Erfahrungen auf Landstrassen mit 45km/h "Autos"
Hallo,
wir würden unserer Tochter gerne ein 45km/h Autochen kaufen. Aber wir wohnen auf dem Land in Oberbayern und sie müsste dann mit dem relativ langsamen Fahrzeug über Landstrassen fahren und wäre irgendwie auch ein Verkehrshinderniss.
Ist hier jemand in diesem Forum selber mal mit einem 45km/h Fahrzeug öfter auf Landstrassen gefahren oder hat Kinder die dies machen? Kam es öfters zu gefährlichen Situationen weil z.B. jemand im Dunkeln dachte dass es sich um ein richtiges Auto handelte? Oder zu brenzligen Situationen durch geschnitten werden, gefährliche Überholmanöver oder evtl. sogar einem richtigen Unfall wegen der niedrigen Geschwindigkeit?
Vielen Dank
174 Antworten
Danke für den regen Austausch!
Hier noch ein paar Gedanken: natürlich könnte unsere Tochter die Strecke von etwa 15km einfach z.B. auch mit einem E - Bike fahren oder mit einem 50er Roller. Nur was ist dann im Winter und bei Regen? Und ist das sicherer als ein kleines 45km/h Auto? Ich bin ja selber vor Ewigkeiten auch mal mit einem 50ccm Moped unterwegs gewesen. Ist immer gut gegangen, aber es gab auch kritische Situationen.
Alternativ müssten wir unsere Tochter bis zu ihrem 18ten Lebensjahr ständig überall hin fahren. Schwierig zu organisieren.
Noch ein Hinweis: es geht mir nicht so sehr um Meinungen, sondern um echte Erfahrungen!
Vielen Dank an alle!
Dann lieber weiterhin den Taxidienst geben und jederzeit ohne Murren auf Zuruf von überall abholen. Bis zum richtigen B-Führerschein ist es nicht mehr lange hin.
Ich bin damals mit meinem Roller auch öfters Landstraße gefahren..... kann mich nicht an mega gefährliche Situationen erinnern... war wohl dann OK.... im Gegensatz dazu mit dem Fahrrad in der Stadt. Wenn ich jetzt eine Vergleich anstellen würde: Fahrrad in der Stadt ist gefährlicher wie mit Kleinstwagen auf der Landstraße.
Übrigens dürfen LKWs auf Landstraßen auch nur 60 fahren. Und die werden auch nicht permanent von ankommenden Autos geknutscht.
Naja: aber wenn es um einen konkreten Tip geht: Roller. Oder S-Pedelec. Oder Pedelec. Wenn einem das Ziel wichtig ist, fährt man damit auch im Winter und bei Regen. Wir sind ja nicht aus Zucker. 15km ist mit einen Pedelec fast nix. Innerhalb von 45 min ist man da.
E bike kann man auf dem Radweg fahren. Ja, das ist sicherer.
Ähnliche Themen
Das Problem von Micro Cars ist auch, dass ein Fahrer eines von hinten kommendem Fahrzeug das Micro Car überschätzt und doch plötzlich überrascht ist, wie langsam es fährt. Ein Moped wird da schon eher richtig eingeschätzt. Wenn dann der Fahrzeugführer unaufmerksam ist, kann es im Falle eines Micro Cars auch kritisch werden. Das Ganze soll ja dann auch 3 Jahre so auf der Landstraße gehen. Ein Micro Car für hauptsächlich Stadtfahrten mag OK sein, aber hauptsächlich Landstraße….
Wie schon geschrieben, die Alternative wäre ein Ellenator, wesentlich sicherer und man kann ihn auch gebraucht kaufen. Nach zwei Jahren findet man sicherlich wieder einen Abnehmer oder, laut meinen Infos, kann man ihn zu einem normalen Auto umbauen lassen.
Gruß
Uwe
Mal ein Horrorbeispiel. LKW läuft auf ein Micro Car auf. Von hinten kommt ein Möchtegernrennfahrer, der den LKW noch schnell vor dem Gegenverkehr überholen möchte. Das Micro Car sieht er nicht, denn er kann ja nicht durch den LKW durschauen. Nun überholt er den LKW und schert nach dem Überholen vor dem Gegenverkehr wieder nach rechts ein, direkt hinter das langsam tuckernde Micro Car….
So ein Szenario in drei Jahren ist gar nicht so unwahrscheinlich. Sollte deine Tochter dieses Risiko eingehen?
Ein Moped hat zwar eine geringere Knautschzone aber nimmt weniger Platz ein, so dass das oben genannte Szenario noch gut gehen kann, weil zwei PKW und Moped nebeneinander auf der Straße passen. Ist das auch noch so bei den breiteren Micro Car?
Gruß
Uwe
Es gibt auch viele landwirtschaftliche Fahrzeuge, die 25km/h oder 40km/h auf Landstraßen und Bundesstraßen fahren. Teilweise mit schlechter Beleuchtung. Von einer erhöhten Unfallhäufigkeit habe ich bisher noch nicht gehört.
Der Unterschied ist, dass man anhand der Silhouette von hinten erkennt, dass es ein landwirtschaftliches Fahrzeug ist, aber eben bei diesen Micro Cars ist das nicht der Fall.
Ich kenn das ja auch von mir. Ein landwirtschaftliches Fahrzeug stellt keine Überraschung dar, ich erkenne schon weit voraus, dass ich langsamer werden muss. Bei einem Micro Car bin ich fast jedes Mal überrascht, was der das so langsam fährt. Klar, das ist immer noch so rechtzeitig, dass keine Gefahr besteht und ich nur etwas abbremsen muss.
Lass aber mal so ein Honk von hinten ankommen, der nicht aufmerksam ist aber zu schnell fährt, eventuell nur auf einer kurvigen Landstraße, dann kann das sehr wohl kritisch werden.
Betrachte das auch mal an meinem Überholbeispiel. Im Falle des landwirtschaftlichen Fahrzeugs erkennt der Überholer bereits, dass da ein langsames Fahrzeug vor dem LKW ist, während er sich noch neben dem LKW befindet und unterbricht den Überholvorgang. Im Falle des Micro Cars erkennt der Überholer es vielleicht erst, wenn er am LKW vorbei ist, und dann wird es kritisch.
Fährt nun ein PKW hinten in ein landwirtschaftliches Fahrzeug rein, passiert dem Fahrer des landwirtschaftlichen Fahrzeugs wenig. Anders sieht es aber bei so einem Micro Car aus.
Gruß
Uwe
Mopeds kann man schonmal im Osten auf dem Dorf fahren ohne Probleme.
so ein Microcar auf irgendeiner Oberbayrischen Bundesstraße sehe ich aber mehr wie Kritisch, da ist Touristenverkehr, gibt wenig ausweichstrecken und halt auch viel Pendlerverkehr.
Ich würde es ganz klar nicht Empfehlen, wir haben damals unsere Mopeds auch Frisiert um nicht ein ganz so großes hinternis zu sein und es ist trotzdem auch genug passiert.
in meinen Augen gehören so 45er Kisten gar nicht auf die Straßen, auch sollte die 60Km/h Begrenzung für LKW´s aufgehoben werden und wenn es nach mir ginge sollten auch alle Roller und Mopeds 70km/h fahren dürfen. Es gibt es sonst noch genug andere hinternisse auf unseren Straßen.
Kommen wir mal zum Punkt: Hat irgendjemand denn schon mal was Unfällen gelesen, dass die 45km/h Autos auf Landstraßen einfach umgefahren werden?
Puh aus meiner Lehrzeit ( 20 Jahre her ) musste ich 15 km zur Arbeit pendeln. Überwiegend Landstrasse.
Ich bin damals schon lieber auf dem Radweg neben der Lanstrasse gefahren sofern einer vorhanden war. War mir zu gefährlich. Die Sogwirkung von einem LKW oder schnellen PKW ist auch nicht zu unterschätzen. Aus heutiger Sicht würde ich auch ein E-Bike nehmen.
Wie immer kommt es auf die Örtlichkeit an und was dort die optimale Lösung ist.
Hier ist letztens ein SUV ungebremst auf nen stehenden Polo aufgefahren. Das sah schon mehr als Übel aus.
Will nicht wissen was mit so einem Mimicar passiert wäre.
Zitat:
@Uwe Mettmann schrieb am 6. Mai 2025 um 00:18:18 Uhr:
Mal ein Horrorbeispiel. LKW läuft auf ein Micro Car auf. Von hinten kommt ein Möchtegernrennfahrer, der den LKW noch schnell vor dem Gegenverkehr überholen möchte. Das Micro Car sieht er nicht, denn er kann ja nicht durch den LKW durschauen. Nun überholt er den LKW und schert nach dem Überholen vor dem Gegenverkehr wieder nach rechts ein, direkt hinter das langsam tuckernde Micro Car….
Eben, und man überlegt dann schon ob man mit 120km/h in eine entgegenkommendes Auto knallt was auch 100km/h drauf hat oder in so eine Schachtel in die man mit einer Differenzgeschwindigkeit von 75 kracht.
Zitat:
@Lambo-Fan schrieb am 6. Mai 2025 um 08:32:02 Uhr:
Was verstehst du unter "umgefahren"?
Naja..... sie waren beide nicht angeschnallt und haben die Vorfahrt missachtet. Kann in der Stadt genauso passieren. Hat also mit Landstraße nix zu tun.