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Empfindlichkeit auf VA-Unwucht und rostige Bremsscheiben

Themenstarteram 8. September 2009 um 16:35

Hallo Leute,

bin ein rostgeplagter S210-Fahrer (E 320 T CDI, Bj. 2000), aber der Wagen muss noch ein bisserl durchhalten, so 2 Jahre, weil ich eh nix mehr dafür bekomme und 160.000 km noch kein Limit darstellen. (Eher der Rost, aber 2-3 Jahre gehen schon noch, ohne dass die Pest überall sichtbar wird ode rich mit dem Sessel durch die Bodenplatte krache.)

Nun schaue ich mich ganz entspannt nach Alternativen um und finde beim Mitbewerb nichts, was mich emotional anspricht. Also beobachte ich den S211 und bin dabei, mir eine Meinung über dieses Modell zu bilden um dann einen leicht gebrauchten S211 zu erwerben.

Die Werkstatt hat mir empfohlen, wenn, dann unbedingt einen von Modelljahr 2009 zu nehmen, da wurden nochmal die Türen und Heckklappe in puncto Korrosionsvorsorge verbessert. Aha.

Was mich aber bei meinem S210 und dem Vorgänger (Vor-MOPF E 220 T CDI) ärgert und geärgert hat, war die Sensibilität auf Unwucht der Räder und die dauernden Probleme mitrostigen Bremsscheiben hinten.

Die rostenden Bremsscheiben habe ich dadurch einigermaßen in den Griff bekommen, indem ich jährlich die hinteren Bremsbeläge ausbauen und die Führungen reinigen lasse. Offensichtlich saßen die immer so fest, dass bei leichtem Bremsen kein Abrieb an der Hinterachse zustandekam und der Rost sein Werk ungestört verrichten konnte. Auf die Idee kam ich beim Zusehen bei A.T.U, also der Mitarbeiter beim Ausbau der alten Bremsscheiben die Bremsbeläge vor lauter Dreck fast nicht aus dem Schacht der Bremszange bekommen haben. Seit ich das so handhabe -- wie geschrieben -- gibt es kaum Probleme mit Anrostungen.

Das dauernde leichte Gezittere am Lenkrad um die 80 km/h und 130 km/h (beim Vor-MOPF E 220 T CDI mit etwas schmäleren 15"-Rädern bei 100 und 150 km/h) hingegen habe ich noch nicht in den Griff bekommen, weder mit den Sommer-, noch mit den Winterreifen. Bei beiden E-Modellen kam diese Unruhe mit ca. 80-100.000 km, also dürfte Verschleiß ein Faktor dabei sein.

Interessanterweise ist die Unwucht nicht jeden Tag gleich, manchmal praktisch ganz weg, dann wieder stärker (ich fahre normalerweise täglich 2x 27 km ins Büro, selten mehr als 100 km/h da dichter Verkehr). Nach langen Fahrten ist die Unwucht aber immer da, forsche Fahrt bringt sie schneller zum Vorschein. Also hat das was mit der Erwärmung der Reifen zu tun.

Mehrfaches Nachwuchten, neue Gummis, Kontrolle der Felgen, Tausch der Bremsscheiben, Spurstangenköpfe und Traggelenke hat bestenfalls das Ganze gemildert, aber nie behoben, Radlager sind kontrolliert.

Nun habe ich den Thread von Zentrierpapst zum Thema "korrektes Auswuchten" gelesen und finde das Vorgehen recht mühsam, aber logisch und ganz analytisch.

Dass der Reifen sich durch die Unwucht verformt und sich dadurch die Unwucht verlagert, steigert oder was auch immer, das würde mit meinen Alltagserfahrungen zusammenpassen. Und die manchmal fehlende Unwucht wäre eine Überlagerung der Standplatten-Unwucht mit der Radunwucht.

Egal, meine Frage ins Forum ist nun, ob andere W211/S211-Besitzer ähnliche Probleme mit der Unwucht der Räder ("Mimosenhaftigkeit") haben, oder ob das ein spezifisches W210/S210-Problem ist.

Ich kenne ja doch einige andere Autos von billig bis teuer (Mazda, Ford, BMW, Volvo) im Familien- und Bekanntenkreis, wo man zu solchen Fragen auch glaubwürdige Auskünfte bekommt, aber was ich so mitbekomme: So zickig sind nicht viele ... was mir wieder zu denken gibt. Und diese Fahrzeugbesitzer wuchten ihre Räder genauso "falsch", wie meine gewuchtet worden sind.

Sind andere Autos vielleicht nicht so "anfällig" auf kleine Unwuchten?

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10 Antworten

hallo,

hab mir jetzt zwar nicht alles durchegelesen, jedoch gebe ich dir schonmal einen Tipp!!

Lass es mit A.T.U. sein!!!!

Gruß Alex

Ich haben ebenfalls die von Dir beschriebenen Unwuchtprobleme mit einem W210 Bj. 96. Es ist frustierend, dass dies meine Werkstätte nicht in Griff bekommt. Egal welchen Reifen ich nehme, Sommer/Winter, stets vibriert das Lenkrad, wie von Dir beschrieben.

Zitat:

Original geschrieben von 4042alexander

hallo,

hab mir jetzt zwar nicht alles durchegelesen, jedoch gebe ich dir schonmal einen Tipp!!

Lass es mit A.T.U. sein!!!!

Gruß Alex

Das hat bestimmt nichts mit ATU zu tun, sondern wenn, dann mit dem jeweiligen Mitarbeiter. Ich hatte mein Auto bei Reifen HELM, die ja wohl anerkannte Fachleute sind. Auch da war Murks. Die haben die alten Klebegewichte abgerissen und teilweise auf die verbliebene Restklebeschicht neue Gewichte aufgeklebt etc. Nach 300 km waren an 2 Rädern die Gewichte weg.

Glaub ja nicht, dass beim :) immer ein Reifenfachmann sich mit Deinen Pneus beschäftigt. Ja, Du kannst sogar haben, dass der bei ATU kompetenter ist.

Das mit der Unwucht kenne ich übrigens seit 124er Zeiten. Habe gelernt, damit zu leben.

Bei den 245er läuft alles rund. Michelin

Die Winterreifen sind bei 80 - 100 etwas unruhig. Dunlop

Generell habe ich damit keine Probleme.:D

Ich habe auch das Unwuchtproblem an der Vorderachse. Auch bei mir ändert sich die Unwucht von Tag zu Tag. Ich habe dann mal nach einer Autobahnfahrt die Vorderreifen am Fahrzeug feinwuchten lassen und daraufhin war es auch besser. Auf der einen Seite wurden zusätzlich zur stationären 0/0 Wuchtung 15g und auf der anderen Seite 10g geklebt. Diese Unwucht kann eigentlich nur von den Bremsscheiben, oder Wasser im Reifen kommen. Allerdings schließe ich bei mir Wasser im Reifen aus, da einer der Reifen erst kurz vorher neu montiert wurde, da die Felge einen Schlag hatte. Sind die Reifen schon länger auf der Felge und werden sie regelmäßig mit den Tankstellenprüfgeräten aufgefüllt, ist Wasser durchaus ein Thema.

Aber auch bei mir hat jetzt wieder ein leichtes Lenkradzittern angefangen. Ich werde jetzt mal mit den Zusatzgewichten experimentieren. Die Stelle kenne ich jetzt ja.

Gruß

Achim

@TE:

Ich kann Dir zwar nicht sagen ob dem Modelljahr 2009 nochmals etwas am Korrosionsschutz gemacht wurde, ich kann Dir aber sagen, dass gemäß der Forenerfahrung bisher KEINE gravierenden Probleme mit Rost beim 211er existieren. Ab BJ 2004 kannst Du einen 211er eigentlich problemlos kaufen, die früheren hatten mal ein paar Probs. Kann man (sofern korrekt gewartet) aber aucch nehmen.

Mit vernünftigen Reifen und korrekten Felgen sollte es eigentlich kein dauerhaftes Problem mit Unwucht geben. Wenn das Rad korrekt gewuchtet ist sollte alles rund laufen.

Läuft ein Rad auf dem Auto unwuchtig trotz korrekter Wuchtung so kann durchaus die Felge und somit auf der Reifen krumm sein. Das soll sich doch mal ein guter Monteur ansehen - aber nicht gerade zur Sturmzeit auf die Reifenfirmen (Frühjahr oder Herbst).

 

@general1977:

Das ist doch nicht Dein Ernst, dass Du selbst die Gewichte kleben willst und durch Experimente die richtige Verteilung hinbekommen willst !?

Es gibt Reifen die einen starken Drang zu Standplatten haben. Die laufen nur dann rund wenn sie mal wirklich warm gefahren wurden - Conti ist dafür bekannt. Die Michelins sind nicht so anfällig (Qualität hat halt seinen Preis).

Das Experiment solltest Du sein lassen (ist so eine Sache wie die Spureinstellung mit Laserpointer, hat mal ein User im 211er-Bereich beschrieben).

Wir reden halt nicht über eine 2-Takt-Kettensäge deren Vergaser man nach Gehör einstellen kann.

 

Gruß

Hyperbel

Themenstarteram 9. September 2009 um 7:22

Ahhh, da geht's gleich rund ... ! Danke für die Beiträge.

Das mit der Rost-Entwarnung klingt schon mal sehr gut ... :p

A.T.U werde ich nicht sein lassen, da diese Leute seit Jahren bei meinem privaten Fuhrpark Service, Auspuff und Bremsen, tlw. auch die Reifen machen -- man muss ihnen ein bisserl auf die Finger schauen und sie wollen gerne noch Zusatzarbeiten machen und verrechnen, aber hier in Wien ist die geleistete Arbeit eigentlich ganz OK. Vor allem, wenn man die Leistungen bei Aktionen einkauft. Ich habe hier schon oft gelesen, das A.T.U in Deutschland einen sehr schlechten Ruf hat ... ein "regionales Phänomen"? Die Preise dürften aber hier in Österreich generell etwas höher sein als in Deutschland bei wohl niedrigeren Lohnkosten; vielleicht ist das auch ein Grund -- weniger Zeitdruck?

Die Räder ließ ich nicht nur bei A.T.U, sondern auch beim Freundlichen (Frechheit der Preis!), einem 1-Mann-Betrieb a la "Pimp my car" der sehr genau gearbeitet hat und bei Reifen-Profi (professionelle Reifenkette) wuchten, auf Rundlauf prüfen -- alles keine Änderung.

Reifen-Gewicht hab ich in meinem 41-jährigen Leben nur eines verloren. Bin auch noch nie auf die Idee gekommen, sofort nach dem Reifenwechsel voll "anzugasen" oder Extrembremsungen hinzulegen; also verrutschter Reifen auf der Felge auch kein Thema.

Die Bremsscheiben sind -- so habe ich geschrieben -- so wie die wichtigsten Fahrwerksgelenke inzwischen alle neu.

Die Reifen waren und sind immer "Qualitätsreifen" gewesen, ich bin Conti Premium Contact 2, Bridgestone Touranza ER300, Uniroyal M+S plus 5 und M+S plus 55 sowie Michelin Winter Alpin 3 durch. Alles in Standardgröße 215/55R16 auf original Alus oder Standard-Stahlfelgen. Sommer wie Winter das gleiche Problem. Die Gewichte sind recht klein, max. 30 g, die Gummis wurden aber nicht wie von Zentrierpapst auf einer "Nullfelge" kontrolliert. Aber zumindest bei den Stahlfelgen sollte die Felgenunwucht minimal sein.

Also lese ich hier, dass auch der W211 diese unbehebbare Unruhe "kennt". Ich werde weiter bei meinem W210 versuchen, die Ursache zufinden, weil ich dann hoffentlich auch die Lösung des Problems beim W211 kenne ... :cool:

Hallo Austro-Diesel

Deine Erfahrungen sind sehr bedauerlich.

Obwohl ich mich ebenfalls als sehr sensiblen Fahrer bezeichnen muss, kann ich Deine negativen Erlebnisse in keiner Art und Weise nachvollziehen.

Ich besitze einen W 210, E320 Benzin, Jahrgang 05/1998, 195 000 km, den ich neu gekauft und den ich nach wie vor sehr sorgfältig behandle. Die kritischen Geschwindigkeiten von 80 – 160 km bewirken auf glatter Strassenoberfläche keine zusätzlichen Vibrationen im Fahrzeug. Und schneller fahre ich nur ausnahmsweise.

Aufhängungs- und Lenkungsteile sowie Stossdämpfer wurden noch nie getauscht. Letzter TÜV August 2008.

Nachstehend einige Tipps, die ich den obenstehenden Antworten nicht oder nur zum Teil gefunden habe.

• Felgen haben keine Deformierungen.

• Ich fahre nur Michelinreifen in Seriengrösse.

• Auf der Wuchtmaschine lasse ich mir jeden Reifen zeigen. Mehr als einen Höhenschlag von 1 mm akzeptiere ich nicht. Der Reifen darf höchstens gleichmässig auf und absteigen, also keine Beulen oder ähnliches. (Ist nur einmal aufgetreten).

• Seitenschlag darf etwas höher sein.

• Nach dem Auswuchten des ersten Reifens lasse ich ihn von der Maschine nehmen und um 180 ° nochmals aufspannen. Das gibt Auskunft über die Genauigkeit de Wuchtmaschine. Abweichungen von 10 Gramm akzeptiere ich.

• Neue Reifen kaufe ich nur paarweise und fahre sie mindestens 5000 – 10 000 km auf der Antriebsachse, um den Rundlauf noch zu verbessern. Dann werden sie nochmals gewuchtet und kommen auf die Vorderachse.

• Die Auflageflächen und Zentrierbohrungen der Felgen habe ich von Anbeginn leicht eingefettet und lasse sie immer von Schmutz säubern.

• Die Stellung von Radnabe und Felge zueinander ist gekennzeichnet und bleibt sich immer gleich.

• Radschrauben werden schrittweise und mit dem korrekten Drehmoment angezogen.

• Die ersten paar hundert Kilometer fahre ich mit neuen Reifen mit einem Überdruck von etwa 0.5 bar. Dann gehe ich auf + 0.3 bar zurück. Das reicht dann für die nächsten Monate.

Solche Anforderungen lassen sich natürlich nicht beim saisonalen Reifenwechsel stellen. Eine passende Terminvereinbarung und ein gutes Trinkgeld helfen über die Klippe hinweg.

Standplatten verspüre ich auch, die sind aber nach etwa 10 km verschwunden.

Dass ich Baustellen mit der gebotenen Sorgfalt befahre und Gehsteige tabu sind brauche ich wahrscheinlich nach dem Obigen nicht mehr zu erwähnen.

Freundliche Grüsse

dorfschmied

Themenstarteram 9. September 2009 um 11:38

Schön, dass es auch vibrationsfreie Wägen gibt! Auf dass es so bleibe, das kann gehörig nerven!

Ich habe auch nur Standarddimension oben, beim Wuchten habe ich schon mal gesehen, dass der Mitarbeiter mit umspannen nachkontrolliert und auch vorher die Spannzange reinigt, auch die Radnabe mit Drahtbürste abbürstet und mit Kupferspray gegen Rost schützt. Druck fülle ich auch Sparsamkeit auch eher mehr ein. Der normale Standplatten ist bei mir auch so nach 5-10 km weg, je nach Außentemperatur. Die Montage des Rades an der Nabe über kreuz und in mehreren Schritten ist eigentlich überall üblich, nur den Drehmomentschlüssel sieht man bei uns nicht immmer (ausgerechnet beim "Reifen-Profi" nicht, beim A.T.U immer!).

Randstein-drüber-Fahrer und so bin ich auch nicht, mein Fahrstil ist eher "Opa-Style" ...

Aber der Tipp mit den neuen Reifen "einfahren" auf der HA ist neu für mich!

Zitat:

Original geschrieben von Hyperbel

@general1977:

Das ist doch nicht Dein Ernst, dass Du selbst die Gewichte kleben willst und durch Experimente die richtige Verteilung hinbekommen willst !?

Es geht nicht um die Verteilung, sondern um die Menge. Die Vorderräder wurden auf der Wuchtmaschine dynamisch auf 0/0 gewuchtet. Diese Gewichte bleiben unangetastet. Danach wurde nochmal am Fahrzeug feingewuchtet und 15g links und 10g rechts geklebt. Eine Feinwuchtung ist immer eine statische Wuchtung. Wenn ich da mit dem Gewicht (die Stelle bleibt gleich!) spiele, wird sich also kein Taumeln des Rades ergeben. Wenn sich die Situation nicht verbessert, klebe ich diese Gewichte halt wieder genauso hin, wie sie waren. Wo siehst Du das Problem?

Gruß

Achim

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