Erfahrungsbericht iX3 (12.000 km in 4 Mten.)

BMW iX3 G08

Ich bin gestern gerade von einer gut 3.000 km langen Urlaubsfahrt angekommen, die uns von Hannover an die Cotê d‘Azur und weiter an der ligurischen Küste bis nach Portofino, zum Gardasee und über Innsbruck wieder zurück geführt hat. In den beiden Wochen davor war ich auf verschiedenen Dienstreisen rund 2.000 km unterwegs. Also 5.000 km in 3 Wochen und gut 12.000 km seit Übernahme vor 4 Monaten.

Meine Erfahrungen nach Stichpunkten:

Verbrauch / Reichweite:

Ich bin immer wieder beeindruckt, wie effizient sich dieses Dickschiff mit 20 Zoll-Mischbereifung (ich fahre den Impressive) bewegen lässt. Auf der Urlaubsfahrt waren es im Durchschnitt nur 19 kWh / 100 km. Ich fahre meist mit dem DAP und Richtgeschwindigkeit, halte mich natürlich an die Begrenzungen. Gestern auf dem Heimweg bin ich allerdings auf der A9 / A2 oft auch 150-160 gefahren, was trotz der niedrigen Außentemberaturen (8-10 Grad) den Durchschnittsberbrauch nicht dramatisch erhöhte. Die flott gefahrenen Etappen lagen meist bei max. 23-24 kWh, wobei natürlich die Durchschnittsgeschwindigkeit dann nicht bei 150, sondern bei ca. 120 km/h lag.

Über die gesamten 12.000 km (ab Werk) liegt mein Durchschnittsverbrauch ebenfalls bei rund 19 kWh, obwohl ich etwa 70 % davon auf der Autobahn gefahren bin. Daraus ergibt sich eine realistische Reichweite von ca. 389 km. Wenn man unterwegs nachlädt, findet das ja i.d.R. zwischen 10 und 80 % statt, so dass die praxistaugliche Etappenreichweite bei ca. 270 km liegt.

Ladekurve:

Wie man weiß, bemüht sich BMW um einen möglichst geringen Kobalt-Anteil bei den Batterien, wodurch nicht die genialen Ladekurven eines Audi e-tron oder der 800-Volt-Fahrzeuge möglich sind. Wie bei allen BEVs empfiehlt es sich, möglichst mit sehr niedrigem SoC und warmem Akku an den HPC zu fahren, dann werden die rund 150 kW max. Ladeleistung im besten Fall bis etwa 45 % gehalten. Wer kein Problem damit hat, häufige und kurze Ladestopps zu machen, kann also zwischen 10 und etwa 50 % sehr schnell laden. Das bedeutet dann, dass man Etappen von jeweils nur rund 150 km fährt und diese dann aber innerhalb von ca. 12-15 Minuten nachgeladen hat. Solange man Ladesäulen nutzt, die direkt an den Raststätten stehen, ist das nicht die schlechteste Lösung, um zügig voranzukommen.

Tipp: Mark E bietet nach wie vor eine Ladekarte, die bei Ionity, Allego, ARAL, Shell, EnBW etc. nur 39 Cent je Minute (!) berechnet. Nutzt man also die hohe Ladegeschwindigkeit im Fenster zwischen 10 und 50 % aus, kann man mit dieser Strategie derzeit auf unfassbar günstige 15,6 Cent je kWh kommen.

Wer lieber längere Pausen macht (wenn man eine Kleinigkeit isst, kurz mit dem Hund Gassi geht, selbst noch einmal das WC aufsucht und noch 2-3 Mails checkt, sind gute 30 Minuten schnell rum) lädt dann halt von 10-80 % mit durchschnittlich ca. 100 kW Ladeleistung, was bei Mark E dann immer noch einen sehr attraktiven Preis von nur 23,4 Cent / kWh ausmacht.

Ladeplanung (BMW-Navigation):

Leider schlecht. Ja, es werden Vorschläge gemacht, die einen ankommen lassen. Aber weder werden Präferenzen berücksichtigt (z.B. nur Ionity), noch wird ein möglichst niedriger SoC bei Ankunft geplant. Teilweise werden Ladungen bei oberhalb von 50 % SoC empfohlen, obwohl entlang der Route ausreichend Alternativen vorhanden sind. Apropos: Entlang der Route bedeutete zumindest im Ausland mehrfach, dass auch Säulen von gegenüberliegenden Raststätten eingeplant wurden, für die man riesige Umwege hätte fahren müssen. Noch dazu mit Wartezeiten an den Mautstellen bei Ab- und Wiederauffahrt. Totaler Murks! Auch hat uns der BMW treudoof zu 2 aktuell wegen Umbaus geschlossenen Ionity-Standorten navigiert, die bri nachträglicher Recherche sowohl in der Ionity-App als auch in der Shell-Recharge App als nicht verfügbar angezeigt wurden. Das ist absolut unnötig, sehr ärgerlich und sollte eigentlich leicht vermeidbar sein. Man kommt also um eine eigene Ladeplanung nicht herum. Eine klare 6 für BMW an dieser Stelle.

Navi:

Es bleibt negativ. Das Navi ist nicht gut. Im Ausland verlor es häufiger die Orientierung und schickte uns in offensichtlich lange gesperrte Straßen. Die zu fahrende Route hebt sich auf dem Bildschirm kaum von der Umgebung ab (noch nie so schlecht gesehen). Immerhin werden Verkehrsmeldungen recht zuverlässig eingeplant und auch Stauumfahrungen sinnvoll berechnet.

Sprachbedienung:

Katastrophal. Bis auf Navigationsziele versteht Uschi fast gar nichts und nervt tierisch, vor allem, wenn man zuvor die Perfektion des MBUX von Mercedes gewohnt war.

Infotainment:

Super ist die wireless-Anbindung von Apple Carplay. Das klappt prima und die Dastellung ist top. Auch dass Abbiegungen von Apple Karten mit im HuD angezeigt werden, ist super! Leider wird manchmal „Radio“ nicht angeboten, wenn man Medien bei aktiver Verbindung zum Carplay auswählen möchte. Das ist richtig schlecht! und nervt. Ebenso, dass das eingestellte Radioprogramm nach Unterbrechung einer Meldung vom Carplay nicht immer wieder weiterspielt.

Sitz- und Geräuschkomfort:

Die serienmäßigen Sportsitze mit Leder bieten einen sehr guten Langstreckenkomfort, auch wenn sie für meinen Geschmack ein wenig zu hart sind. Etwas softer wäre perfekt. Leider fehlen Annehmlichkeiten wie Sitzbelüftung oder Massage, die auch nicht gegen Aufpreis erhältlich sind. Dennoch: Ich habe selten bequemer so lange Strecken abgespult.

Das Geräuschniveau ist wirklich niedrig, allerdings hätte ich mir von der Doppelverglasung mehr erwartet. Hier könnte gerade auf der Autobahn noch mehr rausgeholt werden. Dennoch ein guter Gesamteindruck.

Verarbeitungsqualität:

Ja, es ist Jammern auf extrem hohem Niveau, denn der BMW ist wirklich überwiegend sehr perfekt verarbeitet. Aber: Dass die Türen beim Zuschlagen leicht scheppern, weil die Anbauten (M) offensichtlich etwas nachschwingen, ist inakzeptabel, weil ein klarer Konstruktionsfehler. Ebenso inakzeptabel, aber leider weit verbreitet, ist die Pseudo-Piano-Lack-Oberfläche um die Mittelkonsole. Der billigste Werkstoff dort, wo msn immer hingreift? Sieht immer schmuddelig aus und ist extrem kratzemfindlich. Besonders schlimm, dass man das nicht einmal gegen Aufpreis ändern kann. Ansonsten fällt noch das Heckrollo durch regelmäßiges Knarzen auf. Auch hier wurde anscheinend gespart, denn das ließe sich vermutlich leicht beheben, wenn man an den richtigen Stellen weiche Materialien verwendet hätte.

Licht:

Habe das Laserlicht und würde es immer wieder nehmen. Noch einmal besser als das Multibeam im Mercedes!

Fahrassistenzsysteme:

Sie arbeiten sehr gut und gehören zu den Besten, die ich bisher fahren durfte. Dazu das kapazitive Lenkrad (es reicht, es alle 15 Sek. anzufassen; man muss nicht dran ruckeln) und sogar die automatische Bildung der Rettungsgasse im Stau - Hut ab! Schilder werden nahezu zu 100 % erkannt, Ampeln leider nur teilweise.

Antrieb / Fahrwerk:

Das Auto bietet für den normalen Fahrer mehr als genug Dampf. Gut 6 Sekunden bis 100 km/h sind nicht der Bestwert, aber werden nur sehr selten benötigt. Schade jedoch, dass kein Allradantrieb angeboten wird. Dadurch dürfte das Auto für Bewohner von Bergregionen ausscheiden. Das Fahrwerk arbeitet BMW-typisch souverän.

Kofferraum:

Für mich gut beladbar und ausreichend groß. Warum man beim Facelift die beliebte und klassenübliche Funktion der Fernentriegelung der Rücksitze wieder abgeschafft hat, weiß irgendein Kostenspar-Fuzzi allein. So verärgert man gezielt seine Kunden! Richtig dämlich ist, das man das riesige Loch unter der Fronthaube einfach mit einer „Sargplatte“ geschlossen hat, statt dort einen ordentlichen Frunk anzubieten. Sehr peinlich, BMW!

Fazit:

Wenn man rein elektrisch unterwegs sein und zugleich bequem einsteigen / sitzen möchte, dann scheiden Limousinen für viele Menschen von vornherein aus. Also schaut man sich im SUV-Segment um und stellt fest, dass der iX3 - so merkwürdig es für viele klingen mag - eines der besten Preis-/Leistungsverhältnisse am Markt bietet. Gerade die Impressive-Ausstattung lässt kaum noch Wünsche offen. Dennoch ist der iX3 damit nur unwesentlich teurer als ein Tesla MY, der zwar Allrad bietet und etwas spritziger ist, ansonsten aber in diversen Punkten weit von BMW entfernt ist (Haptik, Verarbeitungsqualität, Sitze, Fahrwerk usw.).
Schade, dass BMW sich bei einigen Punkten unnötige Blößen gibt (miese Ladeplanung, mäßiges Navi, Verzicht auf Frunk, billiges „Piano“-Plastik, keine Fernentriegelung der hinteren Sitze, Entfall der Lordosenstütze des Beifahrers). Dennoch überzeugt der BMW als Ganzes, weil er eben vieles gut kann und dabei vor allem sparsam ist.

131 Antworten

Zitat:

@hobi17 schrieb am 30. September 2022 um 10:38:10 Uhr:


Vielen Dank für den ausführlichen Bericht und Deine Mühe! Das gibt doch einmal einen tollen Überblick aus der Praxis.

Als zukünftiger Neuling mit dem iX3 (hoffentlich in 2 - 3 Wochen), würde ich gerne einmal
nachfragen, da die Ladeplanung des Autos ja nicht ganz optimal ist, wie Du die Ladeplanung auf diesen Langstrecken gemacht hast?

Grüße

Ich habe z.b. ABRP getestet und sogar per Bluetooth mit der OBD-Schnittstelle verbunden. Allerdings gefällt mir das in der Praxis nicht so gut, weil die Navigation nicht mit dem HUD zusammenarbeitet, die Ansagen schon fast militärisch befehlend sind und am Ende doch zu früh (zu hoher SoC) geladen werden sollte. Daher habe ich mich in der Ionity-App über deren Standorte informiert und diese direkt angefahren, wenn das mot der Route und dem SoC passte Ansonsten einfach ab 100 km Restreichweite immer mal wieder nach DC-Säulen entlang der Route suchen. Achtung: Leider können die manchmal auch auf der anderen Seite liegen und dann ärgert man sich in I / F schwarz, weil man halt mehrfach durch die Mautstellen muss.

Die Shell-Recharge-App funktioniert übrigens auch ganz gut zur Ladesäulen-Suche, sogar unter Carplay.

Zitat:

@Nothbuddy schrieb am 30. September 2022 um 16:36:30 Uhr:



Zitat:

@Dorum schrieb am 30. September 2022 um 09:46:56 Uhr:


Sprachbedienung:

Katastrophal. Bis auf Navigationsziele versteht Uschi fast gar nichts und nervt tierisch, vor allem, wenn man zuvor die Perfektion des MBUX von Mercedes gewohnt war.


Interessant. Fahre ich ein anderes Auto?

Ich finde die Sprachbedienung schlicht super. Jede noch so blöde Adresse (auch unklare Bezeichnungen wie "Zur Mühle in XYZ" (Sie hat einen Eigennamen)) werden gefunden. Ich habe da gar nichts auszusetzen. Hast du da ggf. Bei den Einstellungen Datenschutzoptionen ausgeschaltet, die eine Online-Verarbeitung verhindern? Denn ohne diese, ist der Wagen vermutlich genauso "struntzdoof" wie der MBUX Mercedes, der noch nicht einmal Ionity kannte (wg. der dort nicht aktivierten Online-Optionen).

Wie geschrieben: Navigationsziele klappen sehr gut (zumindest bei Verwendung von Ort und Straße). Wenn Du aber z.B. sagst: „Navigiere zum Audi Charging Hub in Nürnberg“ (den wollte ich gestern mal testen), versteht sie nur Bahnhof. Den gleichen Befehl setzte Siri sofort perfekt um. Und wenn Du was anderes willst als Navi-Adressen, ist sie wirklich strohdoof. Im Mercedes kannst Du mühelos Fragen stellen, wie z.B.:

„Wie viele Euro sind 1,57 Dollar“
oder
„Wie hoch ist der Eiffelturm“
oder
„Gegen wen muss Werder spielen“
oder
„Erzähle mir etwas über diese Gegend“

Das meinte ich, wenn ich sage, dass ich das MBUX um Welten besser finde…

Zitat:

@Wasy schrieb am 30. September 2022 um 17:16:42 Uhr:


- Zur Frunk-Thematik: Einfach mal nach "WoKeBy" googeln, dann weißt Du, was in meinem Motorraum seit 2 Monaten herumhängt - 48 Liter zusätzlichen Stauraum, z.B. für die Ladekabel, sind nicht zu vernachlässigen. Und die Nachrüstung macht auch BMW keine Probleme. Ich war in dieser Woche zu einer Reparatur bei der hiesigen BMW Niederlassung zu Gast. Da wurde auch was im Motorraum gemacht. Kein Mensch hat mich jedoch auf Frunk angesprochen. Insofern wird das von BMW offensichtlich toleriert.

- Knarzen Laderollo: Bei mir hat nicht das Laderollo selbst geknarzt, sondern die fahrzeugseitige Aufnahme hinten rechts bei den Rücksitzen (dort, wo man mit einer Taste das Rollo aushaken kann). Das Teil stand offensichtlich etwas zu sehr unter Spannung und hat regelmäßig geknarzt. Jetzt beim 2. Nachbesserungsversuch wurde die Abdeckung ausgetauscht. Alternativer Workaround: Die Abdeckung an der Dir zugewandten Seite, wenn man hinter dem geöffneten Kofferraum steht, einfach ausklipsen (ist mit 2 Metallhalterungen eingeclipst) und 1 cm nach oben abstehen lassen. Stört niemanden. Dann ist das Knarzen auch schlagartig weg.

- Ich vermisse ein integriertes Online-Radio (siehe Tesla oder MBUX). Klar kann man radio.de oder TuneIn-Radio auch über CarPlay nutzen, aber es sollte so nativ ins Betriebssystem integriert sein wie Spotify.

- Die Lackqualität finde ich nicht besonders gut. Ich wasche das Fahrzeug ausschließlich per Hand und habe trotzdem schon einige Lackkratzer. Bei meinen früheren 5ern war der Lack meiner Meinung nach deutlich kratzresistenter.

- Die schäbigen Pianolack-Billigstplastik-Applikationen beim Schaltzentrum habe ich mittlerweile mit einer Carbon-Look-Abdeckung von AliExpr*ss überklebt (selbstklebend). Das Teil hat zwar auch Klarlack, aber aufgrund des Musters sieht man Kratzer und Fettfinger erst deutlich später. Außerdem kann ich die Blende jederzeit auswechseln.

Danke für Dein Lob und Deine Tipps. Ja, den Fremd-Frunk kenne ich, habe mich das aber bislang nicht getraut, da er an den Querträgern montiert wird, die beim Frontalcrash den fehlenden Motor ersetzen. Werde mal bei BMW fragen, ob die wirklich kein Problem damit haben. Dennoch peinlich, dass es keine Werkslösung gibt, finde ich.

Und ja, die Lackqualität des iX3 ist beecheiden. Ich habe weiß und wasche ausschließlich bei Mr. Wash (Textilwäsche). Auch ich habe schon leichte Kratzer entdeckt. Hatte vorher einen Mercedes in mattgrau (angeblich anfällig). Der kam immer perfekt aus der Wäsche.

Den Kniff mit dem Rollo gebe ich mal an dem Freundlichen weiter, wo ich das Auto demnächst wegen ein paar Kleinigkeiten und dem Reifentausch (wechsle auf Allwetterreifen von Michelin) abgebe.

Ich muss mal schauen, ob ich eine für mich passende Lösung für die Mittelkonsole bei Aliexpress o.ä. finde. Ansonsten hatte ich schon an einen Folierer gedacht..,

Das ist übrigens das Ergebnis unserer Fahrt. 123 kWh Rekuperation auf 3.000 km finde ich auch ganz ansprechend…

Asset.JPG
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Zitat:

@Dorum schrieb am 30. September 2022 um 19:35:19 Uhr:



Zitat:

@hobi17 schrieb am 30. September 2022 um 10:38:10 Uhr:


Vielen Dank für den ausführlichen Bericht und Deine Mühe! Das gibt doch einmal einen tollen Überblick aus der Praxis.

Als zukünftiger Neuling mit dem iX3 (hoffentlich in 2 - 3 Wochen), würde ich gerne einmal
nachfragen, da die Ladeplanung des Autos ja nicht ganz optimal ist, wie Du die Ladeplanung auf diesen Langstrecken gemacht hast?

Grüße

Ich habe z.b. ABRP getestet und sogar per Bluetooth mit der OBD-Schnittstelle verbunden. Allerdings gefällt mir das in der Praxis nicht so gut, weil die Navigation nicht mit dem HUD zusammenarbeitet, die Ansagen schon fast militärisch befehlend sind und am Ende doch zu früh (zu hoher SoC) geladen werden sollte. Daher habe ich mich in der Ionity-App über deren Standorte informiert und diese direkt angefahren, wenn das mot der Route und dem SoC passte Ansonsten einfach ab 100 km Restreichweite immer mal wieder nach DC-Säulen entlang der Route suchen. Achtung: Leider können die manchmal auch auf der anderen Seite liegen und dann ärgert man sich in I / F schwarz, weil man halt mehrfach durch die Mautstellen muss.

Die Shell-Recharge-App funktioniert übrigens auch ganz gut zur Ladesäulen-Suche, sogar unter Carplay.

Vielen Dank für deine Antwort.
Mit der IONITY-App habe ich mich auch schon beschäftigt, da ja im ersten Jahr der Plus-Service beim Auto dabei ist. Ansonsten habe ich ja noch die ADAC-ENBW-Karte als ADAC-Mitglied.
Die erste Herausforderung wird halt eben der Skiurlaub mit guten 1000km Fahrt im Winter mit der Familie im Auto. Und ist natürlich allen klar das es anders wird wie die letzten Jahre mit dem 5er Diesel, aber gerade solche Berichte wie Deiner hier, macht doch Mut. 😉

Sehr guter Erfahrungsbericht, dem kann ich mich nur anschließen. Allerdings finde ich persönlich die Sprachsteuerung auch wunderbar, da habe ich in vielen anderen Autos viel schlechteres erlebt, quasi völlig unbrauchbar da nichts verstanden. Aber ok, ich erwarte von der Sprachsteuerung im Auto auch keine Leistung a la Siri oder Google 😉 die Basics klappen.

Die Farbe der zu fahrenden Route in der Onboard Navi stört mich auch extrem - da gibt es wirklich keinerlei Einstellmöglichkeit? Gibt es vielleicht eine Möglichkeit mittels Codierung? Falls wer was weiß...
Ich wechsle immer wieder zwischen Google via Android Auto und Onboard... es gibt Strecken da versagt Google Maps, andere Strecken da versagt die Onboard Navi 😉

Zitat:

@conando schrieb am 1. Oktober 2022 um 14:01:25 Uhr:


Sehr guter Erfahrungsbericht, dem kann ich mich nur anschließen. Allerdings finde ich persönlich die Sprachsteuerung auch wunderbar, da habe ich in vielen anderen Autos viel schlechteres erlebt, quasi völlig unbrauchbar da nichts verstanden. Aber ok, ich erwarte von der Sprachsteuerung im Auto auch keine Leistung a la Siri oder Google 😉 die Basics klappen.

Die Farbe der zu fahrenden Route in der Onboard Navi stört mich auch extrem - da gibt es wirklich keinerlei Einstellmöglichkeit? Gibt es vielleicht eine Möglichkeit mittels Codierung? Falls wer was weiß...
Ich wechsle immer wieder zwischen Google via Android Auto und Onboard... es gibt Strecken da versagt Google Maps, andere Strecken da versagt die Onboard Navi 😉

Ich kann nur sagen, dass ich es im Mercedes genossen habe, dass man mal spontan etwas fragen konnte. Habe ich jetzt nicht 5 x täglich benutzt, hat mir aber so manches rechts ranfahren und selbst googeln erspart. Allerdings gibt es natürlich auch die Möglichkeit, Siri über Carplay zu nutzen, also First-World-Problem 😉

Nein, das Navi bekommt man leider nich schöner. Ich nutze daher immer öfter Apple Karten, zumal das eben mit dem Head-up-Display zusammenarbeitet. Die klare Optik von Apple Karten ist momentan m.M.n. unerreicht. Hoffe, dass die bald eine vernünftige Ladeplanung realisieren und dabei auf den SoC und Momentanverbrauch zugreifen können - das wäre ein Träumchen…

Mit der Sprachbedienung im F45 LCI hatte ich deutlich weniger Streit. Manchmal will sie einfach nicht verstehen.
Bei der Navigation vermisse ich eigentlich am meisten die Information, um wie viel sich die Fahrzeit aufgrund der Verkehrlage verlängert.

Zitat:

@Dorum schrieb am 30. September 2022 um 19:56:14 Uhr:



Zitat:

@Wasy [url=https://www.motor-talk.de/.../...hrungsbericht-ix3-12-000-km-in-4-mten

.....und dem Reifentausch (wechsle auf Allwetterreifen von Michelin) abgebe.

...das werde ich auch tun! Ich hatte die Michelin CrossClimate schon 3 Jahre auf meinem Vorgänger und war zufrieden. Jetzt gibt es ja die Version 2 mit noch besseren Werten!
Vielleicht kannst du ja dann posten ob der Verbrauch abweicht ich muss ja noch warten.....

Es fehlt bei der Ladeplanung mit wieviel Prozent SoC ich am nächsten Ladepunkt ankomme und wieviele Ladesäulen vorhanden und frei sind und welche Verzögerung es auf der Strecke gibt.

Das alles kann ich mit ABRP (es soll auch andere Vorlieben geben) vorher erledigen, auch Offboard statt Onboard.
Dann mache ich es so wie @conando und wechsle immer wieder zwischen Google - oder auch ABRP - via Android Auto und Onboard...das Leben (die Langstrecke) kann so schön sein!
Seit es AndroidAuto/Apple carplay gibt, ist die Lage umschiffbar.

Voll peinlich für BMW … ich dachte ja das ID4 Navi wäre grottig ….

Zitat:

@HaraldBra schrieb am 2. Oktober 2022 um 08:57:58 Uhr:


Voll peinlich für BMW … ich dachte ja das ID4 Navi wäre grottig ….

"Grottig" würde ich das Navi per se nicht beschreiben. Es navigiert in allen Belangen sehr zuverlässig. Lediglich die Ladeplanung braucht noch die Entwicklung, die OS8 jetzt mit dem jüngsten Update genommen hat. Hier sehe ich nicht nur, wie lange ich laden muss, sondern mit welchem SoC ich die Station wieder zu verlassen habe. Die Angabe, dass ich 34 Minuten laden muss, ist kein Ersatz dafür, da wohl sehr ungenau und von vielen Parametern abhängig. Zudem wären sinnvolle Filter für die bevorzugten Ladeanbieter sehr hilfreich.

Da der (i)X3 jedoch eines der wenigen Fahrzeuge ist, die noch mit OS7 neu zugelassen werden, befürchte ich jedoch, dass BMW in Punkto Ladeplanung keinen Fingern mehr rühren wird - leider! Und das wird auch Einfluß auf die Kaufentscheidung von Interessenten haben.

Das mit dem Betriebssystem sehe ich auch so. Mit dem neuen OS8 wird OS7 max noch bugfixes bekommen. Und leider kann man ein Auto nicht wie einen Computer von W10 auf W11 upgraden.
Ob das die Kaufentscheidung von Interessenten beeinflusst? Eher nicht, beim Auto spielen nach wie vor Emotionen eine zu große Rolle. Es wird eher so sein, dass man bei der Beschaffung des nächsten E-Autos bestimmte Dinge stärker hinterfragt, die bei einem Verbrenner keine Rolle spielten.

Da stimme ich Dir zu. Aber gerade ein Umsteiger von einem Verbrenner ist gewohnt, sich beim Versorgen seines Fahrzeugs mit Energie nicht mit Ladeplanung zu beschäftigen - maximal mit der Selektion eines Anbieters aufgrund der unterschiedlichen Preise. Das Motto lautet hier: Reinsetzen und losfahren. Das Fahrzeug soll sagen, was es wann wie auf der Strecke an Energie benötigt. Gerade das tut der iX3 jedoch nur halbseiden. Und ein Verkäufer, der seine Kunden halbwegs ehrlich berät, wird um das Ladethema keinen großen Bogen machen.

....die eierlegende Wollmilchsau, ja die suche ich auch noch! Mein Abschied vom i4-OS8 zum ix3-OS7 ist dann doch wegen der großzügigeren Karosse gefallen. Die Stärken und die Schwächen des OS7 kenne ich seit drei Jahren und die Ladeplanung im OS8 ist auch noch nicht das, was ich z.B. über Android Auto erhalte. Und wenn ich wieder drei Jahre warten soll, bis OS8 annähernd auf dem Stand ist wie die freien Applikationen in Android auto/apple carplay dann kann ich keine Kaufentscheidung treffen. Also pragmatisch sein und das Gesamtfahrzeug mit allen seinen Fähigkeiten und Qualitäten bewerten und entscheiden. Und da ist die Ladeplanung noch das geringste Problem finde ich.
Mir fehlt sowohl beim i4 als auch beim ix3 ein wirklicher Sprung bei den Assistenzsystemen! Hier wird doch bei BMW ausgebremst fast bis zur Vollbremsung und alles schon wieder auf die neue Klasse geschoben und vertagt! Leider aber wie gesagt, wir bleiben pragmatisch und freuen uns auf und über die guten Eigenschaften des Fahrzeugs!

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