Erfahrungsbericht E 500 BiTurbo (auch im Vergleich zum Sauger) + Tachovideos

Mercedes E-Klasse W212

Nachdem hier im Forum noch ausführliche Erfahrungsberichte zum V8 BiTurbo in der kleinen Ausbaustufe fehlen, habe ich mich entschlossen meine Erfahrungen und Eindrücke in diesem Thread zu beschreiben.

A. Die Fahrzeuge

Zum Hintergrund. Bislang fuhr ich einen S 211.272 "E 500T". Der Wagen hat:

  • M 273 E 55: 5.5 V8 mit 387 PS bei 6000/min und 530Nm von 2.800-4.800/min
  • Kombiheck 😉
  • Sportpaket (inkl. der Sportpaket Abgasanlage)
  • Modifikationen: Sportpaket Luftfilterkasten[1]
  • Tachovideo: http://youtu.be/srCBnqz18mk

Diesem Wagen hat sich ein W 212.091 "E 500 4matic" hinzugesellt:

  • M 278 DE 46 AL red.: 4.7 V8 mit 408PS bei 5.000-5.750/min und 600Nm von 1.600-4.750/min
  • Sportpaket
  • Modifikationen: Keine.
  • Tachovideo: http://youtu.be/4nw9uuqRyuA

B. Vorfreude
Zunächst waren meine Erwartungen an den neuen Wagen relativ gedämpft. Zwar muss die Limo nicht mit dem schweren Kombiheck kämpfen[2], dafür handelt es sich in meinem Fall um einen 4matic[3]. Hinzu kommt, dass der Neue schwere Extras wie das Panoramadach (Code 413). Kurzum: Ich dachte die beiden Fahrzeuge tun sich nix.

Kurz darauf erspähte ich, auch mit Hilfe des Forums, einige Testberichte zum BiTurbo[4], die mich leise Hoffnung schöpfen ließen - natürlich ohne zu vergessen, wie Pressefahrzeuge vorbereitet werden, und welche Möglichkeiten sich da bei einem aufgeladenen Motor ergeben.[5]

C. Erste Eindrücke
I. Motorsound
Dann war es endlich soweit, ich holte meinen BiTurbo ab. Als der Verkäufer den Wagen anließ, fiel mir fast die Kinnlade herunter. Die Kiste klang...als ob man ein paar Kieselsteine in eine Kiste wirft und dann kräftig schüttelt. Furchtbar. Direkteinspritzer-Nageln vom Feinsten. Danke Daimler, dass Ihr Start-Stop eingebaut habt - dann wird es wenigstens nicht ganz so peinlich.

Aber gut: Fahreindrücke abwarten - raus auf die Bundesstraße, wenig Last. Sound? Hat er nicht. Nach einiger Zeit auf die Autobahn und endlich Vollgas (ohne Kickdown). Sound? Hat er nicht. Klingt einfach nur nach nix.

Kontrastprogramm? Der Kaltstart mit dem Kombi (5.5er) ist einfach nur brutal. Dunkles bollern. Meine ganze Familie weiß, wann ich losfahre und wiederkomme. Wenig Drehzahl und hohe Last (bis 2000/min) quittiert der 5.5er mit sattem bollern. Ab 2000/min wird es im Innenraum ruhiger - aber draußen faucht er einfach nur böse. Richtig satt, aber nicht zu brutal - noch voll Langstreckentauglich. Perfekt halt.

II. Fahrleistungen
Aber zurück zu den Kernkompetenzen eines Motors: Fahrleistungen. Hier punktet ohne Umschweife der BiTurbo - und das deutlicher als gedacht. Mögen die beiden Fahrzeuge in durchbeschleunigten Fahrwerten nicht soweit auseinander liegen - gerade im Alltag klaffen da fast schon Welten. Der Biturbo rollt in "E" mit teilweise unter 1.000/min herum, reagiert auf Gaspedalbefehle für einen aufgeladenen Motor erstaunlich flink und drückt selbst bei Vollgas immer aus mittleren Drehzahlen heraus. Auch bei 200 - da fängt die Kiste doch nicht an im 6. Gang zu beschleunigen - und das sehr, sehr beeindruckend. Man glaubt fast seinen Augen nicht, was bei den Drehzahlen abgeht.

Ausdrehen mag der 5.5er auch nicht so sehr in "C". Trotzdem braucht er für den Druck in den Rücken eigentlich immer ~1.500/min mehr. Dadurch muss er etwas mehr schalten - was die 7g-Tronic schlicht langsamer und merklicher als die 7g-TronicPlus macht. Dazu kommt, dass er immer knapp über 1.000/min braucht - mit der Plus geht es darunter. Er wirkt also gerade im Alltag immer schwächer...und unruhiger.

III. Fahrspaß
Der BiTurbo drückt in "E" wie schon gesagt immer schön von unten heraus. Damit wird die 7g-TronicPlus arbeitslos. Will man etwas mehr Spaß, sollte man in "S" wechseln. Hochadaptiv - schnellere Schaltvorgänge und endlich mal Drehzahlen. Sauschnell. Aber das kann der 5.5er subjektiv nicht schlechter. Doch der hat den Vorteil der Soundkulisse (wir erinnern und: Mit Sportpaket und einer Modifikation). Zudem ist er bei ganz hartem Einsatz noch eine Spur direkter am Gaspedal - lässt sich einfacher dosieren. Dank Allrad kommt dieser Nachteil (Leistungsübersteuern, wenn zu früh am Gas) beim BiTurbo aber kaum zum Tragen.

IV. Verbrauch
Beide Fahrzeuge werden bei artgerechter Haltung etwa 15 l/100km fressen [PUNKT]. Unterschiede tun sich trotzdem auf - der BiTurbo ist beim Mitschwimmen (Stau, zähflüssiger Verkehr, Berufsverkehr) erheblich sparsamer. Ich würde sagen ~2-3 l/100km. Wer sein Auto also gemischt bewegt - teils Alltag, teils auch mal etwas angasen, der wird mit dem BiTurbo mutmaßlich ca. 1 l/100km sparsamer landen. Verbräuche von ~10 l/100km sind absolut drin...

Dabei muss man beachten: Der BiTurbo knallt ja bereits bei 2000/min bis zu 171PS auf die Kurbelwelle. Nutzt man diese, d.h. fährt zwar bei niedrigen Drehzahlen, aber Volllast, wird er immer saufen. Überlegt mal, was ein E 200 CGI hier im Forum verbrauchen kann. Wer also sparen will, muss mitschwimmen und darf die massive Leistung nicht ausnutzen!

V. Zwischenfazit
Beide Fahrzeuge sind fantastische Reisewagen. Der BiTurbo ist noch souveräner. Er braucht noch weniger Drehzahl, muss noch weniger schalten, hat noch mehr Druck. Die Automatik alleine ist einen gehörigen Mehrpreis wert. Er muss allerdings beim Kapitel Emotionen massiv einstecken - das Ding ist so reizvoll wie ein Sack Nüsse. Sorry, Mercedes - aber das geht gar nicht. Dass man Sound aus dem BiTurbo zaubern kann, zeigen die AMG. Natürlich erwarte ich nicht so eine Krawallbüchse, aber ich erwarte einen Reisewagen mit dezentem Sound - wie beim 5.5er mit Sportpaket. Wem das aber egal ist - wer einfach nur eine schnelle Reiselimo sucht, der sollte den BiTurbo vorziehen. Sparsamer (im dicken Verkehr sogar deutlich), schneller, gelassener.

Soooooooo, ich muss jetzt noch ein bisschen das Internet durchsuch. Werde zum ersten Mal in meinem Leben an einem Alltagswagen eine Abgasanlage modifizieren lassen. Geht wirklich gar nicht. Kiste mit Kieselsteinen halt (kräftig geschüttelt). Da will mich doch wohl nicht Mercedes auf einen kommenden E 500 ELEKTRIC vorbereiten 😉. Schlimmer kann der auch nicht klingen - bin aber auch Autoverrückt. Normalnutzern wird's reichlich egal sein (siehe Verkaufszahlen Diesel).

to be continued.

[1] http://auto-tests-service.de/.../211_Luftfilterkasten.html
[2] 212er Limo und Kombi unterscheiden immerhin 90kg
[3] 4matic trägt beim 500er 60kg auf
[4] http://www.motor-talk.de/.../...om-e-500-cls-500-biturbo-t4514136.html
[5] http://auto-tests-service.de/.../Pressefahrzeuge.html

Beste Antwort im Thema

Nachdem hier im Forum noch ausführliche Erfahrungsberichte zum V8 BiTurbo in der kleinen Ausbaustufe fehlen, habe ich mich entschlossen meine Erfahrungen und Eindrücke in diesem Thread zu beschreiben.

A. Die Fahrzeuge

Zum Hintergrund. Bislang fuhr ich einen S 211.272 "E 500T". Der Wagen hat:

  • M 273 E 55: 5.5 V8 mit 387 PS bei 6000/min und 530Nm von 2.800-4.800/min
  • Kombiheck 😉
  • Sportpaket (inkl. der Sportpaket Abgasanlage)
  • Modifikationen: Sportpaket Luftfilterkasten[1]
  • Tachovideo: http://youtu.be/srCBnqz18mk

Diesem Wagen hat sich ein W 212.091 "E 500 4matic" hinzugesellt:

  • M 278 DE 46 AL red.: 4.7 V8 mit 408PS bei 5.000-5.750/min und 600Nm von 1.600-4.750/min
  • Sportpaket
  • Modifikationen: Keine.
  • Tachovideo: http://youtu.be/4nw9uuqRyuA

B. Vorfreude
Zunächst waren meine Erwartungen an den neuen Wagen relativ gedämpft. Zwar muss die Limo nicht mit dem schweren Kombiheck kämpfen[2], dafür handelt es sich in meinem Fall um einen 4matic[3]. Hinzu kommt, dass der Neue schwere Extras wie das Panoramadach (Code 413). Kurzum: Ich dachte die beiden Fahrzeuge tun sich nix.

Kurz darauf erspähte ich, auch mit Hilfe des Forums, einige Testberichte zum BiTurbo[4], die mich leise Hoffnung schöpfen ließen - natürlich ohne zu vergessen, wie Pressefahrzeuge vorbereitet werden, und welche Möglichkeiten sich da bei einem aufgeladenen Motor ergeben.[5]

C. Erste Eindrücke
I. Motorsound
Dann war es endlich soweit, ich holte meinen BiTurbo ab. Als der Verkäufer den Wagen anließ, fiel mir fast die Kinnlade herunter. Die Kiste klang...als ob man ein paar Kieselsteine in eine Kiste wirft und dann kräftig schüttelt. Furchtbar. Direkteinspritzer-Nageln vom Feinsten. Danke Daimler, dass Ihr Start-Stop eingebaut habt - dann wird es wenigstens nicht ganz so peinlich.

Aber gut: Fahreindrücke abwarten - raus auf die Bundesstraße, wenig Last. Sound? Hat er nicht. Nach einiger Zeit auf die Autobahn und endlich Vollgas (ohne Kickdown). Sound? Hat er nicht. Klingt einfach nur nach nix.

Kontrastprogramm? Der Kaltstart mit dem Kombi (5.5er) ist einfach nur brutal. Dunkles bollern. Meine ganze Familie weiß, wann ich losfahre und wiederkomme. Wenig Drehzahl und hohe Last (bis 2000/min) quittiert der 5.5er mit sattem bollern. Ab 2000/min wird es im Innenraum ruhiger - aber draußen faucht er einfach nur böse. Richtig satt, aber nicht zu brutal - noch voll Langstreckentauglich. Perfekt halt.

II. Fahrleistungen
Aber zurück zu den Kernkompetenzen eines Motors: Fahrleistungen. Hier punktet ohne Umschweife der BiTurbo - und das deutlicher als gedacht. Mögen die beiden Fahrzeuge in durchbeschleunigten Fahrwerten nicht soweit auseinander liegen - gerade im Alltag klaffen da fast schon Welten. Der Biturbo rollt in "E" mit teilweise unter 1.000/min herum, reagiert auf Gaspedalbefehle für einen aufgeladenen Motor erstaunlich flink und drückt selbst bei Vollgas immer aus mittleren Drehzahlen heraus. Auch bei 200 - da fängt die Kiste doch nicht an im 6. Gang zu beschleunigen - und das sehr, sehr beeindruckend. Man glaubt fast seinen Augen nicht, was bei den Drehzahlen abgeht.

Ausdrehen mag der 5.5er auch nicht so sehr in "C". Trotzdem braucht er für den Druck in den Rücken eigentlich immer ~1.500/min mehr. Dadurch muss er etwas mehr schalten - was die 7g-Tronic schlicht langsamer und merklicher als die 7g-TronicPlus macht. Dazu kommt, dass er immer knapp über 1.000/min braucht - mit der Plus geht es darunter. Er wirkt also gerade im Alltag immer schwächer...und unruhiger.

III. Fahrspaß
Der BiTurbo drückt in "E" wie schon gesagt immer schön von unten heraus. Damit wird die 7g-TronicPlus arbeitslos. Will man etwas mehr Spaß, sollte man in "S" wechseln. Hochadaptiv - schnellere Schaltvorgänge und endlich mal Drehzahlen. Sauschnell. Aber das kann der 5.5er subjektiv nicht schlechter. Doch der hat den Vorteil der Soundkulisse (wir erinnern und: Mit Sportpaket und einer Modifikation). Zudem ist er bei ganz hartem Einsatz noch eine Spur direkter am Gaspedal - lässt sich einfacher dosieren. Dank Allrad kommt dieser Nachteil (Leistungsübersteuern, wenn zu früh am Gas) beim BiTurbo aber kaum zum Tragen.

IV. Verbrauch
Beide Fahrzeuge werden bei artgerechter Haltung etwa 15 l/100km fressen [PUNKT]. Unterschiede tun sich trotzdem auf - der BiTurbo ist beim Mitschwimmen (Stau, zähflüssiger Verkehr, Berufsverkehr) erheblich sparsamer. Ich würde sagen ~2-3 l/100km. Wer sein Auto also gemischt bewegt - teils Alltag, teils auch mal etwas angasen, der wird mit dem BiTurbo mutmaßlich ca. 1 l/100km sparsamer landen. Verbräuche von ~10 l/100km sind absolut drin...

Dabei muss man beachten: Der BiTurbo knallt ja bereits bei 2000/min bis zu 171PS auf die Kurbelwelle. Nutzt man diese, d.h. fährt zwar bei niedrigen Drehzahlen, aber Volllast, wird er immer saufen. Überlegt mal, was ein E 200 CGI hier im Forum verbrauchen kann. Wer also sparen will, muss mitschwimmen und darf die massive Leistung nicht ausnutzen!

V. Zwischenfazit
Beide Fahrzeuge sind fantastische Reisewagen. Der BiTurbo ist noch souveräner. Er braucht noch weniger Drehzahl, muss noch weniger schalten, hat noch mehr Druck. Die Automatik alleine ist einen gehörigen Mehrpreis wert. Er muss allerdings beim Kapitel Emotionen massiv einstecken - das Ding ist so reizvoll wie ein Sack Nüsse. Sorry, Mercedes - aber das geht gar nicht. Dass man Sound aus dem BiTurbo zaubern kann, zeigen die AMG. Natürlich erwarte ich nicht so eine Krawallbüchse, aber ich erwarte einen Reisewagen mit dezentem Sound - wie beim 5.5er mit Sportpaket. Wem das aber egal ist - wer einfach nur eine schnelle Reiselimo sucht, der sollte den BiTurbo vorziehen. Sparsamer (im dicken Verkehr sogar deutlich), schneller, gelassener.

Soooooooo, ich muss jetzt noch ein bisschen das Internet durchsuch. Werde zum ersten Mal in meinem Leben an einem Alltagswagen eine Abgasanlage modifizieren lassen. Geht wirklich gar nicht. Kiste mit Kieselsteinen halt (kräftig geschüttelt). Da will mich doch wohl nicht Mercedes auf einen kommenden E 500 ELEKTRIC vorbereiten 😉. Schlimmer kann der auch nicht klingen - bin aber auch Autoverrückt. Normalnutzern wird's reichlich egal sein (siehe Verkaufszahlen Diesel).

to be continued.

[1] http://auto-tests-service.de/.../211_Luftfilterkasten.html
[2] 212er Limo und Kombi unterscheiden immerhin 90kg
[3] 4matic trägt beim 500er 60kg auf
[4] http://www.motor-talk.de/.../...om-e-500-cls-500-biturbo-t4514136.html
[5] http://auto-tests-service.de/.../Pressefahrzeuge.html

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Nach 52 Seiten Thread will ich nunmehr die Akte E500 4matic für mich schließen. Es war eine unglaublich schöne Zeit. Rückblickend haben mich am 212er nur vier Sachen richtig genervt:

1. Vergleichsweise schlechte Geräuschisolation.
2. Die fehlende Emotionalität.
3. Schlechte Konstruktion einiger Kernbereiche des KFZ.
4. Fehlende zeitgemäße Ausstattungsfeatures.

Zu 1.
Wie die vielen Threads hier im Forum aufzeigen, könnte der 212er leiser sein. Zur MoPf kam die Doppelverglasung endlich (wieder). Doch wer in einem 211er MoPf saß und dann in den 212er kam, der wird sich auch über fehlende Dämmung der Abrollgeräusche wundern - und selbst auf dem Blechdach hört man auf einmal die Regentropfen prasseln. Da wurde mMn zuviel gespart.

Zu 2.
Der 212er versucht sportlicher zu sein, als der Vorgänger. Das merkt man sofort am Komfort - für Mitfahrer ist der 211er so erheblich angenehmer (beide Fahrzeuge 18" und AIRMATIC). Doch die Härte auf der einen Seite steht fehlender Sound auf der anderen Seite (Vor-MoPf) gegenüber - da war der 211er (MoPf Sportpaket) eine ganz andere Nummer. Hier hatte MB zur MoPf natürlich nachgeschärft - für mein Fahrzeug leider zu spät.

Zu 3.
Man könnte darauf abstellen, dass mein Fahrzeug auf den ingesamt 130.000 Kilometern einfach Pech hatte - doch die meisten Defekte finden sich hier im Forum leider wieder. Sei es die Problematik mit den Geräuschen am Differential, die AIRMATIC Dämpfer hinten oder die Kettenspanner am M276 / M278. Schade Mercedes. Einfach nur Schade.

Zu 4.
Schon bei Vorstellung des 212er war er in vielen Bereichen schlicht überholt. Das merkt man, wenn man mal in einen 5er F10 mit seinem Navi Professional und HUD aus dem Bauzeitraum steigt.

Mein Fazit: Mit einem Schnitt über fast 80.000km von deutlich unter 15 l/100km war ich in Anbetracht von Leistung von >440 PS / > 650 Nm (siehe diverse Diagramme), Allrad und Fahrweise mehr als zufrieden. Insbesondere das sehr schnelle Reisen hat er unglaublich gut gemacht. Und meine wirklich geliebten Aktiv-Multikontoursitze vermisse ich jeden Tag auf das Neue! Schön war es mit Dir, W212!

Der problembehaftete Motor, welcher für Dich bereits am Anfang schon wie eine Dose mit Kieselsteinen klang, hat Dich nicht genervt?!

Also außer die kurz angesprochenen Kettenspanner....

Der Motor war nicht problembehafteter als mein Ex-M273. Kaputt waren "nur" die Kettenspanner - eine Fehlkonstruktion, wie ich heute meine - und die Waste-Gates. Letztere als Problem zu lokalisieren und abstellen zu lassen hat richtig, richtig Zeit und Nerven gekostet. Das laste ich aber eher Mercedes als Konzern, denn dem Motor an.

Nach dem Turbo-Tausch mit frischen Kettenspannern war der Motor komplett rasselfrei - bis auf ein sanftes tickern der Einspritzdüsen.

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Die Woche werde ich meinen neuen gebrauchten, mit dem gleichen Motor, abholen.

@J.M.G ...also keinefalls falsch verstehen...ich freue mich sehr, wenn Du zufrieden warst! Aber....es klingt etwas nach: "Waren ja nur die Turbos und die Kettenspanner!" Das sind aber m.E. 2 nicht unerhebliche Bestandteile des Motors. Mag mit teurer Garantie alles handhabar sein, aber was ist mit den Leuten, die das nicht unbedingt haben? M.E. sind das schon kaufentscheidende Faktoren. Egal ob neu, oder gebraucht. Selbst mit Garantie. Ist doch alles irgendwo Ärger, Rennerei & Co.! Bei einem Auto, was i.d.R. als "Daily Driver" angeschafft wird, selbst als 500er....! Und eine E-Klasse ist ja auch unter E500 kein in dem Sinne "billiges" Auto. So schön und/oder brachial die Leistungsentfaltung dieses Motors ist....eine wirklich gelungene Konstruktion vermag ich beim 4.7er BiTurbo bislang nicht zu erkennen. Aber alles subjektiv und wertungsfrei!

Ich kenne in der Leistungsklasse keinen problemfreieren Antrieb.

...Was in der aufgerufenen Preisklasse schon bedenklich wirkt! Und sei Dir sicher....mir gehts hierbei keinesfalls um Kakofonie! Glaub mal...ich könnte selber kotzen, dass mein Sauger grad wegen eines defekten Thermostats bis morgen oder übermorgen nicht bei mir in der Garage steht! Aber meine Meinung ist...und da nehmen sich fast alle deutschen "Premiumhersteller" möglicherweise nichts....dieser Downsizing Müll bei Mehrleistung hat eben seinen Preis! Am Ende sollte ein Auto...egal ob 60 oder 600 PS, nicht wegen irgendwelcher technischer Spielereien in der Werkstatt stehen, sondern fahren. Gerade bei 70.000-100.000 EUR Neupreis oder mehr....! Aber egal...

Das Problem ist, dass zum einen - Dank Diesel - Benzinmotoren Nische sind und zum anderen man kräftige, hubraumstarke Benziner fast mit der Lupe suchen muss... Da scheinen fast alle Hersteller kein gesondertes Augenmerk darauf zu haben. Leider...

Zitat:

@J.M.G. schrieb am 22. März 2017 um 20:44:43 Uhr:


Ich kenne in der Leistungsklasse keinen problemfreieren Antrieb.

Der M273 ist sicher problemfreier, wenn auch nicht komplett Perfekt.

... ist ja mehr oder weniger gleiche Leistungsklasse, zumindest auf dem Papier...

Na jetzt bin ich aber mal gespannt....was hier jetzt gleich wieder losgeht....sehe es ja ähnlich..... :-)

Ich hatte auf 200.000km M273 1x Nockenwellenversteller, 1x Schaltsaugrohr und 1x Thermostat. Damit war ich in guter Gesellschaft mit vielen in den Foren. Als der 273 noch aktuell war, gab es zudem nicht wenige, die mit dem Kettenrad Probleme hatten - interessanterweise auch Leute, die eigentlich nicht in die betroffene Motornummer fielen. Ich will den 273 nicht schlecht machen, aber auch er hatte Schwierigkeiten. Wer jetzt sich mal die Mühe macht im 211er Forum die Diskussion M113 vs. M273 zu betrachten, wird sehen: Sie läuft exakt so ab wie die Diskussion M273 vs. M278 hier.

Für mich ist Fakt: Der M278 fährt den M273 in Grund und Boden und ist in allen Bereichen eine sinnvolle Evolution zu diesem. Er ist nicht perfekt. Die Kettenspanner sind meiner Meinung nach eine Frechheit. Aber sonst? Wenn man nach 4 Jahren M278 mal wieder in einen M273 steigt, dann denkt man sich im Alltag nur: Blutleer und durchzugsschwach, um es mal mit den Worten von E-KlasseX zu sagen.

Wie gesagt - ich hatte auf beiden Motoren eine verdammt schöne Zeit - und beide waren zu ihrer Zeit absolut eine Wucht und State of the art. Mittlerweile sind beide Geschichte - wenn ich das richtig verstanden habe, wird der 278 ja auch schon nicht mehr produziert und nur noch aus dem Bestand heraus in die letzten SL / S / GLE / GLS eingesetzt. Der G hat schon den 176, der S ab Sommer. Die Zeiten des alten Blocks (ja, der M278 hat den M273 Block!) ist nun vorbei.

Jeder Motor hat seine Probleme und Kinderkrankheiten.

Die einen weniger, die anderen mehr.

Ist auch immer ein Fall von Zufall/ Glück was für ein Aggregat man erwischt.

Eine Frage habe ich aber auch noch und die meine ich ebenso ernst! Ich finde ein Fazit, wie oben beschrieben, sehr hilfreich und danke dafür. Aber: Beim S211 Mopf wird der Sound des Sportpakets gelobt. Gleichwohl, neben der gelobten Doppelverglasung des S211, die Geräuschdämmung des W212 bemängelt. Gleichzeitig wurde am W212 ein AMG (?) Auspuff für besseren Sound verbaut, welcher nunmehr nach Fahrzeugwechsel zum Verkauf angeboten wird/wurde. Unabhängig davon, dass persönlicher Geschmack grundsätzlich zu akzeptieren ist, finde ich das bisweilen inkonsequent. Eventuell kann der Mitstreiter Johannes hier ggf.noch etwas differenzieren!?! Ich finde mein Auto nämlich etwas zu dezent von hinten raus, wobei mir die Abrollgeräusche meiner Winterschluffen auch schon unangenehm aufgefallen sind. Aber zwischen Reifensorte und Auto im Allgemeinen bestehen letztlich ja große Unterschiede!

Also bei allem Respekt J.M.G....es ist völlig klar, das eigene Fahrzeug hervorzuheben, aber Schlagworte wie "blutleer" und "in Grund und Boden", bei einem 400 PS - Auto, was (zu mindest bei mir) 200 KG leichter ist (1830 KG lt. Schein) als sowohl Deine S211 und W212 4 Matic mit Panoramadach, zeugt nicht wirklich von der Objektivität, Die Du in Deinen Beiträgen sonst propagierst! Nichts für ungut!!!

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