Endlich Tempobegrenzung auf 70 km/h Landkreis Osnabrück

Endlich  reagiert der Landkreis Osnabrück, nachdem erneut an der selben Stelle eine PKW Fahrerin am selben Baum tötlich verunglückte. Scheinbar fehlte dem Landkreis  Osnabrück noch ein Toter damit die Schilder endlich nach längeren protesten aufgestellt werden können.

Merke: es müssen erst genügend Leute sterben bevor sich wohl  was ändert..........den vier Todesopfern hilft es nicht mehr.

Hier der Zeitungslink
www.neue-oz.de/preexport_startseite/24238261-neu.html

Beste Antwort im Thema

Und wie gehts weiter? Beim nächsten tödlichen Unfall Tempo 50,beim Übernächsten 30 und dann Vollsperrung?

Vielleicht sollte man mal anfangen darüber nachzudenken das der Gesetzgeber Maximalgeschwindigkeiten vorgibt die in Eigenverantwortung unterboten werden dürfen, man lese dazu mal den §3 STVO durch.
Wieviele 100 Fahrer und Fahrerinnen passierten diese Kurve täglich selbst bei schlechtesten Strassenbedingungen ohne Unfall?
Es ist sehr einfach nach einem Unfall zu schreien die Behörde soll ein Limit verhängen,ohne das überhaupt geprüft wird ob ein Limit den Unfall hätte verhindern können. Aber es macht die Sache sehr bequem da man die Schuld von sich auf die Behörde abwälzen kann.

Ich wette das in dieser Kurve noch welche verunfallen wenn man Tempo 30 anordnen würde da sich vor allem Ortskundige nicht daran halten würden,wie sie sich auch sicher nicht an die 70 halten werden.
Oder irre ich mich in der Annahme das die letzten Todesopfer die Strecke alle regelmässig befuhren?

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Zitat:

Original geschrieben von tec-doc


Ich muss euch eine kurze Geschichte erzählen... seid so nett und geduldig und lest sie 🙂

Vor ein paar Jahren starb eine gute Freundin meiner Familie bei einem Unfall. ...

... Bett liegend nen Infarkt bekommt... allein, obwohl sich das schon Tage vorher angekündigt hat. Thats life...

Schlimm und tragisch - mein Beileid zu diesem Verlust.

Ich nehme an, der Überholende ging davon aus, dass er sein (potentes?) Auto beherrscht und die Situation eigenverantwortlich richtig einschätzt, dass er mit seinen Fahrerfahrungen Routine genug habe, um ein sinnloses (Deine Worte) Überholmanöver durchzuführen.

Du siehst hier kein schuldhaftes Verhalten?

Ich schon.

herzlich

lechrainer

Zitat:

Original geschrieben von lechrainer


Ich nehme an, der Überholende ging davon aus, dass er sein (potentes?) Auto beherrscht und die Situation eigenverantwortlich richtig einschätzt, dass er mit seinen Fahrerfahrungen Routine genug habe, um ein sinnloses (Deine Worte) Überholmanöver durchzuführen.

Du siehst hier kein schuldhaftes Verhalten?

Ich schon.

Soso, Du nimmst also an...🙄

Und Du siehst ein schuldhaftes Verhalten - darf ich fragen, worin diese Schuld besteht? Genügt da schon die Tatsache, daß er ein potentes Auto hatte, oder ist es, weil er eine Situation nicht richtig eingeschätzt hat? Letzteres kann Dir natürlich nicht passieren, von daher wirst Du auch niemals in die Verlegenheit geraten, Schuld auf Dich zu laden.

Und jetzt einmal zurück zum Thema... 😉

Zur gewünschten Formel...

Was bringt dieses Limit?
Sowohl bei Zentripetalkraft, wie auch bei kinetischer Energie handelt es sich um quadratische Gleichungen. Verringert man die Geschwindigkeit um 30 %, halbieren sich die Energien und Kräfte.

(70/100)^2 = 0,49

Ich habe also nicht nur mindestens 42 % mehr Zeit um mir eine Lösung für das auftretende Problem zu suchen, ich habe im Falle eines Lenkmanövers über 100 % mehr Seitenführungskraft, kann einen Radius befahren, der nur halb so groß ist und sollte es trotzdem krachen, so handelt es sich um Geschwindigkeiten, bei denen die Mortalität erheblich sinkt.

Man kann nun - meiner Meinung nach - dumme Kommentare ablassen, von wegen "selbst bei 30 km/h kann man einen Unfall bauen" oder "auch im Haushalt kann man sterben" oder "jetzt geht das mit den Schleichern los, die dann nur 65 km/h fahren", man kann sich aber auch einfach damit abfinden, dass die Unfallgefahr in dieser Kurve für Otto Normal, der nach Schildern fährt, erheblich gesenkt wurde.

PS:

Selbst wenn ich bei gutem Wetter diese Kurve mit 200 km/h befahren könnte. Dennoch bin ich mit den 70 km/h deutlich sicherer unterwegs, auch sicherer als mit 100 km/h.

Und wer jetzt wieder mit den Unfällen im Haushalt anfängt und dem Betriebsrisiko und wir könnten ja gleich alle Geschwindigkeiten über 10 km/h verbieten. Ihr seid ja alle so super cool, ihr seid die allergrößten!

Danke für das Mitgefühl.

Nun, ich sehe - wie ich ja plakativ angedeutet habe - einen Vorgang eben nicht nur in einem Moment... sondern in seiner ganzen Länge. Irgendwo nimmt es eben seinen Lauf/Anfang, viele Ursachen spielen unglücklich zusammen und daraus ergibt sich dann ein "Ergebnis". So einfach ist das leider nicht...?

Potentes Auto... ein Allerweltsscherben und er hat sich eben von Emotionen leiten lassen (Eile wider Ratio..) und etwas falsch eingeschätzt. Das kann jedem passieren, egal welches Auto. Sicher war er der momentane Auslöser... die Lunte am Pulverfass... aber in dem Fass ist eben mehr drin. Und wenn man das betrachtet und etwas ändern will... kann man nicht nur die Lunte fixieren. Ich traue mich da gar nicht zu urteilen... eben weil so viel reinspielt. Objektiv betrachtet muss man auch den krassen Fahrfehler der Fahrerin sehen... sowas dürfte bei unserer Ausbildung einfach nicht passieren? Aber mein Gott... es ist eben ein Reflex gewesen... keine böswillige Handlung. Das hätte auch wegen einer Ablenkung so laufen können, nedwahr? Und genau vor den A6 zu drehen... also ausgerechnet in dem Moment, wo man eben 5m davor urplötzlich auftaucht... Pech? Oder hätte die A6 Pilotin besser aufgepasst... hätte sie das Unheil ahnen können und vorsorglich auf die Eisen treten? "Schuld"... naja... ist selten nur eine Komponente?
Schicksalhaft... und schwer zu verhindern, nur mit Schildern oder ohne alle Ursachen zu betrachten schon gar nicht?

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Wenn man im Berufsverkehr unterwegs ist, versucht man natürlich jedes Auto vor sich zu überholen, schließlich ist man immer spät dran und jeder Wagen, den man hinter sich lässt, bringt einem ersteinmal eine Fahrzeuglänge... fünf Fahrzeuglängen an der nächsten Kreuzung... somit eine Ampelrunde... weil man bei grün rüberkommt, gewinnt man erneut 10 Fahrzeuglängen... also noch eine Ampelrunde...

Das summiert sich schon...

Es ist also aus Zeitgründen durchaus gerechtfertigt andere Fahrzeuge zu überholen, auch im dichten Berufsverkehr oder erst recht dort?!

Im Endeffekt kann man sich aber auch einmal an eine dicht befahrene Bundesstraße stellen und die Fahrzeuge zählen, die innerhalb von 5 Minuten vorbeifahren.

Würde man 5 Minuten früher losfahren, hätte man alle diese Fahrzeuge - das werden schon 50 bis 100 Stück sein - automatisch, ohne Überholmanöver, hinter sich gelassen.

Logisch oder bedarf es einer Erklärung?

Tja Lsirion... ein Trugschluß - denn als der Wagen aus dem Bankett drehte, hatte er lange keine 100 mehr drauf (sonst hätte er es ja evtl. sogar vor dem A6 noch bis in den Graben geschafft?).. der A6 fuhr erlaubte 100. Ergebnis...
Es gibt zu viele Variablen, als dass Du das mit ein paar Formelchen allg. Natur oder überhaupt packen kannst. Das wollte ich auch unter anderem sagen...

Zitat:

Original geschrieben von tec-doc


Tja Lsirion... ein Trugschluß - denn als der Wagen aus dem Bankett drehte, hatte er lange keine 100 mehr drauf (sonst hätte er es ja evtl. sogar vor dem A6 noch bis in den Graben geschafft?).. der A6 fuhr erlaubte 100. Ergebnis...
Es gibt zu viele Variablen, als dass Du das mit ein paar Formelchen allg. Natur oder überhaupt packen kannst. Das wollte ich auch unter anderem sagen...

Mir ging es um den Power Weg... aber gehe ich noch einmal auf den von dir beschriebenen Unfall ein... du hast Recht:

Keiner weiß, ob sich der Unfall nicht doch, womöglich anders zugetragen hätte. Vielleicht würden sie nun alle im Rollstuhl sitzen, im Koma liegen?

Das sind Variablen, die man nicht berechnen kann, dennoch gilt in 99 % der Fälle:

Je langsamer man fährt, desto beherrschbarer ist die Situation.

Das merkt man jetzt im Winter wieder, wenn das Auto bei 30 km/h plötzlich nicht mehr dort hin fährt, wo man hin will. Das kann man auch bei einem Fahrsicherheitstraining lernen, wenn man den Rutschbelag einmal mit 50 und einmal mit 60 km/h befährt.

Das ist übrigens keine Grundsatzdiskussion sondern eine Tatsache. Nicht umsonst gilt in Wohnvierteln meist ein 30 km/h Limit, oft sogar mit der nervenden Rechts- vor Linksregelung, innerorts generell ein 50 km/h Limit, außerorts ein 100 km/h Limit und an vielen, vielen Orten ein besonderes, rein lokales Limit, aufgrund lokaler Gefahren.

Diese Kurve hat sich als Gefahr herausgestellt, man hat reagiert. Das ist außerdem eine Nebenstraße, die 70 km/h bringen keinen um.

Nochmal zur Bundesstraße:

Die Allgemeinheit fährt dort mit 100 bis 120 laut Tacho, eine Limitierung auf 100 km/h ist dort üblich.
Würden an genau derselben Stelle, an der die Bekannte verunglückte, weitere Personen aus demselben Grund verunglücken, gäbe es an dieser offenbar gefährlichen Stelle bald ein Überholvebot oder ein Tempolimit.

Passieren die von dir beschriebenen monatlichen Unfälle an anderen Stellen, so sind das leider Einzelschicksale. Eine generelle Limitierung einer gesamten Bundesstraße ist nunmal nicht vorgesehen, das würde auch keiner einsehen, du selbst doch auch nicht?!

Zitat:

Original geschrieben von tec-doc


Danke für das Mitgefühl.

Nun, ich sehe - wie ich ja plakativ angedeutet habe - einen Vorgang eben nicht nur in einem Moment... sondern in seiner ganzen Länge. Irgendwo nimmt es eben seinen Lauf/Anfang, viele Ursachen spielen unglücklich zusammen und daraus ergibt sich dann ein "Ergebnis". So einfach ist das leider nicht...?

Potentes Auto... ein Allerweltsscherben und er hat sich eben von Emotionen leiten lassen (Eile wider Ratio..) und etwas falsch eingeschätzt. Das kann jedem passieren, egal welches Auto ...

Ich habe einmal an einer Gerichtsverhandlung teilgenommen, in der es um die "Schuld" des Angeklagten und um Schuldelemente des getöteten Opfers ging.

Der Strafverteidiger argumentierte, dass man nicht nur die fünf tödlichen Messerstiche sehen dürfe, sondern den gesamten komplexen Vorgang betrachten müsse. Die Eindringtiefe des Messers (bis zum Heft) und damit die "Tödlichkeit der Stiche" begründete er mit der Heftigkeit, mit der der Getötete auf den Messerstecher zugelaufen sei.Der Angeklagte sei demnach an der Tödlichkeit der fünf! Stiche nicht schuld. Der Getötete sei "selbst schuld".

Wie dem auch immer sei, auslösendes Element dieser Tragödie ist der Überholende. Sein Verhalten war causal für die nachfolgenden Ereignisse, die eventuell durch Unvermögen verstärkt worden sein mögen. Die unglückliche Verkettung der Folgeereignisse und die eventuell mangelhafte Fahrfähigkeit einer Durchschnittsfahrerin ent"schuldigt" aber nicht das Verhalten des Unfallverursachers.

Als geübter Rennfahrer mag Dir eine Schreckreaktion durch jahrelanges Training hoffentlich nicht mehr passieren. Ich nehme aber an (auch hier nehme ich an und erspare mir die Arroganz zu postulieren), dass rund 90 Prozent der Autofahrer in einer solchen Situation ähnlich wenn nicht gar gleich reagieren würden.

herzlich

lechrainer

Wurde auf den letzten sechs Seiten schon eine Erklärung gefunden, wie man in einer Rechtskurve nach links raus getragen wird und dann mit der BEIFAHRERtür gegen einen Baum prallt?

Nö, kann mir nur vorstellen das da schleudern im Spiel war. Fragt sich nur warum 😕 .

@Madness23
Ich finde auch nicht daß man aufgrund des Autotyps auf den Zustand des Autos schließen sollte.
Ich kenne genau so gut einige Leute die sich ein großes Auto kaufen, das Geld dann aber nicht mehr für anständige Reifen und die Wartung reicht.

Generell finde ich schon daß Unfallschwerpunkte entschäft werden müssen. Das mit der Eigenverantwortung hört sich zwar recht gut an, aber ein sehr großer Teil der Autofahrer überschätzt sich einfach gewaltig. Und daß so eine Beschränkung eine postitve Wirkung haben kann denke ich auch. Wir haben selber eine solche Landstraße die wegen häufiger Unfälle auf 70 km/h beschränkt wurde. Seit dem ist die Zahl der Unfälle hier sehr stark zurückgegangen.

Zitat:

Original geschrieben von patti106


Wurde auf den letzten sechs Seiten schon eine Erklärung gefunden, wie man in einer Rechtskurve nach links raus getragen wird und dann mit der BEIFAHRERtür gegen einen Baum prallt?

Nein, auf den letzten sechs Seiten keine - das Verhalten der Behörden läßt den Schluß zu, dass es überhöhte Geschwindigkeit für diese Kurve gewesen sein könnte, mit dem dadurch ausgelösten unkontrollierbaren Zustand des Fahrzeugs (natürlich nur für durchschnittlich begabte Autofahrer/innen). Folge: Damit nicht noch mehr (ungeübte) Leute (natürlich mit zuwenig Erfahrung und Eigenverantwortung) in diese Falle tappen: 70 km/h an dieser Stelle (ärgerlich für all die Fahrkönner mit perfekter Selbsteinschätzung und beinahe göttlichen Begabungen).

Wenn die Kurve sooo gefährlich ist, warum ist da eigntlich vor 2007 nie was passiert?

Erdstrahlen, Voodozauber.....🙄

Zitat:

Original geschrieben von LSirion


Selbst wenn ich bei gutem Wetter diese Kurve mit 200 km/h befahren könnte. Dennoch bin ich mit den 70 km/h deutlich sicherer unterwegs, auch sicherer als mit 100 km/h.

wie auch im tl thread verstehst du hier nicht, das die besten schilder nix nützen wenn:

a. der fahrer mit dem radio/handy oder sonstwas beschäftigt ist und deswegen seine augen überall nurnicht auf straße hat!

b. der fahrer meint die strecke zu kennen und deswegen das limit absichtlich überschreitet, bzw. seine gedanken woanders baumeln lässt...

Zitat:

Würde man 5 Minuten früher losfahren, hätte man alle diese Fahrzeuge - das werden schon 50 bis 100 Stück sein - automatisch, ohne Überholmanöver, hinter sich gelassen.

auch wieder ein denkfehler von dir!

"schneller" ist man dadurch trotzdem NICHT am ziel!

denn gerade im berufsverkehr ists egal ob du nun 5 minuten früher, später oder pünktlich losfährst, denn für jedes auto was du früher auf der straße bist hast min. ein anderes vor dir!

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