorthin kommt ist mir auch ein Rätsel, da diese Stellen durch Lackierung und Scheibenkleber geschützt sind und von der Scheibe auch vor direkter mechanischer Einwirkung. Es kann also nur die Verwindung der Karosserie sein, die in Schweißverbindungen durch Spannungen den Lack reißen läßt und dann der Feuchtigkeit Zutritt gewährt.

Insgesamt kann ich diese spezielle Filiale am Niederrhein und genaugenommen diesen speziellen Monteur Bestnoten ausstellen und bin eigentlich sehr positiv überrascht wie reibungslos und mit welcher Qualität das bei so einer großen Kette geklappt hat (ob trotz oder wegen vermag ich nicht zu sagen - es hängt sicher auch am jeweiligen Mitarbeiter).

ghm

Beste Antwort im Thema

"... und CRACK - die Scheibe kann reißen...". Wer kennt nicht die Werbespots dieses mittlerweile wohl größten Autoglas-Spezialisten im Lande.

Letztes Wochenende hat es mich erwischt. Und zwar nicht, wie durch die Werbung imer angedroht aufgrund eines bereits vorhandenen Steinschlags, sondern aus heiterem Himmel. Den Steinschlag, der sofort in einem Riß resultierte habe ich während des Fahrens nicht mal gemerkt und der Riß selbst war, obwohl etwa 15 cm lang von innen nicht sichtbar, da genau vom Rückspiegel verdeckt. Die Einschlagstelle auf Höhe der Spiegelbefestigung und etwa 3 cm vom oberen Scheibenrand entfernt war mikroskopisch klein - kleiner als ein Nadelstich und mit bloßem Auge kaum zu erkennen. Betroffen war nur die äußere Scheibe, die innere war noch heile.

Am Dienstag hab ich dann das Malheur eher zufällig entdeckt. Da ich nicht blindlings gleich zur großen Autoglaskette gehen wollte, habe ich erst mal noch im Branchebuch nach Alternativen gesucht. Ein Laden namens Junited irgendwas (ist wohl auch eine Kette aber auf Franchise Basis) machte mir telefonisch ein Angebot für 650 plus Steuer was dann knapp 775.- Euro für mich gewesen wären. Ok, mit dieser Größenordnung hatte ich gerechnet 🙁

Dann Carglass angerufen (ne 2. Meinung einholen ist ja nie verkehrt). Der Typ im Call-Center meinte, der reguläre Preis den BMW für einen Scheibentausch nimmt wären etwa 830 Euro und das würde auch Carglass mit der Versicherung abrechnen. Als ich ihm sagte, ich hätte keine Kaskoversicherung meinte er, dann würde er mal nach Rabatten gucken und nannte dann 575.- Euro als günstigsten Komplettpreis, den er mir bieten könne (wohlgemerkt inklusive Steuer und damit 200 Euro billiger als die anderen).

Also habe ich früh um 10 Uhr telefonisch einen Termin für 14.30 Uhr am selben Tag vereinbart.

Nachmittags da hin gefahren, die Formalitäten erledigt - ich wurde bereits erwartet. Dann kam das Auto auch schon in die Halle. Meine Frage ob ich während der Operation anwesend sein könne war kein Problem.

Ich konnte also jeden einzelnen Handgriff beobachten und muß sagen, daß ich bisher äußerst selten jemanden erlebt habe, der mit solcher Sorgfalt und Akribie einer handwerklichen Tätigkeit nachgegangen ist, wie der Monteur der mein Auto gemacht hat. Kann man sicher nicht auf die ganze Kette übertragen - ich hatte aber auf jeden Fall das Glück an einen Vollprofi geraten zu sein. Die Details woran ich das festmache würden hier zu weit führen. Aber ich würde in Zukunft selbst weitere Wege in Kauf nehmen um bei diesem Mitarbeiter zu landen.

Eine interessante Beobachtung am Rande war, daß entlang des Scheibenrahmens etwa je 30cm nach beiden Richtungen um die unteren Ecken herum die Schweißpunkte zum rosten neigen. Der Rost hatte bereits die Verklebung der Originalscheibe unterwandert und es wäre sicher im Laufe der nächsten 2-3 Jahre zu einer Durchrostung und damit verbundenen Undichtigkeit gekommen und das an einer Stelle, die bei montierter Scheibe absolut unzugänglich ist. Wie der Rost dorthin kommt ist mir auch ein Rätsel, da diese Stellen durch Lackierung und Scheibenkleber geschützt sind und von der Scheibe auch vor direkter mechanischer Einwirkung. Es kann also nur die Verwindung der Karosserie sein, die in Schweißverbindungen durch Spannungen den Lack reißen läßt und dann der Feuchtigkeit Zutritt gewährt.

Insgesamt kann ich diese spezielle Filiale am Niederrhein und genaugenommen diesen speziellen Monteur Bestnoten ausstellen und bin eigentlich sehr positiv überrascht wie reibungslos und mit welcher Qualität das bei so einer großen Kette geklappt hat (ob trotz oder wegen vermag ich nicht zu sagen - es hängt sicher auch am jeweiligen Mitarbeiter).

ghm

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Hallo zusammen,

Zitat:

Original geschrieben von Tom041963


Was hat die Abrechnung der Reparatur oder dem Ersatz einer kaputten Frontscheibe über die TK mit Versicherungsbetrug zu tun. Dafür habe ich die Versicherung ja abgeschlossen. Und was die Selbstbeteiligung anbetrifft, die rechnet die Werkstatt grundsätzlich mit dem Kunden ab und damit hat die Versicherung nicht das Geringste zu tun, denn die kürzt die Reparaturrechnung der Werkstatt exakt um den Betrag der vereinbarten SB.
Es liegt nun grundsätzlich im Ermessen der Werkstatt, den fehlenden Betrag weiterzuberechnen oder es zu lassen und den Kunden ggf. auch für weitere Reparaturen zu binden.
Deine Ausführungen sind deshalb schon Quatsch, weil sich die Versicherung bei einer Reparatur eines Steinschlages ja selbst betrügen würde, weil die Kosten dafür immer innerhalb der SB liegen aber trotzdem von der TK vollständig übernommen werden.

Entweder die Urteile NICHT gelesen, oder NICHT VERSTANDEN.

Der Betrieb hat bei der SB KEINEN Ermessensspielraum, da alle Rabatte der Versicherung zustehen.

Die Selbstbeteiligung muss nur deswegen an den Betrieb und nicht an die Versicherung bezahlt werden, da die Versicherungen an die Ehrlichkeit ihrer Versicherungsnehmer glauben und glauben, dass sich der Versicherte an seinen Vertrag hält.

Natürlich hat die SB etwas mit der Versicherung zu tun, denn mit der Versicherung hat man diese SB vertraglich vereinbart und NICHT mit dem Betrieb. Daher hat der Betrieb kein Recht die SB zu mindern.

Bei der Steinschlagreparatur verzichtet die Versicherung auf die Anrechnung der SB. Da dies die Versicherung macht ist es in diesem Fall auch kein Betrug. Und die Versicherung kann sich ja gar nicht selbst betrügen, da sie ja die Spielregeln (Vertragsklauseln) selbst vorgibt.

Zitat:

Original geschrieben von Tom041963


Natürlich wirst Du immer für Dein Geld reden, weil Du ja anscheinend aus der Branche bist, das hat aber nicht das Geringste mit der Realität zu tun.

Ein Betrieb, welcher auf die SB verzichtet begeht Anstiftung zum Versicherungsbetrug.

Dies ist die Realität.

Und weshalb sollte ein seriöses Unternehmen für seine Kunden eine Straftat begehen und seine Kunden zu einer Straftat anstiften???

Nochmals die Urteile lesen und vor allem verstehen und nicht noch mehr "Blödsinn" schreiben.

Bei TK mit 0,- wird die Frontscheibe wie nen Verschleißteil gewechselt.....

Hatte nur 1mal ein WIndgeräusch ab 180 welches sich nach 2 Monaten von alleine legte (evt. hat sich die Dichtung besser verformt....)

Hallo zusammen,
@Autoglasmeister,
tja, dann hast Du wohl recht, obwohl das nicht so richtig einzusehen ist, da dies m. Ea. einen Eingriff der Versicherung in die freie Preisgestaltung am Markt darstellt. Ein Werbeverbot ist i.O. weil es tatsächlich einen Wettbewerbsvorteil bringt, aber der Rest scheint mir doch durch starke Lobbygruppen plaziert zu sein. Soweit mir bekannt ist, rechnen Werkstätten im Versicherungsfall genau nach Vorgabezeiten der Versicherung ab und wenn sie sich dafür entscheiden, auf einen Teil ihres Lohnes zu verzichten um somit den Kunden auch für andere Reparaturen zu binden, sehe ich darin keinen Betrug sondern eine freie Preisgestaltung.
Naja, ich finde jedenfalls, daß diese Rechtssprechung mächtig mit der heißen Nadel zusammengezimmert wurde und da sieht man mal wieder, was Lobbyarbeit doch so alles bewirken kann, nicht zum Vorteil des Kunden, sondern zur Sicherung von Dividende.
Warum überrascht mich das nicht wirklich?😛

Also ich ziehe hiermit meine Ausführungen von weiter vorne zurück, da diese als Anstiftung zu einer Straftat ausgelegt werden könnten!

Mit freundlichen Grüßen

Thomas

Hallo zusammen,

Zitat:

Original geschrieben von Tom041963


Soweit mir bekannt ist, rechnen Werkstätten im Versicherungsfall genau nach Vorgabezeiten der Versicherung ab und wenn sie sich dafür entscheiden, auf einen Teil ihres Lohnes zu verzichten um somit den Kunden auch für andere Reparaturen zu binden, sehe ich darin keinen Betrug sondern eine freie Preisgestaltung.

Wenn die Werkstatt freiwillig auf einen Teil ihres Lohnes verzichten will, dann sollte dies dem Leistungsträger, also der Versicherung, zugute kommen.

Dies ist ja genau der Knackpunkt.

Wenn eine Werkstatt eine Rechnung über 500 Euro ausstellt und der Versicherung zuschickt, aber nur 350 Euro einnehmen will, dann wird die Versicherung über den TATSÄCHLICH entstandenen Schaden getäuscht, denn dieser wäre ja nur 350 Euro und nicht 500, wie auf der Rechnung ausgewiesen.

Und vom TATSÄCHLICH entstandenen Schaden muss der Versicherungsnehmer seine vertraglich festgelegte Selbstbeteiligung begleichen und nicht von dem Betrag der laut Rechnung angeblich entstanden sei.

Daher ist dies nicht legal, wenn der Versicherung irgendein Rabatt, in welcher Form auch immern, nicht mitgeteilt wird.

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Hi !

Zitat:

Ich fahre ohne Teilkasko, da dies bei mir ca. 500EUR Versicherungsmehrkosten bedeuten würde. Damit kann ich mir jedes Jahr eine neue Scheibe gönnen und spare sogar noch 100EUR. Eigendlich sogar 250EUR, wenn man die SB miteinbezieht... ;-)

Wenn dir die Karre geklaut wird oder abbrennt kommst du mit 500€ aber nicht aus.

Und nach Murphy's Law passiert sowas immer genau dann, wenn man das Geld nicht hat.

Ich war froh, dass mich die neue Scheibe nur die Selbstbeteiligung gekostet hat.
Die bei Carglass haben mir die Plakette wieder drauf gemacht und das Auto ausgesaugt.
Bei meinem Fusion haben sie mir sogar noch lose Plastikverkleidungen an den Türen festgeklebt.

Meine Frau war bei einem Krauter, der kam zu spät zum Termin und die Plakette mussten wir uns auch selber holen.

Gruß, Ralf

Hallo zusammen,

@Autoglasmeister,

Zitat:

Wenn die Werkstatt freiwillig auf einen Teil ihres Lohnes verzichten will, dann sollte dies dem Leistungsträger, also der Versicherung, zugute kommen.

Dies ist ja genau der Knackpunkt.

Wenn eine Werkstatt eine Rechnung über 500 Euro ausstellt und der Versicherung zuschickt, aber nur 350 Euro einnehmen will, dann wird die Versicherung über den TATSÄCHLICH entstandenen Schaden getäuscht, denn dieser wäre ja nur 350 Euro und nicht 500, wie auf der Rechnung ausgewiesen.

Und vom TATSÄCHLICH entstandenen Schaden muss der Versicherungsnehmer seine vertraglich festgelegte Selbstbeteiligung begleichen und nicht von dem Betrag der laut Rechnung angeblich entstanden sei.

Daher ist dies nicht legal, wenn der Versicherung irgendein Rabatt, in welcher Form auch immern, nicht mitgeteilt wird.

Das habe ich soweit schon verstanden, aber einzusehen ist das nicht wirklich. Wie bereits schon geschrieben, wird von der Versicherung i.d.R. vorgegeben, was zum Bsp. der Wechsel einer Frontscheibe beim E39 kostet. (Arbeitslohn) Bei Lackierarbeiten weiß ich es ganz genau.

Wenn nun die Werkstatt im Nachhinein etwas von ihrem Gewinn verschenken möchte, um ggf. bei dem Scheibenkunden auch die Bremsen zu wechseln, wenn diese Reparatur fällig wird, hat die Versicherung damit nicht das Geringste zu tun. Meinetwegen kann die Werkstatt ja die SB in Rechnung stellen und gleichzeitig dem Kunden einen Gutschein über den Betrag ausstellen, sozusagen als Startguthaben. (ähnlich wie es bei Banken und Telefongesellschaften üblich ist).

Bis heute war ich immer der Meinung, daß wir hier in der Bundesrepublik immer noch eine Marktwirtschaft haben und somit in der Preisgestaltung frei sind, oder gilt das nur für die "Großen"!?

MfG Thomas

Naja, die Werkstatt kann sich natürlich nur leisten einen Gutschein auszustellen weil sie mit der Versicherung einen anderen Preis (nämlich mehr) abrechnet, als was der von dir zitierte "Markt" hergibt. Würde die Versicherung nur den mit dem Selbstzahler marktwirtschaftlich erzielbaren Preis regulieren, wäre für dich kein Gutschein mehr drin weil die Werkstatt dann draufzahlen würde.
Im Endeffekt läuft es immer darauf hinaus, daß die Versicherung dein Kundenbindungszuckerl mitbezahlen würde - daß das nicht im Sinne des Erfinders ist, sollte einleuchten.

ghm

Hallo,
sagt mal, seid ihr alle bei der Versicherung angestellt oder überlest ihr jedes mal genau den entscheidenden Punkt? Es gibt eine Vorgabe der Versicherungen, was zu welchen Konditionen von einer Werkstatt abgerechnet werden kann. Dabei geht es vor allen Dingen um Zeitvorgaben und den dafür anzusetzenden Wert. Was glaubt ihr, warum alle Werkstätten so scharf auf Versicherungsreparaturen sind? Selbst der Leihwagen wird exorbitant höher mit der Versicherung abgerechnet als wenn ihr ihn selbst mieten würdet. Da i.d.R. der Kunde eine Abtretungserklärung unterschreibt, rechnet die Werkstatt direkt mit der Versicherung ab und man bekommt die Einzelheiten nicht mit. Ich hatte mal den Fall, daß die gegnerische Versicherung die Zahlung verweigert hat und ich die Rechnung für Reparatur und Leihwagen bekommen habe und da habe ich mich auf den Arsch gesetzt! Leihwagen für eine Woche, ein Golf, 780 €! Und die Reparaturkosten waren meiner Meinung nach auch keinem normalen Kunden zu vermitteln. Auf Nachfrage wurde mir gesagt, daß nach Versicherungskatalog abgerechnet wurde.
Also Leute, ihr solltet wirklich mal hinter die Kulissen schauen und nicht alles als Gottgegeben hinnehmen.

MfG Thomas

Was du da sagst, ist ja nix Neues. Ich hatte es in meinem Eingangspost ja geschrieben. Die Scheibe für die ich mit Einbau und allem Pipapo 575,- gezahlt habe, wäre mit der Versicherung für 830,- abgerechnet worden.
Genau, das ist aber doch der Punkt. Nur deshalb könnte ein schräger Betrieb dir die Selbstbeteiligung "schenken" (laß uns nicht streiten ob das nun per Gutschein, oder Rabatt oder in Form von anderen Leistungen geschieht). Würde die Versicherung auch nur 575 zahlen, wäre sicher kein Betrieb willens, dir die 300 Euro SB unter dem Tisch zurückzugeben.

ghm
PS: ... und ich bin nicht bei der Versicherung angestellt sondern gegenüber Versicherungen eher kritisch eingestellt. Was aber nicht heißt, daß ich meine Versicherung besch... würde (was ich dir natürlich ebensowenig unterstelle).

Hallo ghm,
das mag ja sein, aber was hast Du davon?
Wenn die Versicherung Kosten spart, erhöht das nur die Rendite für die Aktionäre und wird Dir doch als Kunden nicht in Form von niedrigeren Beiträgen zurück gegeben, das ist ja gerade die Krux. Die Versicherungen haben sich von ihrem eigentlichen Aufgabengebiet weit entfernt und gehören mittlererweile schon zu den Globalplayern auf dem Finanzmarkt, obwohl das dem Grundsatz einer Versicherung als Solidargemeinschaft entgegensteht.
Ich will mich hier auch nicht rumstreiten oder auf meiner Meinung bestehen, aber zumindest zum Nachdenken anregen.

MfG Thomas

Zitat:

Original geschrieben von Tom041963


...das mag ja sein, aber was hast Du davon?
Wenn die Versicherung Kosten spart, erhöht das nur die Rendite für die Aktionäre und wird Dir doch als Kunden nicht in Form von niedrigeren Beiträgen zurück gegeben, das ist ja gerade die Krux...

Da unterschreibe ich jedes Wort.

Ich persönlich ziehe die Konsequenz und schließe nur solche Versicherungen ab, die sinnvoll sind bzw. vorgeschrieben.

Und genau deswegen habe ich keine Teilkasko, die mich im Jahr 250 Euro kosten würde und im Maximalfall meinen 10 Jahre alten E39 mit vielleicht 6000 Euro ersetzen würde. Der Erwartungswert (Wahrscheinlichkeit x Ausschüttung) ist mir da einfach zu gering. Dieses überschaubare Risiko trage ich lieber selbst und behalte die Versicherungsprämie bei mir - bin also sozusagen meine eigene Versicherung 😁

ghm

Zitat:

Original geschrieben von ghm



Zitat:

Original geschrieben von Tom041963


...das mag ja sein, aber was hast Du davon?
Wenn die Versicherung Kosten spart, erhöht das nur die Rendite für die Aktionäre und wird Dir doch als Kunden nicht in Form von niedrigeren Beiträgen zurück gegeben, das ist ja gerade die Krux...
Da unterschreibe ich jedes Wort.

Ich persönlich ziehe die Konsequenz und schließe nur solche Versicherungen ab, die sinnvoll sind bzw. vorgeschrieben.

Und genau deswegen habe ich keine Teilkasko, die mich im Jahr 250 Euro kosten würde und im Maximalfall meinen 10 Jahre alten E39 mit vielleicht 6000 Euro ersetzen würde. Der Erwartungswert (Wahrscheinlichkeit x Ausschüttung) ist mir da einfach zu gering. Dieses überschaubare Risiko trage ich lieber selbst und behalte die Versicherungsprämie bei mir - bin also sozusagen meine eigene Versicherung 😁

ghm

Du bist nicht Deine eigene Versicherung - Du hast nur nicht genügend Geld für das Auto das Du fährst - PUNKT.

Mich hätte im letzten Jahr schon meine Scheibe 1000€ gekostet. Einen anderen Wagen (nicht BMW) habe ich bei einem Wildunfall verloren. Btw ich habe Vollkasko für meinen 2003er und zahle dafür inkl. Haftpflicht 480€. Wer das Geld nicht hat sollte einen kleineren Wagen fahren, bei dem auch das Geld für den Unterhalt drin ist.

Falsch. Ich hab sogar so viel Geld, daß ich den Totalschaden des Wagens aus der Portokasse zahle und deswegen dafür keine Versicherung abschließen muß. So siehts aus 😁
Hätte der Wagen einen Zeitwert von >15.000 Euro, dann macht eine TK durchaus Sinn um einen Totalschaden durch Brand, Diebstahl, Wild abzusichern.
Bei einem Zeitwert <10.000 machts keinen Sinn (jedenfalls nicht für mich, weil ich die 10.000 leicht aufbringen kann und daher das Risiko, daß so etwas nötig wird eben selbst tragen kann.)

Nur der arme Schlucker der nichts auf der Kante hat, der muß selbst eine kleine Schadenshöhe von 5000 Ezro absichern weil er sonst im Schadensfall nämlich ohne Auto dasteht.

Soviel zu meiner finanziellen Situation und der Tatsache, daß ich rechnen kann.

BTW, meine Versicherungsprämien sind höher als deine, vermutlich weil ich deutlich mehr km im Jahr fahre als du. Es geht also nicht darum ob du dir oder ich mir 480 Euro im Jahr für eine VK leisten kann, sondern es geht ums Prinzip. Wie gesagt in der Wahrscheinlihkeitsrechnung gibts den Begriff des Erwartungswertes und in unserem Fall geht da der Zeitwert des Autos mit ein und für einen E39 ist dieser Wert dann einfach uninterssant um eine Versicherung dafür abzuschließen - vorausgesetzt man kann es sich leisten 😛

ghm

Hallo,
naja, eine Vollkasko für ein Auto mit einem Zeitwert von unter 10.000 € ist für die meisten rechnerischer Blödsinn, sei denn man ist an der untersten Rabattschwelle angekommen, dann kann man es machen.
Ich habe bei meinem ersten Benz mal auf die TK verzichtet und Murphis Gesetz hat sich wieder mal als wahr erwiesen. Der Wagen wurde geklaut und ich hatte die Arschkarte. 20.000 DM in den Sand gesetzt.😠
Deshalb bin ich ein gebranntes Kind und verzichte wohl nicht mehr auf eine TK, selbst wenn ich das Geld hätte, um mir sofort einen anderen Wagen zu kaufen. Allein die Tatsache, daß da jemand Dein Auto klaut und rein gar nichts passiert ist schon mächtig zum kotzen, man ist da ziemlich hilflos.

MfG Thomas

@Tom41.....
Kann ich nachvollziehen. Andererseits, wer soll denn einen e39 mit 10 oder mehr Jahren und Tachoständen jenseits von gut und böse noch klauen? Ein Restrisiko besteht immer, aber es wird mit jedem Tag kleiner.

Jeder muß´selbst wissen was er tut. Ich halte es nur für reichlich unverschämt und dumm, zu unterstellen, daß jemand der keine TK abschließt, sich diese nicht leisten kann. Aber ich will mich da jetzt gar nicht weiter mit aufregen - ich denke ich habe meinen Standpunkt in dieser Hinsicht verständlich dargelegt.

Schönen Abend noch
ghm

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